Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Nette Gespräche - gerne über den Tellerrand hinaus

Re: Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Beitragvon Rudi L » Mi 26. Jul 2017, 15:45

TMi3 hat geschrieben:
Wenn am 31.12.<yyyy> die Schuldenlast höher als am 31.12.<yyyy-1> ist, würde ich nicht von einer schwarzen Null sprechen.


Bring doch mal konkrete Zahlen.
Rudi L
 

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Re: Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Beitragvon Alex1 » Mi 26. Jul 2017, 15:56

TMi3 hat geschrieben:
Ein weiteres 'über die Verhältnisse leben' ist hier sehr schön beschrieben.
https://www.bloomberg.com/view/articles/2017-06-13/the-old-are-eating-the-young
Was mich bei der Alt-gegen-Jung-Debatte gerne aufregt, ist der Verlust der Perspektiven: Die Leute, die heute im Altersheim leben, haben in ihrem Arbeitsleben keine 40- oder 35-Stunden-Woche gehabt.
Sie hatten nicht die Möglichkeit, dreimal im Jahr nach Malle zu jetten.
Sie hatten meist auch nicht die Möglichkeit, ein Auto zu kaufen.
Und echter Arbeitsschutz war erst am Entstehen.
Von Eifons, Tablets und sonstigen Gadgets, die heute „lebensnotwendig“ sind, gar nicht zu reden.

Vielleicht sollten die, die riesige Krokodilstränen abdrücken ob der ach so großen Belastungen, mal eher vergleichen, was ihnen nach all diesen unglaublichen Räubereien übrig bleibt. Und das mal in Relation setzen zu dem, was der heute alten Generation zum Leben übrig blieb, als sie so jung waren :twisted:

Ich bin mir 100% sicher, dass keiner der Jammerer tauschen würde :twisted:
Herzliche Grüße
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Re: Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Beitragvon TMi3 » Mi 26. Jul 2017, 15:59

Schuldenstand
31.12.2015: 2022562 Mio EUR
31.12.2016: 2033814 Mio EUR

Quelle: destatis.de
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Re: Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Beitragvon Rudi L » Mi 26. Jul 2017, 16:04

Das ist doch für einen Staat nahezu perfekt.

Hier noch eine andere Statistik die es deutlicher zeigt.

Bild
Rudi L
 

Re: Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Beitragvon TMi3 » Mi 26. Jul 2017, 16:09

Am Ende vom Jahr mehr Schulden als am Anfang ist auf die Dauer keine Lösung. Das klappt bei Dir privat nicht und hat auch noch nie bei einem Staat auf die Dauer geklappt. Über die ausgelagerten Schulden (KfW, etc.) müssen wir da gar nicht reden ...
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Re: Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Beitragvon Alex1 » Mi 26. Jul 2017, 16:18

Trotz aller Versuche, vom Thema mit bunten Bildchen abzulenken: Fahrstrom ist weiterhin zu teuer und Sprit ist weiterhin viel zu billig. :twisted:
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Re: Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Beitragvon Alex1 » Mi 26. Jul 2017, 16:24

AbRiNgOi hat geschrieben:
Nicht alle in Deutschland leben über die Verhältnisse die Du einem Erdenbürger zugestehst und es geht sich wohl noch sehr lange aus.
Da wäre ich mir nicht so sicher. "Nicht alle", das stimmt sicher, wobei es sich da eher um homöopathische Dosen handelt...

Und mit dem Klimawandel geht es sich wahrscheinlich nicht mehr so lange aus. Die Sache läuft ja nicht linear (mit jedem Grad wärmer 50% mehr Flüchtlinge oder Kriege), das gibt Kipppunkte.

Und wenn die Massen in den Entwicklungsländern mal kapiert haben, wem sie die Misere mit den jahrelangen Dürreperioden und dann folgenden nie gekannten Dauer- und Starkregen zu verdanken haben, ist die Flüchtlingssituation 2015 ein Kindergeburtstag dagegen. Wer nichts mehr zu verlieren hat, den kann man nicht mehr aufhalten. Auch nicht mit Panzern und identitären Booten :roll:
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Re: Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Beitragvon Rudi L » Mi 26. Jul 2017, 16:36

TMi3 hat geschrieben:
Am Ende vom Jahr mehr Schulden als am Anfang ist auf die Dauer keine Lösung. Das klappt bei Dir privat nicht und hat auch noch nie bei einem Staat auf die Dauer geklappt. Über die ausgelagerten Schulden (KfW, etc.) müssen wir da gar nicht reden ...


Privat und bei einer Firma geht das auf Dauer nicht gut.

Ein Staat hat ganz andere Möglichkeiten um seine Schulden loszuwerden ;) Manche Politiker empfehlen sogar jetzt zu investieren, auch wenn es mehr Schulden bedeutet, manches ist davon sogar nachvollziehbar.

Ich finde, bei aller Kritik an der derzeitigen Regierung, finanziell machen sie nicht alles falsch. So jetzt kommen wir wieder zurück zum billigen Benzin.

Ich würde nicht das Benzin noch höher besteuern, sondern eher Autos gemäß ihrem Schadstoffausstoß. Dann hast Du die selben Lenkungseffekte wie bei Verteuerung des Benzins, aber weniger soziale Ungerechtigkeiten. Das befeuert sonst nur die Argumente der Populisten.
Rudi L
 

Re: Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Beitragvon Alex1 » Mi 26. Jul 2017, 17:04

Besteuerung des Schadstoffausstoßes, hmm, nach welchen Kriterien? NEFZ? :lol:
Noch besser: Nach Herstellerangaben? :ROFL:

Beim echten Spritverbrauch kann Keiner bescheißen, beim Schadstoffausstoß sehr wohl. Und wer glaubt, das bessere sich jetzt alles, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten :roll: :lol:

Und "unsozial" ist Beides. Nach Schadstoffausstoß ist noch viel unsozialer, weil die Leute, die ein altes schadstoffgeneigtes Auto haben, dann mehr zahlen müssen als der Reiche, der sich ein Neues Sauberes (was das auch immer heißen soll) leisten kann. Typische Rudi-"Sozialheit" wieder :roll:
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Re: Ist Strom zu teuer – und Benzin zu billig?

Beitragvon Karlsson » Mi 26. Jul 2017, 17:44

Rudi L hat geschrieben:
Manche Politiker empfehlen sogar jetzt zu investieren, auch wenn es mehr Schulden bedeutet, manches ist davon sogar nachvollziehbar.

Wenn dadurch ein heute ausgegebener Euro zwei Euro morgen spart - OK. Verjubeln ist aber nicht ok. Wenn wir es noch nicht mal in wirtschaftlich guten Zeiten, wie wir sie gerade haben, hinkriegen, Schulden zu tilgen, kommen wir doch nie auf einen grünen Zweig.

Priusfahrer hat geschrieben:
Im Gegenzug die Pendlerpauschale zu erhöhen wurde ja auch schon vorgeschlagen.

Die möchte ich lieber abschaffen, da das völlig falsche Anreize setzt. Hilft den Geringverdienern auch ohnehin nicht, da sie kaum Steuern zahlen, die sie sparen könnten.

Rudi L hat geschrieben:
Es gibt kein Grundrecht Auto zu fahren, da hast Du recht, es gehört aber zu unserem Lebensstil und wenn man das Auto fahren künstlich verteuert wie es manche hier fordern wird es zunehmend ein Privileg für die die mehr Geld als der Durchschnitt verdienen.

Künstlich verteuern ist relativ, das tun ja schon Mwst. und Energiesteuer. Wir reden also nicht über das ob, sondern nur über die Summe. Und hier passt es als erstes nicht, Diesel billig zu halten und dann zu meckern, dass die Bürger so viele Diesel PKW kaufen.
Auch konnten sich wohl noch nie so viele Leute wie heute das Autofahren leisten und der Trend zu SUV mit höherem Verbrauch (und den hat JEDES höhere Fahrzeug, auch ein Opel Moppel) deutet eben auch darauf hin, dass Sprit sparen für viele kaum Anreiz hat.
Durch den momentan zu geringen Ölpreis kommen leider auch die E-Autos nicht richtig in Schwung. Dabei habe ich keinen Zweifel, dass der Ölpreis auch wieder durch die Decke gehen wird. Das Problem daran ist, dass der Preis dann sehr schnell steigen wird und man so schnell nicht Alternativen, die kein oder weniger Öl verbrauchen, hat.
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