Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Beitragvon Tongdak » Sa 9. Sep 2017, 12:54

Hallo GoingElectric Forum,

ich bin neu hier und habe aufgrund meines Fahrprofils großes Interesse meinen Verbrenner gegen ein E-Auto zu ersetzen. In meinem Falle liebäugele ich mit dem Hyundai Ioniq. Die erste Hürde ist überwunden: Ich konnte eine Probefahrt in Köln ergattern, den Termin muss ich noch festlegen. Die zweite Hürde wäre: Wie lade ich das Fahrzeug Zuhause? Folgende Szenario bietet sich in meiner Garage:

- Stromanschluss in der Mietgarage vorhanden, zumindest habe ich einen Lichschalter für die Lampe in der Garage :D, leider ohne Steckdose.

Bei meinem Vermieter habe ich bereits angefragt, ob die Verlegung einer Starkstromleitung möglich ist und warte gespannt auf eine Rückmeldung. Es handelt sich um eine Sammelgarage im Innenhof mit sieben Mietparteien, jeweils Einzelgaragen, die abschließbar sind. Die Garagen befinden sich im Gebäude gegenüber, d.h. auf der anderen Straßenseite. Da beide Gebäude meinem Vermieter gehören, dürfte eine Art Abstimmung von Eigentümern entfallen.

Man möge mir meine amateuerhaften Fragen nachsehen. Die Seiten habe ich hier ausgiebig studiert, aber so richtig schlau wurde ich nicht daraus. Bei den meisten Installationen handelte es sich meist um Privateigentum.

Fragen zum jetztigen Zeitpunkt:

a) Wie rechne ich die Stromkosten ab? Einen separaten Zähler installieren lassen vom Energieversorger inkl. eigenen Tarif?
- Dass das sehr teuer ist, habe ich hier schon in Erfahrung bringen können und würde mich auch abschrecken, zumal es sich um ein Mietobjekt handelt. Eigener Tarif ist klar, aber der Zähler mit Installation und allem drum und dran für knappe 2500 EUR? :shock:

b) Wallbox mit integriertem Zähler und den Stand an den Vermieter weitergeben?
- Das möchte ich vermeiden, weil ich meinem Vermieter sämtliche Rechnerei usw. wegen meines Anschlusses ersparen will. Ich weiß auch gar nicht, ob man das so einfach mit den Nebenkosten, auseinanderdividiert unter "Allgemeinstrom", begleichen kann.

c) Wie sieht es aus mit Brandschutzbestimmungen für eine Starkstromleitung bzw. Wallbox in abschließbaren Einzelgaragen?
- Ich kenne nur das typische: "Rauchen, Feuer und offenes Licht polizeilich verboten!" Reicht ansonsten die obligatorische Sicherung + FI aus? Die Einzelgaragen sind durch Mauerwerk voneinander getrennt.

Notfalls würde ich mich zu Beginn mit einer Schukosteckdose zufrieden geben, diese muss aber auch vom Vermieter erstmal genehmigt werden.

Das war es zunächst an Fragen, aber mir fallen bestimmt noch weitere ein. Bitte teilt mir mit, falls ich irgendein wichtiges Detail zu meiner Garage, Gebäude etc. vergessen haben sollte. Ich werde es unverzüglich in Erfahrung bringen.

Ich freue mich auf eure Tipps und Ratschläge. :danke:
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Re: Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Beitragvon gekfsns » Sa 9. Sep 2017, 13:10

Ich würde mir eine 16A Campingsteckdose installieren lassen und mit einem Einphasen-Mennekes ICCB laden.
Das reicht aus eigener Erfahrung für den Ioniq locker aus, echter Drehstrom wäre momentan noch Overkill, außer es wird eine neue Leitung verlegt.
Vielleicht ist ja das jetzige Kabel zu Deiner Garagenbeleuchtung schon ausreichend dimensioniert für die 16A, dann wäre der Aufwand nicht so groß. Lampen umstellen auf LED und den Ladeziegel wenn nötig eine Stufe zurück stellen damit die Sicherung nicht fliegt.
Abrechnung vielleicht mit einem Zwischenzähler der einmal im Jahr wegen Abrechnung abgelesen wird, wenn das für den Vermieter OK ist. Den zur Abrechnung zertifizierten Zwischenzähler könnte ein Elektriker gleich mit der Campingsteckdose mit an die Wand bauen.
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Re: Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Beitragvon Tongdak » Sa 9. Sep 2017, 13:45

Hi gekfsns,

danke für die rasche Antwort!

Gemäß dem Fall, dass die Leitung nicht für 16A ausgelegt ist, was wären die weiteren Alternativen? Ok, Drehstrom lasse ich dann erstmal außen vor. Ich wollte halt einfach gut gerüstet und kompatibel sein für andere E-Modelle :).

Wegen der Abrechnung vermute ich mal, dass der Strom zum Allgemeinstrom vom gegenüberliegenden Mehrfamilienhaus gehört. D.h. Aufzug, Licht im Treppenhaus etc. Gut, das sind Details, die ich mit dem Vermieter klären muss. Ideal wäre natürlich ein Zähler nur für die Garagen.

