Energiemanagement mit PV Überschuss

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Energiemanagement mit PV Überschuss

Beitragvon umberto » Sa 12. Sep 2015, 11:51

Schade, daß ihr nie schreibt, was ihr da so an Geld investiert habt.

Nicht zur Abschreckung. Dass sich solche System bei den aktuellen Energiepreisen rechnen, glauben hoffentlich nicht mal Phantasten. So was macht man aus Überzeugung.

Aber es wäre schön, wenn man (=ich) abschätzen könnte, was ungefähr auf einen zukommt.

Gruss
Umbi
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Re: Energiemanagement mit PV Überschuss

Beitragvon Turbothomas » Sa 12. Sep 2015, 12:27

Hallo Umbi,

die Heizstäbe erhältst Du beim Heizungsinstallateur, angepaßt an die jeweiligen Speicher. Auch ob ein oder dreiphasig ist schwierig. Eine Preisaussage ist somit schwer möglich.

Unter http://www.eco-data.de/produkte.html findest Du alle Produkte. Neben dem LPR, brauchst Du eine Relaisgruppe und je Kessel/Heizstab eiinen Tyhristor.

Dazu noch Temperatursensoren und Kabel.

Die Programmierlogik muß für den Verwendungszweck selber programmiert werden.

Der Lohn der guten Tat sind Energieminderungen jenseits von gut und böse und durchaus im Widerspruch zu den Prawdamedien.
Ciao
Thomas
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Re: Energiemanagement mit PV Überschuss

Beitragvon pvmobilat » Sa 12. Sep 2015, 14:16

umberto hat geschrieben:
Schade, daß ihr nie schreibt, was ihr da so an Geld investiert habt.


Momentan ist es leider so, dass die Kosten nur bei eigener Planung und Realisierung der meisten Punkte einen halbwegs akzeptablen Preis ermöglichen.

Am Markt gibt es nur sehr wenige kompetente Anbieter. Der Preis ist dann entsprechend höher und falls die Firma in Insolvenz geht (habe ich bei 2 Anbietern in der Angebotsphase selber erlebt) hat man ein Equipment ohne administrativen Zugang.
Sicher lassen sich auch Professionisten mit Know-how und akzeptabelen Preis (besonders bei Blei-Speichern) finden, bzw tut sich ja etwas am Markt (Solaredge oder Fröling, Tesla-Powerwall) usw.

Vorausgesetzt man ist selber Fachmann und möchte viel Zeit selber investieren, kann man überlegen ein Inselsystem zu realisieren.

Für den 24-25 kW LiFePO4-Speicher (nutzbar ca. 20 kWh - Zellen hab bis zu 10% +Toleranz) mit Verbindern, BMS und DC-Trenner-Relais kann man ca. 10500 € brutto rechnen.
Vorteil ist, dass sie sehr robust sind und eine sehr hohe Eigenbrandsicherheit haben ( werden bei Kurzschluss mit kompletter Entladung oder Überladung zwar defekt, aber Brand aus Zelle ist sehr unwahrscheinlich).
Die fertigen Lithium-Speicher-Lösungen werden momentan halt sehr teuer und daher mit kleiner Größe angeboten.
Daher reizt man die vollen Grenzen der Zellen aus, was nach meiner Meinung für die Lebenserwartung nicht förderlich ist.

Dazu kommt der/die Batterie-Wechselrichter wie z.B. Studer XTH, Laderegler oder/und PV-Wechselrichter + PV-Zellen.
Steuerung wie Powerdog oder Smart1, bzw. die entsprechenden Lösung von z.B. SMA.
In die richtige Richtung gehen da auch die Hybrid-Wechselrichter!
Preise findet man im Internet.

Zusätzlich darf man die Kosten für das zusätzliche Installationsmaterial nicht unterschätzen.

