Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestation

Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestation

Beitragvon Flitzi » Mi 1. Nov 2017, 12:39

Hallo zusammen,

ich bin mittlerweile stolzer Leasingnehmer eines I3 und habe eine 11 KW Ladestation installieren lassen (das Kabel war für eine 22 KW zu dünn). Nun hat mich das Thema Elektromobilität voll erfasst und ich wollte mir langsam Gedanken machen auch das zweite Langstreckenfahrzeug auf Elektro umzustellen. Dazu wollte ich gerne eine zweite 22 KW Ladestation installieren lassen. Nun kommt die große Ernüchterung. Das ist so ohne weiteres gar nicht möglich. Mein Haus ist jetzt 13 Jahre alt und ich dachte die Installation sei Zukunftsfähig, weil ich damals schon dem Elektriker gesagt habe, er soll doch bitte schon alles für E-Autos auslegen. Habe leide zu viel Vertrauen in die Firma gehabt. Folgende Installation wurde verbaut. Von dem dicken Hausanschlusskabel (ca. 5 cm dick) geht es von einer Panzersicherung neben dem Zählerkasten mit einem 5x10 mm2 Kabel in den Zählerkasten. Dieser ist mit einer 3 x 36 Ampere Vorsicherung ausgestattet. Von dort geht es direkt zur 11 KW Ladestation (FI Typ B 3 x 16 Ampere Sicherung) und zur Hausverteilung mit PV, Batterie, KNX usw.
Das Ganze ist so ausgelegt, dass die Hausbatterie nicht das E-Auto laden kann, da das nicht sehr viel Sinn ergibt.

Nun hat mir mein Installateur von der 11 KW Ladestation gesagt, dass die ganze Auslegung jetzt schon am Limit ist. Ich bräuchte wenn dann ein 5 x 16 mm2 von der Panzersicherung zum Zählerkasten und eine 3 x 50 Ampere Vorsicherung + anderen Zähler + anderen Vertrag vom Energieversorger der wesentlich mehr Grundgebühr kostet, da wesentlich höre Stromspitzenverbräuche möglich sind.

Im Endeffekt darf ich jetzt richtig viel Geld ausgeben, weil mein Elektriker damals die Installation an dieser Stelle richtig billig gemacht hat. Von daher kann man nur jeden direkt empfehlen bei einem Neubau gleich zwei 5 x 10 mm2 in die Garage zu legen und die ganzen Sicherungen demensprechend vorzubereiten.
Flitzi
 
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon SL4E » Mi 1. Nov 2017, 14:26

Also ich habe auch nur 5x10mm² mit 3x50A am Hausanschluß. An der hängen 1x 22kW und 1x 11kW Wallbox mit Lastmanagement.
Anfangs hatte ich auch 3x35A die ließen sich bei 10mm² einfach gegen 50A tauschen.
16mm² brauchst du erst ab 63A.
Ich habe das Forum verlassen
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon kub0815 » Mi 1. Nov 2017, 18:05

Flitzi hat geschrieben:
Im Endeffekt darf ich jetzt richtig viel Geld ausgeben, weil mein Elektriker damals die Installation an dieser Stelle richtig billig gemacht hat. Von daher kann man nur jeden direkt empfehlen bei einem Neubau gleich zwei 5 x 10 mm2 in die Garage zu legen und die ganzen Sicherungen demensprechend vorzubereiten.


Hi, ich denke nicht das man deinem Elektriker da einen Vorwurf machen kann. Er hat die Installation so gemacht wie alle anderen auch. Bei höherer Anschlussleistung musst du auch mehr bezahlen müssen und vor 13 jahren hat so jeder Elektriker beim Elektroauto laden wohl eher an ein spielzeugtauto gedacht als an ein elektrogerät wo 22kw zieht.
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon jo911 » Mi 1. Nov 2017, 18:06