Den Vorschlag mit 16A Campingsteckdose + Mennekes 35123 habe ich notiert - die Kosten sind auch überschaubar. Danke dir!
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Re: Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Beitragvon Pfalz-Markus » Sa 9. Sep 2017, 13:54

Hallo Tongdak,

Erstmal Gratulation zu deinem Entschluss künftig elektrisch zu fahren .

Was deine ladesituation zuhause angeht , die wirst du ja nur mit Zustimmung deines Vermieters verändern können . Meine Empfehlung dazu: schau dir mal die externe ladeinfrastruktur zu deinem fahrprofil an.

- welche Ladestationen gibt es in der Nähe deines Wohnumfeldes
- wie sieht es rund um deinen Arbeitsplatz aus
- welche lademoglichkeiten gibt es auf deiner regelmäßigen pendlerstrecke

- zur " eigenen Garage " : kannst du eventuell einen anderen Stellplatz / Garage in der Nachbarschaft anmieten , die wenigstens eine Schuko Steckdose bietet ? Deinen könntest du ja im Gegenzug untervermieten und so zusatzkosten verringern.

Ich habe als Eigenheimbesitzer auch gedacht ich solllte in ladeinfratstruktur investieren - es ist aber schon erstaunlich wie man sich ( mit etwas Planung und Aufwand , sicherlich ) der bereits vorhandenen infratsruktur bedienen kann. Im Ergebnis habe ich bisher ( bei 11.000 km Fahrleistung ) nur 5 x zuhause an der Schuko geladen ....und auch das wäre mit etwas Aufwand auch nicht zwingend nötig gewesen...
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Re: Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Beitragvon GcAsk » Sa 9. Sep 2017, 14:37

Ich kann auch jetzt nach über 4.000km sagen, dass es eigentlich keine Möglichkeit zu Hause geben muss - ich habe die Möglichkeit, nutze sie aber nicht. Und das, obwohl ich anfangs dachte, ich würde sie dauernd benötigen, da es hier nicht sooo viele Schnellladestationen gibt. Aber egal wo ich hinfahre, eigentlich immer kann ich das mit dem Laden kombinieren - und sei es nur mal der normale Einkauf für ein paar Minuten - zack, sind schon wieder 50km in wenigen Minuten nachgeladen, während man an der Kasse steht.

Für zu Hause reicht meiner Ansicht nach eine ganz normale Steckdose - im Ioniq kann man sogar sagen, dass er nicht mit voller Leistung laden soll, wenn man Angst hat, dass es zu warm ist. Über Nacht wird das Auto voll, was will man mehr.
Eine Steckdose ist meistens schon vorhanden - oder man kann sie leicht nachrüsten - Leitungen sind ja schon da in den meisten Fällen. Habe sie auch bei uns neu montieren lassen die Steckdose.
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Re: Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Beitragvon Tongdak » Sa 9. Sep 2017, 15:02

Hallo Pfalz-Markus,

danke dir! Die Entscheidung zur E-Mobilität ist tatsächlich schon so gut wie gefallen, obwohl ich noch weit weg bin von einer Bestellung, da der besagte IONIQ anscheinend über 12 Monate Lieferzeit hat. Zur Probe bin ich ihn leider auch noch nicht gefahren. Macht ja nichts, ob nun IONIQ oder ein anderes E-Gefährt, es passt einfach zu meiner Fahrgewohnheit, ich bin neugierig und die Technologie reizt mich. Es steht und fällt aber letztendlich mit der Auflademöglichkeit Zuhause.
Meine Strecke zur Arbeit beträgt hin- und zurück aufgerundet ca. 25km und da rechne ich dann noch sehr großzügig 20km für Einkaufsfahrten dazu und komme somit auf 145km bei einer 5-Tage Arbeitswoche. An Wochenenden wird das Auto so gut wie nicht bewegt.

Es gibt zwar einige Ladestationen in der Nähe von meiner Wohnung, immerhin sprechen wir von der Kölner Innenstadt, aber mir wäre es lieber das Fahrzeug über Nacht in der heimischen Garage aufzuladen. Bei meinem Fahrprofil sprechen wir hier glaub ich über 1x pro Woche Aufladen, am Wochenende gemütlich Laden so mein Plan. Da ich noch null Erfahrungswerte habe über den Verbrauch etc., könnte ich da natürlich auch auf dem Holzweg sein, daher ist das mit 1x pro Woche zunächst einmal reine Spekulation - man möge mir jetzt auf den Hinterkopf hauen, wenn ich damit voll daneben liege.

Rund um meinen Arbeitsplatz sieht es leider nicht gut aus. Da ist die nächste Ladestation 3km entfernt. Dort hin kommen/fahren ist ja nicht das Problem, aber wie komme ich da wieder weg? Während der Arbeitszeit mal eben 3km Fußweg, geht leider nicht. Und nach Feierabend laden...(s. unten).

Auf der Pendlerstrecke, wenn man das überhaupt als Pendeln bezeichnen kann bei den Kilometern :D , gibt es mit Sicherheit Ladestationen, aber ich möchte einfach nicht nach Feierabend eine Stunde auf mein Fahrzeug warten, um es dann letztendlich nur teilweise aufgeladen zu haben. Leider ist die Technik (noch) nicht so weit, dass man in 15 Min. "volltanken" kann.

Hier mitten in der Kölner Innenstadt gibt es des Öfteren mal wieder Parkplätze zum vermieten zur exorbitanten Preisen. Wir sprechen hier von Preisen von 150 EUR pro Monat, mit meinen 100 EUR bin ich im Durchschnitt dabei. Ob da nun Steckosen vorhanden sind, müsste man bei einer Besichtigung in Erfahrung bringen, ich denke aber eher nicht. Aus dem Grund möchte ich erstmal prüfen was bei mir in der Garage möglich ist.
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Re: Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Beitragvon Tongdak » Sa 9. Sep 2017, 15:15

Hi GcAsk,

wenn man das Kombinieren kann und der Wagen dann bei einem Supermarkteinkauf mal ein wenig nachlädt, würde ich das natürlich auch direkt mitnehmen! :) Allerdings würde ich nicht extra deswegen einen größeren Umweg in Kauf nehmen und einen Supermarkt mit Lademöglichkeit ansteuern.

OK, dann bin ich ja beruhigt, wenn die Lösung auch ohne Drehstromanschluss erstmal völlig ausreicht. Mal schauen was mein Vermieter sagt, er wird mir dann auch bestimmt sagen können was da gerade überhaupt für eine Leitung verlegt ist.
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Re: Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Beitragvon HubertB » Sa 9. Sep 2017, 15:58

Ich würde an Deiner Stelle zusammen mit dem Vermieter die Zuleitung vom Elektriker überprüfen lassen.
Der soll sagen was Du als maximale Dauerlast auf der vorhandenen Leitung ziehen kannst.
Wenn das mindestens 10A sind dann spricht nichts gegen die Lösung mit dem ICCB.
Das ganze dann mit einem einfachen Zwischenzähler der jährlich abgelesen wird.
Ein Drehstromkabel zu legen lohnt sich in der Mietgarage nicht, der Ioniq nutzt nur 1 Phase.
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Re: Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Beitragvon gekfsns » Sa 9. Sep 2017, 16:04

Eine Lademöglichkeit in der eigenen Garage find ich persönlich schon eine feine Sache und ich würde es zumindest versuchen ob Du da nicht irgendwie an 1 Phase mit >=10A kommst. Ich empfinde es auch ein großer Vorteil gegenüber meinem alten Verbrenner dass ich beim Ioniq einfach nach dem Aussteigen mit einem Handgriff anstecke und nicht mehr extra zum tanken an eine Tankstelle muss. Hatte fast 7 Monate keine Tankstelle mehr betreten bis ich dann für die letzte Urlaubsfahrt doch wieder mal meinen Zweitwagen fossil betanken musste. Im Winter steigt man beim Ioniq auch schon in ein wollig warm vorgeheiztes Auto ein.
Bei dem Fahrprofil ist Ladegeschwindigkeit auch kein Thema. Ich würde einfach mal, wie vom Post vor mir vorgeschlagen, vorsichtig beim Vermieter anfragen wie die vorhandene Strominfrastruktur aussieht und ob da Bereitschaft besteht was daran auf eigene Kosten zu ändern. So eine blaue Campingsteckdose gibt es für 6€, ein geeichter Zwischenstromzähler für ca. 60€ + etwas Kabel und anderes Material wie Gehäuse. Bei einem Mietshaus muss das alles von einem Elektriker gemacht werden, d.h. da kommt noch Arbeitslohn dazu, ansonsten wäre das preislich total harmlos wenn die vorhandenen Kabel das verkraften.
Bei den aktuellen Ioniq-Lieferzeiten hast jetzt auch noch nicht den großen Zeitdruck ;)
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Re: Lademöglichkeit - Mietgarage - Realisierung

Beitragvon Tongdak » Sa 9. Sep 2017, 17:06

Der Gedanke wegen Drehstrom war einfach nur wegen der Zukunftssicherheit (trotz Mietobjekt). Vielleicht bringt Hyundai nächstes Jahr einen Ioniq Upgrade, der dreiphasig geladen werden kann, oder ich kann irgendwann mal einen Tesla mein Eigen nennen :)...so meine Spinnerei.

Zeitdruck habe ich tatsächlich keinen. Mein aktueller Verbrenner läuft noch tadellos und ich würde ihn auch vermissen glaub ich, aber bei dem hohen Verbrauch ist das definitiv nur noch unvernünftig. Ich wollte die Kiste fahren bis sie kaputt ist, da ich nicht mehr viel dafür kriege.

Danke für eure Ratschläge! Ich werde berichten was der Vermieter so zu erzählen hat.
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