Steckdosen Solar

Solarenergie - Photovoltaik

Steckdosen Solar

Beitragvon Stefan1975 » Di 2. Jan 2018, 20:13

Hallo zusammen,

ich möchte ohne viel Geld und Aufwand etwas Sonne einfangen und damit z.b. den StandBy Verbrauch im Haus zu versorgen. Also nichts dolles.... Es gibt ja diese Module, die man einfach an Steckdose steckt und fertig. Ich will dafür keine Werbung machen, aber hier ist ein Video, dass es gut erklärt:
https://youtu.be/AOJHgE5yv00

Wie gesagt, keine Empfehlung, keine Werbung..... es sieht halt sehr einfach aus und scheint das richtige für mich zu sein.
Finanziell ist das Ding nicht der Renner. Es muss wohl schon 8 Jahre laufen, damit schwarze Zahlen geschrieben werden, aber das spielt für mich erst mal keine große Rolle.

Was meint ihr zu dem Teil? Hat es schon jemand und kann es empfehlen?
Ich plane, davon 2 Stück zu kaufen. Damit liege ich bei ca. 1500 Euro Investionskosten und ernte bis zu 2x250 Watt

Was sagt ihr dazu?

Und bitte keine anderen Eigenbaulösungen oder ähnliches empfehlen. Ich bin kein Techniker und es soll von mir Selbst und einfach installierbar sein.

Viele Grüße
Stefan
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Re: Steckdosen Solar

Beitragvon TimoS. » Di 2. Jan 2018, 21:03

Ohne ein Moralapostel sein zu wollen, bitte informieren wie das rechtlich mit den Dingern aussieht:
https://blog.solar-pac.de/sind-plug-in- ... n-verboten
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Re: Steckdosen Solar

Beitragvon kriton » Di 2. Jan 2018, 21:11

500 Watt und 1.500€ sind halt wahnsinnig teuer! Ob das wirklich nach 8 Jahren raus ist??? Nee, glaub ich nicht. Mit 500 wp (Spitzenleistung) kannst du in Deutschland etwa 500 kwh im Jahr produzieren, wenn der Rest stimmt. Das sind 150€ im Jahr bei 30 Cent/kwh. Nach 10 Jahren wäre die Investition zurück, wenn es dir gelingt jede kwh selbst zu verbrauchen. D.h. aber, dass du an sonnenreichen Tagen tatsächlich ständig diese Abnahme hast. Es gibt preiswerteres Solarspielzeug. Steht dir keine größere Fläche zur Verfügung?
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Re: Steckdosen Solar

Beitragvon Themse » Di 2. Jan 2018, 21:27

Schau doch mal unter diesem Link:

http://www.dgs.de/aktuell/

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie betreibt seit Jahren die "Legalisierung"
dieser "Stecker"- bzw. "Guerilla"-PV und soweit ich informiert bin ist das Ding auch gegessen !

Die Anlagen, die von der DGS empfohlen werden, sind auf jeden Fall technische ok
und dazu auch relativ günstig.

Ausführlich wird das Thema auch bei "Leben mit der Energiewende TV" behandelt.
Die Sendung vom 27.11.17 bringt dabei den aktuellen Stand der Dinge auf den Punkt:

https://www.youtube.com/watch?v=p67u8fjG21E
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Re: Steckdosen Solar

Beitragvon Schwarzwald-Stromer » Di 2. Jan 2018, 21:27

Rechnen wir doch einfach mal genauer:
Eine gut platzierte PV Anlage mit guten Modulen mit Süd-Ausrichtung und 35 Grad Neigung bringt bei uns in Süddeutschland etwa 1100kW/h pro 1kW Peak. Rechnen wir mal 1kW/h bei 0,5kW Peak macht 500kW/h p.a. x 0,26€/kW/h = 130€ p.a.
1500€ : 130€ p.a.=11,53 Jahre.
Wenn nichts kaputt geht, du gute Module hast, ohne Kapitalverzinsung ist dein ROI (return of invest) nach 11,5 Jahren.
Dabei sind noch keine Verluste der Spannungsumwandlung auf 230V Wechselspannung berücksichtigt. D.h. Bei dieser kleinen Anlage werden noch min 5%-10% auf der Strecke bleiben. Diese Kalkulation beruht auf 100% Eigenverbrauch, die du nie erreichen kannst, da dein Fahrzeug ja auch bewegt werden soll.
Beantragst du die Einspeisevergütung must du dich mit 0,16€/kW/h begnügen. Brauchst m.W. einen zusätzlichen Stromzähler, zahlst dafür Grundgebühren und hast einen jährlichen Abrechnungsaufwand und eine professionelle Installation.
Das rechnet sich mit 2 Modulen nie.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht völlig unsinnig. Das einzige Argument aus meiner Sicht wäre, du brauchst irgendwo in der „Wildnis“ el. Unabhängigkeit. Und selbst da gibt es dann preiswertere Varianten.
Wenn du zusätzlich etwas für die Umwelt tun möchtest empfehle ich Strom aus 100% erneuerbaren Energien von Anbietern, welche den Ausbau fördern.
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Re: Steckdosen Solar

Beitragvon kriton » Di 2. Jan 2018, 21:28

Worauf Timo hinweist, stimmt natürlich. Ich habe das Video nicht vollständig angesehen. Es muss technisch sicher gestellt werden, dass die Minianlage nicht ins Netz einspeist und/oder den Zähler rückwärts laufen lässt.

