Neuling mit vielen Fragen

Neuling mit vielen Fragen

Beitragvon El Cativo » Di 31. Jan 2017, 20:29

Hallo liebe Gemeinde,

da das hier mein erster Beitrag ist, möcht ich mich kurz vorstellen: ich heiße Sebastian, gehe auf die Mittdreißiger zu und hab mich mit dem E-Virus infiziert :) Bin beruflich im Bildungssektor (Fremdsprachen) unterwegs, also bitte nicht all zu viel Vorwissen erwarten :D
Ich bin gerade am Hausbauen und möchte dabei möglichst viel richtig machen, um später möglichst autark zu sein. Momentan ist noch kein e-Auto vorhanden, wird in absehbarer Zeit (1-3 Jahre) aber kommen. Ich tendier im Moment zum i3, hat mich vom Konzept und vom Fahrerlebnis bisher am meisten überzeugt - bin aber auch auf Tesla M3 gespannt.
Hier ein paar Fragen:

1. Vorbereitung Ladepunkt im Keller (=Garage): 5x10mm² mit 32A abgesichert sollten ausreichend sein, richtig?
2. Dach in Süd-Ost mit 35° gibt voraussichtlich 8-9 kwp her, die sollte ich wohl gleich voll ausreizen, was meint ihr?
3. Das Thema Batteriespeicher werde ich aus finanz. und technolog. Gründen noch ein bisschen hinauszögern, möchte dafür aber alles vorbereitet haben --> was muss ich da beachten?
4. Wechselrichter: mir wurde der Fronius Symo 8.2‐3‐M angeboten - taugt der für meine Pläne?
5. Gibt es schon eine unkomplizierte, universelle Lösung (--> Autoherstellerunabhängig), um am Ladepunkt zwischen reiner Überschussladung und "Vollgasladung" mit Netzbezug zu wählen?

Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe, ich lese hier schon seit Wochen mit, aber irgendwie ist die Materie doch ein bisschen komplizierter als ich dachte und je mehr ich lese, desto weniger verstehe ich :D
El Cativo
 
Beiträge: 5
Registriert: Di 31. Jan 2017, 20:10

Anzeige

Re: Neuling mit vielen Fragen

Beitragvon Sewi » Mi 1. Feb 2017, 09:41

Zu 1.:
Ob 5x10mm reichen, hängt von der Leitungslänge ab. Wenn Du jetzt baust, würde ich im Zweifelsfall eher etwas mehr Kupfer verlegen als zu wenig.

Zum Rest müssen die Solar-Experten hier ran, kann ich leider nichts sagen :(

PS: Bei der E-Installation würde ich Licht und Rest des Hauses auf getrennte FIs legen. Ist zwar nicht vorgeschrieben, aber so bleibt wenigstens das Licht an, wenn ein Gerät mal keine Lust mehr hat...
Sewi
 
Beiträge: 328
Registriert: Do 5. Jan 2017, 18:31

Re: Neuling mit vielen Fragen

Beitragvon chrisgrue » Mi 1. Feb 2017, 09:52

Servus

El Cativo hat geschrieben:
1. Vorbereitung Ladepunkt im Keller (=Garage): 5x10mm² mit 32A abgesichert sollten ausreichend sein, richtig?

5. Gibt es schon eine unkomplizierte, universelle Lösung (--> Autoherstellerunabhängig), um am Ladepunkt zwischen reiner Überschussladung und "Vollgasladung" mit Netzbezug zu wählen?


Zu 1.) Wenn das erst in ein paar Jahren realisiert werden soll, mach eine ordentliche Leerverrohrung und legen dann das, was du dann brauchst. 10qm kommen mir 'heftig' vor, kommt aber auf die Leitungslänge drauf an (vom Schaltschrank in Keller-Garage sollte ja nicht soooo lang sein!?) und kann eine Privat PV überhaupt 22kW liefern (wegen 32A!?). Schaltschrank große genug planen, damit die Leitung dann mit einem eigenen Fi abgesichert werden kann.

Zu 5.) Da gibt es imho einige Lösungen, sind ohnehin Autoherstellerunabhängig - Deine PV/Regeltechnik muss sich halt mit deiner 'Wallbox' unterhalten können, damit diese halt die Leistung dyn. anpasst.
cu
Chris - Sangl 87, Bestellt 07.01., Produziert 26.04., Papiere am 03.07., Abholung am 13.07.
chrisgrue
 
Beiträge: 373
Registriert: Mo 12. Dez 2016, 11:02
Wohnort: in einem Dorf nahe Grieskirchen/Wels

Re: Neuling mit vielen Fragen

Beitragvon p.hase » Mi 1. Feb 2017, 10:55

wozu einen stationären batteriespeicher einplanen, wenn es solche mit 4 rädern gibt? :roll:
VERKAUFE Notladekabel / WALLBOX original RENAULT 10/14A 6m TYP2 Kabel, LEAF2, Smart, i3, IONIQ, Prius
VERKAUFE ZOE R90 41kWh, 05/17, 6263km; LEAF TEKNA 30kWh, 06/18, 9km. Alle m. MwSt. + sofort
Benutzeravatar
p.hase
 
Beiträge: 6268
Registriert: So 20. Okt 2013, 19:22
Wohnort: Zwischen den beiden schmutzigsten Städten Deutschlands

Re: Neuling mit vielen Fragen

Beitragvon Dachakku » Mi 1. Feb 2017, 11:20

Moin !

