Die Persönliche Energiewende

Solarenergie - Photovoltaik

Re: Die Persönliche Energiewende

Beitragvon wp-qwertz » Do 20. Nov 2014, 16:13

ne, energieautark ist das tatsächlich noch nicht, aber der weg stimmt wirklich. toll! an wen muss ich mich wenden, wenn ich in naher zukunft mein haus so umbauen lassen möchte? würde gerne e i n e n ansprechpartner haben, der dann auch ahnung davon hat...

carsten fischer ist hier unterwegs? wenn ja, gerne mal eine pn an mich, wie ich ihn erreichen kann.
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Re: Die Persönliche Energiewende

Beitragvon molab » Do 20. Nov 2014, 19:54

bm3 hat geschrieben:
laden aus dem Speicher, also Schnellladen mit Hilfe des Speichers oder Laden unabhängig von der Sonneneinstrahlung bleibt aber dabei immer noch Unsinn wegen der vielen Umwandlungswirkungrade verkettet hintereinander.
Das könnte man nur mit einer DC-Ankopplung der E-Autos ein Stück "entschärfen".

Jein - obwohl das sicher der Idealzustand wäre. Den baut aber noch niemand so, dass er auch in der Praxis einigermaßen effizient funktioniert. Ich hab die Batterie eh nur wegen des KWK. PV wird weitestgehend im Netz "zwischengespeichert". Wenn man sich die Einspeisepreise anschaut, ist auch schnell klar, weshalb.
Gas: Klar. Aber ich hab nichts verlagert, denn ich brauche nicht mehr Gas, als mit meiner alten Gasheizung (von 1998). Der Strom purzelt quasi über die größere Effizienz aus der Heizung raus.
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Re: Die Persönliche Energiewende

Beitragvon bm3 » Do 20. Nov 2014, 20:05

Ach du bist das :lol:

Ja, du hast nichts verlagert aber dein Haus braucht zuviel Wärmeenergie um jemals autark zu werden .
Hier gibts aber generell in D. noch das meiste Einsparpotential.
Autark kann man mit Gasanschluss schlecht werden, dazu braucht es das Plusenergie-Haus beziehungsweise gehts aber auch so wie wir es momentan machen, mit Niedrigenergiehaus und einem Stück Wald fürs Brennholz. :D
Wir kommen mit 4-5 Raummetern Holz im Jahr zurecht, ganz ohne Gas oder Öl.Was ich beim Brennholzmachen noch als erträglich und als sportliche Betätigung empfinde.
Warmwasser und teilweise Gebäudebeheizung machen wir sogar noch mit diesen veralteten thermischen Kollektoren seit über 10 Jahren ohne jegliche Probleme damit.Die brauchen nur ein paar qm.Der Rest ist voller PV-Modulen, aber ohne Speicher, den PV-Strom verbrauchen alle unsere Nachbarn direkt wenn mal zuviel da ist und ganz ohne Speicherverluste. Hier hat maximal jedes 10. Haus eine PV-Anlage, der Strom verlässt den Ort nicht.
Was mich aber noch interessieren würde wäre ein Stirlingmotor für den Ofen. Sozusagen Produktion von Strom aus Biomasse.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Die Persönliche Energiewende

Beitragvon molab » Do 20. Nov 2014, 20:23

bm3 hat geschrieben:
Autark kann man mit Gasanschluss schlecht werden, dazu braucht es das Plusenergie-Haus beziehungsweise gehts aber auch so wie wir es momentan machen, mit Niedrigenergiehaus und einem Stück Wald für Brennholz. :D

Klar, so wenig autark wie das Haus im Video eben. Außerdem fehlt mir in der Kölner Innenstadt das Waldstück (ein paar große Bäume hab ich, die sind aber geschützt...). Und Kamine/Pellets sind hier wegen Feinstaub derzeit nicht genehmigungsfähig. Eine Styrofassade kommt bei meinem Haus aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Und da ich jetzt rechnerisch auch so auf um 90kWh/m2 mit Warmwasser komme, passt das schon, dafür baue ich kein Plushaus neu. Ja, den eigenverbrauchten KWK-Strom habe ich abgezogen, aber nicht den eingespeisten und nicht den PV-Strom - und KWK-Strom abgezogen auch nur 1:1 nach kWh, nicht 1:4 nach Bezugspreis ;-)
Biogas würde ich schon noch kaufen - bekommt man aber nicht wirklich (5% Anteil nur). Um Autarkie geht's mir persönlich bei "meiner" Energiewende wenig - mein Leben ist halt deutlich CO2-ärmer geworden. Ich fahr sogar wieder mehr Fahrrad 8-)
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Re: Die Persönliche Energiewende

Beitragvon bm3 » Do 20. Nov 2014, 20:46

Mit Fahrrad und zu Fuß ist man sowieso unschlagbar und ganz vorne dabei. :lol:
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Re: Die Persönliche Energiewende

Beitragvon -Marc- » Do 20. Nov 2014, 22:49

kai hat geschrieben:
Moin,

ich finde es klasse. Es gibt soviele Leute die den Autarkiegedanken leben.
Wir machen es ja auch, nur aktuell noch ohne Speicher.
Geplant ist 2016, wenn LG und Panasonic die 2. Batterie Generation haben, dann schlagen wir zu.

Marc aus dem Forum wäre übrigens auch so ein Kandidat.
Er hat mit seiner Frau 2 x ZOE, ne sehr große PV und einen sehr großen Speicher :)
Und dann kenne ich noch jemanden mit PV und E3/DC und ZOE aus dem Raum Hamburg.

Und ...

Das Thema ist meiner Meinung nach nicht mehr aufzuhalten.
Am Besten fande ich die Kombination mit dem Viessmann Stirling Gasgerät für den Winter :)

Gruß

Kai

;)
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Re: Die Persönliche Energiewende

Beitragvon mark32 » Fr 5. Dez 2014, 11:32

Obwohl ich erst heute den Thread gesehen habe wollte ich noch ein paar Fragen verspätet klären:

Leider ist in dem Beitrag mißverständlich beschrieben worden, daß unser Haus komplett energieautark für Strom, Wärme und Mobilität sei. In dem Bestandsbau wäre das nahezu unmöglich in unseren Breitengraden. Vielmehr sind wir fast stromautark inklusive einem Großteil der Mobilität (außer Fernfahrten => Supercharger). Das genutzte Gas für das BHKW ist in meinem Fall aber CO2-neutral weil wir den 100%-Biogas-Tarif von Naturstrom nutzen (ziemlich teuer). Zumindest ist das BHKW in unserem Fall mit 5,5kW Wärme und 1kW elektrisch sehr gut passend für den Winterenergiebedarf. Im Sommer läuft es nie, weil noch eine Solarthermieanlage auf dem Dach ist. Amortisation des BHKWs ist unter diesen Umständen natürlich nicht möglich.

Der Speicher von E3DC kann in meiner Anlage nur 3kW be- oder entladen, dann aber phasenunabhängig (z.B. 1kW pro Phase simultan oder eben 3kW auf nur einer Phase). Den Wert könnte man im WR erhöhen, doch um den Akku zu schonen wurde hier limitiert. Die Spezifikationen sollen mehr Lebensdauer bringen. Im Film kam das ebenfalls mißverständlich rüber, von wegen 22kW aus dem Speicher. Hier kann ich nur folgendes anmerken: Bei der PV/BHKW/Akku-Größe macht die "22kW-Schnell-Ladung" keinen Sinn, dafür ist die Kapazität viel zu klein. Die nutzbaren 14kWh wären flott entleert. Vielmehr nutze ich Ladeleistungen zwischen 1 und 4 kW, je nach Sonnenertrag und BHKW-Leistung => Über Tag füllt sich auch ein Model S Akku geschmeidig auf und ich habe noch nie die Schnellladung vermißt. Im Notfall kommt der Strom aus dem Netz. Ein ZOE hätte hier mehr Nachteile wegen höherer Ladeverluste bei niedrigen Strömen. Übrigens kann das Model S sehr flexibel auch langsam laden (5A einphasig => 1kW), so nutze ich durchaus den Tesla als Stromsenke wenn über Nacht das BHKW läuft.
Was ich auch nicht vermisse ist Vehicle-To-Grid: Bisher haben die 14kWh nutzbare Kapazität locker für unseren Hausbedarf gereicht. Es braucht vielmehr im Sommer tagsüber mehr Speicher => Bei Sonne fahre ich logischerweise mit dem Rad zur Arbeit und das Model S kann schön einen fetten Tagesertrag wegspeichern.
Ich kann gerne mal die letzten Wochen mit und ohne Solarertrag als Diagramme posten, da sieht man: in einem normalen Haushalt braucht man in eigentlich nie mehr als 3kW Entladeleistung und die Autos werden mit der Wallbox intelligent nach Bedarf geladen (Aktuell immer noch manuell, es fehlt noch eine neue Firmware am WR, im Dezember soll es was werden).

Übrigens bin ich nicht Kiefernorthopäde sondern Kieferchirurg ;) (wieder so ein doofer Fehler im Video)
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Re: Die Persönliche Energiewende

Beitragvon molab » Fr 5. Dez 2014, 14:11

...und ich dachte schon, Du legst krumm gewachsenen Nadelbäumen Schienen an ;-)
Zum Rest: Ja, das macht dann viel mehr Sinn für mich und deckt sich mit meinen Erfahrungen. Beim BHKW möchte ich halt mehr Laufzeit haben trotz Wärmeführung. Insgesamt finde ich dass Ganze schon lohnend, insbesondere puffert die Batterie unheimlich viele Peaks weg, ohne selbst einen kompletten Zyklus gehen zu müssen.
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Re: Die Persönliche Energiewende

Beitragvon kai » So 7. Dez 2014, 18:43

Moin,

große Lade-/Entladeleistungen eines PV-Speichers (z.B. 10kw) sind vorteilhaft, wenn z.B. Mittags nur kurz die Sonne scheint und man mal schnell den Speicher voll machen möchte.

Das ist bei 3kw unmöglich, da muss dann die Sonne schon 4-5 Stunden am Stück scheinen.
Ich persönlich finde es schade , wenn die Sonnennernergie wegen Ladelimitierungen des Speichers nicht gespeichert werden kann.

Ist natürlich auch PV-Anlagengrößen-abhängig.

Im übrigen ist eine hohe Teilautarkie mit Inselnetzfähigkeit das, was die meisten anstreben. Vollständige Autarkie ist nur mit stark überdimensionierter PV zu erreichen.

Aber mit 20-30 kwp, einer gut gedämmten Hütte und Erd-WP kommt man auch im Winter selbst im Inselbetrieb sehr weit. Dann wird eben im Dezember/Januar notfalls 8-10 x "extern" das Auto geladen.

Gruß

Kai
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Re: Die Persönliche Energiewende

Beitragvon mark32 » Mo 8. Dez 2014, 12:31

kai hat geschrieben:
Moin,
große Lade-/Entladeleistungen eines PV-Speichers (z.B. 10kw) sind vorteilhaft, wenn z.B. Mittags nur kurz die Sonne scheint und man mal schnell den Speicher voll machen möchte.

Das ist bei 3kw unmöglich, da muss dann die Sonne schon 4-5 Stunden am Stück scheinen.
Ich persönlich finde es schade , wenn die Sonnennernergie wegen Ladelimitierungen des Speichers nicht gespeichert werden kann.

Ist natürlich auch PV-Anlagengrößen-abhängig.

Die Überlegung ist grundsätzlich richtig. Zumindest kann ich nach einem Jahr Erfahrung sagen, daß dieses Szenario bei mir extrem selten vorkam. Entweder hatte ich an einem sonnigen Tag für den Hausspeicher zuviel Ertrag, dann war es egal ob der Speicher um 12 Uhr oder um 15 Uhr voll war. Oder der Ertrag war insgesamt zu gering um eine hohe Ladeleistung auszureizen.

Ich persönlich nutzte an den besten Tagen immer das Prinzip: Bei klaren Himmel im Sommer mit dem Fahrrad zur Arbeit und den Tesla als Stromsenke über den Tag nutzen. Selbst dann gab es in manchen Wochen das Problem, daß auch der Riesen-Akku des Model S voll war (Bis zu 50 kWh Ertrag am Tag bei 8,1 kWp PV). Da ich aus der Ferne via App immer manuell steuern konnte habe ich die intelligente Wallbox nicht vermisst.
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