In meinem Fall habe ich einen großen,gebrauchten USV-Schrank günstig erworben und damit (+ Material vom Gebrauchtmarkt) den Großteil (Sicherungen, Klemmen, Drähte, Kabel usw.) der Installation realisieren können.
So gesehen besteht das System aus viel Recycling-Material. Dafür dauert die Installationszeit entsprechend länger, erreicht damit aber auch eine sinnvolle Verwertung von gebrauchtem Material!

Finanziell kommt wahrscheinlich trotzdem nur eine schwarze 0 heraus, aber es macht Spaß und ich kann halt bei unserem EV (das in der schönen Zeit der ideale PV-Überschuss-Verwerter ist) zu recht behaupten, dass es wirklich großteils direkt mit reiner Sonnenenergie getankt wird und das Netz nicht mit der PV-Überenergie belastet wird.

Neben dem ökologischen Gedanken und Spaß an der Planung und Realisierung können auch folgende Gründe eine Rolle spielen:

- Altervorsorge (geringere Fixkosten) und erspartes hier eingesetztes Geld verliert nicht an Wert
- investiertes Geld ist anstelle eines anderen teuren Hobbys sicher vor Spekulationen der Banken und deren Folgekosten
- großer Autarkiegrad
- aus den Erfahrungen können später andere kostengünstigere Lösungen realisieren
- ....


Also für diejenigen, die das Thema rein wirtschaftlich sehen, ist es zumindest momentan nach meiner Meinung kein Thema.

Wenn es aber alle nur aus dieser Perspektive handhaben würden, hätte es nie die ersten PV-Betreiber, BEV-Fahrer, Nutzer von thermischen Solaranlagen, Pelletsheizungen usw. gegeben!

Mein Beitrag war auch nur für jene gedacht, die an ähnlichen Lösungen arbeiten.
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Re: Energiemanagement mit PV Überschuss

Beitragvon meinuwe » So 13. Sep 2015, 18:42

Hallo zusammen,

mich würde interessieren, ob schon einmal jemand versucht hat einen Fronius Wechselrichter (zB. Fronius Hybrid 5.0) mit einer E Station Ladebox zu koppeln um die Ladeleistung der Box zu regeln je nach Sonneneinstrahlung und Überschuss? Geladen werden soll ein Renault Zoe.

Viele Grüße
meinuwe
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Re: Energiemanagement mit PV Überschuss

Beitragvon pvmobilat » Mo 14. Sep 2015, 16:57

meinuwe hat geschrieben:
Hallo zusammen,

mich würde interessieren, ob schon einmal jemand versucht hat einen Fronius Wechselrichter (zB. Fronius Hybrid 5.0) mit einer E Station Ladebox zu koppeln um die Ladeleistung der Box zu regeln je nach Sonneneinstrahlung und Überschuss? Geladen werden soll ein Renault Zoe.

Viele Grüße
meinuwe


Vorab steht natürlich die Frage an, ob das EV oft (auch werktags) zur Ertragszeit geladen werden kann oder nur am Wochenende?
Ob dann zusätzliches Equipment angeschafft werden muss (z.B. Datenlogger) und ob der Datenlogger eine Schnittstelle zu der entsprechenden Ladestation hat? Ladestation daher möglichst erst kaufen, wenn die komplette Lösung fest steht!

Wenn nur am Wochenende mit Überschuss geladen werden kann und zusätzlich "nur" für die Überschussladung ein zusätzliches Equipment (neben der Ladestation benötigt wird, die ansteuerbar sein muss) sind wahrscheinlich das Kosten-Nutzenverhältnis eher schlecht.

Besser sieht das Thema aus, wenn man selber Programmierer ist.

Loxone übernimmt von den Fröling-Wechselrichtern die Zählerwerte zur weiteren Steuerung im Haus (mal gooogln)
Vielleicht kann man auf der Loxone-Homepage genaueres finden (z.B. Details zum Auslesen des RS485- oder LAN-Protokolls).

