Haussicherungen in Mehrfamilienhaus

Re: Haussicherungen in Mehrfamilienhaus

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 21. Jul 2017, 23:01

kub0815 hat geschrieben:
muss nicht mit der Realität übereinstimmen....

Dann muss man die Realität den Vorschriften anpassen. Ich bin nicht der Paragrafenreiter aber wenns keinen Aufwand macht sollte man es tun. In Deinem Fall den Austausch der Sicherungen gegen die richtige Abstufung. 63A hinter einer 50er geht gar nicht. Entweder die 50A gegen min. 80A besser 100A oder die 63A gegen max. 35A besser 25A tauschen. Materialkosten unter 50€.
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Beitragvon ecopowerprofi » Fr 21. Jul 2017, 23:21

mbrod hat geschrieben:
Ich lasse z.B. für meine 55m lieber 4 mm² legen und hätte dann bei tatsächlichen 11 kW auf der Leitung noch einen Verlust von knapp 380 Watt.

Ich komme bei 4² auf einen Verlust von ca. 190 W. Der Null ist im Drehstromnetz bei gleichmäßiger Belastung der Phasen unbelastet. Bei 2,5² komme ich auf ca. 300W. Die Kabelverluste betragen beim 2,5² bei max. Ladeleistung von 11 kW gerade mal 2,7 %. Mit 4² ca. 1,7 %. Der Lader incl. Batterie macht einen Verlust beim Laden von ca. 20%. Da macht es mehr Sinn die Ladeleistung um 5% zu reduzieren. Da kann man 2% Verluste im Lader einsparen und die Ladezeit erhöht sich bei einer 22 kWh Akku nur um ca. 6 Min., wenn die Batterie absolut leer ist. Bei halber Restladung nur um ca. 3 Min.
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Re: Haussicherungen in Mehrfamilienhaus

Beitragvon kub0815 » Fr 21. Jul 2017, 23:49

Also wenn ich eine. 55m langen graben gezogen hätte wäre da ein 10 oder 16qmm Kabel reingekommen. Auch wenn das erstmal 200 Euro teuerer wäre.
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Re: Haussicherungen in Mehrfamilienhaus

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 22. Jul 2017, 06:08

Man kann auch mit Kanonen auf Spatzen schießen. :old:
Mehr als 6² macht bei 11 kW und einer Kabellänge von 55m absolut keinen Sinn. Gegenüber 6² kann man mit 10² nur noch ca. 10€ pro Jahr an Leitungsverluste theoretisch einsparen und liegt weit unterhalb der Messfehlertoleranzen des Stromzählers von 1%. Bei weniger als 15 bis 20m braucht man sich über mehr als 2,5² für eine 11 kW WB keine Gedanken machen.
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Re: Haussicherungen in Mehrfamilienhaus

Beitragvon kub0815 » Sa 22. Jul 2017, 06:39

Da geht es mir nicht um die Verluste sondern darum das ich auch noch ein zweites Auto laden könnte oder eine PV Anlage erschließen kann. Ohne das icH kompromisse eingehen müsste.
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Re: Haussicherungen in Mehrfamilienhaus

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 22. Jul 2017, 06:59

Der Strom aus eine PV auf dem Carport oder Garagendach fließt genau entgegengesetzt zum Strom für die WB. D.h. im Idealfall heben die sich sogar auf und der Strom aus der PV fließt ohne Umwege direkt in das Auto und belastet die Leitung gar nicht. Bei zwei WBs kommt der Gleichzeitigkeitsfaktor im Spiel. Auch aus dem Grund ist ein Querschnitt von mehr als 6² mehr als ausreichend.
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Re: Haussicherungen in Mehrfamilienhaus

Beitragvon kub0815 » Sa 22. Jul 2017, 09:05

ecopowerprofi hat geschrieben:
Der Strom aus eine PV auf dem Carport oder Garagendach fließt genau entgegengesetzt zum Strom für die WB. D.h. im Idealfall heben die sich sogar auf und der Strom aus der PV fließt ohne Umwege direkt in das Auto und belastet die Leitung gar nicht. Bei zwei WBs kommt der Gleichzeitigkeitsfaktor im Spiel. Auch aus dem Grund ist ein Querschnitt von mehr als 6² mehr als ausreichend.


