Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Re: Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Beitragvon silberstrom » Fr 14. Feb 2014, 13:06

Wenn du so ein Dokument haben solltest, kannst du es ja hier mal posten :)
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Re: Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Beitragvon dasAndy » Mi 19. Feb 2014, 13:26

Hallo zusammen,

wir hatten heute nochmal ein Gespräch mit unserem Elektriker. Unsere kompletter Sicherungskasten soll ja neu gemacht werden, inklusive neue Automaten, neue Zähler, neue Zuleitung vom Panzerkasten usw.
Raus kam dabei jetzt folgendes:

Laut Stromversorger Energis darf pro Hausanschluss (Zähler) maximal 40 A angeschlossen werden. Sprich auch die Vorsicherung wird für 40 A ausgelegt. Diese 40 A sind (angeblich) aber zu wenig, wenn ich eine 32 A Leitung zum Laden des Auto nutzen will. Daher müsste die Vorsicherung auf 64 A (oder waren es 60?!?) erweitert werden, eine anderer Zähler, eine andere Zuleitung vom Hausaschlusskasten und ein anderer Kasten an sich verbaut werden, alles entsprechend für die 64 A ausgelegt. Außerdem muss vom Versorger Energis eine Genehmigung eingeholt werden, da die 64 A normal nicht erlaubt sind.

Da ich nicht wirklich Ahnung von dem ganzen habe... Klingt das so plausibel mit der Erweiterung auf 64 A wenn ich mit 32 A laden möchte? Da kämen nämlich extreme Mehrkosten auf mich zu im Vergleich zu dem "normalen" 40 A Kram. Zudem die Genehmigung die ich bekommen müsste.
Reichen die 40 A wirklich nicht aus wenn ich mit 32 A laden möchte?
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Re: Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Beitragvon EVplus » Mi 19. Feb 2014, 13:44

40A für die Hauseingangssicherung ist etwas wenig bei einer 32A Ladung. Stell Dir vor es läuft die Spülmaschine, die Waschmaschine und dann wird auch noch ein Haarfön angemacht..... 32A plus 10A, plus 10A plus 10A da könnte dann auch die träge 40A Hauseingangssicherung so langsam "fliegen".

Versuche doch mal die Hauseingangssicherung auf 50A erhöhen zu lassen. Das ist oft im Spielraum des Energieversorgers evtl. sogar kostenneutral möglich. Wenn Du Dir eine regelbare/ einstellbare Wallbox zulegst kannst Du ja standardmässig mit 16 A oder 20A laden und nur wenn es pressiert auf 32A einstellen .
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Re: Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Beitragvon Hasi16 » Mi 19. Feb 2014, 20:31

dasAndy hat geschrieben:
Hallo zusammen,

wir hatten heute nochmal ein Gespräch mit unserem Elektriker. Unsere kompletter Sicherungskasten soll ja neu gemacht werden, inklusive neue Automaten, neue Zähler, neue Zuleitung vom Panzerkasten usw.
Raus kam dabei jetzt folgendes:

Laut Stromversorger Energis darf pro Hausanschluss (Zähler) maximal 40 A angeschlossen werden. Sprich auch die Vorsicherung wird für 40 A ausgelegt. Diese 40 A sind (angeblich) aber zu wenig, wenn ich eine 32 A Leitung zum Laden des Auto nutzen will. Daher müsste die Vorsicherung auf 64 A (oder waren es 60?!?) erweitert werden, eine anderer Zähler, eine andere Zuleitung vom Hausaschlusskasten und ein anderer Kasten an sich verbaut werden, alles entsprechend für die 64 A ausgelegt. Außerdem muss vom Versorger Energis eine Genehmigung eingeholt werden, da die 64 A normal nicht erlaubt sind.

Da ich nicht wirklich Ahnung von dem ganzen habe... Klingt das so plausibel mit der Erweiterung auf 64 A wenn ich mit 32 A laden möchte? Da kämen nämlich extreme Mehrkosten auf mich zu im Vergleich zu dem "normalen" 40 A Kram. Zudem die Genehmigung die ich bekommen müsste.
Reichen die 40 A wirklich nicht aus wenn ich mit 32 A laden möchte?

