DC Laden Zuhause ?

Re: DC Laden Zuhause ?

Beitragvon kub0815 » So 18. Nov 2018, 02:19

SRAM hat geschrieben:
Ich beobachte seit zehn Jahren die hier:

http://www.bluesky-energy.eu/greenrock/

Auch wenn sie zwischendrin mal pleite waren:


Bei ihrem blöden Geschäftsmodel sind die zurecht pleite...
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, PlugIn-PV Anlage
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Re: DC Laden Zuhause ?

Beitragvon midget77 » So 18. Nov 2018, 09:05

Weshalb sollte man Zuhause überhaupt DC laden (wollen)?
In der DC-Ladewüste :roll: gilt: 3 phasiger AC-Lader = P f l i c h t in jedem E-Auto!
1phasiges "Schnarchladen" = bei Serienfahrzeugen (hoffentlich) bald Schnee von gestern...
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Re: DC Laden Zuhause ?

Beitragvon Jeggo » So 18. Nov 2018, 09:12

Um sich bei künftigen Autos die Option eines Dreiphasenladers zu sparen. Oder wenn es wirklich mal dringend ist und man 20kW laden möchte. Es gibt aber sicherlich noch andere Gründe.

Bis bald

Jens


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Re: DC Laden Zuhause ?

Beitragvon winwou » So 18. Nov 2018, 09:26

midget77 hat geschrieben:
Weshalb sollte man Zuhause überhaupt DC laden (wollen)?

Absolut überflüssig. Aber es gibt eben E-Mobillisten, die der Meinung sind man benötigt auch zu Hause eine Ladeleistung, die das Auto, wie der Verbrenner an der Tankstelle, innerhalb wenige Minuten die max. Reichweite verpassen. Die vergessen nur, dass das Auto zu Hause ca. 50% des Tages, meistens die ganze Nacht, nur rum steht. Wenn die Autos Akkus mit +40 kWh haben und man die Karre jeden Abend ansteckt, wird man nie in die Verlegenheit kommen zu wenig Ladung zu haben. Selbst mit 3,7 kW bekommt man über Nacht ca. 250 bis 300 km in den Akku. Selbst extrem lange Pendlerstrecken lassen sich damit bewältigen.

Jeggo hat geschrieben:
Oder wenn es wirklich mal dringend ist und man 20kW laden möchte.

Wenn man einen Akku mit +40 kWh oder sogar + 60 kWh hat, kann man selbst nach Fahrt zu und von der Arbeit von 200 km ohne Nachladen beim AG sofort nochmal ca. 50 bis 100 km fahren. Wenn man lange Strecken fährt sollte man Wert auf einen großen Akku legen, denn Unterwegs nützt die 20 kW Ladestation zu Hause auch nix.

Jeggo hat geschrieben:
Es gibt aber sicherlich noch andere Gründe.

Die würde mich interessieren. Ich kenne keine, wenn der Akku die richtige Größe hat.
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Re: DC Laden Zuhause ?

Beitragvon midget77 » So 18. Nov 2018, 09:42

"um sich den 3P-Lader zu sparen..."
Mit 3P-Lader müsste man sich keine Gedanken machen u n d wäre auch unterwegs flexibler
BMW hat es kapiert, Tesla schon früher
Die Asiaten wollen euch zusätzlich "mobilen" DC-Lader verkaufen, und viele fallen darauf herein, wie man sieht... ;)
DIE Lösung ist 22kW AC-Lader in jedes BEV, laden dauert auch damit lange genug
In der DC-Ladewüste :roll: gilt: 3 phasiger AC-Lader = P f l i c h t in jedem E-Auto!
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Re: DC Laden Zuhause ?

Beitragvon Sir Henry » So 18. Nov 2018, 10:10

winwou hat geschrieben:
Absolut überflüssig. Aber es gibt eben E-Mobillisten, die der Meinung sind man benötigt auch zu Hause eine Ladeleistung, die das Auto, wie der Verbrenner an der Tankstelle, innerhalb wenige Minuten die max. Reichweite verpassen. Die vergessen nur, dass das Auto zu Hause ca. 50% des Tages, meistens die ganze Nacht, nur rum steht.

Das mag bei Dir so sein (bei mir meistens auch), aber sicher nicht bei jedem. Denke an einen Arzt, der Bereitschaft hat, der aber elektrisch fahren möchte. Oder andere Bereitschaftsdienste.
Oder sonst jemanden, der immer mal wieder unvorhersehbar und schnell weg muss.

Pauschal zu behaupten, dass Gleichstromladen daheim "absolut überflüssig" ist, vereinfacht die persönliche und berufliche Situation mancher Menschen unzulässig.
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Re: DC Laden Zuhause ?

Beitragvon mobafan » So 18. Nov 2018, 10:10

Ich finde das Thema im Rahmen V2H interessant. Wobei ich nicht weiß, ob V2H wirklich nur an CCS funktioniert oder ob das nicht auch an Typ2 möglich ist/wäre. Ansonsten würden mir 11kW auch locker ausreichen bzw. die meiste Zeit würde sogar weniger über die Leitung gehen, da ich bei hinreichend großem Akku fast ausschließlich den per PV geernteten Strom ins Auto laden würde (im Winter wird das aber z. B. nicht reichen, da das Auto auf dem Firmenparkplatz steht, wenn die Sonne scheint).
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Re: DC Laden Zuhause ?

Beitragvon ecopowerprofi » So 18. Nov 2018, 10:15

midget77 hat geschrieben:
Mit 3P-Lader müsste man sich keine Gedanken machen

Die deutsche Autoindustrie hat sich auf den 3-phasigen Lader mit 11 kW festgelegt. Damit kann man für zu Hause einen kostengünstige Wallbox nehmen.

midget77 hat geschrieben:
Die Asiaten wollen euch zusätzlich "mobilen" DC-Lader verkaufen, und viele fallen darauf herein, wie man sieht...

Naja nicht ganz aber für die 1-phasige Hausanschlüsse dort gibt es kaum die Möglichkeit mit mehr als die 6,6 kW AC zu laden. Die Drehstrom-Hausanschlüsse in der EU stellen sich immer mehr als Vorteil für die E-Mobilität heraus. Hier sind die 11 kW 3-phasig kein Problem. Selbst 22 oder 43 kW kann bei Bedarf mit den vorhandenen Hausanschlüsse realisiert werden. Einige meinen, was die Asiaten mit DC machen ist ein Fortschritt. Ich würde das eher als ein Rückschrit bezeichnen. Zumindestens betragen die Leitungsverluste beim 3-phasigen Laden nur noch ca. 17% im Vergleich zum 1-phasigen Laden bei gleicher Leistung.

midget77 hat geschrieben:
DIE Lösung ist 22kW AC-Lader in jedes BEV

43 kW wäre besser und würde öffentliche Infrastruktur erheblich preiswerter machen. In Verbindung mit +40 kWh Akkus ist das auch für viele längere Strecken ausreichend. Die elektrische Bremsleistung im E-Auto liegt meisten noch darüber und der Elektronik ist es egal ob der Strom aus dem Fahrmotor oder dem Netz kommt.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: DC Laden Zuhause ?

Beitragvon winwou » So 18. Nov 2018, 10:30

Sir Henry hat geschrieben:
Denke an einen Arzt, der Bereitschaft hat, der aber elektrisch fahren möchte. Oder andere Bereitschaftsdienste.

Gerade Bereitschaftsdienste wie Feuerwehr, Ärzte usw. fahren nicht 100 km zum Einsatzort. Die haben max. Fahrstrecken von 30 bis 40 km auf dem Land. In der Stadt ist es meistens unter 20 km. Gerade dort würden die Akkus ständig an einem Ladegerät hängen und bei ausreichender Akku-Größe der 3,7 kW Lader ausreichen.

Sir Henry hat geschrieben:
Oder sonst jemanden, der immer mal wieder unvorhersehbar und schnell weg muss.

Ja dann ist es besser einen großen Akku zu haben und dafür zu sorgen, dass man das Auto immer am Ladegerät hängt wenn man parkt, weil dann kann man sofort fahren und braucht nicht noch 30 Min. warten bis der kleine Akku wieder voll ist. Ein halb voller 60 kWh Akku hat die gleiche Reichweite wie der volle 30 kWh Akku.

Sir Henry hat geschrieben:
Pauschal zu behaupten, dass Gleichstromladen daheim "absolut überflüssig" ist, vereinfacht die persönliche und berufliche Situation mancher Menschen unzulässig.

Ob man 20 kW DC oder AC hat ist für die Ladezeit unerheblich. Nur die AC Ladestation kostet wesentlich weniger als die DC Variante. Ich kauf mir kein Auto was nur einen 1-phasigen AC-Lader hat. Es kommen genug auf den Markt mit 2- oder 3-phasige Lader. Bei einem ausreichend großen Akku reicht zu Hause dann eine 11 kW WB.
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Re: DC Laden Zuhause ?

Beitragvon ecopowerprofi » So 18. Nov 2018, 10:40

winwou hat geschrieben:
Ob man 20 kW DC oder AC hat ist für die Ladezeit unerheblich.

Viel wichtiger ist, dass man ein Auto hat wo der Akku für sein persönliches Fahrprofil ausreichend dimensioniert ist. Der Außendienstler hat auch kein Verbrenner mit nur einem 30 L Tank. Es sollte die Akkuladung für die tägliche Fahrstrecke plus einer Reserve ausreichen. Sollte man trotzdem unterwegs mal laden müssen, dann nützt die 20 oder 40 kW Ladesttion zu Hause auch nix.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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