EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Solarenergie - Photovoltaik

EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Beitragvon Heincaid » Mi 16. Mär 2016, 01:03

Hi,
bei den Akkukapazitäten der aktuellen Elektrofahrzeuge bietet es sich ja eigentlich an, diese als Zwischenspeicher für eine Photovoltaik-Anlage zu nutzen, um so abends, oder bei Schlechtwetter wieder etwas vom eingespeisten Strom zurück zu erhalten.
Daher wäre meine Frage: Unterstützen aktuelle Elektroautos diese Möglichkeit? Also dass Strom über das Ladekabel den umgekehrten Weg zurück ins Hausnetz fließt?
Würde man dafür eine spezielle Wallbox benötigen (falls ja: welche unterstützen dies), oder geht dies mit jeder beliebigen?
Und wären andere Anpassungen an der Hauselektrik notwendig?

Danke.
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Re: EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Beitragvon bm3 » Mi 16. Mär 2016, 01:14

Hallo,
leider nein, das Thema hatten wir hier schon öfter mal. Über den Umweg einer Chademo oder CCS-Kiste geht eventuell etwas.
Die sind aber nicht gerade billig, wenn überhaupt kaufbar. Wallbox wäre zu schön aber die Hersteller bieten leider noch keine AC-Rückspeisefähigkeit (bidirektionale Ladegeräte) für V2G oder V2H an.
Es ist nicht verständlich weshalb sie das nicht machen, das wäre technisch nur ein kleiner Zusatz-Aufwand und würde sich bestimmt optional gut verkaufen. Vielleicht kommt ja demnächst mal ein Hersteller wie Tesla, GM oder sogar ein europäischer drauf.

Viele Grüße:

Klaus
.
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Re: EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Beitragvon ev4all » Mi 16. Mär 2016, 06:33

Ich glaube, da gibt es rechtliche Hindernisse, die das nicht zulassen. Das wurde mir jedenfalls mehrmals gesagt, auch von Nissan, ohne jedoch konkret zu werden. Ich wüsste auch gerne genau, wo das steht. Immerhin gibt es von e8energy die DIVA, die über CHAdeMO die Rückspeisung ermöglicht. http://www.e8energy.de/portfolio-item/diva/
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Re: EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Beitragvon mlie » Mi 16. Mär 2016, 07:38

Bei den lachhaften Akkukapazitäten derzeit gibt es ein ganz simples praktisches Problem, seit 0 Uhr haben wir 3,5 kWh verbraucht, mit viel Wohlwollen scheint gleich die Sonne. Also 7kWh pro Nacht, die dem Akku fehlen, mit Verlusten sind das irgendwas an 50% SOC des Akkus, also statt 90km nur noch 45km Reichweite.
Mir würde das nicht reichen. Selbst wenn es einen Chademoadapter auf Haushalt gäbe, die Zyklenbelastung wäre ja schon da.

Das wird erst mit den alltagstauglichen Akkus der 50kWh Klasse interessant oder wenn man wirklich nur wenig fährt.oder wenn man im Wohnsilo im 30. Stock wohnt und kaum Strom verbraucht, weil man nur einen Fernseher und einen PC hat. Aber da gibt es ja keine Parkplätze...
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Nichts ist so dringend, als dass es morgen nicht noch dringender wäre.
Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein.
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Re: EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Beitragvon bm3 » Do 17. Mär 2016, 00:03

Ja gut, ein Chevy Bolt oder Tesla der das kann wäre doch aktuell schon gut. Bei Tesla bestünde dann allerdings eine andere Gefahr durch die SC. "...ich fahr mal eben Strom holen".
Bei uns ginge es auch schon momentan mit maximal 4kWh Verbrauch von abends bis morgens und "nur" einem Leaf-Akku etc..
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Re: EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Beitragvon ev4all » Do 17. Mär 2016, 07:22

Bei mir steht das Auto im Sommer meist 24 Stunden in der Garage, da ich mit dem E-Motorrad unterwegs bin. Das würde schon gut passen. Mit Zoe ist man wegen fehlender DC Ladung allerdings eh raus.
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Re: EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Beitragvon wolfirr » Mi 28. Sep 2016, 22:58

Hallo,
genau dieser Punkt ist bei mir mit 2 EV ständig im Kopf unterwegs, aber:
- ChaDeMo-Stecker alleine kosten ja schon gute 500 Euro, den Tesla mit DC laden geht daheim nur teuer
- ein Ladesystem, dass nicht nur mit DC PV Strom laden kann, sondern auch noch mit AC Fremdstrom in der Nacht die Autos lädt, kostet nochmal gute 4000 Euro geschätzt, wenn länger keine Sonne scheint
- ein wirklich flexibles, schon fast mit künstlicher Intelligenz ausgestattetes Home-Energy-Management nochmal ca 2000 Euro

Wenn dann noch ne 15kWp PV aufs Dach soll nochmal 20000 Euro, wo ich dann für eigenerzeugten und verbrauchten Strom EEG Umlage zahlen darf.... ich müsste mich sehr verkalkuliert haben, wenn ich den Break-Even der Gesamtinvestition jemals erleben würde... zur Zeit zahle ich 21ct/kWh Ökostrom. Bei einem durchschnittlichen täglichen Verbrauch von 30kWh (Mo - Fr) und einer vorrangigen abendlichen Ladung...

Wie gut der 2015er Leaf als Speicher funktioniert und wieviel die Ladetechnik dafür kostet konnte bisher niemand sagen. Das der Tesla nie rückspeisefähig wird ist auch klar, sonst gäbe es bald mobilen Stromhandel.

Mache ich da einen Denkfehler?

Grüße
Wolfi
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Re: EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Beitragvon michaell » Do 29. Sep 2016, 10:43

Mache ich da einen Denkfehler?
....
Grüße
Wolfi


nein
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Re: EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Beitragvon eDEVIL » Do 29. Sep 2016, 10:57

Kommt ja immer auf die Nutzung an. Es gibt sicher Szenarien, in denen das gut funktioniert.
Ein alter Leaf als Zweit-e-wagen für den Nahbereich für jmd. der im Homeoffice Arbeitet kann durchaus passen.

Schade ist, das die älteren Drillinge das noch nicht können.
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Re: EV als Zwischenspeicher für PV nutzen?

Beitragvon Weanarin » Fr 22. Dez 2017, 11:01

Das letzte Posting zu diesem Thema liegt ja schon mehr als ein Jahr zurück, haben sich in der Zwischenzeit neue Lösungen für Zwischenspeicher ergeben?

Ich habe soeben eine Photovoltaikanlage montiert bekommen, die Wallbox von BMW gibt es demnächst, was müsste man zur Installation eines Speichers beachten und zu welchen Kosten ist das machbar?
Jaguar XK 4.2 Convertible 08/2007, BMW i3 (94 Ah) 12/2017, PV zu 6,03 KW, BMW Wallbox
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