Hallo,

das kann durchaus sein, da alle Geräte mit einem "Gleichzeitigkeitsfaktor" bewertet werden müssen. Und Wallboxen werden mit dem Faktor 1 bewertet. Damit hat dein Haus rechnerisch noch 8 Ampere zur Verfügung. Zu wenig für einen Trockner oder Herd...
Also ja, klingt plausibel.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Beitragvon dasAndy » Do 20. Feb 2014, 15:44

Okay dann schau ich mal ob wir die Genehmigung bekommen. Wenn der Netzbetreiber "nein" sagt, wirds wohl bei 40A bleiben und ich maximal mit 16A laden können.
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Re: Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Beitragvon Hasi16 » Do 20. Feb 2014, 15:51

dasAndy hat geschrieben:
Okay dann schau ich mal ob wir die Genehmigung bekommen. Wenn der Netzbetreiber "nein" sagt, wirds wohl bei 40A bleiben und ich maximal mit 16A laden können.

Ein kleiner Tipp:
Bei Phoenix-Charge Controllern gibt es u. a. die Abstufungen 16 A, 20 A und 32 A.
Damit wären also dreiphasig 11 kW, 13,8 kW oder 22 kW möglich (per Mini-Drehschalter am Controller einstellbar). Vielleicht sind bei dir 20 A daher ein guter Kompromiss?!
Bei mehr als 12 kW trifft dich aber auf jeden Fall die Anmeldepflicht beim EVU...

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Beitragvon rollo.martins » Do 20. Feb 2014, 15:54

Gibt's eigentlich keine Lösung, die die Ladung des Autos dynamisch an die übrigen Verbraucher anpasst? Wenn also die Waschmaschine angeht, fährt die Ladung des Autos runter, um den Hauptanschluss zu schonen. Technisch möglich ist es ja. Und das Problem mit dem Hauptanschluss haben wohl noch viele. Hier zB grad ne ähnliche Situation... Elektriker hat gepennt bei der ersten Besichtigung und jetzt stellen sie fest, dass die ursprünglich geplante Lösung nicht geht und alles viel komplizierter ist. Super...
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Re: Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Beitragvon Hasi16 » Do 20. Feb 2014, 15:58

rollo.martins hat geschrieben:
Gibt's eigentlich keine Lösung, die die Ladung des Autos dynamisch an die übrigen Verbraucher anpasst? Wenn also die Waschmaschine angeht, fährt die Ladung des Autos runter, um den Hauptanschluss zu schonen. Technisch möglich ist es ja. Und das Problem mit dem Hauptanschluss haben wohl noch viele. Hier zB grad ne ähnliche Situation... Elektriker hat gepennt bei der ersten Besichtigung und jetzt stellen sie fest, dass die ursprünglich geplante Lösung nicht geht und alles viel komplizierter ist. Super...

Hallo,

für PV-Anlagen gibt's das, um der Ertragskurve "nachzulaufen". Für deinen Anwendungsfall habe ich so was noch nicht gesehen. Ohne technische Lösung gilt der Gleichzeitigkeitsfaktor von 1.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Beitragvon EVplus » Do 20. Feb 2014, 16:06

rollo.martins hat geschrieben:
Gibt's eigentlich keine Lösung, die die Ladung des Autos dynamisch an die übrigen Verbraucher anpasst? Wenn also die Waschmaschine angeht, fährt die Ladung des Autos runter, um den Hauptanschluss zu schonen. Technisch möglich ist es ja.......


Ich habe von einem sehr innovativem Ladeboxhersteller mal gehört, dass an einer Messung der Leitungsimpedanz gearbeitet wird, die dann die Ladeleistung herunterregelt. Ich weiss aber leider nicht, wie aktuell die Entwicklung und Umsetzung ist.

Im Superyachtsektor gibt es auch so etwas, damit die Bordladegeräte einer Yacht eine etwas schwächere Hafensteckdose nicht überlasten.

Technisch möglich ist es wohl.

Ob im Ladeboxbereich bezahlbar umsetzbar und zuverlässig , grosses Fragezeichen. Eventuell liest der Hersteller ja mit und "outet" sich dazu.
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Re: Kann es zu Problemen beim Laden mit 22kW kommen?

Beitragvon dasAndy » Do 20. Feb 2014, 17:58

So die Antwort vom Versorger ist da:
NEIN! :cry:

Das bedeutet zum einen ich spare Geld und zum anderen wird das Autochen nicht in den Genuss von 22kW Laden kommen.
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