induktives Laden

Re: induktives Laden

Beitragvon Ragnarok » Sa 6. Mai 2017, 13:11

ecopowerprofi hat geschrieben:
Die Frequenz muss unterhalb von 70 kHz liegen, damit man nicht in bereits vom Rund-, Daten- und Militärfunk benutzten Frequenzbereichen rein kommt.

Bitte informiere dich, bevor du so etwas postest....
Die Frequenz vom Standard liegt bei ca. 85kHz.
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Re: induktives Laden

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 6. Mai 2017, 15:03

Ragnarok hat geschrieben:
Die Frequenz vom Standard liegt bei ca. 85kHz.

Der DCF77-Sender arbeitet wie der Name schon sagt bei 77,5 kHz. Da werden die Funkuhren wohl alle ein paar Probleme bekommen. Auch die immer noch existierende Sender auf der Langwelle dürften bei 85 kHz Probleme haben, wenn erst mal solche Lader mit der Frequenz weit verbreitet sind. Viele Radiosender haben weniger Sendeleistung als die induktive Lader. Mit ein paar einzelne Lader wird man nicht viel merken. Spätestens wenn es viele sind werden die Probleme gravierend.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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Re: induktives Laden

Beitragvon 1234567890 » Sa 6. Mai 2017, 15:28

BMW hat induktives Laden ab Modelljahr 2018 für den 530e als Option, ich finde es praktisch und würde es bestellen.
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Re: induktives Laden

Beitragvon olsvse » Mo 8. Mai 2017, 20:02

Ich weiß nicht was in Zukunft besser sein wird.
An jedem Parkplatz ein Schukostecker/CEE-Blau oder im Boden Verlegte Induktions-Spulen.
Aktuell sehe ich keinen echten Gewinn für Induktion.
Aber wenn die Vision die ich oben beschrieben habe, Wirklichkeit wird und jedes Auto serienmäßig mit Spulen ausgerüstet ist, dann macht Induktion wirklich Sinn.

Gruß,
OlSvSe


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Re: induktives Laden

Beitragvon muinasepp » Di 9. Mai 2017, 08:15

Und ja, es ging ums laden daheim in der Garage ;)

Hier auch wieder sehr schön zu sehen, auf der einen Seite der BMW-Fahrer, der sagt: "Find ich komfortabel, wenns das gibt, bestell ich." Auf der anderen Seite der, der sich Gedanken um Kosten und Effektivität macht. Ich finde, bei allen Komfortwünschen wär es nicht verkehrt, vorher das Hirn einzuschalten und zumindest eine Zeit lang auch eingeschaltet zu lassen. Viele BMW-Fahrer sollen es Gerüchten zufolge ja ohnehin ausschalten, so bald sie hinterm Steuer sitzen. So das war jetzt ewas böse. :twisted: :D
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Re: induktives Laden

Beitragvon 1234567890 » Di 9. Mai 2017, 09:54

Die Frage ist, was der Umwelt mehr bringt:

Umsetzung der reinen Lehre, dass um jeden Preis maximale Effizienz das Ziel ist, unter Inkaufnahme unnötiger Komforteinbußen

oder

eine schnelle Verbreitung und Akzeptanz der eMobilität, gerade durch solche Komfortmaßnahmen und damit ein viel schnellerer Anteil an elektrisch gefahrenen Kilometern.

Hinweis: Jeder Plugin-Hybrid ist bei den Anhängern der reinen Lehre ja verpönt, weil die gleich mal voraussetzen, dass niemand den Wagen abends an den Strom anschließt und damit immer mit dem Verbrenner gefahren wird. Damit kann man natürlich induktiven Laden nicht gut heißen, würde damit ja eines der Hauptargumente gegen die Plugins wegfallen.

Wir reden übrigens von 2-4% zusätzlicher Verlust gegenüber der kabelgebundenen Ladung, bei einem Plattenabstand von 10-15 cm.
Quelle: http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-11/alternative-antriebe-elektroautos-induktives-laden
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Re: induktives Laden

Beitragvon muinasepp » Di 9. Mai 2017, 10:21

Also ich weiß nicht, welcher Aufwand das sein soll, einen Stecker in eine Steckdose zu stecken. Jedenfalls nicht mehr, als einen Einfüllstutzen in den Benzintank und auch nicht mehr, als ein x-beliebiges Haushaltsgerät an die Schukodose. Die Argumentation mit der reinen Lehre halte ich da für übertrieben.

Aber du hast recht, bekehren wird man da niemanden. Ist recht schön zu sehen daran, wie unterschiedlich an das Thema PHEV von verschiedenen Richtungen herangegangen wird. Der eine kauft aus dem Umweltgedanken und Spargedanken heraus, der andere, weil er gerne ein spritzigeres und komfortableres Auto haben möchte.
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Re: induktives Laden

Beitragvon AbRiNgOi » Di 9. Mai 2017, 10:42

Nachdem ich ja bekannt bin, anhand der Probleme der Elektromobilität die Frage zu stellen, welches man den nun mit der induktiv Ladung lösen kann, einmal hier meine positiven Gedanke zum induktiv Laden. Hat aber eher mit der Zukunft zu tun als mit dem hier und jetzt.
Anwendungsfall #1: Taxi und Pizza-Lieferanten. Der Pizza Dienst hat ein Zeitprobolem, da steht derWagen oft aber recht kurz vor dem Lokal. Um einen Tag durch zu halten, muss bei jedem Halt vor dem Lokal der Akku nachgeladen werden. Taxi Fahrer haben das Problem, dass die vor rollen wollen, die Kabel würden wie bei einem Schuplattler-Tanz aussehen so wie ein Damenzopf..

