Warmwasser via PV

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Warmwasser via PV

Beitragvon bm3 » Mo 3. Jun 2013, 18:47

Jogi hat geschrieben:
....Und wie macht er das, wenn die Einstrahlung nicht genug hergibt?
Dann muß er entweder aus dem Netz oder aus der Batterie ziehen, und genau das will ich beides nicht.....


Hallo Jogi,
wenn die PV-Leistung es nicht hergibt kommt keine Wechselspannung hinten raus. wenn sie ausreicht kommt soviel Wechselstrom hinten raus wie sie vorne hergibt.
Auch wenn du eine alte Wechselrichter-Gurke günstig aufkaufst ist da schon einiges an moderner Regelelektronik enthalten.
Will damit sagen, reicht aus für diese Zwecke.
Die gängigen Wechselrichter werden von der Photvoltaikseite her versorgt, sie ziehen höchstens zum Messen oder um noch einen Zugriff auf den internen Datenlogger in der Nacht zu ermöglichen einen sehr geringen Strom von der Netzseite her, falls überhaupt eines da ist.
Mit dem Knallgas-Monitoring, wie machst du das ? Oder hast du ein spezielles DC-Heizelement im Einsatz ?

Viele Grüße:

Klaus
Benutzeravatar
bm3
 
Beiträge: 6812
Registriert: Di 10. Apr 2012, 23:06

Anzeige

Re: Warmwasser via PV

Beitragvon Guy » Mo 3. Jun 2013, 19:08

@lingley
Na, wenn die im Winter eh nicht laufen soll, haben sich die Hälfte meiner Punkte ja schon wieder erledigt.

Was ich mir an deiner Stelle noch mal mit durchdenken würde, ist die Zeit, in der beide zusammenarbeiten. Den schönen COP von 3,7 hat deine WP bis zu einer Wassertemperatur von 45 °C. Das ist ja genau der Punkt, den man in etwa auch mit der Therme anfahren würde - wegen Legionellen u.U. etwas höher. Die WP würde also nur noch die Temperatur darüberhinaus erhöhen. Wie sieht der COP dabei (45+ °C) aus? Lohnt sich dieser Fall überhaupt finanziell?

Im Sommer:
Bereitstellung des Warmwassers während der Sonnenstunden nur über WP sollte normalerweise kein Problem sein. Was ist jedoch, wenn mehrere hintereinander am Abend duschen möchten, keine Katzenwäsche, richtig schön gemütlich. Ist eine manuelle Schaltung der Therme eine Option oder möchtest du dafür eine automatische Lösung?
Guy
Administrator
 
Beiträge: 3524
Registriert: Fr 26. Aug 2011, 15:52

Re: Warmwasser via PV

Beitragvon lingley » Mo 3. Jun 2013, 19:20

Hallo @Guy, Klaus und Jogi,
ich habe Euch - glaube ich - noch zu früh belastet/gefragt ...

zur Erinnerung sei gesagt ...
ich bin der mit dem defekten WWSpeicher und dem hustenden Atmo, ob ich jetzt einen WWSp o. eine WP nehme ist egal.
:ironie: Bin neuerdings mit meiner PV "Unternehmer" - Geld spielt da keine Rolle mehr ...

Ich drucke mir mal die ganzen Plan- Schaltunterlagen der Vissmann WP, des MFRelais des SMA WR, dazu die ganze Elektik (ob über Schütz oder pot.fr. Kontakt der WP) und wie da die Stromwaage des Loggers reinpasst aus und studiere nochmal.
Wenn ich mir im Klaren bin wie ich die Legosteine zusammensetzte melde ich mich wieder ...

vg lingley
lingley
 

Re: Warmwasser via PV

Beitragvon Guy » Mo 3. Jun 2013, 19:51

Zu viele Fragen aufgeworfen? ;)

Das waren so die Punkte, die ich in den vergangenen Monaten durchgekaut habe. Leider bin ich da noch nicht weiter, da ich eigentlich schon vor ein paar Monaten umziehen wollte, wie es aussieht, wird es jedoch August werden :shock: Wenn sich hinter ein paar Böden / Wänden nicht noch mehr Überraschungen auftun.

Vergiss nicht ein klein wenig Gewinn übrig zu lassen, sonst wird aus Unternehmen schnell Liebhaberei ;)
Guy
Administrator
 
Beiträge: 3524
Registriert: Fr 26. Aug 2011, 15:52

Re: Warmwasser via PV

Beitragvon Jogi » Mo 3. Jun 2013, 20:02

Hallo Klaus.


bm3 hat geschrieben:
wenn die PV-Leistung es nicht hergibt kommt keine Wechselspannung hinten raus. wenn sie ausreicht kommt soviel Wechselstrom hinten raus wie sie vorne hergibt.
Auch wenn du eine alte Wechselrichter-Gurke günstig aufkaufst ist da schon einiges an moderner Regelelektronik enthalten.
Will damit sagen, reicht aus für diese Zwecke.

