PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon kub0815 » Di 9. Jan 2018, 12:47

Super-E hat geschrieben:
Ich fände für mich einen Passat mit e-golf Akku und up 3 Zyl. Benziner optimal - gerne als seriellen Hybriden um das System zu vereinfachen. Die maximale Leistung wird nur elektrisch erzielt. Für den Energiebedarf für konstantes Autobahntempo reicht der Motor locker - Leistungsspitzen (überholen, am Berg anfahren) kommen aus dem Akku.


Bei 15kwh akku wäre ich noch bei dir. Aber 35kwh finde ich ein bischen viel.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.7l/100km, nächste Projekte Batteriespeicher
kub0815
 
Beiträge: 1890
Registriert: Do 30. Mär 2017, 13:35

Anzeige

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Karlsson » Di 9. Jan 2018, 13:23

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Mag nicht nur sein, ist er. Und dafür läuft er sehr zuverlässig - in meinem Fall schon 120000km bei ca. 15% Spritanteil.Er war damals seiner Zeit eben voraus, genau wie vorher beispielsweise schon mal der Audi A2.

Ja, der Ampera war seiner Zeit voraus. IMHO setzt er immer noch Maßstäbe, an die die GTEs oder irgendwelche 30-50km NEFZ PHEV nicht heran kommen. Es ist wirklich schade, dass der Volt2 nicht als Ampera 2 zu uns gefunden hat.

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Und ich bin ganz ehrlich: Die Urlaube, die ich in den letzten Jahren mit dem Ampera gemacht habe, möchte ich auch heute noch nicht mit einem BEV machen.

Da bin ich ganz bei Dir. Nur ist ein PHEV mit reellen 20-30km auch keine Alternative wenn man täglich typischerweise >30km fährt.

Super-E hat geschrieben:
Ich kann Karlssons Wunsch nachvollziehen, stimme aber nicht 100%ig zu.

Mit dem 3 Zylinder als seriellen Hybriden + Akku vom E-Golf hast Du aus meiner Sicht aber gerade ein extrem attraktives Fahrzeug beschrieben,das entspricht ziemlich gut meiner Meinung.

Super-E hat geschrieben:
Was für mich ein fail ist, ist wenn man bei der kleinsten Gasberührung sofort der Verbrenner anspringt und die Maximalgeschwindigkeit nur mit Benzin erreicht wird. Das sollte eben umgekehrt sein.

Weder das noch sollte er überhaupt im normalen Alltag laufen.

Fire hat geschrieben:
Die 80km Sommerreichweite reichen mir für alle Fahrten ausser Urlaub.

Mach noch Winter draus, dann bin ich bei Dir. Bloß davon können die meisten PHEV Fahrer doch nur träumen, die erreichen bei weitem nicht das, was der Ampera schon vor 6 Jahren konnte. Und das ist einfach ein Armutszeugnis.

kub0815 hat geschrieben:
Leider ist es halt die die Crux, das man irgenteinen Kompromiss immer eingehen muss!

Der heißt dann Diesel Erstwagen als Übergang, weil mich ein teurerer großer Benziner mit elektrischer Gehhilfe nicht im Ansatz reizt.

PowerTower hat geschrieben:
Ich denke schon, dass man bei 40.000 Euro gewisse Ansprüche haben darf

Sein Fahrzeug war noch weit teurer. Da Firmenfahrzeug, tut es da halt nicht weh und da kann man mal das Experiment machen.

Schüddi hat geschrieben:
der arbeitende hat hierzulande wohl durchschnittlichen Weg zur Arbeit und zurück von insgesamt etwa 30km habe ich mal gelesen. Die meisten PHEV sollten diese Distanz bezwingen können.

Wir haben aber 30 one way mit viel Autobahn und ich hab auch diverse Kollegen, die interessiert wären, wenn sie ihren täglichen Weg von 100 oder 120km elektrisch schaffen würden - aber ohne Nachladen bei der Arbeit. Einmal am Tag muss nun wirklich reichen.

Schüddi hat geschrieben:
Und wer solche Alternativeb hat und dann zum hässlichen Diesel greift ist selber schuld.

Das sehe ich anders herum.
Für den Aufpreis überzeugt das nicht. Meinen Wunschdiesel kriege ich für 14k€ als Jahreswagen. Ein älterer Outlander kostet das doppelte, Passat GTE ab dem Dreifachen.
Für ein wirklich überzeugendes PHEV würde ich auch mehr Ausgeben. Aber ich finde diese Fahrzeuge weder überzeugend, noch ist der Mehrpreis akzeptabel.
Zoe Q210 seit 06/15
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 13342
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 12:41

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Super-E » Di 9. Jan 2018, 13:48

Karlsson hat geschrieben:
Mit dem 3 Zylinder als seriellen Hybriden + Akku vom E-Golf hast Du aus meiner Sicht aber gerade ein extrem attraktives Fahrzeug beschrieben,das entspricht ziemlich gut meiner Meinung.