Das weiss ich alles. Trotzdem würde ich das so machen....eine Steuerleitung würde auch gleich mit reinkommen.
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Re: Haussicherungen in Mehrfamilienhaus

Beitragvon mlie » So 23. Jul 2017, 16:09

Schlauerweis legt man ein ganz normales 150er Leerrohr und kann dann bei Gelegenheit einfach das nachziehen, was gerade sinnvoll ist (Netzwerk, Glasfaser, Steuerleitungen, Wasserleitungen oder so usw.).

Dass ihr immer um jeden Preis alle 3 Jahre neu buddeln und Pflastern wollt...
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Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein. Beethovens Neunte war übrigens NICHT ein Fräulein Hochleitner aus Passau...
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Re: Haussicherungen in Mehrfamilienhaus

Beitragvon berrx » So 23. Jul 2017, 18:16

quasimodo hat geschrieben:
...wo sich die Stromzähler für jede einzelne Wohnung befinden. Von dort ausgehend ist jede Wohnungszuleitung mit 3x63A Schmelzsicherungen abgesichert.

Bist du dir da wirklich sicher? Hast du die Sicherung raus gedreht und nachgeschaut? Bei mir ein ähnlicher Fall mehr Familienhaus und unter den einzelnen Zähler sind diese Schmelzsicherung hinter so einer Klappe. Auf der Klappe steht 3x63, das ist aber der Maximalwert des Neozedelements, eingeschraubt waren 35 A Sicherungen.
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Re: Haussicherungen in Mehrfamilienhaus

Beitragvon quasimodo » So 20. Aug 2017, 19:43

berrx hat geschrieben:
quasimodo hat geschrieben:
...wo sich die Stromzähler für jede einzelne Wohnung befinden. Von dort ausgehend ist jede Wohnungszuleitung mit 3x63A Schmelzsicherungen abgesichert.

Bist du dir da wirklich sicher? Hast du die Sicherung raus gedreht und nachgeschaut? Bei mir ein ähnlicher Fall mehr Familienhaus und unter den einzelnen Zähler sind diese Schmelzsicherung hinter so einer Klappe. Auf der Klappe steht 3x63, das ist aber der Maximalwert des Neozedelements, eingeschraubt waren 35 A Sicherungen.


Hallo zusammen,

nach längerer Zeit melde ich mich wieder zum Ursprungsthema.

Danke an berrx für den Hinweis mit den Sicherungen. Eine genaue Nachschau hat da doch zu einer Überraschung geführt.

Die Hausanschlussleitung hat einen Durchmesser von zirka 3,5-4cm, ich vermute also, dass es ein 4x35mm²-Zuleitungskabel ist?
Foto 2.JPG


Es werden hiermit 9 Wohnungen versorgt. Am Hausverteilerkasten verfügt jede Wohnung über einen Schmelzsicherungseinsatz bis 3x63A max. Belastbarkeit.
Foto 3.JPG


Durch den Tipp von berrx habe ich eine Sicherung herausgedreht und war einigermaßen überrascht: Es stecken nur 25A Neozed-Sicherungen drin.
Foto 5.JPG


Über die kann ich also meine Ladebox auf keinen Fall laufen lassen.



In den nächsten 2 Wochen kommt ein Elektriker vorbei, der nachschaut, wie groß die Reserve der Hausverteilung ist. Letztendlich gibt es ja nur 3 Möglichkeiten:

- Größere Schmelzsicherungen möglich
- Abzweig vor den Schmelzsicherungen direkt vom Stromzähler aus
- Hausanschluss hat keine Kapazität mehr.

Trotz allem gehe ich stark davon aus, dass irgendwo nochmal 3x16A abgezweigt werden können. Das ist ja letztendlich auch nicht mehr als ein Elektroherd unter Volllast verbraucht.

Ärgerlich nur, dass ich bis dahin quasi keine Leitung verlegen kann, da ich nicht weiß, ob 16 oder 32A möglich wären. Wenn nur mit Müh und Not eine 11kW-Lademöglichkeit machbar wäre, dann kann ich mir auch eine 32A-Zuleitung sparen.

Gruß
Zuletzt geändert von quasimodo am So 20. Aug 2017, 22:55, insgesamt 2-mal geändert.
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