Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Re: Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Beitragvon Bernd_1967 » Di 5. Dez 2017, 20:26

Und jetzt komme ich und mache die Sache noch ein bisschen anspruchsvoller:

Ich müsste eingeben können, dass ich bei 7,4kW laden bereit bin ein paar cent/kWh mehr zu zahlen
als bei 1kW, da der e-Golf bei 7,4kW 8% Verluste hat und bei weniger ziemlich schnell auf 15-20% Verluste hoch läuft.
Also, wäre mir lieber der Netzversorger schaltet 1 Auto ein, dann das andere, anstatt 2 Autos parallel laufen zu lassen und Energie zu verschwenden.
Und das ist dann noch bei jedem Auto anders......
Wollte das nur noch mal nennen. Ob es umgesetzt werden kann, weiß ich ja nicht.
e-Golf seit 08.06.2017 (15.000km/Jahr=Erstwagen)
Passat Variant GTE seit 06.02.2017
PV-Anlage 18kWp, Speicher 13,5kWh netto
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Re: Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Beitragvon kub0815 » Di 5. Dez 2017, 20:54

gekfsns hat geschrieben:
Was mir auch vorschwebt: Habe Anteile an einer Bürgerenergie Photovoltaik Anlage und einem Windrad. Ich fände es toll wenn ich damit tagsüber beim Arbeitgeber "meinen" Stromanteil zum laden des Elektroautos nutzen könnte. Auch meinem Gefrierschrank ist es meist relativ egal wann er läuft. Du die Durchleitung durchs Netz müsste man noch Gebühren bezahlen, könnte dann ja auch abhängig sein von der Auslastung. Vielleicht könnte man sich auch mit Bürgerenergie Projekten an zentralen Speichern beteiligen damit nicht jeder Haushalt einen eigenen großen Speicher braucht. Einen kleinen im Keller, den großen bei der Bürgerenergie Genossenschaft.

Dazu gibt es hier schon ein Pilotprojekte
http://www.living-lab-walldorf.de/projekt/
Hier wurde der Speicher zentral aufgebaut.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, PlugIn-PV Anlage
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Re: Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Beitragvon Fluencemobil » Di 5. Dez 2017, 22:47

Langsam aber stetig hat geschrieben:
Ich kenne mich mit Details nicht aus, aber aus Abnehmersicht würde ich mir folgendes wünschen (das ist sicher aufgrund der Autos noch nicht unbedingt machbar):

Ich komme nach Hause und stecke an. Am nächsten Morgen um 07:30 möchte ich einen vollgeladenen Akku haben (oder vielleicht auf 80% zur Akkuschonung, wenn das normalerweise ausreicht).

Wann der Akku geladen wird, dürfen Auto, Wallbox und Stromanbieter miteinander aushandeln. Mit variablen Preisen eben dann, wenn die Preise am niedrigsten sind. Da ich vermutlich zusätzliche Fixkosten habe, und es auch eine gewisse (wenn auch vertretbare) Einschränkung ist, nicht sofort vollzuladen, sollten die durchschnittlichen Preise dann schon einiges niedriger sein, als bei einem normalen Tarif.

Außerdem möchte ich noch einen Knopf haben, auf den ich drücken kann, so dass sofort mit voller Stärke geladen wird.

Außer diesem Knopfdruck sollte das alles automatisch funktionieren, wenn es einmal eingerichtet ist.

Wenn man eine PV-Anlage hat (eventuell mit Speicher) , möchte man natürlich diese so viel wie möglich ausnutzen - eine Wallbox sollte das dann mit einrechnen können, und jeden Tag das Optimum finden.

+1
Am Ende sollte dann die App. Der wallbox ( ladeleistung und akkugroesse merkt sich die App., wenn einmal eingegeben) die ladeleistung auf den gewünschten (bzw. Online empfohlenen) Zeitraum verteilen. Natürlich unter Abwägung ( Untergrenze einstellbar) der Ladeverluste bei zu geringer ladeleistung.
10% Rabatt für alle Elektroautofahrer auf Brillen und Kontaktlinsen bei http://www.optikanton.de/
Ich empfehle einen Batteriemietvertrag bei Renault mit einer Rechtsschutzversicherung zu kombinieren.
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Re: Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Beitragvon swes » Di 12. Dez 2017, 11:20

Als kommender Fahrer eines PHV möchte ich hauptsächlich, dass der Wagen am nächsten Morgen geladen ist. Die Zeit kann ich dann über den Wagen steuern. Ideal wäre also ein Nachtstromtarif mit einem Preis deutlich unterhalb eines normalen Stromtarifs.

