Plug-In Hybrid oder E-Auto

Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Beitragvon Priusfahrer » Mi 4. Okt 2017, 08:49

delink2000 hat geschrieben:
Ich frage mich zum Beispiel, wie groß wäre der Zuspruch für einen
- seriellen Plugin-Hybrid,
- mit einem Preis um die 20000,- Euro !


Ich denke nicht all zu groß wenn man in 10 Jahren ein BEV für den Preis von unter 20k€ mit mehr als 300km Reichweite kaufen kann.
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Beitragvon eDEVIL » Mi 4. Okt 2017, 09:05

delink2000 hat geschrieben:
Man sieht es am Nisssan Note E-Power, der in Japan 15000,- Euro kostet und dort als quasi E-Auto sehr beliebt ist.

"quasi E-Auto"? Die Geräuschkullisse, wenn Leistung angefordert wird ist doch grauenhaft. Wenn schon ein Verbrenner mit an Board ist, soltle diese möglichst konstant im Bestpunkt laufen.
Fahrgeräusch und Fortbewgung passen mit so einem Mini-Akku nicht zusammen.

Der Nachteil des Generatorprinzips ist zweifellos, dass auf Autobahnen (dauerhaft) nicht geheizt werden kann.

Aha und warum nicht? Bei einer längeren Autobahnfahrt kann der ja konstant durchlaufen mit sagen wir mal 15kWel und dann entsteht da ganz Automatisch entsprechend viel wärme
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Beitragvon Solarmobil Verein » Mi 4. Okt 2017, 09:23

delink2000 hat geschrieben:
Der Nachteil des Generatorprinzips ist zweifellos, dass auf Autobahnen (dauerhaft) nicht geheizt werden kann. Für dauerhaft höhere Geschwindigkeiten wäre ja auch noch die teurere teilparallele Hybridtechnik des Outlander (ansonsten abgespeckt) oder Opel Ampera (mit besserem RE) denkbar.
Was den Ampera betrifft: Gerade bei höheren Geschwindigkeiten und REX-Einsatz läuft das Fahrzeug im seriellen Modus.
Teil-Parallel-Betrieb hat man dann, wenn man so um die 100-130km/h fährt. Notwendig wäre das nicht, aber es ist unterm Strich wohl effizienter, etwas Drehmoment über das Planetengetriebe auf die Achse zu geben, als diesen Leistungsanteil einmal über den Generator mit Verlusten in die Batterie reinzuladen und später wieder mit den Wandlungsverlusten rauszuholen.
Einen vollen Parallel-Modus gibt es beim Ampera nicht.

Zudem: Egal in welchem Modus der Ampera unterwegs ist, man hat immer volle Leistung zur Verfügung, volle Beschleunigung, immer die angegebene VMax usw.
Ja, man kann den Ampera mit entsprechend extremen Fahrmanövern in den Zustand bringen, daß der SOC soweit runter ist, daß beim nächsten vollen Beschleunigen auch der Generator die notwendige Leistung nicht bringt. Dann kommt eine entsprechende Anzeige im Display. Aber das ist eine Fahrweise für die Rennstrecke (wo ich das auch gemacht habe, am Hockenheimring) und nicht für den normalen Straßenverkehr.

Ob man sich nun einen PHEV oder BEV kauft, ist Geschmackssache und hängt auch von der persönlichen Situation ab.
Aber auch ein PHEV sollte die übliche Tagesstrecke rein elektrisch abdecken können.
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Beitragvon Blauhassinger » Mi 4. Okt 2017, 09:40

Ich habe jetz den Luxus im Alltag beides vergleichen zu können.

Meine persönlichen Erfahrungen bzw. Einschätzungen:

Pro Plug-in (hier Outlander):
40- 50km E-Reichweite sind für unseren Familienalltag ausreichend.
Man kann an jeder Steckdose laden.
Für die längeren Fahrten kann man, muss aber nicht zwischenladen.

Contra Plug-In:
Das nachladen zuhause dauert lange (da wird sich auch in Zukunft wohl nicht viel dran ändern), und
man muss so oft wie möglich laden.
Wartungskosten sind gleich wie beim reinen Verbrenner.
Gewicht is deutlich höher (Ok, ist auch ein großes Auto)

Pro E-Auto(hier ZOE):
Man muss nicht immer jeden Tag laden, der Stromverbrauch ist geringer.
Reichweite für Pendleralltag völlig ausreichend.

Contra E-Auto:
Längere Fahrten erforden Planung und Zeit.

IMHO haben beide Konzepte ihre Berechtigung:
Der PHEV (Outlander) ist für sehr kurze Strecken oder Langstrecke gut geeignet.
Das EV (Zoe) als ist Pendler Auto sehr gut geeignet.