Ich sagte ja, dass ich Deinen Wunsch verstehe. Ich hab ja fast den selben. Meine nicht 100%ige Zustimmung findet sich darin, dass ich obwohl es für MICH, für Dich und viele andere besser gehen würde ich auch durchaus Sinn in dem vorhandenen PHEV Angebot sehe. Vor allem in Bezug auf Verkaufbarkeit. Das tollste Vernunftauto bringt nix, wenns niemand kauft.

kub0815 hat geschrieben:
Bei 15kwh akku wäre ich noch bei dir. Aber 35kwh finde ich ein bischen viel.


Da kann man viel drüber philosophieren. Für mich persönlich würden 15kWh auch reichen. Es ist eigentlich ein "so wenig wie möglich und so viel wie nötig". Und das ist je nach Anwender sehr unterschiedlich. Neben der reinen Reichweite muss man sich auch Gedanken um die Leistung und die Zyklen machen. Die heutigen PHEVs ziehen die Leistung ja aus dem Verbrenner. Wenn man das nicht will, dann muss der Akku das abkönnen. Bei 15kWh und 150 kW Leistung und 95% Elektro wäre dann ein Li-Eisenphosphat fast Pflicht.

Ich denke halt, dass ein Mittelklassekombi wie von mir beschrieben mit sagen wir 30kWh und optimiertem Verbrennerrex günstiger, leichter und ökologischer in der Gesamtbetrachtung ist, als ein vergleichbarer BEV mit 90kWh Akku (und selbst damit ist er nicht so flexibel).

Ich habe hauptsächlich Kurzstrecken und öfters Mittelstrecken bis 150km. Da sind 15kWh zu knapp bemessen, wenn man nicht zwischenladen will. Wäre OK, da ich diese Strecken inzwischen bevorzugt mit der Bahn fahre. Aber definitiv ganz selten benötige ich mal mehr als das. Da fährt man dann einen dicken Akku genauso unnötig rum, wie den Verbrenner - aber wenn der aufs Minimum reduziert ist, dann ist der vermutlich leichter, billiger und in der Herstellung zudem vermutlich weniger umweltschädlich. Wenn man ihn dann mal braucht ist der kleine Verbrenner aber immer noch beliebig flexibel. (Am Besten noch er verträgt E100 - aus Bioethanol der dritten Generation, aber das ist auch egal - er soll ja eigetlich kaum benötigt werden und dient dem beruhigten Gefühl).
Zuletzt geändert von Super-E am Di 9. Jan 2018, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Super-E
 
Beiträge: 1317
Registriert: Fr 27. Sep 2013, 15:06

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Schüddi » Di 9. Jan 2018, 13:50

Karlsson hat geschrieben:
Schüddi hat geschrieben:
der arbeitende hat hierzulande wohl durchschnittlichen Weg zur Arbeit und zurück von insgesamt etwa 30km habe ich mal gelesen. Die meisten PHEV sollten diese Distanz bezwingen können.

Wir haben aber 30 one way mit viel Autobahn und ich hab auch diverse Kollegen, die interessiert wären, wenn sie ihren täglichen Weg von 100 oder 120km elektrisch schaffen würden - aber ohne Nachladen bei der Arbeit. Einmal am Tag muss nun wirklich reichen.

Das können sie doch prima mit einem BEV bewältigen, den i3 gibt es mit Rex. Wo soll die Grenze von einem BEV zu einem PHEV sein? Ein Hybrid ist kein Hybrid mehr wenn nur noch ein Antrieb genutzt wird. Zumal auch der Hersteller einen Kompromiss eingehen muss - Stichwort Akkugröße/Gewicht/Kosten. Ich würde mich auch zukünftig über einen A4 mit 80km Reichweite freuen aber würde er noch weiter kommen würde ich vermutlich kein PHEV mehr brauchen außer für den Jahresurlaub. Für mich ist es durchaus okay das ein Hybrid beide Antriebe nutzt. Schließlich wurde er genau dafür konzipiert.
Wir sind uns in vielem einig aber bei dir habe höre ich immer raus - mimimi BEV sind blöd da gibt es nichts für mich, mimimi PHEV sind blöd die sind zu teuer für mich, mimimi Diesel ist blöd alles Dreckschleudern. Entweder du musst Kompromisse machen, einfach mal warten, die öffentlichen nehmen oder gar kein Auto mehr fahren. Es ist doch immer die gleiche Diskussion. Bei mir IM AUSSENDIENST mit 20-25000km p.A. ist der e-tron das perfekte Auto. Er funktioniert genau wie ich es erwartet habe und hat mich nur einen geringen Aufpreis zum reinen Benziner gekostet.

Karlsson hat geschrieben:
Schüddi hat geschrieben:
Und wer solche Alternativeb hat und dann zum hässlichen Diesel greift ist selber schuld.