Bei einem PHV gibt es die Konkurrenz zwischen Verbrennerbetrieb und elektrischem Betrieb. Strom ist derzeit nicht so viel günstiger als Kraftstoff. Wenn man an einer öffentlichen Säule laden muss, ist er oft sogar teurer. Die Grenze liegt für mich irgendwo zwischen 33 und 36 Cents pro kWh. (15 kWh/100km verglichen mit 3,7-4l/100km).
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Re: Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Beitragvon zoernert » Di 12. Dez 2017, 12:48

swes hat geschrieben:
Ideal wäre also ein Nachtstromtarif mit einem Preis deutlich unterhalb eines normalen Stromtarifs..


Die günstigsten Zeiten liegen tendenziell meist in den frühen Morgenstunden. Hinsichtlich des Preises hängt dieser natürlich vom Ort der Belieferung ab - unter 35 Cent müsste aber in ganz Deutschland machbar sein.

Reichen die 5 Cent je KWh als Anreiz für Dich, die Du bei https://autostrom.stromdao.de/ bekommst? Immerhin musst Du ja noch die Steuerung entsprechend bei Dir anpassen.

Gruß,
Thorsten
Meine Tarifmanufaktur für das heimische Laden mit Netzdienlichkeit Prämie, aber ohne Abschaltzeiten https://autostrom.stromdao.de/
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Re: Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Beitragvon SL4E » Di 12. Dez 2017, 12:56

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Bonus für netzdienliches Laden
bis zu 5 ct/kWh
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Kündigungsfrist eine Woche vor Monatsende   11 Euro
geschätzter Jahresverbrauch
3000 kWh


Ich komme also bei netzdienlichen Laden nur auf 23ct??? Da kann ich ja jeden Standardtarif nehmen da zahle ich auch nur 23ct rund um die Uhr.
Ich habe das Forum verlassen
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Re: Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Beitragvon Solarmobil Verein » Di 12. Dez 2017, 13:01

Ich stelle mir gerade die Frage, welchen monetären Aufwand man selbst betreiben muß, um in den Genuß eines günstigen Ladestromtarifs zu kommen.
- irgendeine Art der standardisierten Datenübertragung (eigentlich kommt nur ein Netzwerk-Protokoll in Frage ... TCP/IP) zur Wallbox in der Garage (die sich irgendwo am Grundstück befindet)
- dann natürlich die Wallbox, die entsprechend gesteuert werden kann
- irgendwelche Umbauten/Erweiterungen im Zählerkasten

Ich für meinen Teil habe mich fürs erste auch wieder von der gesteuerten PV-Anlagen-Überschuß-Ladung verabschiedet.
Den Aufwand, den ich dafür treiben müßte, bekomme ich nie wieder rein. Das wäre nur eine technische Spielerei, um zeigen, daß es funktioniert. Das wäre für mich auch das Interessanteste an der Sache.

Daher habe ich das bei mir folgendermaßen gelöst (Öko-Strom):
- Doppeltarif: HT = 29,17 ct/kWh, NT = 23,17 ct/kWh, Grundpreis = € 7,92 pro Monat
(im Vergleich: Normalökotarif = 26,91 ct/kWh, Grundpreis = € 7,00 pro Monat)
- dazu eine PV-Anlage mit derzeit 9,81kWp + 6,4kWh Netto-Speicher, wird demnächst ausgebaut auf 19,5kWp und insgesamt 19,6kWh Netto-Speicher

Im Sommer ist in aller Regel genug Leistung da, um das Auto einfach direkt mit Sonne laden zu können.
Der Speicher reicht auch nachts, um wenigstens soviel ins Auto reinzuladen, damit ich am nächsten Tag wieder zum Büro komme.
Im Winter wird zu den NT-Zeiten geladen.
In meinem einen Auto kann ich die Zeiten einfach programmieren. Da wird einfach eingestellt, daß das Fahrzeug morgens um 5:45 Uhr geladen sein soll.
Mit einem kleinen Trick kann ich automatisiert auch nur eine Stunde laden (und das in 15-Minuten-Abständen erhöhen). Ich stelle im Fahrzeug ein, daß die NT-Zeit einfach nur die entsprechende Zeitdauer lang ist.

Beim anderen Fahrzeug ist etwas mehr Handarbeit gefragt.

Eine Wallbox habe ich gar nicht, es wird ein gepimptes Notladekabel (wieder auf 16A aufgebohrt und mit CEE versehen - latürnich) vom Hersteller benutzt. Das funktioniert an beiden Fahrzeugen.

Die Ausgaben dafür? Streng genommen nur der Einbau des HT/NT-Umschalters (der fliegt nach dem Ausbau der PV-Anlage ggf. wieder raus, muß ich mir ansehen, wie sich das verhält und dann mal druchrechnen). Das ist aber ohenhin im Rahmen eines anderen Umbaus erfolgt, zu einem Zeitpunkt, als ich die E-Fahrzeuge noch gar nicht hatte.
Die PV-Anlage? Hätte ich so oder so gemacht.



