E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Solarenergie - Photovoltaik

Re: E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Beitragvon khalstenberg » Sa 31. Mär 2018, 17:41

Moin miteinander,

ich habe zwar noch kein E-Auto, bin aber im Zusammenhang mit der Photovoltaik auf dieses Forum gestoßen. Was das E-Auto anbelangt, warte ich auf den chinesischen Byton, der im Februar auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde und ab 2020 auch in Europa erhältlich sein wird. Ein sensationelles Gefährt!

Über die Photovoltaik in Verbindung mit der Solar Cloud wurde zwar schon viel geschrieben (teilweise in haarsträubender Orthographie!!!), der wirkliche Kenntnisstand scheint aber allgemein noch sehr dünn zu sein. Deshalb will ich versuchen, zu diesem Thema etwas Licht ins Dunkle zu bringen.

Ich habe seit Februar eine solche Photovoltaik-Anlage, die seit dem 8. März offiziell Solarstrom produziert. Es handelt sich um eine Anlage mit Solar Cloud ohne lokalen Speicher und einer Nennleistung von 9,44 kWp, die mit 32 IBC MonoSol 295 ZX5 Black monokristallinen Solarmodulen etwa 9.500 kWh im Jahr produziert. Mein durchschnittlicher Stromverbrauch beträgt etwa 5.500 kWh im Jahr, sodass für zukünftige E-Mobilität noch genügend Reserven vorhanden sind. Die Anlage kostet € 16.977,19 netto, wobei die zusätzliche MwSt. als Vorsteuer vom FA erstattet wird.

Ein lokaler Speicher, der in der zur Anlage passenden Kapazität ca. € 10.000 kosten würde, wurde nicht angeschafft. Er würde mich im Übrigen nicht einmal über die Nacht bringen, geschweige denn durch den Winter. Die Funktion des lokalen Speichers (und natürlich noch viel mehr) übernimmt hier die Solar Cloud. Dies ist ein virtueller Speicher, in dem der über den Eigenverbrauch produzierte Solarstrom gutgeschrieben und in sonnenloser Zeit (Nacht, Winter) genutzt werden kann.

Das bekommt man natürlich nicht umsonst. Die Gebühr für die zu meiner PV-Anlage passende Cloud beträgt € 564,61 netto im Jahr und beinhaltet:

- E.ON Effizienzcheck
- E.ON Sonnenscheingarantie (Garantie einer Mindestproduktion von 95%)
- Allgefahrenversicherung inkl. Ertragsausfallversicherung
- E.ON Aura Manager

Meines Wissens ist E.ON der einzige Anbieter, der das Solar-Cloud-Konzept ohne lokalen Stromspeicher realisiert. Dieses Konzept bietet eine 100%ige Autarkie, sodass zusätzlicher gesondert zu bezahlender Strom nicht anfällt. Außerdem kann der selbst produzierte Strom auch dezentral an europaweiten Ladestationen kostenlos "getankt" werden.

Die steuerliche (für mich sehr vorteilhafte) Situation muss natürlich im individuellen Fall geprüft werden.

Wie oben erwähnt, produziert die Anlage seit 8. März Solarstrom. Dazu noch ein paar Zahlen für den Zeitraum bis heute:

- Stromerzeugung der PV-Anlage 574,7 kWh
- Eigennutzung 160,6 kWh
- Netzeinspeisung (Cloud) 414,1 kWh

Das sind die Fakten, die ich zu diesem Thema beisteuern kann. Weitere Spekulationen in diesem Zusammenhang sind also unnötig. Sollten Fragen zum Thema bestehen, will ich gerne versuchen, sie zu beantworten.

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Re: E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Beitragvon Basslo » Sa 31. Mär 2018, 22:15

Ich finde diese virtuellen Speicher nur ein Marketing-gag um Kunden zu fangen. 100% Autarkie klingt ja immer toll und jeder PV Besitzer wünscht sich sowas. Genau da lockt man mit solchen Modellen. In Wahrheit ist es nur ein Tauschhandel. Der Strom von dir wird ja physikalisch vom Betreiber nicht zwischengespeichert. Ob man das "Autarkie" nennen kann weiß ich nicht. Da du ja in der Nacht den Strom von jemand anderen verbrauchst, und nicht deinen selbst erzeugten Strom. Es wird dir nur eine Gutschrift gegeben. Alle Angebote was ich bis jetzt gesehen habe, haben einen finanziellen Nachteil für den PV Besitzer. Da die Gebühr höher ist als das was man sich ersparrt.

Wieviel kWh hast du im Packet mit den 560€ im Jahr?
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Re: E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Beitragvon khalstenberg » Sa 31. Mär 2018, 23:40

Wieder einmal nur Allgemeinplätze und unbegründete Schlechtmacherei! Wenn Du Dich nicht mit den Zahlen und Fakten auseinandersetzen willst, erzähl es Deinem Frisör und verschone das Forum! Du hast keine Ahnung und implizierst, dass ich nciht alle Tassen im Spint habe, weil ich mich auf so ein Angebot eingelassen habe.

Wenigstens stellst Du eine konkrete Frage. Hier ist die Antwort: Die Cloud berechtigt mich zum Bezug von 3.500 kWh kostenlosem Strom. Soviel brauche ich ich nicht annähernd.

Also, bevor Du Dich wieder meldest, saetze Dich hin, denke nach und liefer Fakten. Für alles Andere ist die Zeit zu schade.
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Re: E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Beitragvon Spüli » So 1. Apr 2018, 09:36

Wow!
Wirklich beachtliche Zahlen die ich hier lese. Ich nehme mal an, das Dein Dach recht hoch ist und ein aufwändiges Gerüst benötigt wurde? Die Ausrichtung scheint ja perfekt nach Süden zu sein, wenn ich die Prognose sehe. Gratulation dazu!

Was passiert mit dem eingespeisten Strom? Ist der quasi weg oder gibt es die 12,2ct dafür? Der Betrag von über 500€ im Jahr ist nicht ohne, da kann man sonst sicher auch viele schöne Dinge mit machen.
Gruß Ingo
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Re: E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Beitragvon khalstenberg » So 1. Apr 2018, 11:52

Moin,

wieso soll der Strom weg sein ...? Ich verbrauche ihn zunächst selbst und was übrig ist, wird eingespeist. Für den eingespeisten Strom gibt es, wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben, 12,2 Ct/kWh. Dieses Entgelt ist an E.ON abgetreten. Dafür wird der eingespeiste Strom "in der Cloud gespeichert", was natürlich Quatsch ist. Auch mein Strom wird, wie bei jedem anderen auch, ins Netz eingespeist, entlohnt und verwertet. Im Gegensatz zum normalen Einspeiseverfahren wird er mir aber gutgeschrieben und ich kann ihn bei unzureichender Eigenproduktion wieder abrufen. Dafür bezahle ich den gleichen Betrag, wie der, der vorher vergütet wurde. Also ein Nullsummenspiel. Der am Jahresende vorhandene Überschuss wird mir dann von E.ON vergütet.

Warum meinst Du, dass mein Dach recht hoch sein muss? Seit wann hat die Dachhöhe etwas mit dem Ertrag zu tun? Mit der geografischen Ausrichtung allerding schon. Die ist in meinem Fall 245 Grad, also west-südwest. Beim Aufbau gab es ein kleines Gerüst, eher ein erhöhtes Podest zum Anreichen der Paneele, das auf meiner Terrasse stand. Ist aber auch egal, denn die Kosten für alle Aufwendungen waren im Angebotspreis enthalten. Die ganze Installation hat anderthalb Tage gedauert. Dann noch einmal einen Tag für die Verkabelung im Haus, die Installation des Wechselrichters und die Inbetriebnahme.

Wenn Dich die von mir genannten Zahlen beeindrucken, umso besser. Auch ich sehe nach knapp vier Wochen Anlagenbetrieb sehr positiv in die Zukunft und vermute, dass die Erwartungen noch übertroffen werden.

Was Du alles mit 500 Euro anfangen kannst …? Einiges, aber das bleibt Dir überlassen. Ich für meinen Teil benutze dafür die E.ON Cloud, die mir tolle Möglichkeiten bietet.

Wenn Du weitere Fragen hast, stelle sie.
Gruß Kurt
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Re: E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Beitragvon snaptec » So 1. Apr 2018, 12:15

Mal resümiert :
du brauchst etwa 5500kwh
nach aktuellen zahlen nutzt du ca 30% selbst.
auf das jahr hochgerechnet sind das 1650kwh die du direkt vom dach verbrauchst.
bleiben 3850 kwh die du beziehen musst. Ergibt rund 880€ inkl mwst.
9500kwh pv produktion minus 1750kwh eigenverbrauch bleiben 7850kwh die eingespeist werden.
Für die Einspeisung gibt es rund 917€.
Bleiben pro Jahr 37€ wenn man Bezug und Einspeisung verrechnet, zu deinen Gunsten...
du zahlst 564€ (netto) dafür das du das angebot nutzt.
Wer verdient da nun am meisten Geld? richtig, Eon!
Gut das der 1.April ist, die PV ist je nach Gegebenheiten auch zu teuer. 1100-1200€/kwp ist in der größe bei nur kleinem Installationsaifwand fair.

ps:
kann ich die sonnenscheingarantie für den nächsten urlaub buchen?
Der Jahresertrag einer PV ist jährlich im % Bereich gleich....
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Re: E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Beitragvon Basslo » So 1. Apr 2018, 17:33

khalstenberg hat geschrieben:
Wieder einmal nur Allgemeinplätze und unbegründete Schlechtmacherei! Wenn Du Dich nicht mit den Zahlen und Fakten auseinandersetzen willst, erzähl es Deinem Frisör und verschone das Forum! Du hast keine Ahnung und implizierst, dass ich nciht alle Tassen im Spint habe, weil ich mich auf so ein Angebot eingelassen habe.

Wenigstens stellst Du eine konkrete Frage. Hier ist die Antwort: Die Cloud berechtigt mich zum Bezug von 3.500 kWh kostenlosem Strom. Soviel brauche ich ich nicht annähernd.

Also, bevor Du Dich wieder meldest, saetze Dich hin, denke nach und liefer Fakten. Für alles Andere ist die Zeit zu schade.


Kein Grund so aufzugehen...
Hab meine Erfahrungen allgemein erzählt und meine Meinung zu solchen Angeboten wie ich sie sehe.

Die Fakten lieferst du ja selbst.
Du erkaufst dir 3500 kWh für 560€. Das macht rund 16ct pro kWh was du von dem Speicher beziehst. Dann musst du die 3500kWh erst selbst in den Speicher füllen, wofür du keine Vergütung bekommst. Das macht dann schon mal rund 28ct was dir von dem Speicher eine kWh kostet.
Ich nehme an wenn du die 3500kWh geliefert hast bekommst den normalen Einspeisetarif für jede zusätzliche kWh was du lieferst.
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Re: E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Beitragvon khalstenberg » So 1. Apr 2018, 19:33

Moin,

Am besten gefällt mir an Deinem Beitrag die Sonnenscheingarantie für den Urlaub. Aber mit den Zahlen hast Du es nicht so. Rechenfehler und falsche Bezüge machen es dem Leser nicht einfach.