Das Thema PHEV (oder wie wollen wir in induktiv nennen?? IHEV?? ) macht wenig Sinn, wenn der Fahrer nicht einen EV im Alltag und einen HEV auf der Langstrecke erwartet. Viele PHEV Fahrer haben den Verbrenner entweder nur aus Angst oder als Langstreckenvariante an Bord, der Alltag wird rein Elektrisch gefahren. Für diese PHEV Gruppe gilt das Gleiche wie für EV Fahrer, dazu später. Der Spaß Faktor Fahrer oder der Parksünder der nur deswegen einen PHEV gekauft hat, interessiert sich nicht fürs Laden, der gibt dafür auch kein Geld aus.

Also nun zum Anwendungsfall #2: Der EV in der eigenen Garage: Ja, da kenne ich Leute, denen dass gefallen würde. Wenn man 40.000€ für ein Fahrzeug ausgibt, sind die 4000€ für das Induktiv Laden kein Thema mehr. Viele werden diesen Luxus wählen, vor allem die, die keine Langstrecken mit dem EV (oder EV Mode) fahren.

Für uns Langstrecken EV Spinner hat das induktiv Laden aber noch keinen Sinn, es löst keine unserer Problem, für uns nur wieder ein Ladestandard mehr, wieder nur ein Kostentreiber mehr.

Die Technologie an sich aber hat Potential, scheinbar unlösbare Probleme der Elektromobilität zu lösen: Potential #1: Statt Schnellladen an den Autobahnraststätten, Dauer induktiv Laden auf der Fahrbahn. Gerade für Fern LKW eine Möglichkeit, die Batterie benötige ich nur auf der Landstraße.
Dauzu hier die ersten Ansätze:
http://www.wiwo.de/technologie/green/tech/induktives-laden-wenn-die-strasse-das-elektroauto-mit-strom-versorgt/13553264.html
oder hier:
http://www.auto-motor-und-sport.de/news/electroad-strasse-induktives-laden-elektroautos-tel-aviv-11656489.html
Potential #2: Statt Laternenparken mit Steckdose an der Straßenbeleuchtung wird an der Kreuzung beim Warten auf Grün geladen. Ein Stadtfahrzeug bräuchte nie mehr an die Ladesäule, weil der steht eh mehr im Stau als dass der fährt. Eine Lademöglichkeit an der Parkposition in der Stadt ist halt deswegen Sinnlos, weil niemand umparken will, aber den Stau wird jeder gerne freiwillig verlassen.
ZOE Live 6/2013 * Ladegerät 60.500km * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * neuer Motor 71.250km
Vertrag für 40kWh Batterie am 05.03.2018 abgeschlossen.
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Re: induktives Laden

Beitragvon Super-E » Di 9. Mai 2017, 11:37

Ich frage mich, ob ihr mich alle auf der ignore-Liste habt. ;-)

Den Anwendungsfall #1 von Arno hab ich ja genauso angesprochen. Das Thema Vandalismus im öffentlichen Raum wird total ignoriert, obwohl heute schon auf Baustellen den Kränen die Stromkabel rausgeschnitten werden (Kupferklau).

Das Beispiel Zapfsäule passt nicht. Es ist schon ein Unterschied, ob man ein mal im Monat zur Tanke fährt (was einige auch nur äusserst wiederwillig tun, aber man muss ja), oder das PHEV jeden Tag anstecken soll (man muss ja nicht). Besonders weil man es ja auch lassen kann. Ich sehe den user da auch nicht so als schwarz-weiss an. Klar gibt es den begeisterten absoluten PHEV Sparfuchs (vornehmlich hier auf dem forum zu finden), der keine Gelegenheit auslässt anzustöpseln. Und es gibt den Verweigerer, der das nur macht, weil es eine Steuervergünstigung gibt (besonders viel in den Niederlanden passiert). Ich denke aber, dass es eine relativ große Gruppe gibt, die das durchaus mitnehmen würden, wenn es keinen Aufwand macht, ansonsten aber irgendwann die Lust verlieren. Gerade bei der finanzkräftigen Bio-Vorstadt-bisschenöko-Tussi, die ja gerne was für die Umwelt tun will, aber bitte nicht die Finger dabei schmutzig...

Der zweite Punkt, den ihr hier ignoriert ist die Tatsache, dass netzdienliches laden nur dann funktioniert, wenn das EV ans Netz gekoppelt ist. Man muss ja nicht exklusiv "entweder - oder" argumentieren.

Wenn ich ein 100kWh EV hätte und komme Sonntagabend von Oma wirklich leer nach Hause, dann stecke ich den an. Komme ich mit 80% voll an und weiß, dass ich die Woche insgesamt nur noch 100km fahren werde würde ich wohl nicht anstecken. Wozu auch? Wenn aber jetzt genau Montagnacht die Windräder drehen wie blöd und ich stehe über der Induktionsplatte, dann sagt die zum Auto - hey Lust auf etwas ladung - und das Auto sagt: Immer her damit, wenns billig ist. Vielleicht passiert das aber auch erst Dienstag, oder Mittwoch... Ich will doch nicht jeden Abend auf verdacht anstecken, obwohl ich das nicht brauche?
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Re: induktives Laden

Beitragvon eSmart » Di 9. Mai 2017, 11:55

Das eine schließt das andere nicht aus. Die Autos werden weiter einen Stecker haben
Aber induktiv ist als Option mit drin, oder man rüstet es nach, jetzt heute schon.
Auch am Ladepunkt, da geht beides.

Ja, zu Hause würde ich induktiv gerne nachrüsten

Generell sehe ich in der Ladung per Kabel manuell keine Chance für Elektroautos in der Masse für die Zukunft.
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