Ein paar Ampera-Fragen

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Ein paar Ampera-Fragen

Beitragvon TeeKay » Sa 20. Dez 2014, 17:31

Da bestimmte Kreise leider noch immer nicht auf einen Verbrenner im Auto verzichten wollen, brachte ich wieder einmal die Frage, ob auch ein Ampera in Frage käme. Zwecks Beratung habe ich nun erst einmal selbst ein paar Fragen.

- Wie empfindlich sind Leder und Plastikeinsätze in den Türen? Insbesondere die Hundekompatibilität ist hier interessant. Der i-Miev ist total untauglich - die Türeinsätze zerkratzen im Prinzip bei der ersten Mitfahrt. Ein 15 Jahre alter Audi A3 war in der Hinsicht hingegen vergleichsweise unproblematisch - ist nun aber abgebrannt...

- Seit wann gibt es Typ2-Dosen am Auto? Und haben die Typ2-Dosen auch eine automatische Kabelverriegelung? Das manuelle Sichern des Typ1-Kabels mittels Vorhängeschloss finde ich persönlich ziemlich abschreckend.

- Wie hoch sind die jährlichen Wartungskosten bzw. die Wartungskosten in Abhängigkeit von der Laufleistung? Der i-Miev überrascht hier im ersten Jahr mit erfreulich niedrigen 100-140 Euro, dafür dann aber alle 2 Jahre mit fast 350 Euro. Der Ampera hat ja nun im Prinzip zwei zu wartende Systeme...

- Gibt es irgendwelche Macken, die sich nach 3 Jahren auftun und auf die man unbedingt achten sollte?

- Wie hoch ist die Selbstentladung der Batterie (12V und Traktionsbatterie)? Kann man ihn auch mal 4 Wochen stehenlassen, ohne dass er Starthilfe und eine neue Traktionsbatterie benötigt?

Vielen Dank für die Mithilfe. :)
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Re: Ein paar Ampera-Fragen

Beitragvon micky4 » Sa 20. Dez 2014, 19:10

TeeKay hat geschrieben:
Da bestimmte Kreise leider noch immer nicht auf einen Verbrenner im Auto verzichten wollen, brachte ich wieder einmal die Frage, ob auch ein Ampera in Frage käme. Zwecks Beratung habe ich nun erst einmal selbst ein paar Fragen.
- Wie empfindlich sind Leder und Plastikeinsätze in den Türen? Insbesondere die Hundekompatibilität ist hier interessant. Der i-Miev ist total untauglich - die Türeinsätze zerkratzen im Prinzip bei der ersten Mitfahrt. Ein 15 Jahre alter Audi A3 war in der Hinsicht hingegen vergleichsweise unproblematisch - ist nun aber abgebrannt...

Die Plastikeinsätze sind unproblematisch, die Ledersitze eher empfindlich. Es gibt einige Hundebesitzer, die aber meist ihren Liebling "unter der Heckklappe" transportieren (siehe Ampera-Forum)
TeeKay hat geschrieben:
- Seit wann gibt es Typ2-Dosen am Auto? Und haben die Typ2-Dosen auch eine automatische Kabelverriegelung? Das manuelle Sichern des Typ1-Kabels mittels Vorhängeschloss finde ich persönlich ziemlich abschreckend.

Es gibt nur Typ-1-Dosen, maximale Ladeleistung 3,7kWh also Schnarchladung, mit 16A voll in 3,75 h; keine Verriegelung, aber Schutz durch Alarmanlage (und die ist sehr laut !)
TeeKay hat geschrieben:
- Wie hoch sind die jährlichen Wartungskosten bzw. die Wartungskosten in Abhängigkeit von der Laufleistung? Der i-Miev überrascht hier im ersten Jahr mit erfreulich niedrigen 100-140 Euro, dafür dann aber alle 2 Jahre mit fast 350 Euro. Der Ampera hat ja nun im Prinzip zwei zu wartende Systeme...

Ziemlich ähnlich. Das 2. Service war bei mir durch Ölwechsel und neue Bremsflüssigkeit etwas teurer, kommt aber auch auf die Laufleistung (ich habe ~20000km pro Jahr) an. Bei anderen wurde das auch nach 2 Jahren noch nicht gewechselt.
TeeKay hat geschrieben:
- Gibt es irgendwelche Macken, die sich nach 3 Jahren auftun und auf die man unbedingt achten sollte?

Es gab ab Sommer 2012 etwas verbesserte Software zum REX-Zuschalten bei tiefen Temperaturen, die wäre mir persönlich lieber. Ab MJ 2014 wurde wiederum das Laden mit 16A verkompliziert, da jedes Mal im Auto der "default" Wert mit 10A geändert werden muss. Das wären meine persönlichen "Rahmenbedingungen" für Gebrauchte, aber es gibt vielleicht einige Kleinigkeiten, die andere wichtiger finden. Macken ? Selbst jetzt nach fast 3 Jahren und 55000km keinerlei Beobachtung, andere schon: es gibt diverses, von kaputten Türöffner-Tasten bis kaputtem Motorlager ...
TeeKay hat geschrieben:
- Wie hoch ist die Selbstentladung der Batterie (12V und Traktionsbatterie)? Kann man ihn auch mal 4 Wochen stehenlassen, ohne dass er Starthilfe und eine neue Traktionsbatterie benötigt?

Es gibt für längeres Stehenlassen einen eigenen Modus. Damit gibt es dann kein Problem. Ich habe ihn heuer im Sommer 2 1/2 Wochen ohne diesen Modus und inklusive einem "kleinen" Verbraucher stehen lassen und promt Starthilfe gebraucht. Die Hochvoltbatterie hat kaum Verluste (vielleicht 1-2km Reichweite pro 48h ...) und noch die gleiche Kapazität wie neu !
TeeKay hat geschrieben:
Vielen Dank für die Mithilfe. :)

Gerne !
Wenn erwünscht, gehe ich auch auf Details ein ...
Liebe Grüße, Michael ! (begeisteter Ampera-Fahrer)
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Re: Ein paar Ampera-Fragen

Beitragvon TeeKay » So 21. Dez 2014, 14:25

Vielen Dank. Problematisches Leder kann man abdecken. Bei den Plastikeinsätzen an den Türen geht das nicht so gut - die im Drilling angeklebten Stofffetzen zerren die Hunde irgendwann runter. :)

Ich meine, MarkusD hätte ein Facelift erwähnt, das aus einer Typ2-Dose am Auto besteht. Und jetzt hab ich ihm auch noch mein überzähliges Typ1-Kabel geschenkt.

Wartet Opel auch Chevy Volts? Nach dem Rückzug von Chevrolet vom deutschen Markt könnte es sonst mittelfristig problematisch werden. Bei Mobile ist ein Volt mit 25.000km und 2,5 Jahren Alter für nur 17900 Euro im Angebot. Den finde ich preislich sehr interessant.
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Re: Ein paar Ampera-Fragen

Beitragvon MarkusD » So 21. Dez 2014, 14:53

TeeKay hat geschrieben:
Ich meine, MarkusD hätte ein Facelift erwähnt, das aus einer Typ2-Dose am Auto besteht.
:?:
Ähm, nein. Worum ging es da? Daß an einem bestimmten Standort Ladesäulen mit nur noch Typ2-Dosen hin sollen ...

TeeKay hat geschrieben:
Und jetzt hab ich ihm auch noch mein überzähliges Typ1-Kabel geschenkt.
Das liegt jetzt im i-MiEV.

Das mit den Kratzern im Leder kann ich bestätigen :x blöder K... kann der nicht unten sitzen bleiben, argh ...
Decke drüberlegen oder den Vierbeiner im Kofferraum transportieren.

Der Diebstahlalarm vom Ladekabel hat ca. 3 Sekunden Auslöseverzögerung ...

Ansonsten hat micky4 schon alles geschrieben.

Gruß
Markus
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Re: Ein paar Ampera-Fragen

Beitragvon TeeKay » So 21. Dez 2014, 15:29

Ne, nicht die Ladesäulen. Ich meine, dass irgendwann mal die Rede davon war, Opel hätte auf Typ2 umgeschwenkt.

Bei 3 Hunden wirds im Kofferraum zu eng. :)
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Re: Ein paar Ampera-Fragen

Beitragvon eDEVIL » So 21. Dez 2014, 17:32

Das mit der Typ2 Dose hatte ich hier kürzlich auch glesen, aber könnte sien, das das von Dir war Teekay...
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"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Ein paar Ampera-Fragen

Beitragvon micky4 » Mo 22. Dez 2014, 17:41

TeeKay hat geschrieben:
... Wartet Opel auch Chevy Volts? Nach dem Rückzug von Chevrolet vom deutschen Markt könnte es sonst mittelfristig problematisch werden. Bei Mobile ist ein Volt mit 25.000km und 2,5 Jahren Alter für nur 17900 Euro im Angebot. Den finde ich preislich sehr interessant.

Offiziell leider nicht, das "dürfen" sie (angeblich) nicht. Aber wir (im Forum) haben gerade von einen Fall von Garantie-Reparatur mit Abschleppen und so gehört und da scheint sich eine Lösung anzubahnen. Ich vermute, es wird sich diesbezüglich noch etwas ändern.
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Re: Ein paar Ampera-Fragen

Beitragvon mitleser » Mi 24. Dez 2014, 14:10

Ich finde den Preis auch attraktiv. Da EZ 05/2011 kann es aber sein, dass im Menü unter "Komfort&Bequemlichkeit" die Auswahlmöglichkeit "Warnung Ladeenergieverlust" (Ja/Nein) fehlt. Das ist ein Spannungsverlust-Warnton...den man aber umgehen kann, wenn man mit Mode3 lädt oder den sensiblen Originalziegel weglässt und z.B. EVSelect nimmt.
Der Volt ist erst 09/2011 (edit: 11/2011?) auf den Markt geworfen worden, die EZ davor sind von Chevrolet Deutschland/Europa.
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Re: Ein paar Ampera-Fragen

Beitragvon axlk69 » Mi 14. Jan 2015, 16:34

micky4 hat geschrieben:
Offiziell leider nicht, das "dürfen" sie (angeblich) nicht. Aber wir (im Forum) haben gerade von einen Fall von Garantie-Reparatur mit Abschleppen und so gehört und da scheint sich eine Lösung anzubahnen. Ich vermute, es wird sich diesbezüglich noch etwas ändern.

Da hätte ich gegenteilige Infos und soweit ich mich erinnern kann, sogar von der Chevrolet Österreich Seite.
Die Wartung des Chevrolet Volt, wird nach dem Rückzug von Chevrolet aus Europa durch die Ampera zertifizierten Opel Werkstätten übernommen.
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Re: Ein paar Ampera-Fragen

Beitragvon axlk69 » Mi 14. Jan 2015, 16:53

TeeKay hat geschrieben:
1. Wie empfindlich sind Leder und Plastikeinsätze in den Türen?

2. Insbesondere die Hundekompatibilität ist hier interessant.
3. Seit wann gibt es Typ2-Dosen am Auto?
4. Wie hoch sind die jährlichen Wartungskosten bzw. die Wartungskosten in Abhängigkeit von der Laufleistung?
5. Gibt es irgendwelche Macken, die sich nach 3 Jahren auftun und auf die man unbedingt achten sollte?
6. Wie hoch ist die Selbstentladung der Batterie (12V und Traktionsbatterie)? Kann man ihn auch mal 4 Wochen stehenlassen, ohne dass er Starthilfe und eine neue Traktionsbatterie benötigt?


1. Meiner Meinung nach, sind die Sitze recht gut verarbeitet und die Kunststoffeinsätze an den Türen ausreichend gut versiegelt oder gehärtet. In meinem Fall erlebt der Innenraum durch meine Kids schon so manches. Bis jetzt war aber alles im "Abwischbar" Bereich, sowohl was Leder als auch Kunsstoff betraf.
2. Keine Ahnung ob es überhaupt ein Hundekompatibles Auto gibt. Empfindlicher als vergleichbare Fahrzeuge ist der Ampera natürlich nicht. Sitzt am Vordersitz ein ausgewachsenes Männchen der Gattung Mensch, kann es aber hinter dem Sitz am Boden schon für ein kleines Hündchen knapp werden. Falls Hund im Ampera, dann besser kleiner Hund, oder Rücksitz mit Decke kuschelig machen und Hund auf der Bank liegen lassen.
Fussraum ist sowohl vorne als auch hinten Mangelware! :!:
3. Gar nicht. Wenn man sich die Fotos des Concept Cars Bolt von GM ansieht, stellt man erstaunt fest, dass GM am Typ1 festzuhalten scheint.
4. Das scheint stark von Gutwill der jeweiligen Werkstatt abzuhängen. Einfach mal im Opel Ampera Forum suchen. Hier gibts viel Beispiele. Da ich ja aus der "Reinen EV" Ecke zu den bösen Teilweisestinkern gesiedelt bin, möchte ich aber Anmerken, dass sich die "Servicekosten" bei den reinen EVs auch ganz anständig nach oben entwickelt haben! Was da alles an "Dursicht" verrechnet wird ist auch fast unseriös. Beim Ampera gibts wenigstens wirklich was zu servieren. Ein wenig teurer als bei reinen EV wirds also schon sein.
5. Hier bin ich mit meinen knapp 8000 km Amperaerfahrung wohl noch nicht der rechte Ansprechpartner, hier wäre aus dem Amperaforum viel mehr Info zu gewinnen. Was bei mir bisher zu bemängeln ist, wäre der angeblich per Knopfdruck öfnnende Ladedeckel. Da Ding geht bei vielen nur mit manueller Nachhilfe. Sonst bisher alles OK.
6. Für Lange Stehzeiten gibt es einen eigenen Modus. Am Besten die Bedienungsanleitung des Amperas aus dem Netz ziehen und die Details hierzu selbst nachlesen

LG
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