Zu 1. 10mm2 Sollten reichen, immerhin reden wir über ein 1 Fam. Haus und nicht über eine 200 Meter lange Villa ....
Irgendwo halbwegs in der Nähe vom Ladepunkt wird ja dein Hausanschluss sein. ( Keller-Keller...)

2. Zur Überschussladung mach dir erst mal keine Gedanken, sieh aber ein Kommunikationskabel cat7 zwischen Ladepunkt und Wechselrichter vor.

3. Die Wechselrichtergröße sollte aus meiner Sicht nie = 100% Modulpower entsprechen, sondern größer dimensioniert.
Wenn 8KW liegen sollte der WR 9KW leisten können. Fronius ist von der Marke her schon ok. WR in der Größe immer schön kühl belüftet, bspw. in den Keller hängen, da entsteht einiges an Abwärme.

Sind meine Erfahrung, die Erklärungen würden hier den Rahmen sprengen.
Smart Cabrio Brabus Exclusiv ED

Und wenn ich über's Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker:" Schau dir das an, nicht mal schwimmen kann der."
Benutzeravatar
Dachakku
 
Beiträge: 2934
Registriert: Sa 27. Aug 2016, 12:59

Re: Neuling mit vielen Fragen

Beitragvon bernd55 » Mi 1. Feb 2017, 11:35

Hallo,

zu den Querschnitten würde ich den Elektriker befragen. Aber ich würde für den Ladepunkt 3*32A (22kW) vorsehen. Dann noch mind. 1*16A (3*16A wenn du den Garten aus der Garage Versorgst) Damit du auch mal Saugen oder Rasen Mähen kannst während das Auto lädt.
Ganz wichtig finde ich mind. 1* Ethernet Cat7 und am besten noch einmal Cat7 für Steuerleitungen einer Hausatomation / Ladesteuerung / Zählerkommunikation über Modbus KNX EIB oder was du später mal geschickterweise einsetzen willst.

Gruß
Bernd
bernd55
 
Beiträge: 122
Registriert: Fr 22. Apr 2016, 22:54

Re: Neuling mit vielen Fragen

Beitragvon El Cativo » Mi 1. Feb 2017, 11:57

Vielen Dank schonmal an alle, da sind einige Tips dabei die ich gleich umsetzen werde :)
Zum Nachdenken gebracht hat mich vor allem der Hinweis, dass das Auto ja nix anderes ist als ein rollender Speicher, da hab ich mir bis jetzt nicht viel Gedanken gemacht. Kann mir da jemand mehr zu sagen?

- bisheriger Jahresstromverbrauch: zwei Personen, ca. 1700 kwh, plus Wama+Trockner (bisher "gratis" im Keller)

Unser voraussichtliches Lastprofil wird in etwa so aussehen:

5Tage/Woche:
- eine Person zu Hause, Arbeit am Computer
- eine Person mit dem Auto in die Arbeit (einfach 25km), zwischen 14:00 und 16:00 zurück
- stromhungrige Geräte können meistens tagesüber bedient werden

Wochenende:
- meist beide zu Hause
- Autofahrten: ca. 70-100km

Ich hab da gleich drei Fragen zur Nutzung der Autobatterie: (die Idee gefällt mir nämlich gut!!!)
1. wird die da nicht bald schlapp machen bei so intensiver Nutzung?
2. ist das technisch bereits problemlos machbar, das Haus über die Autobatterie zu versorgen? Mit welchen Strömen kann die Batterie entladen werden? Ausserdem darf sie natürlich nachts nicht zu weit entladen werden, will schließlich morgens noch in die Arbeit kommen. Das muss dann also ordentlich geregelt werden...
3. Klappt sowas mit jedem Wechselrichter oder muss ich mich da jetzt gleich für einen passenden entscheiden?
El Cativo
 
Beiträge: 5
Registriert: Di 31. Jan 2017, 20:10

Re: Neuling mit vielen Fragen

Beitragvon Priusfahrer » Do 2. Feb 2017, 11:38

El Cativo hat geschrieben:
Ich hab da gleich drei Fragen zur Nutzung der Autobatterie: (die Idee gefällt mir nämlich gut!!!)
1. wird die da nicht bald schlapp machen bei so intensiver Nutzung?
2. ist das technisch bereits problemlos machbar, das Haus über die Autobatterie zu versorgen? Mit welchen Strömen kann die Batterie entladen werden? Ausserdem darf sie natürlich nachts nicht zu weit entladen werden, will schließlich morgens noch in die Arbeit kommen. Das muss dann also ordentlich geregelt werden...
3. Klappt sowas mit jedem Wechselrichter oder muss ich mich da jetzt gleich für einen passenden entscheiden?


So weit mir bekannt ist, unterstützen das derzeit noch keine aktuellen EV´s. Ob dies in naher Zukunft der Fall sein wird...?
Ich denke eher nicht. Zu groß ist die Angst der Hersteller vor dem vorzeitigem Akkuverschleiß.

Als Alternative gibt es sogenannte Powerwalls. Das ist ein fest installierter Akku, der bereits alle nötige Reglungstechnik enthält und problemlos in die Hausinstallation integriert werden kann. Dieser hätte dann auch den Vorteil, dass man sich keine Sorgen machen muss, ob das Fahrzeug immer genügend Ladezustand aufweist.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Derzeit im Ioniq unterwegs.
Priusfahrer
 
Beiträge: 1583
Registriert: Mo 11. Jan 2016, 22:36

Anzeige


Zurück zu Private Lade-Infrastruktur

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste