Was würdet Ihr empfehlen für eine Stadt mit 200 T Einwohner?

Re: Was würdet Ihr empfehlen für eine Stadt mit 200 T Einwoh

Beitragvon Willy » Fr 3. Jul 2015, 21:18

1. Geh zu deinem Energieversorger und frag ob die in der Richtung was planen.
2. Wenn die nix planen, geh direkt an die Stadt. (Umweltamt / Stadtentwicklung) Komm dort nicht nur mit der "Elektrofahrer" wollen laden - Schiene. Komm mit der Feinstaub-Belastung im innerstädtischen Bereich, dem Umweltschutz und vor allem mit einem hochwertigen Stadtbild für die nahe Zukunft.
Schreib zur Not direkt an den Oberbürgermeister und verweise auf Aktivitäten anderer Kommunen/Städte in Deutschland.
3. Wenn die Beiden allerdings "nix hören, nix sehen, nix sagen"-spielen dann hast du ein Problem.

Zu den Aufstellungsorten.
Die 1. Aufstellungsorte sind ohne mathematische Untersuchung in sekundenschnelle gefunden. Es reicht normal Ortskenntnis.
Das einfachste Motto. "Wo parken denn die Autos jetzt?". Überall dort sollte doch Platz für 2 reservierte Parkplätze mit Ladeinfrastruktur sein.
Konkret sind das in 90% der Fälle: Parkhäuser (meist nahe dem/im Stadtkern), Einkaufszentren und/oder Gewerbegebiete (Supermärkte, Cafes, etc.), öffentliche Stellflächen im Stadtkern, Pendlerparkplätze etc.

Zur Dimensionierung der Ladeleistung:
Typ 2 mit 22 kW AC / Alternativ geht auch noch 11 kW ist aber wohl bei der nächsten Generation von Fahrzeugen schon zu klein.

Die 22 kW AC sind - wieder in 90% der Fälle - für den Verteilnetzbetreiber kein Problem. Diese Ladeleistung ist auch beim Kaufpreis für die Ladesäulen noch erschwinglich und mit der Standardisierung im Typ2 bekommt der Investor etwas Planungssicherheit. Zudem sind die Netzanschlusskosten bei den Ladesäulen halbwegs vernünftig. (sofern der Verteilnetzbetreiber VOR der Fixierung der Stellplätze gefragt wird! Denn am Parkplatz links oder rechts können gerne mal 3.000,- bis 4.000,- € Unterschied machen)
Schnellader im DC-Bereich gehören an die Autobahn und/oder die Bundesstraße. Den Vorschlag würde ich aufgrund der exorbitant höheren Kosten zum Start noch nicht unter die ersten 3 Punkte nehmen.

Als Abrechnungssystem muss der Betreiber erstmal aktiv werden. Wichtig ist, dass zumindest auf die EU-Richtlinie zum diskriminierungsfreien Zugang zum Ladepunkt wert gelegt wird. Das heißt Minimum SMS. Idealerweise ist das ganze evtl. auch ins eRoaming (TNM, PS, etc) angebunden.


Herzlichen Glückwunsch, ich habe jetzt den 100sten unsinnigen Beitrag von dir gelesen und du landest damit auf meiner persönlichen Ignore-Liste.
Nur soviel dazu: 22kW ist nicht Schnellladen und die üblichen Fahrzeuge sind an solch einem Lader in frühestens 1h voll... idealer Shopping-Zeitraum!


Diese Diskussionen liebe ich. Wie oft kommt man denn mit seinen Auto mit 0% Restkapazität an der öffentlichen Ladesäule an? So gut wie gar nicht. Die 22 kW sind z.b. bei einem ZOE nur unwesentlich "länger" als die üblichen Zeiten einer "Schnellladung" im DC-Bereich. Die meisten Autos die 22 kW "laden" können (und das sind noch viel zu wenige) nehmen an einer öffentlichen Ladestation zwischen 15 - 20 Minuten Strom und sind dann voll....
Also wenns schon keine "Schnellladung" ist, dann ist es zumindest eine "sehr schnelle langsame". ;)

Also Triplelader an den üblichen Ausfallstraßen mit 43/50kW für die von weiter her kommen oder auch weiter weg wollen.
[...]. So wächst das System mit, ohne gleich am Anfang in die Vollen gehen zu müssen.


Was ist denn nicht so in die Vollen?
Denn alleine für die "paar" DC-Schnellader an ein paar Ausfallstraßen ist mal Budget für gut und gerne 10 "AC-Lader" dahin. :?
Also ich würde die DC erstmal hinten anstellen. Elektromobilität hätte schon 3x gewonnen, wenn jeder Zweitwagen zumindest mal elektrisch wäre. Und da die meisten Deutschen im Schnitt keine 40 Kilometer pro Tag fahren, sollte die Infrastruktur auch erstmal auf die ausgelegt werden. Zumal an öffentlichen Ladestationen gerade mal ca. 12% der Ladevorgänge stattfinden.
Einzelne DC im 2ten oder 3ten Step sind dann nur nochmal ein "Förderer".
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Beitragvon ATLAN » Fr 3. Jul 2015, 21:22

Und: wenn irgend möglich Interoperabel / Barrierefrei, denn mit einem gefühlt "1001ten Ladekartenfürstentum" hat denke ich auch keiner wirklich Freude ... ;)

MfG Rudolf
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Re: Was würdet Ihr empfehlen für eine Stadt mit 200 T Einwoh

Beitragvon Berndte » Fr 3. Jul 2015, 21:57

Willy hat geschrieben:
...Nur soviel dazu: 22kW ist nicht Schnellladen und die üblichen Fahrzeuge sind an solch einem Lader in frühestens 1h voll... idealer Shopping-Zeitraum!
Diese Diskussionen liebe ich. Wie oft kommt man denn mit seinen Auto mit 0% Restkapazität an der öffentlichen Ladesäule an? So gut wie gar nicht. Die 22 kW sind z.b. bei einem ZOE nur unwesentlich "länger" als die üblichen Zeiten einer "Schnellladung" im DC-Bereich. Die meisten Autos die 22 kW "laden" können (und das sind noch viel zu wenige) nehmen an einer öffentlichen Ladestation zwischen 15 - 20 Minuten Strom und sind dann voll....
Also wenns schon keine "Schnellladung" ist, dann ist es zumindest eine "sehr schnelle langsame". ;) ...


Ganz einfache Definition:
Ladung mit 1C ist Normalladung (beim 22kWh Akku also mit 22kW)
Ladung ab 2C ist Schnellladung ... also bei den Üblichen 43/50kW
Deshalb hat der Tesla ja auch mit 85kWh Akku erst ab 130kW Schnellladung, die 22kW sind da eher die Schnarchladung.

Dabei ist egal wie lange ich da stehe oder wie voll der Akku ist... es zählt einzig und allein das Verhältnis von Akkukapa zu Ladestrom. Aber lass uns das bitte nicht zum 100sten mal durchkauen.

Willy hat geschrieben:
Also Triplelader an den üblichen Ausfallstraßen mit 43/50kW für die von weiter her kommen oder auch weiter weg wollen.[...]. So wächst das System mit, ohne gleich am Anfang in die Vollen gehen zu müssen.
Was ist denn nicht so in die Vollen?

Das habe ich so in diesem Zusammenhang nicht geschrieben, also bitte nochmal meinen Beitrag lesen.
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Re: Was würdet Ihr empfehlen für eine Stadt mit 200 T Einwoh

Beitragvon LiquidCrystal » Fr 3. Jul 2015, 23:15

Berndte hat geschrieben:
Willy hat geschrieben:
...Nur soviel dazu: 22kW ist nicht Schnellladen und die üblichen Fahrzeuge sind an solch einem Lader in frühestens 1h voll... idealer Shopping-Zeitraum!
Diese Diskussionen liebe ich. Wie oft kommt man denn mit seinen Auto mit 0% Restkapazität an der öffentlichen Ladesäule an? So gut wie gar nicht. Die 22 kW sind z.b. bei einem ZOE nur unwesentlich "länger" als die üblichen Zeiten einer "Schnellladung" im DC-Bereich. Die meisten Autos die 22 kW "laden" können (und das sind noch viel zu wenige) nehmen an einer öffentlichen Ladestation zwischen 15 - 20 Minuten Strom und sind dann voll....
Also wenns schon keine "Schnellladung" ist, dann ist es zumindest eine "sehr schnelle langsame". ;) ...


Ganz einfache Definition:
Ladung mit 1C ist Normalladung (beim 22kWh Akku also mit 22kW)
Ladung ab 2C ist Schnellladung ... also bei den Üblichen 43/50kW
Deshalb hat der Tesla ja auch mit 85kWh Akku erst ab 130kW Schnellladung, die 22kW sind da eher die Schnarchladung.

Hmmm, ist das Doppelte von 85 nicht 170? Dann hat Tesla ja doch gar keine Schnelladung... Vielleicht ist die Definition doch nicht so passend.
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Re: Was würdet Ihr empfehlen für eine Stadt mit 200 T Einwoh

Beitragvon ATLAN » Sa 4. Jul 2015, 00:15

Die Definition passt halt nur beim Tesla -Akku nicht, Tesla ist hier mal wieder anders... :P ;)

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Re: Was würdet Ihr empfehlen für eine Stadt mit 200 T Einwoh

Beitragvon PowerTower » Sa 4. Jul 2015, 06:18

Berndte definiert Schnellladung anscheinend der menschlichen Geduld entsprechend. Schauen wir nun aber ins Datenblatt stellen wir fest, dass Standardladung mit 0,3 - 0,5C definiert ist. Demnach liegt 1C aus Akkusicht nicht mehr im Bereich der Standardladung. Das persönliche Empfinden spielt für die Definition keine Rolle.

Was die Ladesäulen in Rostock angeht, sind zunächst die Stadtwerke Ansprechpartner. Und die haben erst letztens an der HanseMesse eine Ladesäule mit dem StromTicket System eingerichtet. Das ist begrüßenswert, weil sich dieses System mittlerweile als ernsthafte Option etabliert hat. Wenn Ende des Jahres etwa 40 weitere Ladepunkte in Leipzig, Halle, Stolberg und Ostsachsen dazu kommen, scheint es richtig durchzustarten. Da ein Kartenleser installiert ist, spricht aber bei Bedarf nichts gegen die Einbindung ins Hubject Netzwerk.

Es ist aber in sofern ungewöhnlich, als dass die Rostocker Straßenbahn AG das HandyTicket System nicht nutzt. Bleibt also abzuwarten, wie es da weiter geht. Ich denke wir sind uns einig, dass die Variante mit der auf Rostock begrenzten Ladekarte kein Zukunftsmodell ist. Für Leute, die da regelmäßig laden wollen (z.B. Mieter ohne eigene Lademöglichkeit) kann diese Option aber zusätzlich angeboten werden.
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Re: Was würdet Ihr empfehlen für eine Stadt mit 200 T Einwoh

Beitragvon PavelCoast » Sa 4. Jul 2015, 07:35

@Willy

Wichtig ist, dass zumindest auf die EU-Richtlinie zum diskriminierungsfreien Zugang zum Ladepunkt wert gelegt wird.


Wo finde ich diese EU-Richtlinie?
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Re: Was würdet Ihr empfehlen für eine Stadt mit 200 T Einwoh

Beitragvon PavelCoast » Sa 4. Jul 2015, 07:46

Warum wird das alles immer so kompliziert gemacht mit den Ladesäulen Zugängen.
Immer muß man sich erst irgendwo anmelden oder registrieren, das nervt gewaltig.

Es wäre doch einfach z.B. die vorhandenen Parkautomaten zu benutzen. Da gibt es dann zusätzlich die Möglichkeit bei der Parkdauerauswahl die Option "Mit Laden" auszuwählen und man erhält ein Parkticket. Diese Ticket z.B. mit einer APP einscannen und daraufhin wird die Säule freigeschaltet oder das Parkticket wird an ein Lesegerät an der Ladesäule gehalten und gescannt, woraufhin die Säule freischaltet. Was ist daran so kompliziert umzusetzen?
Keiner müßte sich mehr um die jeweiligen Anbieter und Registrierungen kümmern.
Oder noch einfacher, die Parksäule funktioniert wie ein Parkautomat, man zahlt an der Säule.
Aber ich glaube das bleibt ein Wunschtraum.

