kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Re: kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Beitragvon gekfsns » Di 4. Apr 2017, 21:54

Gibt es irgendwo eine erfolgreiche Lösung für Wohnanlagen mit >10 Wohneinheiten ?
Kenne Fälle wo das auch zum Thema wird, vor allem scheinen die Plugins als Firmenwägen immer mehr zu werden,
Nur hab ich hier bisher noch von keiner langfristig brauchbare Lösung gelesen.
In spätestens 2 Jahren könnte das meiner Meinung nach aber akut werden mit Bedarf nach höheren Netzanschlüssen und Lastmanagement.
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Re: kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Beitragvon spark-ed » Mi 5. Apr 2017, 07:07

In 2 Jahren könnte es für viele Standorte zu spät sein, dann haben die ersten sich eine 22kW Wallbox gegönnt und der Sack ist zu.
Leider kenne ich bislang auch nicht wirklich den Anbieter, der ein erweiterbares System wirtschaftlich tragbar umsetzen könnte.
Es handelt sich meines Wissens bisher ausnahmslos um unverhältnismäßig teure (Individual)lösungen. (bei Mennekes kostet ein lastgeregelter Ladepunkt halt gleich mal 5-10k€)
Ist mal wieder so ein Henne Ei Problem. Die Nachfrage muss erst erkannt und geweckt werden um auf erforderliche Stückzahlen zu kommen.
Ich hoffe da immer noch auf kleinere Anbieter, die sich möglichst vorhandener Standardtechnik bedienen und sich auf so etwas spezialisieren.
Über eine Sache muss man sich im klaren sein: ein lastgeregelter Low Power Ladepunkt wird am Ende hinsichtlich der reinen Installationskosten immer teurer sein als eine "dumme" 22kW Wallbox.
Insbesondere die ersten Ladepunkte tragen da einen erheblichen Teil der Kosten, da Lastmessung und ggf. Lastmanagementrechner fix für jede Anlage vorzusehen ist.

Die Investition ist aber nicht verloren. Bei späterer Erweiterung der Anschlussleistung kann diese Technik für gezielte Laststeuerung genutzt werden (Netzsteuerung, Laden nur bei EE Überschuss)
Es ist zu hoffen, dass es da zukünftig neue Abrechnungsmodelle und Anreize geben wird.
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Re: kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 5. Apr 2017, 08:46

spark-ed hat geschrieben:
Ist mal wieder so ein Henne Ei Problem. Die Nachfrage muss erst erkannt und geweckt werden um auf erforderliche Stückzahlen zu kommen.
Ich hoffe da immer noch auf kleinere Anbieter, die sich möglichst vorhandener Standardtechnik bedienen und sich auf so etwas spezialisieren.
Über eine Sache muss man sich im klaren sein: ein lastgeregelter Low Power Ladepunkt wird am Ende hinsichtlich der reinen Installationskosten immer teurer sein als eine "dumme" 22kW Wallbox.

Bei uns gibt es das Henne Ei Problem nicht. Aber alle umfangreiche Ausführungen meinerseits werden wieder als Eigenwerbung gebrandmarkt. Aber so viel, geregelt Wallboxe können nur einphasig funktionieren, da man bei dem min. Strom von 6 A nur einphasig auf 1,4 kW runter kommt. Die einphasig geregelte Wallbox ist günstiger als die 22 kW ungeregelte. Auch die zentrale Stromerfassung ist für weniger als 500 € machbar. Auch wäre eine Sternverkabelung nicht erforderlich wodurch auch Kosten gespart würden. Da man nur einphasige Wallboxe einsetzen würde, wird auch je Phase separat geregelt. An einem 22 kW Anschluss kann man min. 6 ungeregelte aber aber min. 15 geregelte anschließen. Bei 43 kW wären es min. 12 bzw. 30 St. ohne Berücksichtigung des Gleichzeitigkeitsfaktors. Je nachdem wie man die Gleichzeitigkeit ansetzt kann man am 43 kW Anschluss ungeregelt ca. 45 bis 60 bzw. geregelt 60 bis 90 Wallboxe mit 3,7 kW einphasig anschließen. Ein Hausanschluss in NRW ist immer für 100A bzw. 69 kW geeignet.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Beitragvon spark-ed » Mi 5. Apr 2017, 09:18

:thumb:
Na also.
Ich hatte insgeheim auf eine entsprechende Reaktion gehofft ;)
Hauptsache die wichtigen Entscheidungsträger finden rechtzeitig deinen Kontakt.
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Re: kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Beitragvon Fidel » Mi 5. Apr 2017, 19:07

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Re: kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Beitragvon Langsam aber stetig » Di 11. Apr 2017, 17:01

Fidel hat geschrieben:
https://youtu.be/0Pdw_UM9Gng
Sieht eigentlich genau nach dem aus, was man für größere Wohneinheiten braucht. Etwas teuer leider. Habe eine Webseite gesehen, wo das für umgerechnet €1.800 verkauft wird. Andererseits sollte man das ja auch für mindestens die nächsten zehn Jahre verwenden können, dann sind das gerade einmal 15 Euro pro Monat.