Mein Wunsch wäre in der Tat ein PHEV mit ca. 80Km realer Reichweite und geringerem Fahrzeuggewicht.
(ja, und die Familie muss natürlich auch rein passen.)
Ach ja, und die Batterie soll natürlich auch über 10 Jahre ihre Kapazität behalten;-)
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Beitragvon Fire » Mi 4. Okt 2017, 09:46

Also eigentlich einfach den alten Ampera auf den aktuellen Stand der Technik bringen und zu einem angemessen Preis verkaufen ;)

Meinetwegen könnte man die Batterie noch ein paar kWh grösser machen und die Ladegeschwindigkeit erhöhen, ansonsten ist der Ampera aber im Moment echt das perfekte Auto für meine Bedürfnisse.
Dass ich mit einem Dauerverbrauch von 0.7l/100km auskomme und den Rex bisher erst auf 2 Urlaubsfahrten gebraucht habe unterstützen das 8-)

Da ich bei längeren Reisen gerne mal Zwischenstops mache um mir was anzusehen, Baden zu gehen oder was zu futtern könnten eine schnellere Ladeleistung und ein paar Batteriekilometer den Rex Anteil nochmals signifikant reduzieren.
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Beitragvon kub0815 » Mi 4. Okt 2017, 09:52

Blauhassinger hat geschrieben:
40- 50km E-Reichweite sind für unseren Familienalltag ausreichend.
...
Mein Wunsch wäre in der Tat ein PHEV mit ca. 80Km realer Reichweite und geringerem Fahrzeuggewicht.


Hi,
die 40km echt reichweite würden auch mir dicke reichen aber warum willst du dann 80km? Dazu brauchst du doch mind. einen 20kwh akku. Irgentwann macht mehr beim PHEV keinen sinn mehr.

Ich würde mir eher einen 3P lader mit 11kw wünschen damit ich beim Einkaufen die Kiste wieder voll bekomme.
VG
Jürgen
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.1l/100km, nächste Projekte Batteriespeicher
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Beitragvon Priusfahrer » Mi 4. Okt 2017, 10:14

kub0815 hat geschrieben:
Hi,
die 40km echt reichweite würden auch mir dicke reichen aber warum willst du dann 80km? Dazu brauchst du doch mind. einen 20kwh akku. Irgentwann macht mehr beim PHEV keinen sinn mehr.


...ab 40kWh Akku macht überhaupt kein PHEV mehr Sinn, wenn er schnell genug laden kann. In den nächsten Jahren werden diese auch preiswerter als Hybride zu haben sein. Dann macht es nur noch für Leute Sinn, die ständig Langstrecken ohne nenneswerte Pausen fahren.
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Beitragvon jok58 » Mi 4. Okt 2017, 10:45

Ich denke ein PHEV mit realistischer Reichweite von 100 km wäre sinnvoll.
Damit hätte man das meisten Strecken elektrisch abgedeckt und kann
- länge Sttrecken ohne viel Wartezeit/Pausen fahren und
- unbeschwert auch mal in den Urlaub in Länder fahren, die noch keine ausreichende Infrastruktur haben.

Ansonsten habe ich mich für das reine E-Auto zum Pendeln entschieden.

Von den Reisemobilherstellern wünsche ich mir z.B. einen PHEV mit vielleicht 100-200 km Reichweite um auch mal in entlegene Regionen fahren zu können.
Ich bin gespannt wie diese Sparte in den nächsten Jahren reagieren wird.
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Beitragvon delink2000 » Mi 4. Okt 2017, 11:17

eDEVIL hat geschrieben:
"quasi E-Auto"? Die Geräuschkullisse, wenn Leistung angefordert wird ist doch grauenhaft. Wenn schon ein Verbrenner mit an Board ist, soltle diese möglichst konstant im Bestpunkt laufen.
Fahrgeräusch und Fortbewgung passen mit so einem Mini-Akku nicht zusammen.

verstehe nicht... genau das tut der Nissan E-Power doch... konstant in einem Betriebspunkt laufen und eben nicht aufheulen...

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ups... da hast du mich wohl zu wörtlich genommen. Mit "heizen" meinte ich "schnell fahren"... dass also der (pure) seriell Hybride nicht für hohe Geschwindigkeiten geeignet ist und der Wirkungsgradvorteil verschwindet.

Das Konzept des Opel Ampera war wirklich seiner Zeit meilenweit voraus. Er wurde damals aber einfach viel zu teuer auf den Markt geschmissen. Heute wäre da GANZ anderes möglich, wenn die Prämisse auf Günstig und Effektiv gelegt würde...
Sion 11/2017 preordered !
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Re: Plug-In Hybrid oder E-Auto

Beitragvon eDEVIL » Mi 4. Okt 2017, 11:40

delink2000 hat geschrieben:
...Fahrgeräusch und Fortbewegung passen mit so einem Mini-Akku nicht zusammen.

verstehe nicht... genau das tut er doch... konstant in einem Betriebspunkt laufen und eben nicht aufheulen...[/quote]
Mit einem 1,5 kwh Akku ist das doch gar nicht möglich mit dem 58kW 1,2 Benzinmotor.
Es ist kein kurzen Aufheulen, aber das Fahrgeräuscht ist halt entkoppelt von der Geschwindigkeit. Das würde mich nerven.
Konstant auf der Autobahn wird man das nicht so merken, aber im Stadtbetrieb/Budnestraßen mit Ortsdurchfahrten und wechselnden Leistungsanforderungen.

Heizen aka Rasen wäre dann eher die feste Übersetzung "direkt" auf die äder a la Outlander zu bevorzugen.
Mit entsprechendem großen Akku genügt es ja, wenn die üebrsetzung so ist, das man den ab 100 km/h ruckfrei laufen lassen kann. Darunter läuft der dann eben seriell.
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