Evt. schätzt du deinen Standby-Verbrauch zu hoch ein. Eine PV-ANLAGE produziert in den sonnigen 6 Monaten 75% ihrer Jahresleistung. Auch innerhalb dieses Zeitraums konzentriert sich der Ertrag auf die ganz sonnigen Tage. An diesen Tagen macht diese kleine Anlage 300-500 Watt 14 Stunden am Tag. Hast du wirklich so viel Verbrauch konstant über den ganzen Tag?
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Re: Steckdosen Solar

Beitragvon E-lmo » Di 2. Jan 2018, 21:39

Wenn Du einen Standby-Verbrauch von 500W dauerhaft hast, würde ich erst einmal da ansetzen. Die eingesparten kWh sind die günstigsten.
Wenn Du an Sonnigen Tagen zur Mittagszeit keine 500W Verbrauch im Haushalt hast, speist Du den Überschuss ein. Hast Du einen alten Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre, hast Du Glück. Hat Dein Zähler eine Rücklaufsperre, schenkst Du Deinem Energieversorger den Überschuss und die Amortisation dauert noch länger.
Hast Du vom möglichen Montage-ort freie Sicht von SO bis WO?
Wie hast Du Dir die mechanische Installation vorgestellt?
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Re: Steckdosen Solar

Beitragvon Stefan1975 » Di 2. Jan 2018, 21:49

Vielen Dank schon mal für die vielen Antworten.Die Links und das Video schaue ich mir morgen mal an.
Rechtlich sehe ich aber keine Probleme. Ok, es ist schwammig, aber nach der aktuellsten Verordnung soll das Teil in EINEM Stromkreis erlaubt sein.

Großartig rechnen brauchen wir nicht. Natürlich werde ich nicht reich dadurch und natürlich wird es sehr lange dauern,bis sich die Sache bezahlt macht. Kriton erwähnt das Wort "Solarspielzeug" Das passt ganz gut. Ich möchte einfach Strom erzeugen, aus Ökologischen Gedanken, nicht aus finanziellen...

Wir bekommen den Strom bereits von Greenpeace Energy. Noch grüner geht's nicht. Also das Geld, dass ich für meinen Strom behahle, fließt schon in die richtige Richtung.

Gibt es denn Alternativen? Wenn ihr keine Bastelfreaks wäret und einfach rund 2000 Euro in das Solarspielzeug stecken wollt, um mit der Sonne Strom zu erzeugen, als würdet ihr nehmen?
Wir haben ein kleines Satteldach. Die Seite nach Süden ist schon für 9 qm warmwassersolardinger reserviert und dann sind da auch noch Fenster und die Dachbalken halten auch nicht viel mehr aus, sagt der Zimmermann.
Beim Anbau haben ein Flachdach, welche aber tiefer ist und durch die Bäume weniger Sonne als das Satteldach bekommt,aber im Sommer ok. Da könnte ich auf einer Länge von 10 bis 12 Metern Kollektoren aufstellen. Aber nur eine Reihe, weil sonst das Satteldach Schatten auf die zweite Reihe wirft.

Gruß
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Re: Steckdosen Solar

Beitragvon tomas-b » Di 2. Jan 2018, 22:06

Alternativ könntest du dir eine kleine Inselanlage als "Spielzeug" holen. Mit Laderegler, 12 V Akku und Wechselrichter auf 230 V.
Damit Kannst du dir einen kleinen Extra-Stromkreis (völlig Netz-Unabhängig) schaffen und entsprechend der Leistung ein paar Verbraucher darüber permanent laufen lassen.

Für 2000 Euro sollte es da bestimmt auch schon was in der Größe 500 ... 700 Watt geben, Vorteil ist da der Akku, damit kannst du die Sonne vom Tag speichern und abends/nachts verbrauchen... Also tatsächlich einen 100%-Verbrauch erreichen.
Kia Soul EV mit Komfort-Paket (12/2016)
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Re: Steckdosen Solar

Beitragvon kriton » Di 2. Jan 2018, 22:12

Untersuche unbedingt erst einmal genauer die Dachfläche, was sich da machen lässt. Solarthermie ist nur unter engen Voraussetzungen wirtschaftlich. PV schneidet aber in der Regel besser ab. Du solltest bestimmt tiefer in die Themen rein lesen. Für 1500€ gibt es Schöneres!
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