Es funktioniert scheinbar auch über die "Cloud", was ich nicht so gut finde, da man nicht weiß, was passiert, wenn der Service eingestellt wird. Wobei nicht ganz klar ist, inwiefern das nötig ist für den Betrieb.

Edit: Habe noch etwas gefunden: http://www.perdok.homepage.t-online.de/shop/index.htm (unter Ladebox/Systeme)

Diese Ladeboxen scheinen recht günstig. Die könnte man erst einmal anbringen, am besten gleich 22 kW, aber dann zur Beruhigung der Wohngemeinschaft heruntergeregelt auf eine geringere Leistung. Daneben einen Stromzähler. Falls dann noch mehr Ladeboxen installiert werden, muss man eben noch die Ladesteuerung installieren, die es separat gibt. Das dürfte deutlich günstiger sein als der Zapcharger Pro und scheint mir ohne Marketing-Schnickschnack und Cloud angeboten werden. Bin mir nur nicht sicher, ob das System auch für viele Stellplätze ausgelegt ist.
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Re: kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Beitragvon ecopowerprofi » Di 11. Apr 2017, 20:49

Langsam aber stetig hat geschrieben:
Bin mir nur nicht sicher, ob das System auch für viele Stellplätze ausgelegt ist.

Wie viele Stellplätze hättest Du den gerne. Nur der Hausanschluss begrenzt die Anzahl.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Beitragvon Langsam aber stetig » Di 11. Apr 2017, 21:20

ecopowerprofi hat geschrieben:
Wie viele Stellplätze hättest Du den gerne. Nur der Hausanschluss begrenzt die Anzahl.


Danke, ich wohne in einem Einfamilienhaus. Ich denke aber, dass es wichtig ist, dass es Produkte gibt, bei denen man erst günstig eine normale Wallbox installieren kann, und dann trotzdem im Nachhinein noch ein Lastmanagement einzuführen. So kann man in der Eigentümerversammlung dem Argument begegnen, dass keine Wallbox genehmigt werden kann, weil, wenn jeder eine möchte, ein Megawattanschluss benötigt wird. Daher kann man dann anbieten, dass, wenn später noch mehr Wallboxen benötigt werden, eben ein Lastmanagement dazugekauft wird.
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Re: kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Beitragvon Sewi » Di 11. Apr 2017, 22:15

Langsam aber stetig hat geschrieben:
Fidel hat geschrieben:
https://youtu.be/0Pdw_UM9Gng
Sieht eigentlich genau nach dem aus, was man für größere Wohneinheiten braucht. Etwas teuer leider. Habe eine Webseite gesehen, wo das für umgerechnet €1.800 verkauft wird. Andererseits sollte man das ja auch für mindestens die nächsten zehn Jahre verwenden können, dann sind das gerade einmal 15 Euro pro Monat.

Es funktioniert scheinbar auch über die "Cloud", was ich nicht so gut finde, da man nicht weiß, was passiert, wenn der Service eingestellt wird. Wobei nicht ganz klar ist, inwiefern das nötig ist für den Betrieb.


Habe mal angefragt: Sie suchen aktuell ein Pilotprojekt in Deutschland - das wäre eine schöne Möglichkeit, die Kosten zu drücken. Die in den Unterlagen angegebenen € 1.800/St. beinhalten so wie ich das verstanden habe die komplette Installation. MwSt. in Norwegen sind 25%, das macht auch schon einen Unterschied.

Die Boxen kommunizieren untereinander via PowerLine, also direkt über die Stromleitung, dafür brauchen sie keine Cloud. Ob die
Cloud-Funktionen abschaltbar oder optional sind, müsste mit dem Hersteller geklärt werden.

Interessant an der Lösung finde ich die Zweiteilung: Die (vermutlich eher günstige) Backplane wird vom Vermieter installiert und der Mieter pappt seine Wallbox drauf. So lassen sich größere Installationen mit weniger Kosten vorbereiten und Wallboxen nur nach Bedarf nachkaufen.

Zum Vergleich: Eine Wallbox mit FI bekommst Du eher selten unter € 1.000, wenn WLAN dabei sein soll, eher noch mehr. Dazu kommt das Kabel, Vorsicherungen, Installationsaufwand - da schrumpft der Unterschied zu € 1.800 doch ganz schnell.
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Re: kein Anspruch auf Ladestation in Tiefgarage

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 12. Apr 2017, 06:24

Sewi hat geschrieben:
MwSt. in Norwegen sind 25%, das macht auch schon einen Unterschied.

Sind nur 6% mehr als in D. Verbreiben anstatt 1800€ immer noch 1714€.

Sewi hat geschrieben:
Die in den Unterlagen angegebenen € 1.800/St. beinhalten so wie ich das verstanden habe die komplette Installation.

Das wäre aber unseriös. Man kann die Installationskosten erst berechnen, wenn man genau weiß wo und was installiert werden muss.

Sewi hat geschrieben:
Eine Wallbox mit FI bekommst Du eher selten unter € 1.000

Klar, wenn man in der Apotheke einkaufen geht.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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