Ladenetzwerk "Schneller laden 2.0" mit 43kW Typ2

Re: 43kW Drehstromnetz 2.0 von und für Zoe-Fahrer

Beitragvon TeeKay » Do 3. Jul 2014, 11:03

Ja, hier in der Gegend Berlins ist Bundesstraße oft nicht schlecht. Die sind relativ leer, flach und gerade, es gibt nicht viele Orte und wenn, dann sind das keine verschlungenen Gassen, die als Bundesstraße ausgewiesen werden. Aber was ich in der Gegend Schwäbisch Gmünd sah, möchte ich nicht oft erleben. Auto an Auto, bergig, ständig kleine Orte, durch die man nichtmal mit 50 fahren kann, weil die Straße so eng ist.

Laut Petring ist eine Wallbox mit angeschlagenem Kabel günstiger als eine mit Dose. Warum sollte das für 63A nicht auch gelten? Von mir aus kann das Kabel auch weggelassen werden. Dann muss eben jeder für 300 Euro ein 63A-Kabel bei Crohm kaufen.

Von mir aus bauen wir auch eine reine DSK 2.0 mit dickem 63A CEE-Stecker und verlagern die Absicherung in die mobile Wallbox. Ob das insgesamt billiger wird, wage ich aber zu bezweifeln. Jeder bräuchte dann eine Crohm-Box samt Kabel.

Noch besser wäre natürlich, wenn RWE seine Säulen aufrüstet. Mit neuen 63A-Dosen, Lastmanagement und neuen Sicherungen können die allermeisten installierten Säulen 63A abgeben, solange nur ein Fahrzeug lädt. Aber das wird nicht geschehen. RWE sieht das ja nicht einmal bei den neu installierten Säulen vor, wo sie das mit geringen Mehrkosten realisieren könnten.
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Re: 43kW Drehstromnetz 2.0 von und für Zoe-Fahrer

Beitragvon eDEVIL » Do 3. Jul 2014, 11:21

TeeKay hat geschrieben:
Von mir aus bauen wir auch eine reine DSK 2.0 mit dickem 63A CEE-Stecker und verlagern die Absicherung in die mobile Wallbox. Ob das insgesamt billiger wird, wage ich aber zu bezweifeln. Jeder bräuchte dann eine Crohm-Box samt Kabel.

Bei einer LAdesäule pro User würde man nix sparen und hätte den Anchteil, das man jedes mal das "Gerödel heraus orgel müßte"
Bei einem entsprechend dichtem 43KW Netz, würde man ja eher dazu neigen 2x15min zu laden, als einmal 40min
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Re: 43kW Drehstromnetz 2.0 von und für Zoe-Fahrer

Beitragvon Turbothomas » Do 3. Jul 2014, 11:25

Bei 43kW 40 Min laden ...

... da platzt der Akku, oder die Elektronen tropfen irgendwo raus. ;)

Also bei einem 43kW-Netz wäre ich dabei.
Ciao
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Re: 43kW Drehstromnetz 2.0 von und für Zoe-Fahrer

Beitragvon eDEVIL » Do 3. Jul 2014, 11:35

Hat mal jemand ne Ladekurve für 43KW? habe leider nichts gefunden.
War da nicht die Rede von 80% in 30min d.h. durchschnittlich ~36KW :?:
Wenn man dann noch 10 min drauf rechnet ist man eben fast voll.
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Re: 43kW Drehstromnetz 2.0 von und für Zoe-Fahrer

Beitragvon TeeKay » Do 3. Jul 2014, 13:57

Nach 30% waren 93%. Nach 36min waren es 99%. Gestartet bei 9%.
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Re: 43kW Drehstromnetz 2.0 von und für Zoe-Fahrer

Beitragvon EVplus » Do 3. Jul 2014, 14:52

eDEVIL hat geschrieben:
Hat mal jemand ne Ladekurve für 43KW? habe leider nichts gefunden.



Der Forenbeitrag ist vom April 2013 ! Da war ausreichend Zeit ihn zu finden.

Oder mittels lmgtfy
http://lmgtfy.com/?q=43kw+aufladung+crohm

ist dann gleich an zweiter Stelle !


renault-zoe-laden/zoe-aufladung-mit-400v-63a-43-kw-leistung-t956.html

P139032163A_Ladekurve.jpg
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Re: 43kW Drehstromnetz 2.0 von und für Zoe-Fahrer

Beitragvon Cavaron » Do 3. Jul 2014, 15:05

Also so wie ich das sehe, gibt es nur zwei Arten das durchzuziehen:

Entweder mit wenig Aufwand für die Betreiber, dafür nur gegen Spende (wie jetzt bei DSK) und mehr Aufwand für die Fahrer - sprich CEE64 bei den Leuten daheim und die Fahrer brauchen Chrome-Box, 64A-Kabel und vielleicht nen Schlüssel.

Oder kommerziell mit einer leicht zugänglichen Ladesäule/Box inklusive 64A-Typ2-Kabel. Dann würde ich pro kWh aber 40-50 Cent abrechnen - mit Münzeinwurf oder ähnlichem. Da müsste dann eine Firma was günstiges in der Richtung anbieten. Ist zwar immernoch ein Risiko, ob sich AC-Schnellladung durchsetzen wird, aber ich würde das eingehen. Wohne nicht weit von einem Rasthof, der Betreiber würde mir da schon ne Ecke für die Box zur Verfügung stellen. Da würde ich auch so 2000 Euro investieren mit der Aussicht, es in 10 Jahren mal wieder rein zu holen.
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Re: 43kW Drehstromnetz 2.0 von und für Zoe-Fahrer

Beitragvon TeeKay » Do 3. Jul 2014, 15:50

Münzeinwurf ist tabu. Das zieht nur Diebe an und du must das ständig leeren gehen. Die TNM-Karte finde ich perfekt. Außerdem hat Elinta bereits ein Modul für RFID-Authentifizierung. Es muss also nichts neu entwickelt oder teuer angepasst werden. Sie müssen nur die Technik aus der teuren Edelstahl-Säule in die billige Plastikbox einbauen.

In einem zweiten Schritt schwebt mir das Upgrade auf DC-Ladung vor. Wenn die Amerikaner von EMW 2 ihrer 20kW Lader koppeln, haben wir einen DC-Lader für unter 10.000 Euro. Der käme bei interessierten Investoren als größere Wallbox neben die 43kW Typ2-Box. Wer DC laden will, verbindet einfach das Typ2-Kabel mit der DC-Box und aktiviert die Ladung an Typ2. Die versorgt die beiden DC-Lader mit 43kW.

So könnte man erstmal ein relativ günstiges Netz von AC-Schnellladern über Deutschland ausbreiten. Sobald die Zeit reif ist, bietet man allen Betreibern das Upgrade auf DC-Technik an. Ohne teure Erdarbeiten, ohne teuren Neuanschluss, ohne teure ABB-Technik, ohne teure Elektriker-Arbeiten. Einfach den Schlagbohrer nehmen, vier Löcher in die Wand bohren und die DC-Box aufhängen. Das kriegt auch noch der Praktikant hin.
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Re: 43kW Drehstromnetz 2.0 von und für Zoe-Fahrer

Beitragvon Turbothomas » Do 3. Jul 2014, 17:42

TeeKay hat geschrieben:
. Einfach den Schlagbohrer nehmen, vier Löcher in die Wand bohren und die DC-Box aufhängen. Das kriegt auch noch der Praktikant hin.


Das wird teuer, kost mindestens 8,5e wg. Mindestlohn ;)
Ciao
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Re: 43kW Drehstromnetz 2.0 von und für Zoe-Fahrer

Beitragvon rolandk » Do 3. Jul 2014, 18:03

Münzeinwurf ist wirklich sowas von Oldschool.

Aber warum muß es RFID sein? Anrufen, entweder per SMS oder per IVR-System, und wenn die Ladung beendet wurde, gibt's automatisch 'nen Rückruf mit den Daten (z.B. bezogene Menge). Zweiter Vorteil: Wenn der nächste dort laden möchte, kann man automatisch mit dem aktuell ladenden verbunden werden.
Jedes Mobiltelefon arbeitet mit einer eindeutigen Rufnummer. Ob die nun erst registriert werden muß (schlechte Lösung), oder ob man sich selber nachher anmelden kann (Webformular etc.) ist doch einerlei. Ich gehe jetzt erst einmal davon aus, das die entsprechenden Nutzer sich fair verhalten.
Zum Beispiel kann man sich mit seiner Nummer ein Passwort zuteilen lassen und damit auf eine Webseite gehen. Dort gibt man seine Tel.Nummer und das zugeteilte/erstellte Passwort ein und kann dann seine persönlichen Daten hinterlegen, wenn man denn unbedingt eine Abrechnung machen will. Ansonsten kann man auch das Spendensystem der Drehstromkiste nutzen.

Anderes Problem: Nicht jeder möchte tatsächlich mit 43kW laden, wenn Röno dafür einen extra Obulus sehen möchte. Sollen diejenigen dann abgewiesen werden? Wie sollen die laden? Man könnte es dann tatsächlich über die Kabel machen. Das würde aber bedeuten, das man tatsächlich ein 63A Ladekabel im Fahrzeug benötigt. Übrigens kann sowas auch nach hinten los gehen. Ich habe mal mit dem 63A Kabel versucht an einer Kombi-Chademo/AC22 Säule an der A1 damit zu laden. Das mochte Zoe aber gar nicht und hat die nächste Stunde nicht mehr mit mir geredet (Rotlicht, Ladeverweigerung). Zuhause an meiner mundgeblasenen Ladebox lief dann alles wieder prima. 40A/26kW und alle waren glücklich.

Bei einem fest installierten Kabel müßte also die Möglichkeit bestehen, die gelieferte Stromstärke einzustellen. Ok, das kann man bei den 43kW Säulen in Brinkum und Dille auch nicht. Alles oder nichts!

Gruss
Roland
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