Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Re: Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Beitragvon Fluencemobil » Di 7. Mär 2017, 15:54

Basti_MA hat geschrieben:
Frage auf alle Fälle nochmal bei Tesla an, wie sich das mit den Kosten verhält und nehme auf alle Fälle den einen kostenlosen Tesla-only Lader mit. Eine günstigere Werbung bekommst du nicht, da di damit in jedem Tesla Navi gelistet wirst.

(..) + 3 weitere offene Tesla Boxen.

@Basti_MA: Kostenlose Werbung: richtig, der Gegenwert ist groß. Werde mal anfragen. Muss aber auch checken, ob das förderungsfähig ist...

Wenn der Strom verschenkt wird, bekommt man auch ohne Abrechnung Förderung.

Der Anschluß wird dann günstiger, wenn ihr den Strom direkt vom Haus (wieviel A hab ihr da übrig?) nehmen könnt, der 2. Anschluss liegt ja auch bei ca. 100,-€ Grundgebühr im Jahr.

Ich würde 2x Tesla (1x davon für alle offen) und eine Wallbox mit Typ2 Dose (für die Autos mit Typ1 am fahrzeug) nehmen. Die Wallbox mit Abrechnung (incl. installation) würde ich fördern lassen.
So das man an die Tesla Wallboxen "nur für Gäste" dazuschreiben kann.
Ich bin aber manchmal etwas sparsam. ;)

Als Alleinstellungsmerkmal (für mehrere Jahre) und wenn man wirklich Gäste von der Autobahn locken will, muß man DC machen. Da sind aber schnell 20-30 Tsd. € weg. + deutlich höhere laufende Kosten.
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Re: Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Beitragvon Sewi » Di 7. Mär 2017, 19:09

Fluencemobil hat geschrieben:
@Basti_MA: Kostenlose Werbung: richtig, der Gegenwert ist groß. Werde mal anfragen. Muss aber auch checken, ob das förderungsfähig ist...

Nö, musst Du nicht :)
Tesla ist - auch weil sie selbst die "offenen" zickig gegenüber anderen Herstellern sein sollen - nur eine Zusatzoption. Damit bezahlt Dir die Förderung für die "freien" Ladestationen die ganzen gemeinsamen Kosten (Netzanschluss, Zähler, etc.). Der Destination Charger wird von Tesla verschenkt, bleiben also noch ein paar Meter Kabel und jemand der 2-3 Schrauben irgendwo rein bohrt um die Station aufzuhängen. Unterm Strich weitaus weniger als Du mit regulärem Preis für die Ladestation abzüglich 40% Förderung bekommen würdest.

Ich sehe die Stromspende auch etwas kritisch: Für privat ist das absolut in Ordnung, bei einem Unternehmen fühlt es sich eher unseriös an. Zudem würde mein Steuerberater mir aufs Dach steigen, weil es keine Belege gibt und ob das Wort "Spende" überhaupt ohne anerkannte Gemeinnützigkeit kommerziell verwendet werden darf, ist auch zumindest fraglich.

Schraub den Destination Charger an Eurer Gebäude auf Eurem Kundenparkplatz. Das lockt die Teslas an und wer nicht bei Euch schlafen will, kann immer noch auf der anderen Straßenseite laden.

Die Förderbedingungen könnt Ihr relativ einfach erfüllen, solltet Ihr eine 24/7 Rezeption haben: Jeder mit TNM-Karte kann damit (ggf. über Hubject) bei Euch laden oder über einen der Roaming-Anbieter. Wer bar bezahlen möchte, geht zur Rezeption, holt sich gegen Pfand eine Eurer TNM-Karten (die nur bei Euch funktionieren und jederzeit online sperrbar sind) und bezahlt bei der Rückgabe. Nicht die absolut einfachste, aber eine durchaus praktikable Lösung zumal kaum ein E-Fahrer ohne Roamingkarte unterwegs sein dürfte, der Fall in der Praxis also eher die absolute Ausnahme sein dürfte.
Für Gäste könnt Ihr das Laden mit Euren Karten dann immer noch kostenlos machen. Wird die Karte beim Auschecken nicht wieder abgegeben, berechnet Ihr einfach 20 Euro Gebühr und fertig.
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Re: Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Beitragvon ecopowerprofi » Di 7. Mär 2017, 22:16

Sewi hat geschrieben:
Zudem würde mein Steuerberater mir aufs Dach steigen, weil es keine Belege gibt

Dann soll der nochmal in die Ausbildung gehen. Das ist wie Trinkgeld. Da gibt es auch keinen Beleg muss aber versteuert werden. Dem Finanzamt interessiert es nicht ob es ein Beleg gibt, wenn die Einnahmen nur versteuert werden. Bei Bareinnahmen muss man ein Kassenbuch führen. Ich kenne kein Hotel, dass ohne Kasse und Bareinnahmen auskommt.