Angenommen, ich könnte mit dem dynamischen Strompreis im Schnitt 10ct/kWh (fast ein bißchen viel, oder?) beim Auto ggü. dem Normalpreis einsparen.
Unsere beiden E-Fahrzeuge werden im Jahresmittel mit ca. 3000kWh zu Hause geladen. Davon, mal konservativ geschätzt, 40% direkt mit Sonne. Bleiben 1800kWh aus dem Netz.
Macht also 180 Euro Ersparnis pro Jahr.
Jetzt kann man sich ausrechnen, wie lange es dauert, bis sich das amortisiert hat. Ich denke, 10 Jahre müßte die Wallbox schon halten ...

Wenn ich dann, so wie es mir vorschwebt, die aktuelle Heizung durch ein Brennstoffzellen-Nano-BHKW ersetzt habe, stellt sich die Frage nach irgendeinem Stromtarif nicht mehr. Das, was dann noch vom Netz kommen muß, ist so wenig, daß der kWh-Preis beinahe egal ist.
Wenn nach 20 Jahren dann die Zeit der garantierten Einspeisevergütung für die PV-Anlage auch noch ausgelaufen ist, naja, soooo günstig kann den Strom keiner anbieten, als daß ich meinen eigenen Strom nicht lieber selbst verbrauche.
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Re: Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Beitragvon SL4E » Di 12. Dez 2017, 13:31

Angenommen, ich könnte mit dem dynamischen Strompreis im Schnitt 10ct/kWh (fast ein bißchen viel, oder?) beim Auto ggü. dem Normalpreis einsparen.


Nimmst du die Grundlage von AT z.b. Awattar (https://www.awattar.com/tariffs/hourly ) kannst du sogar noch mehr sparen
30% im Durchschnitt und je nach Nutzungsprofil noch mehr.

Bei einem Marktpreis von 0€/MWh fallen diese Abgaben und Netzentgelte immer an (Stand 2017)
9,144ct/kWh
zzgl lokal unterschiedlicher Kosten (bei mir)
Konzessionsabgabe 1,57ct/kWh
Netzentgelte (Standardlastkunde) 5,99ct/kWh

gönnen wir dem Anbieter noch einen Verdienst von 1ct/kWh

= 17,704ct/kWh brutto

Wie gesagt bei einem Marktpreis von 0,00€. Macht eine Ersparnis von 23,4% zu meinem derzeitigen Standard ÖkoTarif.

Nehmen wir mal reale Marktpreise:
letzte Nacht 12.12. 3:00: 12,31€/MWh - macht 19,169ct/kWh also eine Ersparnis von 17% wenn ich mein Auto um 3 Uhr geladen hätte

Schau wir in die Zukunft:
Heute 12.12. 18 Uhr: 46,95€/MWh - macht 23,29ct/kWh also ein Aufschlag von 8,2% zu meinem derzeitigen Tarif. Ich werde also bestraft wenn ich mein Auto um 18 Uhr laden würde.

So einfach geht das. Man kann also durch sein eigenes Verhalten entscheiden ob man sparen will oder nicht.
Das ist wie an der Tankstelle, tanke ich zur teuersten Zeit, habe ich halt einfach Pech.

Nehmen wir mal noch so ein schönes Beispiel zum Schluss.

29.10. 2:00 Uhr Marktpreis -83€/kWh - macht 7,83ct/kWh also eine Ersparnis von 66.1%...
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Re: Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Beitragvon zoernert » Di 12. Dez 2017, 13:48

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Ich stelle mir gerade die Frage, welchen monetären Aufwand man selbst betreiben muß, um in den Genuß eines günstigen Ladestromtarifs zu kommen..


Die Antwort für den zusätzlichen Aufwand ist: Keiner

In anderen Worten kein Zwang zum Umbau, allerdings steigert jede Integration natürlich den Komfort für den Fahrer.

Die Details habe ich in einem Artikel zusammen gefasst: https://autostrom.stromdao.de/articles/hardware

Soll die Netzdienlichkeitsprämie bei einer Ladung gutgeschrieben werden, so sind vor dem Ladevorgang und beim Beenden des Ladevorgangs die Zählerstände des Bezugszählers (Hausanschluß) sowie die geladene Energiemenge über ein Web Formular zu übermitteln.


Leider ist die Open-Source-Community noch nicht aufgebaut, welche entsprechende Integrationen bereitstellt. Hier ist aktuell noch etwas Henne-Ei Problem, welches sich aber hoffentlich in den kommenden Monaten löst.
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Re: Stimmungsbild: Stromtarif für EV

Beitragvon sebas » Di 12. Dez 2017, 13:51

Ist es denn tatsächlich so, dass man auch bei einem Marktpreis von unter 0€
weiterhin Netzentgelte und EEG Umlage zahlen muss?

Zumindest am Regelenergiemarkt würde man für die "Entsorgung" dieses "Überschüssigen" Stroms doch sogar entlohnt.
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