Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlage?

Solarenergie - Photovoltaik

Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlage?

Beitragvon JanFert » Fr 11. Apr 2014, 17:37

Ich möchte bauen, habe kein Geld, kann jedoch eine Hausfinanzierung ohne Eigenkapital (Spamlink entfernt) erhalten. Gewisse Dinge wie eine Photovoltaikanlage kosten zuerst und zahlen sich dann dreifach aus. Sollte ich so etwas mit finanzieren, um laufende Kosten zu mindern?
Zuletzt geändert von TeeKay am Do 17. Jul 2014, 11:43, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Spamlink entfernt
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Re: Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlag

Beitragvon Spüli » Fr 11. Apr 2014, 17:56

Bei solch umfangreichen Finanzierungen lohnt es oftmals den Betrag zu splitten. Von der KfW gibt es für PV und Heizungen verschiedene Angebote.
Gruß Ingo
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Re: Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlag

Beitragvon BuzzingDanZei » Sa 12. Apr 2014, 23:08

Spüli hat geschrieben:
Bei solch umfangreichen Finanzierungen lohnt es oftmals den Betrag zu splitten. Von der KfW gibt es für PV und Heizungen verschiedene Angebote.


Meines Wissens aber nur für Sanierungen, nicht bei Neubauten.

Baue wohl auch dieses Jahr und werde auch die PV Anlage mit rein nehmen. Nur den Pufferspeicher schiebe ich 3 Jahre auf, weil ich da von großen Preisrutschen ausgehe!
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Re: Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlag

Beitragvon Jogi » So 13. Apr 2014, 00:10

Mal 'n paar ganz allgemeine Tips, wie man sich das aktuell historisch niedrige Zinsniveau für seine Finanzierung langfristig sichern kann:

Die Baufinanzierung nicht zu knapp auf Kante nähen, sowas rächt sich immer.
Gleich einen neuen Bausparvertrag machen (nicht kleckern, klotzen!), auch wenn er zunächst nur minimal bespart wird.
Wenn von der Baufinanzierung was übrig bleibt, und die Zinsen dafür nicht zu hoch sind, kann man sogar was davon gleich direkt auf den Bausparer einzahlen, auch wenn man da rechnerisch erst mal drauflegt. Man muss es einfach als Zinsversicherung sehen.
Wenn der nach 10 Jahren zuteilungsreif wird, kann man damit entweder umschulden (wenn die Zinsen dann gestiegen sind),
oder das Guthaben zur Tilgung oder für einen neuen Bausparer nutzen (wenn die Zinsen immer noch niedrig sind).
Hinterher findet sich immer Einer,
der es schon vorher gewusst hat.
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Re: Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlag

Beitragvon Cavaron » So 13. Apr 2014, 09:40

Mein Meinung zum Thema Bauen:
- Preisleistung fraglich
- meistens Geldvernichtung
- Konsumschulden sind der Anfang allen Übels

Man könnte dagegen halten, dass der Hausbau ja auch einen Wert schafft - aber das hängt ganz davon ab, wo das Haus steht. Häuser in ländlichen Gebieten ohne viel Infrastruktur drumherum (Städte bzw. Arbeitgeber oder Unis) zu bauen stellt nicht wirklich einen großen Wert dar. Wer soll das mal kaufen oder mieten wollen, falls es dicke kommt? Man beachte auch die eigene Lebenssituation - Arbeitgeber können sich ändern, Beziehungen/Ehe können auseinander gehen. Zudem ist ein Haus kein Garant für kostenfreies Wohnen. Kleines Beispiel: Kanal- oder Straßensanierungen und schon kommt eine Rechnung über 15.000 Euro von der Gemeinde an den Hausbesitzer (das alleine sind schon knapp zwei Jahresmieten - je nach den eigenen Ansprüchen).