Eine "alte Gurke" läuft entweder netzparallel und speist einfach das ein, was von der PV kommt (und der Heizstab zieht immer volle Leistung), oder im Inselbetrieb mit Batterie.

Die gängigen Wechselrichter werden von der Photvoltaikseite her versorgt, sie ziehen höchstens zum Messen oder um noch einen Zugriff auf den internen Datenlogger in der Nacht zu ermöglichen einen sehr geringen Strom von der Netzseite her, falls überhaupt eines da ist.

Hast du da mal ein Modell mit 2,5kW Ausgangsleistung?
Ohne Batterie? Ohne Netzbezug?
Preis?

Mit dem Knallgas-Monitoring, wie machst du das ? Oder hast du ein spezielles DC-Heizelement im Einsatz ?

Ich hab' einen stinknormalen AC-Heizstab ein bißchen modifiziert, so dass beim Schalten kein Lichtbogen entstehen kann.
Knallgas entsteht ja erst, wenn der Heizstab durchgegammelt (oder -gebrannt) ist.
Das steigt dann im Pufferspeicher nach oben, wo es durch die automatische Entlüftung (bisher im Keller) entweicht.
Ich werde diese Entlüftung in's Freie führen, damit dürfte dann keine Gefahr mehr bestehen.
Der Defekt macht sich dann einerseits durch starken Abfall der Heizleistung und andererseits durch Druckverlust im System bemerkbar.
Zur Verifikation kann man ja am Entlüftungsventil mal ein bißchen rumzündeln... :mrgreen:

Viele Grüße
Jogi
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
Jogi
 
Beiträge: 3364
Registriert: Di 3. Apr 2012, 19:22

Re: Warmwasser via PV

Beitragvon bm3 » Mo 3. Jun 2013, 20:16

Guy hat geschrieben:
....Vergiss nicht ein klein wenig Gewinn übrig zu lassen, sonst wird aus Unternehmen schnell Liebhaberei ;)


Bei meinen PV-Unternehmungen bisher freut sich immer das Finanzamt. Liebhaberei können die mir bestimmt nicht vorwerfen. :D
Ich hab eigentlich immer zu günstig eingekauft und auch noch selber montiert.Man möchte es ja auch möglichst gut hinbekommen, im Nachhinein fast zu gut, jedenfalls aus Steuersicht !
Der absolute Hit war dann noch eine Anlage mit Evergreen-Modulen im Dezember 2011 (gut laufende Module aber Hersteller Konkurs und die letzten Reste günstig),jeweils einen sehr günstigen Wechselrichter von SMA und Power One (mit alter VDE-Norm nur noch bei Inbetriebnahme zugelassen im Dezember 2011, deshalb auch sehr günstig) und fast das komplette Montagegestell aus Alu haben wir bei unserem Schrotti um die Ecke bekommen, der sollte anrufen wenn was reinkommt.Es kam eine ganzer Container mit Neuware rein ! :mrgreen: .
Einspeisevergütung lag noch bei Inbetriebnahme bis Jahresende bei über 40 ! Cent. War natürlich auch ein kalte und harte Arbeit auf dem hohen Dach im Dezember, das muss man schon sagen. :D
Da hat aber dann mal wirklich auch Alles beim Materialeinkauf im Sinne von Kostenoptimierung gepasst und wir hatten kein schlechtes Material, haben das voll ausreitzen können. da fühlt man sich dann mal auch wirklich als freier (Klein-)Unternehmer. :D Jedenfalls,Anlage läuft prima und die Investitionsumme ist im Dezember 2015 schon wieder voll zurückgeflossen. In 4 Jahren. Über die generierten Einkommenssteuereinnahmen mangels Abschreibungsmasse freut sich aber auch der Staat.

Viele Grüße:

Klaus
Zuletzt geändert von bm3 am Mo 3. Jun 2013, 20:47, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
bm3
 
Beiträge: 6812
Registriert: Di 10. Apr 2012, 23:06

Re: Warmwasser via PV

Beitragvon bm3 » Mo 3. Jun 2013, 20:29

Jogi hat geschrieben:
...Hast du da mal ein Modell mit 2,5kW Ausgangsleistung?
Ohne Batterie? Ohne Netzbezug?
Preis?...


Das verstehst du jetzt etwas falsch, ich bin weder Händler noch Installateur.
Ich plane und baue nur für mich selber. :D
Natürlich bist als PV-Anlagenbetreiber(Strom-Produzent/Verkäufer) in Deutschland automatisch dann gewerbetreibend und bekommst auch die UmSt für Dinge die bei dir bleiben erstattet.
Habe zwar hier zwei Reservegeräte stehen die ich einfach mal gegen günstige neue mit mehr Wirkungsgrad getauscht habe, aber die möchte ich auch gerne hier noch behalten.
Ein SMA SB2500 könnte über den Daumen passen. Falls der schon die Windyboy Firmware mit aufgespielt bekommen hat könnte der sogar ohne Netz laufen. Das hab ich aber noch nicht probiert. Falls nicht kannst ihn auch einfach netzparallel mit viel Eigenverbrauch anklemmen, so richtig "legal" ist das aber nicht. :mrgreen:
Zuletzt geändert von bm3 am Mo 3. Jun 2013, 20:33, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
bm3
 