Ich mache Dir mal eine kleine nachprüfbare Rechnung auf. Hier erst mal die Zahlen:

- Eigenbedarf 5.500 kWh/Jahr (das hast Du verstanden)
- Erwartete Produktion 9.500/Jahr (das hast Du auch verstanden)
- 30% Direktverbrauch von 9.500 = 2.850 kWh (das hast Du nicht verstanden)
- Bezugsmenge aus der Cloud 2.650 kWh (dito)
- Kosten für die Bezugsmenge € Null (mindert nur den Einspeisewert)
- Verkaufte Strommenge 9.500 – 5.500 = 4000 kWh
- Ertrag Einspeisung € 488,00 (theoretisch)
- Kosten der Cloud € 565,00
- Vermiedener Stromkauf € 1.656,00

Das sind die Jahreszahlen, die man jetzt miteinander kombinieren muss. Die steuerlichen Aspekte lasse ich mal beiseite, obwohl die durch Abschreibung, Sonderabschreibung und Investitionsabzugsbetrag, Werbungskosten und ähnliches noch deutliche Vorteile bringen.

Der bezogene Strom aus der Cloud ist deshalb kostenlos, weil er mit der eingespeisten Strommenge verrechnet wird. Die wäre sonst entsprechend höher.

Mit den frischen Zahlen vom März sieht die Rechnung nun folgendermaßen aus:

- Erzeugte Strommenge 576 kWh
- Direkter Eigenverbrauch 161 kWh
- Einspeisung 415 kWh (theoretisch)
- Stromzukauf 316 kWh (aus der Cloud)
- Einspeisung minus Zukauf 102 kWh (zahlungswirksam)
- Eigennutzung März 28 %
- Vermiedener Stromkauf 138,00 Euro
- Kosten für die Cloud 47,00 Euro

Ergibt:

Kosten für die Cloud - 47,00 Euro
Vermiedener Stromkauf 138,00 Euro
Einspeisevergütung 12,50 Euro

Ergebnis PV-Anlage März 103,50 Euro

Die kommenden Monate werden ein noch deutlicheres Ergebnis bringen. Das wichtigste ist aber immer noch die 100%ige Autarkie über das gesamte Jahr. Das geht nur mit Cloud.

Die vernachlässigten Steueraspekte haben sowohl positiven als auch negativen Einfluss, wobei der positive deutlich überwiegt. Allein der Investitionsabzugsbetrag für das Jahr vor der Investition von 40% ergibt bei einem Grenzsteuersatz von ebenfalls 40% einen Betrag von 2.720 Euro. Die Sonderabschreibung von 20 % bewirkt ein Übriges.

Du hast recht, dass die Anlage teuer ist. Aber wer außer E.ON bietet Dir eine PV-Anlage mit Cloud ohne lokalen Speicher? Richtig, niemand. Das spart mal allein 10.000 Euro.

Solltest Du immer noch Einwände haben, dann kann ich leider nicht mehr helfen.

Noch ein schönes Restostern.

Kurt
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Re: E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Beitragvon khalstenberg » So 1. Apr 2018, 19:50

@Basslo

Moin,

mir geht eingach auf den Keks, wenn Leute Wertungen abgeben, ohne die geringste Ahnung von der Materie zu haben. An Deinem Beitrag hat nichts, aber auch gar nichts Hand und Fuß. Damit kann man sich einfach nicht auseinandersetzen. Informiere Dich zu dem Thema und befasse Dich mit den Fakten. Das wird Dich weiter bringen. Meinungen sind da überhaupt nicht gefragt. Die kannst Du zu einem Buch oder Theaterstück haben, aber nicht zu technischen Sachverhalten.

Gruß Kurt
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Re: E.On Solar cloud. Erfahrungen ?

Beitragvon Solarstromer » So 1. Apr 2018, 20:51

khalstenberg hat geschrieben:
Ich mache Dir mal eine kleine nachprüfbare Rechnung auf. Hier erst mal die Zahlen:

- Bezugsmenge aus der Cloud 2.650 kWh
- Kosten der Cloud € 565,00


Die 565€ sind inkl. MWSt?

D.h. du hast diese Speicherkosten: 565€ / 2650kWh = 0,213€/kWh
Damit kostet dich eine kWh: 0,213€/kWh + (0,125€/kWh * 1,19) = 0,361€/kWh

Stimmt das so?

Ich meine die Lechwerke haben auch so eine Speichercloud (angekündigt), habe es auf die Schnelle jetzt aber auf deren Webseite nicht gefunden.
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