Wahrscheinlich passt der Sun-Watch-Datenlogger sowohl vom Preis als auch von der Funktion am bestens.
Kann Fröling-Wechselrichter anbinden und steuert Ladestationen mit der EVCC-Ladesteuerung.
https://sun-watch.net/index.php/eigenve ... auto-laden
Siehe auch den Beitrag vom User "lingley":
photovoltaik/der-steinige-weg-ein-elektroauto-mit-pv-zu-laden-t607-30.html

Vom User smared gibt es ein Projekt mit der KEBA-Ladebox

Bei den anderen Datenloggerherstellern (Powerdog, Smart1, Smartfox) mit Steuerungsfunktion fehlte bisher eine Einbindung zu verschiedenen Ladesteuerungen über RS485 oder LAN, bzw. wird es neben dem teuren Grundpreis noch einen Aufpreis für die Ladestationsanbindung geben!

Smartfox bietet eine Anbindung an eine Ladestation. ich glaube aber Verbrauchs- und PV-Ertrag müssen mit eigenen Zählern realisiert werden.

Powerdog und Smart1 bieten im Standard einen 0-10V-Steuerausgang und damit kann man die Bettermann-Ladestation steuern.
Bei beiden kann der Fröling direkt angebunden werden.
War für mich die einfachste Lösung, da Powerdog bereits im Einsatz und ich mit der Bettermann-Steuerplatine eine kostengünstige Ladestation realisieren konnte.

Smart1 bietet scheinbar auch eine fertige Ladestationsanbindung als Zusatz an.

Für alle 3 Produkte und auch Loxone dürften sich die Anschaffungskosten "nur" für Ladestationssteuerung aber nicht auszahlen.
Außer schon vorhanden oder es weiteren weitere Logging- und Steuerungsfunktionen benötigt!

Hoffe ich konnte es weiterhelfen.

Grüße
Armin
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Re: Energiemanagement mit PV Überschuss

Beitragvon NicoP » Mi 9. Dez 2015, 16:47

meinuwe hat geschrieben:
Hallo zusammen,

mich würde interessieren, ob schon einmal jemand versucht hat einen Fronius Wechselrichter (zB. Fronius Hybrid 5.0) mit einer E Station Ladebox zu koppeln um die Ladeleistung der Box zu regeln je nach Sonneneinstrahlung und Überschuss? Geladen werden soll ein Renault Zoe.

Viele Grüße
meinuwe


Das wird wahrscheinlich mein Projekt werden. Nachdem ich mir die Keba P20 bereits angeschafft habe, bin ich gerade dabei meine PV-Anlage zu planen. Sehr wahrscheinlich werde ich mir einen Fronius WR anschaffen und den Ladestrom der KeBa P20 entsprechend der PV-Leistung anpassen...
Die Fronius WR bieten wenigstens eine ordentliche API und einen Ethernetanschluss welcher zur Abfrage verwendet werden kann. Bei den WR von Solaredge oder SMA find ich das persönlich einen Krampf. Man muss erst wieder von RS485 auf Ethernet um die Daten enstsprechend über das LAN abgreifen zu können.
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Re: Energiemanagement mit PV Überschuss

Beitragvon Solarstromer » Mi 9. Dez 2015, 17:24

NicoP hat geschrieben:
Sehr wahrscheinlich werde ich mir einen Fronius WR anschaffen und den Ladestrom der KeBa P20 entsprechend der PV-Leistung anpassen...


Für eine Überschussladung ist das aber der falsche Messwert. Dafür brauchst du die aktuelle PV-Leistung minus der aktuellen Hausnetz-Leistung. Die bekommst du grundsätzlich vom Zweirichtungszähler im Zählerschrank.
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Re: Energiemanagement mit PV Überschuss

Beitragvon Maverick78 » Mi 9. Dez 2015, 17:27

Stimmt nicht ganz. Die neue WR Generation von SMA bieten Ethernet und/oder WiFi an (heißt bei SMA Speedwire). Mein SMA bietet dann neben "Speedwire" noch Modbus/TCP an.
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Re: Energiemanagement mit PV Überschuss