Beiträge: 6812
Registriert: Di 10. Apr 2012, 23:06

Re: Warmwasser via PV

Beitragvon lingley » Mo 3. Jun 2013, 20:30

Guy hat geschrieben:
Zu viele Fragen aufgeworfen? ;)

Jo ... habe momentan noch viele Sachen parallel am Laufen - das mit der Heizung geht dann Ende Juli los ...
bis dahin habe ich dann 'nen Überblick.
Guy hat geschrieben:
...wie es aussieht, wird es jedoch August werden :shock: Wenn sich hinter ein paar Böden / Wänden nicht noch mehr Überraschungen auftun.

Ach du schei..e, ist "Rückbauen" angesagt ? Na herzlichen Glückwunsch ...
Guy hat geschrieben:
Vergiss nicht ein klein wenig Gewinn übrig zu lassen, sonst wird aus Unternehmen schnell Liebhaberei ;)

Hobby isses schon :mrgreen:
... aber ... bevor ich jetzt auch noch die deutschen Banken unter meinen "Rettungsschirm" holen muß, investiere ich lieber noch etwas ins Häuschen ... bis es sich die Pflegeversicherung oder dann doch das Bankgesindel einverleibt ...
lingley
 

Re: Warmwasser via PV

Beitragvon Jogi » Mo 3. Jun 2013, 20:46

bm3 hat geschrieben:
Ein SMA SB2500 könnte über den Daumen passen. falls der schon die Windyboy Furmware mit aufgespiekt hat könnte der sogar ohne Netz laufen. Das hab ich aber noch nicht probiert. Falls nicht kannst ihn auch einfach netzparallel mit viel Eigenverbrauch anklemmen, so richtig "legal" ist das aber nicht.

Ich weiß, aber abgesehen davon dass mir das auch wurscht wäre, so will ich's ja nicht haben!
Ich hab' selber einen Pool von Reserve-WR, davon könnte ich sofort einen verwenden.

Netzparallel mit viel Eigenverbrauch erfordert schon wieder erhöhten Steuerungsaufwand, ansonsten zieht der Heizstab immer dann 2,5kW, wenn's ihm passt, und nicht wenn der WR gerade zufällig genügend Leistung zur Verfügung hat.

Meine WR haben mit Sicherheit keine Windy-Firmware drauf.
Und selbst mit einem Windyboy kann ich nicht mehr Leistung über den Heizstab jagen, als vom Generator kommt.
Und das kann ich auch gleich ohne WR. 8-)

Was ich beim Herantasten an den Mpp bemerkt habe:
Auch bei geringerer Einstrahlung, wenn am 2,5kW-Heizstab nur ca. 1,5kW anliegen, gibt der Heizstab Wärme an's Wasser ab, wenn auch nicht viel.
Das wäre mit einem WR, der variabel arbeitet, auch nicht anders.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
Jogi
 
Beiträge: 3364
Registriert: Di 3. Apr 2012, 19:22

Re: Warmwasser via PV

Beitragvon Jogi » Mi 19. Jun 2013, 17:16

Update:

So, jetzt hab' ich sogar 5 weitere Module dazugeklemmt, so daß ich jetzt sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite jeweils 9 Stück à 230 Watt habe.
Damit wird der 2,5kW-Heizstab bei optimaler Einstrahlung an seine Belastungsgrenzen geführt, d. h. er läuft kurzfristig auch mal mit 110% seiner Nennleistung.
Die Speichertemperatur steigt momentan täglich über die 60°-Marke, was mehr als ausreichend ist, zumal der Speicher aus 2 Behältern mit je 1.000 Litern besteht und wir nur zu viert im Haus sind. Mal abwarten, wie das gegen Ende des Sommers aussieht...

Und jetzt kommt Refusol mit einer Lösung daher, die genau auf diesem Ansatz (PV-DC direkt auf den Heizstab) basiert...: http://europe.refusol.com/de/news-press ... 338dfbcf48
Über einen Tracker verfügt meine Version zwar nicht, aber durch die Ost-West Konfiguration kommen trotzdem auch an einem Tag mit wechselnder Bewölkung genug kWh bei ausreichender Temperatur zusammen, zumindest bisher.
Ich hab' aber auch schon eine Idee zur Optimierung, falls das nötig werden sollte.

Um irgendwann mal eventuell entstehendes Knallgas in's Freie abzuführen, hab' ich auf das Entlüftungsventil einen Kunststoffschlauch montiert.
Zuletzt geändert von Jogi am Mi 19. Jun 2013, 18:44, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
Jogi
 
Beiträge: 3364
Registriert: Di 3. Apr 2012, 19:22

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Photovoltaik

  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste