Neuer Anschluss in der Garage

Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon Flünz » Do 10. Aug 2017, 12:50

Schwani hat geschrieben:
...Ich würde daher immer eine Nummer größer als Nötig wählen.

Dann passt das ja mit meinen 6mm²! :)
120 Kühe weniger ergeben 120 Kilometer mehr Reichweite :D (Q210 -> Q90 = 135km -> 255km)9,9KWp PV + 12KWh Sonnenbatterie
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Beitragvon Schwani » Do 10. Aug 2017, 13:26

Es wird sicherlich reichen.
Da Du aber von 11 kW bei 23m und Reserve für die Zukunft geplant hast, mache ich folgende Rechnung:

22kW (abgesichert mit 20A) bei 23m ergeben irgendwas mit 4,9mm² - also 6mm² Kabel. Mit meinem Rat eine Nummer größer zu holen, wärst Du dann bei 10mm².

Aber wie schon geschrieben - das ist etwas für die Zukunft, wenn die Akkus so groß sind, das lange mit 22kW zu Hause geladen wird. Heute sind es ja - außer dem Sonderfall Zoe - doch eher 2,3 / 3,7 kW bzw. die Leistung ist reduzierbar.

Ich hatte mal einen guten Leitungsrechner aus dem Photovoltaikforum. Dort wird ebenfalls von langen, hohen Stromstärken der Solaranlagen ausgegangen. Um die Leitungsverluste bis zum Übergabezähler auf viele Jahre möglichst gering zu halten, konnte man dort das Material (Kupfer, Alu), die Länge und die Anlagenleistung eingeben. Danach hat das Programm unter Berücksichtigung der mindeststärke die wirtschaftlichste Alternative vorgeschlagen - das war schon sehr interessant und hilfreich. Vielleicht hat es der User bm3 noch - er war auch dort unterwegs und hat gute Sachkenntnisse zum Thema.
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon ecopowerprofi » Do 10. Aug 2017, 14:32

Was rechnet ihr hier rum. Der HAK und Zählerschrank kommen in die Garage und der Netzbetreiber legt das Kabel bis zum HAK. Eure Berechnungen interessieren den VNB nicht. Der legt selber fest welchen Querschnitt er auf Grund der Netzes und Sicherungen am Trafo benötigt. Der Kunde kann nur sagen welche Leistung er denn benötigt. Den halben Meter vom Zählerschrank bis zur WB kannst Du bei 11 kW auch in 2,5² legen und 20 A absichern. Wenn man in ferner Zukunft mal 22 oder sogar 43 kW benötigt kann man den halben Meter auch mal tauschen.

Schwani hat geschrieben:
22kW (abgesichert mit 20A) bei 23m ergeben irgendwas mit 4,9mm²

Eine abenteuerliche Behauptung. Bei 22 kW lebt die Sicherung nicht lange.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon Schwani » Do 10. Aug 2017, 14:38

Tippfehler, wie in meinem Post von 08.14Uhr zu sehen ist - da habe ich 40A geschrieben. Außerdem bezog ich mich auf Flünz mit seinem Kabel nach Zähler!
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon AchimH » Do 10. Aug 2017, 14:49

ecopowerprofi hat geschrieben:
Was rechnet ihr hier rum. Der HAK und Zählerschrank kommen in die Garage und der Netzbetreiber legt das Kabel bis zum HAK. Eure Berechnungen interessieren den VNB nicht. Der legt selber fest welchen Querschnitt er auf Grund der Netzes und Sicherungen am Trafo benötigt. Der Kunde kann nur sagen welche Leistung er denn benötigt. Den halben Meter vom Zählerschrank bis zur WB kannst Du bei 11 kW auch in 2,5² legen und 20 A absichern. Wenn man in ferner Zukunft mal 22 oder sogar 43 kW benötigt kann man den halben Meter auch mal tauschen.


Vielen Dank erstmal für die vielen Rückmeldungen. Ich nehme also Folgendes mit: Ich teile dem Netzbetreiber mit, dass ich bis zum Anschluss Kabel mit reichlich Querschnitt benötige, da ich ein E-PKW dort aufladen möchte und deswegen viel Leistung über lange Zeit abfordern werde. Der Elektriker legt dann die Leitungen zum Zählerschrank in der Garage und bringt die entsprechenden Dosen an (Starkstrom, "normal" und zusätzlich noch Licht). Dann lasse ich eine Wallbox anbringen, mit der ich nochmal schneller laden lann. Immer mit dem Hinweis, daß ich die Leistung dauerhaft benötige...So meine laienhafte Vorstellung :idea:
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon Schwani » Do 10. Aug 2017, 15:33

Richtig!