Wenn man es trotzdem unbedingt machen möchte, dann sollten man auf eine Lage mit Potential achten (Speckgürtel einer Großstadt) und die Energiekosten als einen der größten Kostentreiber beachten. Unbedingt Passivhausstandard oder besser, Solaranlage und Solarthermie. Wenn möglich ein Grundstück mit anzapfbarem Grundwasser für eine Grundwasserwärmepumpe (sind mit die effizientesten und es muss im Gegensatz zu Geothermie nur ein par Meter für Schöpf- und Schlückbrunnen gegraben werden). Als Heizsystem würde ich Kapillarmatten in Zwischenwänden empfehlen, Fußbodenheizung geht auch - bei einem Rohrbruch muss aber gleich der ganze Fußboden aufgerissen werden.
Auch würde ich nicht mehr massiv bauen, sondern System Fertighaus oder noch besser Combi-Box (speziell gedämmte Container, die nach belieben zusammengesetzt werden können, auch große Räume sind möglich - da ist Pfusch am Bau fast unmöglich und das Gebäude ist garantiert Schimmelfrei).
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Re: Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlag

Beitragvon smarted » So 13. Apr 2014, 10:21

Dem kann ich eigentlich auch zustimmen, obwohl ich gebaut habe. Eigentlich gibt es meiner Meinung nach nur drei generelle Ansätze, die ich beide, für der Lebensituation angepasst, nach richtig finde.

1.) Miete ein Haus oder eine große Wohnung.
2.) Kaufe ein Haus mit einem Kredit mit 1% Tilgung und so lange wie möglich, um es einfach als "Miete" zu sehen (vorallem sinnvoll bei einer >3-köpfigen Familie), alles bauen lassen und "Standard"
3.) Kaufe ein Haus mit einem Kredit, den man so schnell als möglich abzahlt, mit viel Eigenleistung, wenig Energieverbrauch und guter Lage, Smarthome

Ich habe den 3. Weg gewählt, aber wer im Endeffekt cleverer war, wird man sehen. Beides hat Vor- & Nachteile.

Ich habe ca. 50.000€ mehr an Technik ins Haus gesteckt, als meine Nachbarn und das ist nur Material, ich verbrauche zwar deutlich weniger Energie, aber man muss die 50k€ auch auf die Jahre umrechnen.

KNX war auch ein Preistreiber, aber nur, weil Elektriker eigentlich eher Abwehrangebote dazu schreiben. Ich habe später schnell festgestellt, dass ich es selber machen muss und auch die Hardware selber kaufen sollte. So hat man mind. 50% gespart und gerade im Zusammenspiel mit PV, Solarthermie usw. spielt KNX seine Stärken aus. Am Anfang geht auch mit KNX das Licht nur "an" oder "aus". :mrgreen:
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Re: Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlag

Beitragvon bm3 » So 13. Apr 2014, 10:30

Hallo,

man kann gar nicht genug in Wärmedämmung investieren, denn so günstig wie gleich beim Neubau bekommt man sie nicht wieder und man sollte mal eher ein paar Jahrzehnte weiterdenken bei den Heizkosten und nicht nur ein paar Jahre wie heute üblich. Das ist meines Erachtens wichtiger wie Photovoltaik, Solarthemie etc. Da reicht es die nötigen Leitungen / Kanäle erstmal zu verlegen und Verlegungsmöglichkeiten planerisch vorzusehen. Nachrüsten kann man die dann immer noch.
Das eigene Haus sollte spätestens im Rentenalter abbezahlt sein dann stellt es eine Säule der privaten Altersvorsorge dar und macht Sinn. Aus diesem Hintergrund heraus sind auch Finanzierungen begründbar, für Konsumgüter sind sie dagegen fragwürdig.


Viele Grüße:

Klaus
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Re: Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlag

Beitragvon smarted » So 13. Apr 2014, 10:32

@bm3:

Es gibt eine Grenze der Wärmeisolierung und die haben wir erreicht. Ohne Lüftungsanlage geht sowieso kaum noch etwas.

PS: wichtiger ALS Photovoltaik
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Re: Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlag

Beitragvon bm3 » So 13. Apr 2014, 10:33

Wer hat die erreicht ? All die die im Passivstandard sind haben die erreicht ! :D
Ich spreche aus Erfahrung ! Ich habe vor 10 Jahren bei der Wärmedämmung deutlich mehr getan als üblich und gefordert war, aber aus heutiger Sicht schon wieder absehbar zu wenig und das ärgert mich heute schon !
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Re: Hausfinanzierung ohne Eigenkapital mit Photovoltaikanlag

Beitragvon smarted » So 13. Apr 2014, 10:35

Richtig. Es bringt nachher nichts, die Dämmung auf 200mm zu schrauben, abgesehen davon, dass es dann irgendwann auch scheisse aussieht...
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