Schieflastverordnung

Re: Schieflastverordnung

Beitragvon bm3 » Fr 12. Jan 2018, 18:53

Wie SL4E schon schreibt müsste die Wallbox dazu alle Außenleiterströme messen und miteinander vergleichen. Mir ist keine Wallbox bisher bekannt die das macht.Den meisten Anwendern hier ist es wohl auch lieber wenn sie es nicht macht. :lol:
Hier im Thread gehts auch wohl nicht darum welcher Netzbetreiber was macht oder darum wie schlimm oder auch nicht eine Schieflast ist. Dazu gibt es hier auch schon ältere Threads.
Die Netzspannungstoleranz am Anschlusspunkt des Netzbetreibers darf übrigens ganz offiziell +-10% betragen, hinzu kommt dann auch noch der Spannungsabfall innerhalb der Hausverteilung. Es kann also passieren dass man im Extremfall ganz legal nur noch knapp über 200V beim Verbraucher anliegen hat oder auch im entgegengesetzten Fall bei um die 250V liegt.
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Re: Schieflastverordnung

Beitragvon SL4E » Fr 12. Jan 2018, 19:24

10% oder um es einfacher zu sagen 207-253V

;)
Lieber jetzt elektrisch fahren, als noch länger warten!
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Re: Schieflastverordnung

Beitragvon anibager » Fr 12. Jan 2018, 19:51

bm3 hat geschrieben:
Die Netzspannungstoleranz am Anschlusspunkt des Netzbetreibers darf übrigens ganz offiziell +-10% betragen, hinzu kommt dann auch noch der Spannungsabfall innerhalb der Hausverteilung. Es kann also passieren dass man im Extremfall ganz legal nur noch knapp über 200V beim Verbraucher anliegen hat hat oder auch im entgegengesetzten Fall bei um die 250V liegt.


Achtung
Du schreibst von der Spannungstoleranz!

Nicht mit Symmetrie verwechseln.


Die Symmetrie der Spannungen (Schieflast) ist bestimmt keine 10%
Ich glaube mich an 5% erinnern zu können, könnte aber auch 3 oder 2% sein. Hab derzeit keine Unterlagen zur Hand.

LG Gerhard
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Re: Schieflastverordnung

Beitragvon kub0815 » Fr 12. Jan 2018, 20:06

anibager hat geschrieben:
kub0815 hat geschrieben:
ich würde mir eine 22kw Wallbox kaufen damit wäre zumindest für mich die Sache mit der Schieflast ad acta gelegt.

Das kann dir sowiso keiner nachweisen zweitens ist es egal wenn es nicht egal ist sollte man keine Autos die das können mehr zulassen dürfen.
Schieflast ist nicht egal!

Oder was würdest du sagen, wenn du zum Beispiel plötzlich statt 230V nur 130V oder gar 330V bekommen würdest, mal so als fiktives Beispiel?
Also ist dir Schieflast auch nicht egal.
Der Netzbetreiber muss die Spannungsstabilität in gewissem Rahmen (? 5% ?)garantieren.
Und der Stromerzeuger mittels Generatoren, will auch keine Schieflast sehen.
Es gibt also Gründe, warum es bei einphasiger Belastung Vorgaben gibt.

Mit der Behauptung des nicht nachweisen könnens, wäre ich auch vorsichtig.

LG Gerhard


Die Wallbox würde korrekt 3Phasig nach Herstellervorgaben von so einem elektriker angeschlossen und angemeldet. Wo steht das man an dieser kein einpasiges Auto einstecken darf?
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.7l/100km, nächste Projekte Batteriespeicher
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Re: Schieflastverordnung

Beitragvon anibager » Fr 12. Jan 2018, 20:38

kub0815 hat geschrieben:

Die Wallbox würde korrekt 3Phasig nach Herstellervorgaben von so einem elektriker angeschlossen und angemeldet. Wo steht das man an dieser kein einpasiges Auto einstecken darf?


