Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon FuchsDerBaer » Sa 9. Dez 2017, 20:49

Hallo zusammen,

ich war bisher nur passiver Mitleser, befinde mich aber, seit mein alter Benziner es nicht über den TÜV geschafft hat, zwischenzeitlich auf Autosuche. Dazu bin ich großer Fan von E-Autos und, spätestens seit ich mal einen Tesla geliehen habe, in freudiger Erwartung (für mich) bezahlbarer E-Autos. Da kam mir die Idee eines PHEV, also grundsätzlich Benziner mit ein gelegentlich E und etwas Boost beim beschleunigen.

Meine Problematik besteht darin, dass ich Laternenparker bin und an meinem aktuellen Wohnort realistischerweise auch keine Möglichkeit habe eine Garage (eine mit Strom wäre nochmal eine ganz andere Frage) zu bekommen. Allerdings werde ich hier voraussichtlich auch nicht ewig wohnen, wobei da noch nichts konkretes geplant ist. Laden könnte ich derzeit also nur unregelmäßig an öffentlichen Säulen und eben durch Rekuperation. Die meiste Zeit würde ich ein PHEV also als "normalen" Hybrid (mit etwas größerer Batterie und etwas Boost-Power) fahren.

Mein Fahrprofil sieht etwa so aus, dass ich täglich etwa 66km pendel (viel Autobahn, wobei im Berufsverkehr natürlich mit geringer Geschwindigkeit oder Stop&Go), wochenends regelmäßig auch mittlere oder längere Touren.

Meine Überlegung ist nun, inwieweit ein PHEV - konkret Golf GTE, A3 e-tron, ggfs Ioniq - in meiner Situation "Sinn" macht.

Mir ist klar, dass ich den Mehrpreis nie über die Spritersparnis durch den Hybrid reinfahren kann. Meine Überlegung ist daher eher sowas wie den GTE als "verkappten Öko-GTI" zu verwenden, d.h. als Vernunftsauto mit der Option auf etwas Spaß.

Sollte sich meine Wohnsituation zukünftig ändern (näher an die Arbeit) und sich eine Lademöglichkeit ergeben (worauf ich bei der Wohnungssuche achten würde), könnte ich vermutlich vollelektrisch pendeln.

Was haltet ihr von diesen Überlegungen? Kann man sich die o.g. PHEVs als Teilzeit-Spaßautos "rechtfertigen" (also den Mehrpreis) eben mit Option auf zukünftig streckenweise vollelektisch fahren oder ist die Überlegung eurer Ansicht nach eher Quatsch und sollte mich besser nach einem Benziner umsehen, Wohnungssituation abwarten, und mich in 3-4 Jahren nochmal mit dem Thema beschäftigen (dann ggfs. schon vollelektrisch)?

Freue mich über konstruktive Gedanken.

VG
Fuchs
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Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Kim » Sa 9. Dez 2017, 21:40

Nein, leider wirst Du damit nicht glücklich werden.
Auch wenn Du den höheren Verbrauch im Vergleich zu einem normalen Hybrid gut verschmerzen kannst, so ist doch der Fahrkomfort sehr gestört wenn Du einen PlugIn durchwegs mit leerer Batterie bewegst.
Lieber irgend ein Billigwagen für den Übergang bis Du eine Möglichkeit hast regelmässig aufzuladen.

Wenn Du allerdings beim Arbeitgeber laden könntest, dann sähe das schon wieder ganz anders aus....
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Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Schüddi » Sa 9. Dez 2017, 22:29

Kim hat geschrieben:
Nein, leider wirst Du damit nicht glücklich werden.
Auch wenn Du den höheren Verbrauch im Vergleich zu einem normalen Hybrid gut verschmerzen kannst, so ist doch der Fahrkomfort sehr gestört wenn Du einen PlugIn durchwegs mit leerer Batterie bewegst.
Lieber irgend ein Billigwagen für den Übergang bis Du eine Möglichkeit hast regelmässig aufzuladen.

Wenn Du allerdings beim Arbeitgeber laden könntest, dann sähe das schon wieder ganz anders aus....

Das sehe ich komplett anders. Warum einen höheren Verbrauch als ein normaler Hybrid? Der, der das beeinflusst sitzt hinterm Steuer. Ich kann den e-tron ohne zu laden ohne weiteres mit 5l langzeit bewegen.
Weshalb der Fahrkompfort sehr gestört sein soll kann ich auch in keinster Weise nachvollziehen. Ich bin noch keinen Outlander gefahren aber wenn das bei dem wirklich so ist würde ich dieses Fahrzeug von vornherein ausschließen. Beim e-tron/GTE sieht man oft nur an der Anzeige ob der Benziner läuft.
Wenn man den Mehrpreis bezahlen kann ist ein Plug In schon eine tolle Alternative. Ich lade sowohl Zuhause als auch viel unterwegs. Ich hätte ihn ohne generelle Lademöglichkeit nicht gekauft. Da wäre es bei mir der A4 g-tron geworden.
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Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon McTristan » Sa 9. Dez 2017, 22:48

Beim Outlander ist der Verbrenner tatsächlich ein wenig nervig weil er im gleichen Drehzahlbereich vor sich hinbrummt und das hat mich schon ein wenig gestört. Beim Golf GTE stört mich das nicht so sehr, das DSG schaltet recht knackig die Gänge besonders laut zu hören ist es nicht. Die anderen Argumente finde ich auch ein wenig komisch.
Wenn man dann noch bedenkt, dass man die Volkswagen Karren ja auch mit ordentlich Rabatten kaufen kann, ist das Argument mit dem Preis auch nicht so wirklich überzeugend.
Ich habe ein Elektroauto und in ein paar Wochen auf einen eigenen GTE und ähnliche Entfernungen - klar hab ich den Luxus wählen zu können und mein Arbeitgeber hat signalisiert ein Lademöglichkeit installieren zu wollen, würde trotzdem den GTE nehmen - ist halt die luxuriösere Karre
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Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon fbitc » So 10. Dez 2017, 05:27

Leider sind keine weiteren Umstände bekannt, aber evtl. könnte für dich auch ein i3 mit Rex passen? Würde allerdings voraussetzen das du in der Nähe oder auf Strecke Schnelllader hast.
Grüße
Frank

Twizy, Zoe, Leaf, Outlander PHEV, i3 Rex (aktuell)
(und ja ich steh dazu: noch einen Passat Variant Diesel)
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Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon kub0815 » So 10. Dez 2017, 07:21

Phev macht für mich nur sinn wenn man am Abend kostengünstig aufladen kann.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.7l/100km, nächste Projekte Batteriespeicher
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Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon Pharmy » So 10. Dez 2017, 08:07

Finde die Frage auch schwierig zu beantworten. Aus meiner Sicht ist jeder elektrische Kilometer
ein guter Kilometer. Laden am Arbeitsplatz wäre optimal. Aus meiner Sicht würde hier die Wahl
in Richtung Ioniq PHEV gehen. Der hat von allen noch die größte elektrische Reichweite und die
beste Effizienz. Gibt es denn in der Gemeinde oder Stadt öffentlich zugängliche Ladesäulen?
Dennoch, ich bin nicht sicher, ob bei den Vorgaben ein PHEV wirklich die beste Wahl ist.
Grüße aus dem tiefen Westen,
Heiko


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Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon wp-qwertz » So 10. Dez 2017, 08:57

FuchsDerBaer hat geschrieben:
...ist die Überlegung eurer Ansicht nach eher Quatsch und sollte mich besser nach einem Benziner umsehen, Wohnungssituation abwarten, und mich in 3-4 Jahren nochmal mit dem Thema beschäftigen (dann ggfs. schon vollelektrisch)?

Freue mich über konstruktive Gedanken.

VG
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quatsch finde ich deine überlegung eigentlich nicht, denn finde es prima, dass du dir da gendanken machst :!: und das ergebnis würde ich nicht "einkaufen" :D

die i3 idee finde ich gut.

hast du denn wirklich ü b e r h a u p t gar keine lademöglichkeit? kann ich mir gar nicht vorstellen...
magst du uns verraten, in welcher gegend du lebst?
je genauer, desto besser :D !
(neine, nicht dass wir dann bei dir einsteigen können, sondern wirklich für eine gute beartung! :D)
wenn nicht, dann schau doch mal selber hier nach, obs nicht doch eine eTanke (z.B. eine an einer BAB (T&R?) gibt)

https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

bin gespannt, was du draus machst :D
vg und viel erfolg
werde naturstrom.de kunde: http://links.naturstrom.de/lm4j und tu gutes: die "Andheri-Hilfe Bonn e.V." bekommt den wechselbonus.
- Zoe 13.02.15 - 30.12.16.
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- Die Bettermänner: http://www.ladesystemtechnik.de/
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Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon berrx » So 10. Dez 2017, 10:07

Also ganz ohne Lademöglichkeit weder Zuhause noch beim Arbeitgeber oder in der nähe öffentlich würde ich mir keinen PHEV zulegen. Das ist doch gerade das Prinzip des PlugIn. Wäre ja genauso als würde ich einen CNG Gasumbau machen habe aber keine Tankmöglichkeit in der Nähe, hätte aber die Möglichkeit und könnte dann...
Die Idee mit dem verkappten Öko-Gti hört sich gut an, nur ist es dann nicht mehr Öko mit dem Normalen GTI? Aber wie die anderen schon gesagt haben ist das schwer zu beantworten. Also meien Meinung ist das ding muss ab und zu zu geladen werden sei es beim Einkaufen im Schwimmbad oder sonstwo. Ganz ohne PlugIn Möglichkeit Funktionsprinzip eher verfehlt.
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Re: Macht ein PHEV "Sinn" ohne regelmäßige Lademöglichkeit?

Beitragvon wasserkocher » So 10. Dez 2017, 10:56

berrx hat geschrieben:
...CNG...


Ist für mich das richtige Stichwort. Ohne Lademöglichkeit bestimmt die beste Alternative. Ich fahre zu meiner Zoe noch einen eco-Up, der fährt für weniger als 4€ 100km weit - weniger als bei meiner Zoe die Batteriemiete kostet.
Und wenn dann die Lademöglichkeiten gegeben sind, kannst du immer noch auf E umsteigen.
Zuletzt geändert von wasserkocher am So 10. Dez 2017, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.
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