Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon PeaG » Fr 25. Dez 2015, 23:21

Alex1 hat geschrieben:
PeaG hat geschrieben:
Warum kein Öl?
Da wo Öl jetzt ist, kommt Holz erst hin.
D.h. Öl war früher auch mal Holz. Unsere Bäume sollen mal schön im Wald bleiben und weiter "gute Luft" produzieren.
Double Fail: Nicht nur fossile Brennstoffe verwerten(Öl), auch noch den Wald roden.
Öl ist fossil und deswegen rundweg abzulehnen. Je eher wir davon weg kommen, je besser.

*zustimm*.
Aber Holz leider auch.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon PeaG » Fr 25. Dez 2015, 23:25

bm3 hat geschrieben:
Kein Öl oder Gas weil wir den Kreislauf nicht mehr hinbekommen bis es wieder in der Erde ist, soetwas bezeichnet man dann als nicht nachhaltig, bei neuen Bäumen ist das wohl aber noch machbar. :lol:

Wenn ich mit meinem Hund durch den Wald (oder soll ich lieber "Baumplantage" sagen?), sind wir noch lange von Nachhaltigkeit entfernt.
Es wird gerodet, was der Wald hergibt.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon bm3 » Fr 25. Dez 2015, 23:26

Holz, generell Biomasse ist nicht abzulehnen, die befindet sich in einem Kreislauf.Neue Pflanzen binden wieder das CO2. Übrigens, wenn totes Holz im Wald liegen bleibt und dort zersetzt wird entstehen dabei genauso viele CO2-Emissionen als wenn es im Ofen verbrannt wird.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon bm3 » Fr 25. Dez 2015, 23:32

PeaG hat geschrieben:
bm3 hat geschrieben:
Kein Öl oder Gas weil wir den Kreislauf nicht mehr hinbekommen bis es wieder in der Erde ist, soetwas bezeichnet man dann als nicht nachhaltig, bei neuen Bäumen ist das wohl aber noch machbar. :lol:

Wenn ich mit meinem Hund durch den Wald (oder soll ich lieber "Baumplantage" sagen?), sind wir noch lange von Nachhaltigkeit entfernt.
Es wird gerodet, was der Wald hergibt.


Ich weiß nicht wo du wohnst, aber zumindest in Deutschland wird seit Jahrzehnten eine Holzwirtschaft betrieben und ist auch gesetzlich die Wiederaufforstung vorgegeben in der zumindest das wieder angepflanzt wird was auch geerntet wurde. Sprech mal mit Förstern darüber, ich habe den Eindruck die freuen sich sogar wenn man bei ihnen mal nachfragt, ich bin vielleicht noch öfter als du im Wald ,allerdings ohne Hund :) ,und spreche auch mit Förstern des öfteren.
In anderen Ländern, vorwiegend östlichen wird aber oft Raubbau am Wald betrieben aus Profitgier.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon Alex1 » Fr 25. Dez 2015, 23:34

PeaG hat geschrieben:
Wenn ich mit meinem Hund durch den Wald (oder soll ich lieber "Baumplantage" sagen?), sind wir noch lange von Nachhaltigkeit entfernt.
Es wird gerodet, was der Wald hergibt.
Exakt. Das ist zwar einigermaßen ein Kreislauf (mit etlichen Verlusten), aber mit riesigem Flächenbedarf. Und die Flächen fehlen dann als Naturflächen oder für Nahrungsmitte.

Wie gesagt, mit 5% der benötigten Wald- ("Baumplantage"-)Fläche kann die selbe Energie per Solar hergestellt werden. Sogar 3% reichen, wenn man die Verluste bei der Pelletsherstellung mit berücksichtigt.

Und Wind braucht so gut wie keine Fläche. Kann in jedem Naturschutzgebiet aufgestellt werden. Zugvögel umfliegen die Anlagen schnell, Fledermäuse werden geschont, wenn man die Flügel erst bei einer leicht höheren Windgeschwindigkeit loslaufen lässt. Außerdem streicht man die Flügel etwas dunkler, dann sind sie nicht mehr so attraktiv für Insekten.
Herzliche Grüße
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon PeaG » Fr 25. Dez 2015, 23:36

bm3 hat geschrieben:
Holz, generell Biomasse ist nicht abzulehnen, die befindet sich in einem Kreislauf.Neue Pflanzen binden wieder das CO2. Übrigens, wenn totes Holz im Wald liegen bleibt und dort zersetzt wird entstehen dabei genauso viele CO2-Emissionen als wenn es im Ofen verbrannt wird.

Gut das war mir neu.
Allerdings werden bei der Verbrennung noch andere Substanzen frei.
Ich bin noch nie durch den Wald gegangen und Hustenreiz verspürt, auch kein brennen in den Augen.
Klar bekommt man eine saubere Verbrennung hin, aber nicht mit geschlossener Luftklappe (damit das Kaminfeuer auch lange brennt) :oops:
Außerdem habe ich auch noch niemanden im Wald angetroffen der AKTIV Bäume pflanzt, alles wird der Natur überlassen.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon Alex1 » Fr 25. Dez 2015, 23:39

bm3 hat geschrieben:
Ich weiß nicht wo du wohnst, aber zumindest in Deutschland wird seit Jahrzehnten eine Holzwirtschaft betrieben und ist auch gesetzlich die Wiederaufforstung vorgegeben in der zumindest das wieder angepflanzt wird was auch geerntet wurde. Sprech mal mit Förstern drüber, ich bin vielleicht noch öfter als du im Wald , allerdings ohne Hund,und spreche auch mit Förstern des öfteren.
In anderen Ländern, vorwiegend östlichen wird aber oft Raubbau am Wald betrieben aus Profitgier.
Klar, die Nürnberger Waldgesetze hatten damals einen Anfang gemacht. Aber die reine volumenmäßige Nachhaltigkeit ist etwas Anderes als ein wirklich naturnaher Wald.

Was wir haben, sind reine Holzplantagen. Zwar nicht mehr Monokulturen wie noch vor gar nicht so langer Zeit, aber es geht nur um die Baumvielfalt wegen der Resistenz gegen Schädlinge und Klimakapriolen. Die sonstige Artenvielfalt ist wesentlich geringer als in einem richtigen Wald, also einem Ur- oder Bannwald.

Aber in Deutschland haben wir nicht einmal halb so viel Naturschutzgebiete wie Verkehrsflächen :roll:

PS: Der Raubbau aus Profitgier wird von wem bezahlt? Richtig, von uns, die wir Holzpellets kaufen. Die kommen genau aus diesem Raubbau, unsere Waldflächen reichen schon lange nicht mehr aus. Wir verursachen also den Raubbau!
Zuletzt geändert von Alex1 am Fr 25. Dez 2015, 23:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon spark-ed » Fr 25. Dez 2015, 23:40

Alex1 hat geschrieben:
Du willst auch im Winter heizen? Wo ist das Problem? Der Wind weht auch im Winter, sogar mehr als im Sommer.

Schau dir die Erträge der "echten" Regenerativen mal über den Zeitverlauf an. Da sind immer wieder Phasen wo im bundesweiten Mittel über bis zu 10 Tage nur 20% der Peakleistung (Summe PV und Wind) zur Verfügung stehen.
Biomasse und Wasserkraft kann da nicht viel kompensieren, derzeit wird daher zu diesen Zeiten z.B. gerne Atomstrom aus Frankreich importiert.
Diese Zeiträume gilt es irgendwie zu überbrücken - keine einfache Aufgabe, wie du zugeben musst. Da ist meiner Ansicht nach der Pellet- oder Kaminofen das kleinere Übel.
Die Industrie wird man nach derzeitigem Stand nicht herunterfahren können. Es würde allerdings Sinn machen, den Börsenpreis anteilig sowohl negativ, als auch positiv hochskaliert an die Verbraucher weiterzugeben. Damit würde sich schon ein großer Teil der vorgehaltenen Regelleistung vermeiden lassen.

PeaG hat geschrieben:
Öl war früher auch mal Holz. Unsere Bäume sollen mal schön im Wald bleiben und weiter "gute Luft" produzieren.

Den Wald nutzen heisst nicht automatisch ihn zu roden. Die Tatsache, daß derzeit gefühlt mehr entnommen wird, liegt tasächlich an der in der Vergangenheit zu geringen Nutzung. Dadurch ist "stehender Holzvorrat" entstanden, der nun geerntet wird. Jeder Lichtstrahl der dabei im Bestand auf den Waldboden trifft, erhöht die Wachstumsrate der verbleibenden Pflanzen, sprich der Wald wächst insgesamt immer noch genauso schnell weiter.
Und ja, in Deutschland wird fast der gesamte Waldbestand forstwirtschaftlich genutzt, praktisch alles was du als Wald siehst ist also eine "Plantage".

Verrottendes Totholz verwandelt sich in unseren Wäldern übrigens ohnehin fast gänzlich in CO2. Also Holz nutzbringend entnehmen ist daher kein ökologischer Widerspruch. Ein Teil Totholz zu belassen ist dabei natürlich aus selbigen Gründen wichtig.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon PeaG » Fr 25. Dez 2015, 23:41

Alex1 hat geschrieben:
PeaG hat geschrieben:
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Und Wind braucht so gut wie keine Fläche. Kann in jedem Naturschutzgebiet aufgestellt werden. Zugvögel umfliegen die Anlagen schnell, Fledermäuse werden geschont, wenn man die Flügel erst bei einer leicht höheren Windgeschwindigkeit loslaufen lässt. Außerdem streicht man die Flügel etwas dunkler, dann sind sie nicht mehr so attraktiv für Insekten.

Es ist genau wie beim E-Fzg.:
Es wird verbrannt was billig ist, fertig.
Müsste man für Abgase (mehr) bezahlen (es geht scheinbar nur über den Geldbeutel) würden vielleicht manche umdenken.
Manchmal würde ein Spaziergang durch den Wald schon helfen.
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Re: Eigenverbrauch und Speicher - Eine Zukunft ohne EEG ?

Beitragvon bm3 » Fr 25. Dez 2015, 23:43

PeaG hat geschrieben:
...Außerdem habe ich auch noch niemanden im Wald angetroffen der AKTIV Bäume pflanzt, alles wird der Natur überlassen.


Du machst Witze oder ? Spreche mal mit irgend einem Förster und frage ihn mal wieviel Setzlinge er etwa in seinem Bezirk in diesem Jahr neu einsetzen lies. :lol:
Ich sage ja, da erfährt man recht Interessantes.
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