Und der Hinweis zum Auto ist für den Elektriker und Versorger auch wichtig, dann sollte nichts mehr schief gehen.
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon ecopowerprofi » Do 10. Aug 2017, 15:45

Für den Leitungsquerschnitt ist nicht die Zeitdauer entscheidend sondern die max. Leistung.
Folgende Reihenfolge sollte man einhalten:
1. Die gewünschte max. Ladeleistung festlegen (Du)
2. Den Antrag an den Netzbetreiber stellen (E-Mann)
3. Warten bis der Netzbetreiber den Hausanschluss legt.
4. Zählerschrank, WB usw. montieren (E-Mann)
5. Zählerantrag einreichen (E-Mann)
6. Zähler montieren (VNB)
7. Auto laden und glücklich sein (Du) :D

Je nach VNB kann der E-Mann auch die Punkte 4 bis 6 selbst an einem Tag machen.
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon E-lmo » Do 10. Aug 2017, 15:56

Ich würde anfragen, ob der Anschluss auch als abschaltbare Verbrauchseinrichtung anzumelden geht, dann ist das Laden in den Sperrstunden zwar nicht möglich, aber Du profitierst durch günstigen Stromtarif. Sollte auch der Netzentlastung dienen!
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon kub0815 » Do 10. Aug 2017, 16:07

E-lmo hat geschrieben:
Ich würde anfragen, ob der Anschluss auch als abschaltbare Verbrauchseinrichtung anzumelden geht, dann ist das Laden in den Sperrstunden zwar nicht möglich, aber Du profitierst durch günstigen Stromtarif. Sollte auch der Netzentlastung dienen!


Geht sowas überhaupt?
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Re: Neuer Anschluss in der Garage

Beitragvon JoDa » Do 10. Aug 2017, 16:22

@AchimH
Willkommen im Forum! :hurra:

Wenn ich dich richtig verstanden habe wird die "Übergabestelle" (mit Zähler) nicht in der Garage errichtet sondern z.B. an der Grundstücksgrenze. Nur dann macht es Sinn das der Netzbetreiber sagt, dass dein Elektriker den Kabelquerschnitt bis zur Garage selbst wählen kann.
Wie ecopowerprofi schon geschrieben hat, reicht es deinem Elektriker zu sagen das die Anschlussleistung 22kW sein soll.
(Wenn dir der Netzbetreiber eine höhere Anschlussleistung erlaubt, könntest du möglicherweise eine Anschlussleistung bis 43kW realisieren. Damit könntest du dann sogar die ZOE mit 43kW-Lader Schnellladen. Da du die Reichweite, welche du normalerweise an einem Tag brauchst, auch über Nacht mit 3,6kW laden kannst, reichen aber 3 x 3,6kW = 11kW schon für 3 Elektroautos! Bis 2020 sollen die Zähler in der EU auf Smartmeter umgestellt werden. Damit werden die Tarife auch Leistungsabhängig. Dann werden Privathaushalte m.E. nur mehr in Notfällen mehr als 22kW beziehen.)
Dein Elektriker wird dann den passenden Leiterquerschnitt und die passenden Sicherungsorgane auswählen. (Dafür wird er bezahlt, und du musst dich nicht darum kümmern.)
Den Leiterquerschnitt über zu dimensionieren um die Leitungsverluste zu senken, macht bei dreiphasigen Kabeln finanziell keinen Sinn. (Hab das in diesem Wiki-Artikel durchgerechnet.)

In der Garage würde ich neben der Beleuchtung und einem elektrischen Torantrieb nur eine günstige Steckdosenbox installieren.
Deine Wallbox oder deine mobile Ladelösung kannst du dann später anschließen.
Welche das dann sein wird hängt vom Elektroauto und deinen individuellen Bedürfnissen ab.
z.B. Die "Eierlegende Wollmichsau" go-e. (vermutlich ab September lieferbar.) :D
Zuletzt geändert von JoDa am Fr 11. Aug 2017, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.
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