Das sehe ich anders herum.
Für den Aufpreis überzeugt das nicht. Meinen Wunschdiesel kriege ich für 14k€ als Jahreswagen. Ein älterer Outlander kostet das doppelte, Passat GTE ab dem Dreifachen.
Für ein wirklich überzeugendes PHEV würde ich auch mehr Ausgeben. Aber ich finde diese Fahrzeuge weder überzeugend, noch ist der Mehrpreis akzeptabel.

Weil es für dich nicht passt ist es also für die Allgemeinheit Mist? Wie gesagt, der Mehrpreis Ausstattungsbereinigt bewegt sich bei 1500-2000€. Das ist okay. Wenn du natürlich nen Dacia mit einem Passat Highline vergleichst (überspitzt) sieht die Rechnung natürlich anders aus. Ein Nokia 6210 bekommst du heute auch billiger als ein iPhone 8 oder? Mit dem kann man auch telefonieren aber die Technik dahinter ist eine andere.
Schüddi
 
Beiträge: 1116
Registriert: So 23. Okt 2016, 23:43

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Super-E » Di 9. Jan 2018, 14:05

Also das Kostenthema ist sowieso ein anderes. Wenn man in einen PHEV einen doppelt so großen Akku einbaut wird der nicht billiger, auch wenn man einen einfacheren Motor einbaut.

Bevor das wieder abdriftet. Natürlich darf Karlsson Lösungen vergleichen, die sein Mobilitätsbedürfnis abdecken. Wenn ich nur telefonieren will und man mir als Smartphone nur ein Iphone anbietet, dann muss ich mich schon fragen, ob ich nicht lieber ein altes Nokia nehme.

Hier geht es aber um abstrakte Konzepte und deren Tauglichkeit. Und da zweifle ich, ob ein PHEV nach "Karlssonkonzept" für Karlsson eher bezahlbar wäre.
Benutzeravatar
Super-E
 
Beiträge: 1317
Registriert: Fr 27. Sep 2013, 15:06

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon kub0815 » Di 9. Jan 2018, 14:21

Karlsson hat geschrieben:
Der heißt dann Diesel Erstwagen als Übergang, weil mich ein teurerer großer Benziner mit elektrischer Gehhilfe nicht im Ansatz reizt.


Also ich hätte mit der Eintscheidung kein problem. Weil ich deine rahmenbedingungen verstanden habe und es ist ja dein Geld welches du ausgibst. Ich hätte mir aber eine weniger polemische begründung erhofft.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.7l/100km, nächste Projekte Batteriespeicher
kub0815
 
Beiträge: 1890
Registriert: Do 30. Mär 2017, 13:35

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon eDEVIL » Di 9. Jan 2018, 14:30

Mit 15 kwh geht dann aber keine hohe Ladeleistung.

Oder es ist eine Chemie mit geringer energiedichte
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

Umfrage: ZOE Fahrwerk frühzeitige Defekte
Benutzeravatar
eDEVIL
 
Beiträge: 11389
Registriert: Di 2. Jul 2013, 08:10

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon kub0815 » Di 9. Jan 2018, 14:40

Klar wäre das tool eine hohe ladeleistung aber braucht man diese Ladeleistung oft?
So ein ladegerät ist auch nicht umsonst und wiegt was und braucht platz im auto. Aber so mit 22kw nachladen wäre schon cool.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.7l/100km, nächste Projekte Batteriespeicher
kub0815
 
Beiträge: 1890
Registriert: Do 30. Mär 2017, 13:35

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon Blue shadow » Di 9. Jan 2018, 14:48

Wo bleiben weitere allrad konzepte....neben dem outlander?

Vorderachse kleiner effektiver verbrenner....hinten ein 120 ps e antrieb....dazwischen ein ampera e akku...22 kw ac lader

Unser yeti 4x4 hat gerade in obertauern gute dienste geleistet und die schneeketten überflüssig...4,6 l D/100 km bei viel verkehr
ExKonsul leaf blau winterpack ca 34.000 km Spannung und Spass mit Akku und Golfball punktierter Oberfläche zur cw reduzierung....brusa booster in arbeit...in warteschleife auf upgrade 40 kwh in 24 monaten
Benutzeravatar
Blue shadow
 
Beiträge: 3239
Registriert: Mi 28. Okt 2015, 09:47
Wohnort: Im wald von waldbröl

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Beitragvon harlem24 » Di 9. Jan 2018, 14:52

Warum haben denn die ganzen PHEVs der großen Hersteller so eine geringe Reichweite?
Weil gesetzlich nicht mehr gefordert wird.
Aktuell sind es 35km NEFZ und ich glaube ab 2019 40km, damit ein entsprechendes Fahrzeug mit 0g CO2 in die Statistik eingeht!
Man könnte die Voraussetzungen entsprechend anpassen, aber da ist die Autolobby schon vor!
Gruß

CHris

Wenn Ihr Euch für Fotografie interessiert, schaut doch mal im http://forum.digitalfotonetz.de vorbei.
harlem24
 
Beiträge: 3065
Registriert: Di 22. Sep 2015, 12:41

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeines zu Plug-In Hybriden

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast