Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

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Re: Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

Beitragvon Axxel » Sa 12. Jan 2019, 09:12

Langsam aber stetig hat geschrieben:
Also kann man sich ausrechnen, dass man bei diesem Profil eine reale Reichweite von 250 km braucht, die aber mit 75% des Akkus erreicht werden sollten. Wenn man einen Verbrauch von 200 Wh/km annimmt, braucht man also einen 67-kWh-Akku, und muss bei jedem Stopp 50 kWh in einer guten halben Stunde nachladen können, also knapp 100 kW.

Der breiten Masse wird das immer noch zu umständlich sein. Aber mit 400V Akkusystemen kommt man ja bis über 150 kW Ladeleistung. Der E-Tron macht das ja schon ganz gut. Aber erst ein bezahlbares BEV mit 20kWh/100km und einem 85er Nettoakku mit 150kW Dauerladeleistung und eine verlässliche Ladeinfrastruktur wird, so denke ich, genügend Langstreckennutzer anfangen können zu überzeugen.

Langsam aber stetig hat geschrieben:
Model 3 LR (und wahrscheinlich MR) kann das schon perfekt eigentlich, ist aber nicht super praktikabel und mir zu teuer (zumindest als LR AWD).

Ja, M3LR kommt der Sache technisch schon recht nahe. Leider eben teuer und unpraktisch. In 3 Jahren haben wir hoffentlich die große Auswahl und ab Feststoffakkuzeiten sind Verbrenner imho obsolet.
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Re: Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

Beitragvon AgV8DdmU » Sa 12. Jan 2019, 09:34

Axxel hat geschrieben:
[...]
Ja, M3LR kommt der Sache technisch schon recht nahe. Leider eben teuer und unpraktisch. In 3 Jahren haben wir hoffentlich die große Auswahl und ab Feststoffakkuzeiten sind Verbrenner imho obsolet.


Wie schon einige Beiträge vorher beschrieben:
Wie und wo kommen die hohen Ladeleistungen in Zukunft her, damit die e-Autos in max. 15min wieder >60 kWh im Akku haben.
Was werden die Supercharger mit mehreren Ladeplätzen jeweils >300kW kosten und wie stellt sich das Businessmodell dar - Geld damit verdienen und so.
Die Dinger hinstellen reicht ja nicht, die müssen auch gehegt und gepflegt werden. Hier habert es ja gerade ziemlich häufig.
Entlang der Autobahnen und Bundesstraßen wird es ja Ladestationen mit mehreren Ladeplätzen geben. Die brauchen ja dann 1-5 MW Anschlussleistung (min. 250 kW pro Ladeplatz).

Was macht dann das Stromnetz an den Wochenenden in der Urlaubszeit in der Nähe der Autobahnen?

Wie sehen hier die Konzepte aus - in 5 Jahren - in 10 Jahren - in 15 Jahren?

Meine Befürchtung: Das wird ziemlich teuer mit dem Laden in Zukunft...
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Re: Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

Beitragvon ederl65 » Sa 12. Jan 2019, 09:44

AgV8DdmU hat geschrieben:
Wie sehen hier die Konzepte aus - in 5 Jahren - in 10 Jahren - in 15 Jahren?
Meine Befürchtung: Das wird ziemlich teuer mit dem Laden in Zukunft...


Zug, Autoreisezug, daheim bleiben, ...
Zuviel ist nicht genug. ;)
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Re: Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

Beitragvon Axxel » Sa 12. Jan 2019, 09:54

AgV8DdmU hat geschrieben:
Wie sehen hier die Konzepte aus - in 5 Jahren - in 10 Jahren - in 15 Jahren?
Meine Befürchtung: Das wird ziemlich teuer mit dem Laden in Zukunft...

Konzepte? In Deutschland? Die Blaupause heißt mobiles Internet. Vollständiges Versagen der Politik gepaart mit "weiter so". Ich schreibe mal lieber nicht weiter, sonst kriege ich Blutdruck. Das das Laden in Deutschland, dem Mondpreisland des Stroms, künftig exklusiv teuer wird ist doch wohl klar. Da äußern Ladekonglomeratsverantwortliche, dass Laden so teuer wie Tanken sein soll. Hallo? Der Stinker verbraucht 100 kWh/100km und ich 10. Nur 1.000% teurer. :wand:
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Re: Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

Beitragvon Langsam aber stetig » Sa 12. Jan 2019, 12:46

AgV8DdmU hat geschrieben:
Was werden die Supercharger mit mehreren Ladeplätzen jeweils >300kW kosten und wie stellt sich das Businessmodell dar - Geld damit verdienen und so.
Die Dinger hinstellen reicht ja nicht, die müssen auch gehegt und gepflegt werden. Hier habert es ja gerade ziemlich häufig.
Entlang der Autobahnen und Bundesstraßen wird es ja Ladestationen mit mehreren Ladeplätzen geben. Die brauchen ja dann 1-5 MW Anschlussleistung (min. 250 kW pro Ladeplatz).

Ich habe mal geschätzt, dass pro Autobahnraststätte eine Anschlussleistung von 10 bis 40 MW benötigt wird, wenn alle PKW Elektroautos sind. Diese Leistung wird natürlich nur in Spitzenzeiten abgerufen. Wir schnell die Lader sind, ist eigentlich egal, die gesamte Anschlussleistung bleibt gleich.

Ich sehe kein Problem damit. Das kostet zwar viel Geld und benötigt einen Anschluss ans Mittelspannungsnetz oder Hochspannungsnetz, aber machbar ist das problemlos. Die Netze werden sicher auch nicht zusammenbrechen, so viel Leistung ist das nun auch wieder nicht.

Und logischerweise gibt es den Strom nicht für €0,30 pro kWh. Das wird aber generell bei Ladestationen so sein. Wo Nachfrage ist, wird es auch ein Angebot geben. Momentan ist die Nachfrage noch gering, daher ist das Angebot auch noch nicht so gut.
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Re: Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

Beitragvon MaXx.Grr » Sa 12. Jan 2019, 14:13

Und wer auf der Autobahn auf dem Weg gen Süden ist braucht daheim keinen Strom zum Waschen, Kochen oder Fernschauen :-D
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Re: Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

Beitragvon witt18 » Sa 12. Jan 2019, 14:31

Langsam aber stetig hat geschrieben:
Ich habe mal geschätzt, dass pro Autobahnraststätte eine Anschlussleistung von 10 bis 40 MW benötigt wird, wenn alle PKW Elektroautos sind. (...) Die Netze werden sicher auch nicht zusammenbrechen, so viel Leistung ist das nun auch wieder nicht.


So wenig ist 40MVA nicht. Installierte Leistung der Umspannebenen für unsere gesamte Stadt (100.000 Einwohner und viel Industrie): 50MVA für HS/MS und 200MVA für MS/NS.
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Re: Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

Beitragvon AgV8DdmU » Sa 12. Jan 2019, 14:39

MaXx.Grr hat geschrieben:
Und wer auf der Autobahn auf dem Weg gen Süden ist braucht daheim keinen Strom zum Waschen, Kochen oder Fernschauen :-D


10 kWh in 24h dahoam
100 kWh in 1h im Auto

Finde den Unterschied...
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Re: Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

Beitragvon MaXx.Grr » Sa 12. Jan 2019, 15:21

AgV8DdmU hat geschrieben:
MaXx.Grr hat geschrieben:
Und wer auf der Autobahn auf dem Weg gen Süden ist braucht daheim keinen Strom zum Waschen, Kochen oder Fernschauen :-D


10 kWh in 24h dahoam
100 kWh in 1h im Auto

Finde den Unterschied...


Die 100 kW reichen bei mir für ~ 650 km, da bin ich schon an der Adria und über meine normalen Urlaub-mit-dem-Auto-Ziele hinaus... Insofern zähle ich die 100 kWh für den halben Urlaub und nicht nur für eine Stunde.

Aber natürlich hast Du Recht - wenn sich die Einstellung zum Verreisen nicht ändert wird's zeitweise a bisserl eng werden - wobei der Energieverbrauch im Stau zur Hauptreisezeit mit eAutos auch ganz gut sinkt - im Vergleich mit Verbrennern im Leerlauf ;-)

Grüazi MaXx
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Re: Allgemeine BEV Langstreckentauglichkeit - Die Wahrheit.

Beitragvon B.XP » Sa 12. Jan 2019, 18:40

Blöd gesagt: Die Reisegeschwindigkeit dürfte doch unterm Strich nur vom Schnellader und vom Fahrzeug-Verbrauch abhängen?!

Milchmädchenrechnung: Wenn ich in einer Stunde 50kW => 50kWh laden kann, entspricht das bei 15kWh Verbrauch eben etwas über 300km Reichweite, die da in einer Stunde nachgeladen wird, unabhängig davon wie groß der Akku dimensioniert ist. Dementsprechend müsste ein 100kW-Lader 600 km "nachladen". Das findet alles seine Grenzen durch die Ladekurve...
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