Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

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Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

Beitragvon campr » Do 2. Mär 2017, 20:14

Servus miteinander!

Wir spielen mit dem Gedanken, uns für gelegentliche Ausflüge im hügeligen Voralpenland evtl. ein Pedelec (Cross- oder Touringbike) zuzulegen. Preisrahmen ca. 2.500 EUR. Da gibt es ja fast nur Bosch Active oder ganz selten mal ein Performance, bei den Akkus 400er und 500er. Wie sieht so die Erfahrung bzgl. der Haltbarkeit von Akku und Antrieben aus? Akku eher so wie Notebook oder wie Handy/Fotoapparat? Hat schon jemand mal Ersatz benötigt? Der Verkäufer hat uns heute ziemlich ein Ohr abgekaut und gemeint, mal solle die Finger von den 400er Akkus lassen und lieber zu den 500er greifen, weil die länger halten - ich trau aber keinem Verkäufer.

Danke im voraus.
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Re: Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

Beitragvon Spüli » Do 2. Mär 2017, 20:31

Der neuere, größere Akku kommt mit gleichen Zyklen weiter. Er hält also länger, zudem wird er im Vergleich weniger belastet.

Der Motor von Bosch ist okay. Ich würde aber immer einen Blick auf das ganze Paket werfen. Gerade bei Rahmen und Federung wird Ersatz teuer. Bremse und Schaltung sollten nicht die billigsten Komponenten sein.
Gruß Ingo
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Re: Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

Beitragvon twiker01 » Do 2. Mär 2017, 20:36

Fahre jetzt das fünfte Jahr mit demselben Akku. 6000 km insgesamt, jährlich 1500 km von März bis Oktober. Im Winter liegt der Akku vollgeladen im Keller. Ansonsten meist rund 80% Zyklen, von 100% bis 20%.

Bisher keine Einbuße feststellbar.
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Re: AW: Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

Beitragvon Helfried » Fr 3. Mär 2017, 03:17

twiker01 hat geschrieben:
Im Winter liegt der Akku vollgeladen im Keller.

Wieso voll?
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Re: Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

Beitragvon Mei » Fr 3. Mär 2017, 06:30

campr hat geschrieben:
....mal solle die Finger von den 400er Akkus lassen und lieber zu den 500er greifen, weil die länger halten - ich trau aber keinem Verkäufer.....


im 400er sind Samsung 29E Zellen drin. Im 500er Samsung 35E.
Die 29E sind haltbarer als die 35E.
Der 500er Akku hat auch nur 80Wh mehr und nicht 100.
Auch wenn der 400er Akku haltbarer ist, kommt aus dem 500er Akku auf mehrere Jahre gesehen mehr raus.
Wenn der Aufpreis für den 500er weniger als 100€ ist, dann würde ich den 500er nehmen, sonst den 400er.
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Re: Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

Beitragvon Dachakku » Fr 3. Mär 2017, 07:32

Entscheidend für die Haltbarkeit der Pedelec Akkus dürfte ganz erheblich die DOD (Depth of Discharge) sein.

Die Bandbreite bei der Haltbarkeit dieser Akkus ist enorm. Der eine berichtet von Jahren, beim anderen ist der Akku nach 15 Monaten platt. Bei den BMS der Pedelec ist keine SOC-Reserve vorgesehen, so wie es die Autos haben. Im Pedelec wird der Akku vom BMS komplett entladen. Schließlich will jeder Hersteller mit Reichweite auftrumpfen und nach 2-3 Jahren neue Akkus verkaufen ...

Im Pedelec dürfte es real öfter vorkommen dass man den Akku auf Null leer lutscht. Kardinalfehler.
Genau dieser tiefe Zyklus ist tödlich.
Wer seinem Akku und seinem eigenen Geldbeutel also was Gutes tun möchte, der fährt nur Zyklen in der Range 20%-90% SOC

Durch dieses Lade-/Entladeverhalten kann man beim Lithium Akku die Lebensdauer bis zum Faktor 4 verlängern.
Smart Cabrio Brabus Exclusiv ED

Und wenn ich über's Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker:" Schau dir das an, nicht mal schwimmen kann der."
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Re: Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

Beitragvon campr » Mo 6. Mär 2017, 19:02

Danke für eure Meinungen. Wir haben nun ein Rad mit 400er Akku gekauft. Bei wievielen Balken sollte man also laden? Ist 1 oder 0 Balken das (gefährliche) Minimum?
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Re: Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

Beitragvon stb76 » Do 18. Mai 2017, 23:51

Ich habe mir angewöhnt, niemals unter einen Balken zu fallen; fahre den Akku zwar erst seit anderthalb Jahren, darum kann ich nicht beurteilen ob das gesund ist oder nicht, aber so stelle ich sicher, nicht vom Totalausfall anheimgesucht zu werden;
Hab auf meinem täglichen Arbeitsweg einige Höhenmeter zu bewältigen, die hängen sich mit dem schweren Rad erheblich mehr an, als mit einem herkömmlichen Citybike. Darum: kein Risiko (spreche aber dabei nur von mir)
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Re: Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

Beitragvon BernhardLeopold » Fr 19. Mai 2017, 07:11

campr hat geschrieben:
Danke für eure Meinungen. Wir haben nun ein Rad mit 400er Akku gekauft. Bei wievielen Balken sollte man also laden? Ist 1 oder 0 Balken das (gefährliche) Minimum?


Ideal wäre es immer etwa zwischen 40 und 70% zu pendeln. Je weiter man diese Zyklen ausdehnt, desto "schädlicher". Eine scharfe Grenze gibt es nicht. Wenn man nicht fährt (Winterpause), sollte man auch darauf achten den Akku kühl zu lagern (Keller, Garage) und zu dürfen, dass er nicht durch Selbstentladung unter etwa 30% fällt. Die Selbstentladung hängt ganz vom Modell ab, das muss jeder selbst rausfinden. Manche China-Akkus sind nach wenigen Wochen leer...

Was man auch vermeiden sollte ist oft hohe Motorströme zu ziehen. Wenn es sein muss (starke Steigung, etc.) ja, aber nur aus Bequemlichkeit sollte man eher Eigenleistung bringen (ist auch für die Figur gut).

Mein alter Panasonic Akku hat 7 Jahre und etwa 20000 km gehalten (dann wurde das Rad samt Akku gestohlen). Er hatte aber zum Schluss nur etwa die halbe Kapazität mehr, was aber für die tägliche Strecke kein Problem war.
Deutlich empfindlich sind die meisten E-Bike-Akkus gegenüber kalten Temperaturen, also im Winter nicht im Freien laden oder lagern, damit der Akku wenigstens bei Fahrtantritt etwa auf Zimmertemperatur ist.
Ebenso schädlich sind zu warme Temperaturen, also Sonnenstrahlung auf den Akku (vor allem beim Laden!) vermeiden. Während der Fahrt spielt das keine Rolle, da der Fahrtwind die Temperatur ausgleicht.
Graz, Österreich - ZOE Life 04/2013 - Model 3 reserviert
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Re: Haltbarkeit von Akkus/Antrieben

Beitragvon Gausi » Fr 19. Mai 2017, 07:18

Mei hat geschrieben:
im 400er sind Samsung 29E Zellen drin. Im 500er Samsung 35E.
Die 29E sind haltbarer als die 35E.


gibt es über dieses Zitat eine Quellenangabe?

mfg

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