Sewi hat geschrieben:
ob das Wort "Spende" überhaupt ohne anerkannte Gemeinnützigkeit kommerziell verwendet werden darf, ist auch zumindest fraglich.

Wieso. Eine Spende ist eine freiwillige Leistung und hat mit Gemeinnützigkeit nichts zu tun. Eine Spende kann zwecklos oder zweckgebunden sein. Eine Spende ist im juristischen Sinne ein Geschenk.

Sewi hat geschrieben:
Die Förderbedingungen könnt Ihr relativ einfach erfüllen, solltet Ihr eine 24/7 Rezeption haben: Jeder mit TNM-Karte kann damit (ggf. über Hubject) bei Euch laden oder über einen der Roaming-Anbieter. Wer bar bezahlen möchte, geht zur Rezeption, holt sich gegen Pfand eine Eurer TNM-Karten (die nur bei Euch funktionieren und jederzeit online sperrbar sind) und bezahlt bei der Rückgabe. Nicht die absolut einfachste, aber eine durchaus praktikable Lösung zumal kaum ein E-Fahrer ohne Roamingkarte unterwegs sein dürfte, der Fall in der Praxis also eher die absolute Ausnahme sein dürfte.
Für Gäste könnt Ihr das Laden mit Euren Karten dann immer noch kostenlos machen. Wird die Karte beim Auschecken nicht wieder abgegeben, berechnet Ihr einfach 20 Euro Gebühr und fertig.

Viel zu aufwendig. An jeder Säule ein Zähler mit LAN-Anschluss. Die Zählerstände in der Rezeption abrufbar machen. Fertig.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Beitragvon seehotel23992 » Mi 8. Mär 2017, 09:39

Fluencemobil hat geschrieben:
Wenn der Strom verschenkt wird, bekommt man auch ohne Abrechnung Förderung.


Es ist keine Förderbedingung, abzurechnen, es ist aber Förderbedingung, 24/7/356 Ladungsmöglichkeit anzubieten.


Sewi hat geschrieben:
Ich sehe die Stromspende auch etwas kritisch: Für privat ist das absolut in Ordnung, bei einem Unternehmen fühlt es sich eher unseriös an. Zudem würde mein Steuerberater mir aufs Dach steigen, weil es keine Belege gibt und ob das Wort "Spende" überhaupt ohne anerkannte Gemeinnützigkeit kommerziell verwendet werden darf, ist auch zumindest fraglich.


Sehe ich auch so: ergänzend: wenn ich als Unternehmen etwas verschenke, und dadurch direkt oder indirekt Gewinne erziele, muss ich auch auf den Geschenkpreis Steuern bezahlen. Daher ist das so ne Sache mit dem kostenlos/kostenneutral...

Aber das Thema will ich nicht weiter vertiefen: wir werden abrechnen durch einen Drittanbieter. Das ist eine nachvollziehbare und durchschaubare Lösung für beide Seiten.

[quote="Sewi"]Schraub den Destination Charger an Eurer Gebäude auf Eurem Kundenparkplatz. Das lockt die Teslas an und wer nicht bei Euch schlafen will, kann immer noch auf der anderen Straßenseite laden./quote]

Mein Stand ist: Tesla-Charger lassen sich nicht in das Abrechnungs-Modell einer z.B. ABL-Wallbox integrieren. Ich glaube, das geht bei keinem Abrechnungs-Drittanbieter.

Deswegen, und weil jeder Tesla-Fahrer sicher auch eine Ladestationen-App nutzt (und nicht NUR auf sein Display mit Tesla-Stationen schaut), neige ich aktuell dazu, Tesla-Wall-Charger außen vor zu lassen - und damit bewusst auf den Marketing-Faktor bei Tesla "dabei" zu sein, zu verzichten...
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Re: Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 8. Mär 2017, 10:31

seehotel23992 hat geschrieben:
wenn ich als Unternehmen etwas verschenke, und dadurch direkt oder indirekt Gewinne erziele, muss ich auch auf den Geschenkpreis Steuern bezahlen

Du verschenkst nix. Du berechnest für das Gedeck im Restaurant auch nix und das ist auch kein Geschenk. Wenn Kunden Strom bekommen ist das eine Dienstleistung wie die Zimmerreinigung usw. Das ist aber ein generelles Problem Sachverhalte bei der Steuererklärung steuerlich nachvollziehbar darzustellen so dass dafür dann keine Steuern anfallen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Beitragvon seehotel23992 » Mi 8. Mär 2017, 16:30

Danke Euch allen für die großartige Denkanstöße und die Hilfe hier... es geht weiter:

Ich muss mich gerade entscheiden zwischen Wallboxen oder Ladesäule: daher die Frage an Euch: was würdet ihr lieber sehen:

2 Parkplätze mit 1x AC-Ladesäule mit 2x Ladepunkten mit jeweils 22kw Ladeleistung (selbst wenn 2 gleichzeitig laden, kriegt jeder 22kw)

oder

2 Parkplätze mit 1x AC-Wallbox mit 2x Ladepunkten mit 1x22kw oder 2x11kw (d.h. 2 gleichzeitig können nur 2x11kw, einer alleine 22kw ziehen)
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Re: Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Beitragvon TMi3 » Mi 8. Mär 2017, 16:35

Ich vermute, dass die Wallbox-Lösung deutlich günstiger ist und würde deshalb die empfehlen. Für die Übernachtungsgäste ist es egal ob mit 11 oder 22kW geladen wird. Wer keine Zeit zum Laden hat, geht sowieso an einen Schnelllader.
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Re: Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 8. Mär 2017, 20:45

Ich schreibe mal aus der Erfahrung heraus. Auch mit Förderung ist eine Ladesäule teurer als 2 Wallboxe. Als Hotel sollte man besser mehrere kleinere Ladeleistungen anbieten, da es ja auch hauptsächlich für die Übernachtungsgäste sein soll. Mit 11 kW bekommt man auch einen Tesla über Nacht voll. Daher für den Anfang reichen 2 x 11 kW. Man kann später bei bedarf auf Basis der gemachten Erfahrungen jederzeit eine Erweiterung vornehmen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Beitragvon Basti_MA » Mi 8. Mär 2017, 21:23

seehotel23992 hat geschrieben:
Mein Stand ist: Tesla-Charger lassen sich nicht in das Abrechnungs-Modell einer z.B. ABL-Wallbox integrieren. Ich glaube, das geht bei keinem Abrechnungs-Drittanbieter.

Deswegen, und weil jeder Tesla-Fahrer sicher auch eine Ladestationen-App nutzt (und nicht NUR auf sein Display mit Tesla-Stationen schaut), neige ich aktuell dazu, Tesla-Wall-Charger außen vor zu lassen - und damit bewusst auf den Marketing-Faktor bei Tesla "dabei" zu sein, zu verzichten...


Den Gedankengang kann ich nachvollziehen, allerdings muss ich gestehen, dass ich seit dem ich den Tesla habe eigentlich immer zuerst das Navi checke und erst wenn ich da nix finde vielleicht noch ne andere App benutze.
Und ich glaube ich bin da nicht der Einzige... das schöne im Tesla ist ja gerade, dass ich in Zentraleuropa Routen nicht mehr am Rechner vorplanen muss... rein setzen, Ziel eingeben und los fahren


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Re: Kaufberatung Ladesäule oder Wallbox

Beitragvon Sewi » Mi 8. Mär 2017, 21:37

seehotel23992 hat geschrieben:
Danke Euch allen für die großartige Denkanstöße und die Hilfe hier... es geht weiter:

Ich muss mich gerade entscheiden zwischen Wallboxen oder Ladesäule: daher die Frage an Euch: was würdet ihr lieber sehen:

2 Parkplätze mit 1x AC-Ladesäule mit 2x Ladepunkten mit jeweils 22kw Ladeleistung (selbst wenn 2 gleichzeitig laden, kriegt jeder 22kw)

oder

2 Parkplätze mit 1x AC-Wallbox mit 2x Ladepunkten mit 1x22kw oder 2x11kw (d.h. 2 gleichzeitig können nur 2x11kw, einer alleine 22kw ziehen)


Die Wallbox ist deutlich günstiger. Ich würde eine Version mit möglichst vielen Anschlüssen bevorzugen, ab besten mit Lastmanagement, dann kommt Ihr insgesamt immer auf nicht mehr als 22 bzw. 44 kW (je nach Auslegung) und könnt trotzdem mehr Fahrzeuge (Gäste) versorgen. Vielleicht kostet ein Werbeschild mit angeschraubten Wallboxen weniger als eine Säule und hat den gleichen Effekt.
Die 22 bzw. 11 kW sind ohnehin reine Theorie, weil kaum ein Auto 22kW AC laden kann und selbst die bei denen es vorgesehen ist, laden ab ca. 80% (lasst uns nicht über die genaue Zahl streiten, meinetwegen auch 75 oder 90%) langsamer. Der e-NV zieht maximal 6,6kW (=28A) einphasig und braucht für die ersten 80% genau so lange wie für die restlichen 20%. Stecken drei, vier, fünf Fahrzeuge an gemeinsamen 22kW, sind morgens so oder so alle voll und glücklich.
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