Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Super-E » Mi 23. Okt 2013, 10:06

Hallo,

ich denke langfristig (10 Jahr+) wird in Innenstädten Induktiv geladen, in Tankstellen (hptsl. an Fernstraßen) mit Schnelladung (bei 150kW tankt man ca 15-20km die Minute) und zu Hause mit Typ 2 Steckern (oder Induktiv für Faule). Bis auf die Schnelladestationen, wird die Ladeleistung entsprechend Wind und Solarangebot in Grenzen schwanken. Schukoladung ist vermutlich noch lange ein Backup, wird aber irgendwann verschwinden.

Die Induktionsladung kann viele Probleme im öffentlichen Bereich lösen und der (wenn auch immer geringer werdenede) Wirkungsgradverlust ist dafür verschmerzbar. (Kabelgewirr und klau, optische Gestaltung von Altstädten, einfach abstellen und losgehen) Die Leistungen müssen nicht so hoch sein - beim Parken kanns auch etwas länger dauern. Auf der Autobahntanke muss es so schnell wie möglich gehen und zu Hause hat man auch wieder etwas Zeit. Mit größer werdenden Akkukapazitäten wird das immer entspannter.

Wichtig wäre, dass möglichst bald rechtliche Bedingungen geschaffen werden: Anspruch auf Installation einer Ladestation in der Mietstiefgarage - wenn technisch möglich und zumindest auf eigene Kosten - und wie das abgerechnet werden kann. (Ich parke derzeit in der Tiefgarage des Nachbarhauses - ich habe mit denen nur einen Stellplatzmietvertrag und in dem Haus keinen "Stromanschluss")

Redoxflowtanken wird es vielleicht in Insellösungen geben (Wenn man sowieso einen großen stationären Redoxflowspeicher betreibt), aber ich denke das bleibt ein Exot. Wasserstoff sehe ich bei LKWs als zukunfstfähig, nicht bei der Masse der PKWs -dafür ist die Akkutechnik einfach zu bequem und macht unabhängig. Außerdem sehe ich inzwischen keine Vorteile mehr, die die Nachteile aufwiegen. Auch wenn ich Elon Musks Aussage Wasserstoff wäre "bullshit" etwas zu drastisch finde...

Gruß,
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Politische Beurteilung

Beitragvon bernd schlueter » So 3. Mai 2015, 19:09

Romans Gleichstromlösung halte ich auch aus einem anderen Grund für die beste:
Die mächtigen Energielobbyverbände werden alles daransetzen, ihre 1935 erhaltenenen Monopole zu erhalten.
Wie wir beobachten können, sind unsere Politiker in dieser Hinsicht beeinflussbar und bauen zur Zeit das Hitler-Monopol noch weiter aus (es war nicht Hitler selbst, sondern sein Wirtschaftsminister).

Ein Gleichstromnetz hat seine Vorteile und könnte unabhängig vom 50Hz-Monopolnetz aufgebaut werden.
Aus dem Ausland, wo es das Hitlersche Wirtschaftsgesetz nicht gibt, könnten wir für dieses dezentrale, öffentliche Netz Rückendeckung erhalten. Wir können sogar fest darauf bauen. In Italien ist man sehr wohlwollend gegenüber der Freizügigkeit. Auch die Enel nutzte die faschistischen Monopolgesetze nach dem Kriege zu sehr aus und verletzte das demokratische Bewusstsein der Italiener.

http://de.wikipedia.org/wiki/Energiewirtschaftsgesetz
Hjalmar Schacht war damals Wirtschaftsminister. Er stellte sich übrigens gegen die antijüdische Reichspolitik. Für die deutsche Kriegsführung war das Gesetz wertvoll. Heute haben wir aber Frieden.


Die dezentrale Nutzung des Netzes sollte kostenfrei sein bei voller Verwirklichung des smart grids mit variablen Preisen, für bezogene und eingespeiste Energie gleicher Preis und frei von Abgaben und Umlagen. Die Lebensdauer der Fahrzeugakkus ist vermutlich zu hoch für die nur gelegentliche Nutzung der meisten Fahrzeuge. Die nicht genutzten Fahrzeuge gehören alle an einen Parkstecker in einem dichten Netz einfacher Parkhäuser und -Plätze. Das gibt auch Platz auf den Straßen.


Ja, Induktionsladen ist mein Steckenpferd. Irgendwann, so glaube ich, trabt es los. Ich übe schon den versammelten Galopp.
Passt gut zum Gleichstromnetz.
bernd schlueter
 
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