Darfst du auch...
Darum bis 11kW (16A) nur anzeigepflichtig
Darüber brauchst du Genehmigung vom Netzbetreiber...
Und voila ... rate mal ... Schieflast bis ca.4kW kein Thema für dich als Privatkunde.
LG Gerhard
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Re: Schieflastverordnung

Beitragvon bm3 » Fr 12. Jan 2018, 20:42

@ anibager

Was willst du uns in deinen letzten Beiträgen denn nur mitteilen :?: :?:

...aber es geht halt so weiter jetzt, dieser Thread hier fängt ja leider schon mit einer "Verordnung" an die nicht existiert.
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Re: Schieflastverordnung

Beitragvon anibager » Fr 12. Jan 2018, 21:08

bm3 hat geschrieben:
@ anibager

Was willst du uns in deinen letzten Beiträgen denn nur mitteilen :?: :?:

...aber es geht halt so weiter jetzt, dieser Thread hier fängt ja leider schon mit einer "Verordnung" an die nicht existiert.
Ganz einfach:
Sichtweise Netz:
Der Netzbetreiber ist verpflichtet Grenzwerte für Unsymmetrie einzuhalten.

Daher kann er Schieflast nur bis zu einem gewissen Grad tolerieren.
Glaube 4,6kW sind maximal erlaubt.

Sichtweise EV-Fahrer:

11kW Wallbox darf ich anschliessen, muss nur den Netzbetreiber informieren.
Schieflast max. 16A an Ladestation.
Bei mehr Ladeleistung, brauchst du Genehmigung vom Netzbetreiber...
der wird dir wahrscheinlich dann einphasiges Laden bis max.4,6kW erlauben.

Alles klar?
LG Gerhard

P.S. Hab nur darauf geantwortet, dass niemand weis warum Schieflast ein Thema im Netz ist.
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Re: Schieflastverordnung

Beitragvon bm3 » Fr 12. Jan 2018, 21:21

War schon vorher klar. Was man anschließen darf, mit und ohne Zustimmung des Netzbetreibers und was nicht kann man so nicht verallgemeinern für D., das findet sich in den jeweils gültigen technischen Anschlussbedingungen (TAB) des zuständigen Netzbetreibers.Die 4,6 kVA, also 20A sind aber zwischenzeitlich wohl so ziemlich allgemeingültig für D. , jedenfalls für Erzeugungsanlagen .
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Re: Schieflastverordnung

Beitragvon anibager » Fr 12. Jan 2018, 21:57

Fritzchen-66 hat geschrieben:
Hallo,

Kennt jemand Wallboxen mit 22kW, die bei einphasiger Abnahme nur 20A pro Phase zulassen, um die Schieflastverordnung nicht zu verletzen?

Gruß Carsten
Serienmässig ist mir keine bekannt.

Es gibt aber steuerbare Wallboxen.
Mittels UDP, OCPP... je nach Hersteller

Meine Idee:
Ladung mit 20A per Softwarevorgabe starten.
3 Stromwandler I1-3 mit Arduino SmartHomeSteuerung o.ä. erfassen (gibt da schöne, die man einfach über die Leitung zwickt, wie Stromzange).

Sind 3 ca. gleich grosse Ströme vorhanden?

Ja ... Ladungstrom auf 32A in der Wallbox setzen per Netzwerk (UDP, OCPP,...) o.ä.

Nein... do nothing

Ende Ladung ... Vorgabe wieder auf 20A Setzen

LG Gerhard

edit 2018 01 13:
Hab gerade gesehen, dass die Keba P30 mit MID Zähler per UDP die 3 Phasenströme ausgibt, somit wäre eine reine Softwarelösung möglich.

Ev. besteht diese Möglichkeit auch bei andere Boxen, die einen dig.Zähler eingebaut haben...
Zuletzt geändert von anibager am Sa 13. Jan 2018, 13:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schieflastverordnung

Beitragvon UliK-51 » Fr 12. Jan 2018, 22:14

gekfsns hat geschrieben:
Ich kenne einen Netzbetreiber dem ist das ganze Schieflastthema bei so lächerlichen Strömen, wir reden hier ja nur von 32A, total egal.


Richtig Schieflast solls bei der Rübelandbahn der Deutschen Reichsbahn gegeben haben. Da zieht aber dann auch eine Lok alleine schon 3300 Kw bei 25.000V und, wenn ich richtig gerechnet habe, 132A.
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