Beitragvon NicoP » Fr 11. Dez 2015, 16:46

@Solarstromer: Ja, dessen bin ich mir natürlich bewusst. Leider ist mein Zählerschrank im Keller für mich nicht erreichbar (Mehrfamilienhaus). Auf jeden Fall wird meine geplante Umsetzung die Anteil an eigens erzeugtem Strom in meinem Akku erhöhen. Alles weitere passiert dann irgendwann einmal in "Haus 2.0".
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Re: Energiemanagement mit PV Überschuss

Beitragvon RainerT » Mi 19. Okt 2016, 12:12

Stromer1 hat geschrieben:
Hallo Miteinander,

ich bin gerade in der Planung meines Zählerschrankes. Da ich im Sommer und in den Übergangszeiten genügend Energieüberschuss durch PV nach dem Laden meiner Batterie habe, plane ich eine Überschussladung für meinen BMW i3 (4.6 kw) und den Rest würde ich gerne in die Heizpatrone (vorhanden) stecken( später vielleicht Brauchwasser WP).

ich habe mich hier und im Photovoltaik Forum mal umgesehen und wollte Eure Meinung dazu wissen. Ich liebäugle im Augenblick mit Smartfox, Powerdog oder Smart 1. Jedoch scheint mir das alles ein wenig überteuert zu sein. Da ich noch keine Wallbox habe, wird das auch die Kaufentscheidung für ein System beeinflussen.

Alle diese Hersteller behaupten mit PV Überschuss laden zu können, aber Garantien gibt es da nicht. Ebenso im Augenblick findet man, außer bei Powerdog, nicht einmal die Preise auf der Webseite.

Ich will auf jeden Fall 3 phasig mit 22 kw laden können(Neues E-Auto in Planung ). ich muss aber aufpassen, dass ich mit dem BMW und dem Batteriespeicher auf verschiedenen Phasen lade, da ich sonst Schieflast bekomme.Der Batteriespeicher soll auch als Notstrom funktionieren.

Ich habe das ganze Haus voll mit Homematic und habe mit dem Sunwatch von Uwe geliebäugelt, aber hier fehlt die Ladung der Heizpatrone und mit der Homematic allein kann ich diese nicht regeln. Außerdem wäre ich dann auf einen Wallbox- Hersteller festgelegt.

Vorneweg eins: Ich bin nicht der große Bastler und meine Progrmmierkenntnisse halten sich auch in Grenzen.
Jedoch will ich nicht 3500.- € für Thyristorsteller, Energiemanagementsystem und Wallbox ausgeben, wenn das einfacher geht.

Danke Euch


Hallo Stromer,

im Anhang findest Du die Beschreibung meiner Steuerung. Funktioniert prima und andere Verbraucher wie z.B. deine Heizpatrone ließen sich leicht integrieren. Da Du auch Homematic hast, passt das bestimmt.

Ich setze eine Wallbox ein. Wenn ich mir die Innereien anschaue, besteht Sie neben Gehäuse, Kabeln, einem Schalter, der Kontrollleuchte im wesentlichen aus dem Phoenix Contact EV Charge Control IEC 61851-1, einem Fi und einer Sicherung. Der EV Charge Control kann bis zu 80 A laden, d.h. 50kW. und kostet unter 300.- EUR. Mit Gehäuse, Kabel etc. käme das ganze auf ca. 600.- bis 800.- EUR. Damit liegst Du also weit unter deinen 3.500.- EUR.

Wenn ich heute noch einmal entscheiden müsste, würde ich mir gemeinsam mit meinem Elektriker eine eigene Wallbox bauen, oder an einem Wallbox Selbstbau Workshop teilnehmen: http://www.photovoltaikforum.com/sonsti ... 10859.html.

ABER BITTE BEACHTEN: Du hantierst mit 400 V Drehstrom und großen Strömen. Man musst schon genau wissen, was man macht, ins. auch bei der Dimensionierung der Kabel. FALLS DU KEIN ELEKTRIKER BIST, UNBEDINGT EINEN FACHMANN HINZUZIEHEN.
Dateianhänge
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