Meine Zählervorsicherung ist sogar nur 25A stark. Das Zauberwort heißt Lastmanagement. Ich betreibe 2 Ladepunkte damit. Meine erste Wallbox brauchte dazu einen anderen Controller, den gleichen wie die zweite. Im Zählerkasten wurden Stromfühler montiert.
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon Fluencemobil » Mi 1. Nov 2017, 20:45

Bis 63A kostet die Grundgebühr das gleiche, nur der Baukostenzuschuss ist höher.
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon fabbec » Mi 1. Nov 2017, 21:02

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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon Vanellus » Mi 1. Nov 2017, 21:21

Die Anschlussleistung deines Hauses kannst du dir doch selbst ausrechnen. 3x36A= 108 A. 108A x 230V = 24,84 kW.
Da ist für eine 22 kW-Ladebox kein Raum mehr.
Ist denn eine zweite Box erforderlich? Für welches Auto, das 22 kW AC laden kann?
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon Schokofrosch » Mi 1. Nov 2017, 21:39

die Frage ist - brauchst du wirklich 22 KW zum daheim laden?
35A sind da komplett ausgereizt noch ein Wasserkocher und Phase 1 ist schon überlastet.

reichen dir nicht 11 KW über Nacht zum laden?
wenn du 2 Autos laden willst ohne die Sicherungen zu tauschen bleibt nur 1 Phasenladung.
oder wie SL4E schreibt ein Box mit Lademanagemet.
aber auch da solltest du auf 50A gehen.
Siehe Beitrag von Vanellus
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon Flitzi » Do 2. Nov 2017, 12:28

Schokofrosch hat geschrieben:
die Frage ist - brauchst du wirklich 22 KW zum daheim laden?
35A sind da komplett ausgereizt noch ein Wasserkocher und Phase 1 ist schon überlastet.

reichen dir nicht 11 KW über Nacht zum laden?
wenn du 2 Autos laden willst ohne die Sicherungen zu tauschen bleibt nur 1 Phasenladung.
oder wie SL4E schreibt ein Box mit Lademanagemet.
aber auch da solltest du auf 50A gehen.
Siehe Beitrag von Vanellus


Ja so um die 5 mal im Jahr. Wenn ich einen dringenden Termin habe, das zweite Auto auch dringend gebraucht wird (wir haben Kinder) usw.
Das einzige E-Auto mit dem ich so halbwegs meine Strecken schaffen könnte wäre der Tesla mit 100 kWh Akku. Auch Lastmanagement bringt hier in dem Fall nichts. Ich kann auch schlecht zu meinen Kunden sagen, ich komme erst morgen, mein Auto muss noch aufladen. Die Reaktion wäre, ist mir egal, kaufen sie sich ein Auto oder es kommt jemand anders. Ich muss deshalb immer vom worst case Szenario ausgehen.
Von daher komme ich auf einen Peakverbrauch vom Haus auf 18 Kw (kein Problem, da 4 FI und 35 Stück 16 A Sicherungen) + 11 Kw vom I3.
Wenn noch ein großes E-Auto dazukommt, kann es zu 51 Kw Peakleistung für ein paar Stunden im Jahr kommen. Da freut sich der Energieversorger wenn das viele so machen.
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Re: Hausinstallation reicht nicht mehr für zweite Ladestatio

Beitragvon eDEVIL » Do 2. Nov 2017, 12:52

Was gibt es denn sonst noch an größeren Stromverbrauchern im Haus? Womit wird geheizt? Gibt es eine PV-Anlage?

Mit einem 100er Akku wird man doch kaum an die Grenze Stoßen, dass man komplett leer ankommt und ganz schnel wieder los muss.

Würde schauen, wie sich die Kosten staffeln.

nehmen mal an, das die Hauptverteilung nicht all zu weit vom HAK weg ist und man da auf 25mm² gehen könnte.
Zählervorsicherung entsprechend größer.
Grund für die Erweiterung ist dann die Installation einer CEE32-Steckdose 8-)

Je anch Kosten kann dann 50A/63A/80A sinnvoll oder gar ein Akkuspeicher.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

.
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