Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Solarenergie - Photovoltaik

Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon lingley » Fr 30. Nov 2012, 12:22

Super Beitrag vom BR - Sendung Quer vom 29.11.2012
Thema:
Teurer Strom - Bayern werden jetzt Selbstversorger
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/121129-quer-strom-100.html
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Beitragvon Guy » Fr 30. Nov 2012, 15:43

Auf jeden Fall.

Gerade reicht die Differenz zwischen Bezugspreis und Einspeisevergütung noch nicht ganz aus.

Wenn diese noch um 5 - 10 Cent größer wird und gleichzeitig die Preise für die Batterien fallen, dürfte sich das rechnen. Unabhängig von den Preistreibereien der Stromanbieter zu sein, ist zudem ein gutes Gefühl.

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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon Jogi » Di 26. Mär 2013, 19:12

Auf das EEG kann man als Investor künftig sowieso nicht mehr setzen.

Die Zeichen für die nächste Legislaturperiode stehen zunehmend auf schwarz-gelb und die warten nur noch die Wahl ab, um dann dem EEG in seiner jetzigen Form den Garaus zu machen.
Haben sie ja schon angekündigt.

Da die Strompreise über kurz oder lang durch die Decke gehen werden (nicht wegen der Erneuerbaren, sondern weil die uns bald bitter fehlen werden), sind auch die Preise für Speicher dann kein Problem mehr.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon EVplus » Di 26. Mär 2013, 19:47

Wer weiss wie die Zukunft aussieht. Bei unseren französischen Nachbarn kostet die kWh für den privaten Kunden 0,12 € zum Normaltarif und 0,09 € die kWh zum Niedertarif ( 8 h pro Tag).

Besonders für energieintensives Handwerk und Industrie ist das dann wohl ein Zeichen mal gerade auf die andere Seite des Rheins zu ziehen, wie auch in der Vergangenheit schon vielfach hier in der Gegend geschehen.

Das nennt sich Harmonisierung innerhalb der EU.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon Guy » Di 26. Mär 2013, 20:24

In Holland fallen die Preise ebenfalls seit ein paar Jahren, Gratis-Strom aus Deutschland machts möglich.

Wo es genau hingeht mit dem Strompreis, das weiß sicher niemand so genau. In letzter Zeit habe ich jedoch das Gefühl, dass die Politik einen weiteren Anstieg verhindern möchte. Man wird sehen wie erfolgreich.

Selbst wenn man an EEG festhält und auf einem niedrigen Niveau einfriert, wird das Geschäftsmodell 'PV-Betreiber' schon bald nicht mehr funktionieren, zumindest nicht für den kleinen Privatmann. Meiner Meinung nach wird das mittelfristig auf LiFePO4 als Speicher hinauslaufen, da einfach unschlagbar günstig. Redox-Flow wird sicher noch einige Jahre brauchen, bis das für den privaten Keller interessant wird.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon Rogriss » Mi 27. Mär 2013, 11:21

Hierzulande sinkt der Preis für 2013 auch ein kitzeklein wenig. Seit 2007 geht das immer ein wenig Hin und Her - davor gingen die Preise seit Mitte der 90er rapide runter.
Wobei anzumerken ist dass sich der Strommarkt hier erst seit 2008 liberalisiert. Ist also noch nicht zu vergleichen mit EU-Ländern.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon Jogi » Sa 30. Mär 2013, 14:20

EVplus hat geschrieben:
Wer weiss wie die Zukunft aussieht. Bei unseren französischen Nachbarn kostet die kWh für den privaten Kunden 0,12 € zum Normaltarif und 0,09 € die kWh zum Niedertarif ( 8 h pro Tag).

Die Preise für Privat- und andere Kleinkunden sind rein politisch motiviert.
Beim durchschnittlichen Börsenstrompreis (und nur der bildet das Verhältnis von Angebot und Nachfrage ab) liegen wir in D inzwischen unter den französischen Preisen!

Besonders für energieintensives Handwerk und Industrie ist das dann wohl ein Zeichen mal gerade auf die andere Seite des Rheins zu ziehen, wie auch in der Vergangenheit schon vielfach hier in der Gegend geschehen.

Yo, wie gesagt, für Handwerksbetriebe und ander Kleinabnehmer mag das hingehen, weil in F deren Preise künstlich niedrig gehalten werden.
Würde man die volkswirtschaftlichen Kosten von Atomstrom einpreisen, läge der irgendwo zwischen 1,-- und 2,-- €/kWh, aber das gilt für deutschen Atomstrom genauso!

Jeder EE-Einspeiser muß sein Windrad, seine PV, seine Wasserturbine gegen alles mögliche und unmögliche versichern.

Keine Versicherung der Welt denkt aber auch nur im Traum daran, eine Police für Atomkraftwerke auszugeben.
Wenn 's da einen großen Schaden à la Fukushima gibt, müßte nach deutschem Recht der Betreiber selbst für alle Schäden und Entschädigungen aufkommen.
Das kann er nicht, deshalb muß hier dann wieder der Staat und damit der Steuerzahler einspringen.
Die Kosten hierfür erscheinen aber auf keiner Stromrechnung!

Auch die Fördermilliarden, die bereits in Kernkraft und Kohleverstromung geflossen sind (mit Ausnahme des früheren "Kohlepfennigs", das war wenigstens noch ehrlich) werden und wurden nicht in den Strompreis integriert, sondern über Steuern aller Art abgeschöpft.

Wie es in D ganz allgemein zur Unsitte geworden ist, Steuern artfremd zu verwenden, damit macht man das System herrlich intransparent und kann so allerlei "Ungerechtigkeiten" verschleiern.
Da gibt es nicht mal mehr so was wie ein Schamgefühl.
O-Ton Schäuble: "Wir brauchen die Einnahmen aus der Stromsteuer, um die Renten zu finanzieren." :shock:
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: AW: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG

Beitragvon Karlsson » Sa 30. Mär 2013, 17:30

Rente? Ich kriege doch noch Rente? Das wär ja phänomenal. Zumindest wenn es für mehr als ne Packung Toast reichen sollte.
Zweitwagen Zoe Q210 seit 06/15, gern Wechsel zu Ioniq wenn Gebrauchtmarkt vorhanden
Erstwagen 2018 neuer Benziner, weil auch nach 5 Jahren Suche keine brauchbaren BEV für diesen Zweck
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon lingley » Sa 30. Mär 2013, 17:43

Meine Befürchtung ist das sich meine beiden Lieblingsminister neue Gemeinheiten ausdenken.

Hausdächer von oben ablichten - Modulsteuer
Nach installierter PV-Generatorleistung - 25-50% Eigenverbrauchssteuer
Jeder E-Autobesitzer - Pauschale Strassennutzungssteuer oder abgerechnet nach Batteriemietkilometer,
da ja keine Mineralölsteuer gezahlt wird.
Solidaritätsbeitrag für PV-Stromminderverbrauchssmarotzer
und...und...und...
lingley
 

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