Gruß
René
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Re: Was würdet Ihr empfehlen für eine Stadt mit 200 T Einwoh

Beitragvon Willy » So 5. Jul 2015, 15:57

PavelCoast hat geschrieben:
@Willy

Wichtig ist, dass zumindest auf die EU-Richtlinie zum diskriminierungsfreien Zugang zum Ladepunkt wert gelegt wird.


Wo finde ich diese EU-Richtlinie?


Richtlinie 2014/94/EU
http://eur-lex.europa.eu/legal-content/ ... 32014L0094

Artikel 2 / Ziffer 7:
"„Öffentlich zugänglicher Ladepunkt oder öffentlich zugängliche Tankstelle“ ist ein Ladepunkt oder eine Tankstelle, an der ein alternativer Kraftstoff angeboten wird und zu der alle Nutzer aus der Union nichtdiskriminierend Zugang haben. Der nichtdiskriminierende Zugang kann verschiedene Arten der Authentifizierung, Nutzung und Bezahlung umfassen."

Dabei ist egal wie lange ich da stehe oder wie voll der Akku ist... es zählt einzig und allein das Verhältnis von Akkukapa zu Ladestrom. Aber lass uns das bitte nicht zum 100sten mal durchkauen


Ja, aber aus der Berechnung lass den Tesla einfach draußen. Denn das Auto hat so gar nichts mit den anderen Elektroautos gemeinsam und man sollte sich tunlichst bei der Errichtung von öffentlicher Infrastruktur nicht daran orientieren.
Außer natürlich du bist Milliardär, Idealist und es macht dir nix aus für einen Ladepunkt über 250.000,- € hinzulegen. Da wird die Stadt mit den 200T-Einwohnern jedoch anders denken.
Versteh mich nicht falsch. Ich bin dafür primär mit 22 kW an öffentlichen Stellplätzen zu arbeiten. Das ist für eine ZOE fast Schnellladung, ein i3 kommt mit 7,2 (bzw. 6,6) "Bezug" an einer solchen Säule aber auch halbwegs zurecht.
Aber hier zu tun als wäre 22 kW eine Schnarchladung ist halt (nicht mal Tesla außen vor, denn der zieht ca. 120 Kilometer / Stunde) auch nicht korrekt.

Aber 22 kW sind wie gesagt wichtig, wenn man mal davon ausgeht dass die nächste Generation von Elektrofahrzugen ca. 35-40 kW-Batterien ihr eigen nennen. (sollte bei den stark sinkenden Preisen für Batterien drinnen sein.)
Dann hab ich - bei vernünftiger Ladetechnik im Auto - auch künftig einen Fahrzeug in spätestens 2 Stunden voll und bewege mich immer noch in einem Top Zeitrahmen für Shopping, etc.

Zumal der Einkaufspreis von 22 kW zu 11 kW nicht großartig teurer ist und einzig der BKZ hier höher ausfällt.

Das habe ich so in diesem Zusammenhang nicht geschrieben, also bitte nochmal meinen Beitrag lesen.

Hab ich sehr gut gelesen und hab ich auch genauso aus deinem Kontext aufgenommen. "Triple-Lader an die Ausfallstraßen[...]so wächst das System gleich mit, ohne in die vollen zu gehen."

Triple-Lader in Ausbaustufe 2 (nach ca. 15 AC / 22 KW für eine 200T Einwohner-Stadt)
Dann hat der Planer genügend Erfahrung und macht mit den Triple-Ladern keinen Unfug, bzw. wahrscheinlich hat er dann sogar ein funktionierendes Freischaltungs-/Bezahlsystem.

@PowerTower
Jap, so sehe ich auch den korrekten Vorgang zu einer Infrastruktur.
Hier muss aber evtl. auch nochmal explizit bei den Stadtwerken auf eine gute Verknüpfung mit dem ÖPNV hingewiesen werden. Nur weils der gleiche Konzern ist, ist das Verhältnis nicht bei allen Stadtwerken das Beste.
Hier ist es am besten man geht den Weg über den Bürgermeister mit dem Stichwort "Ladeinfrastruktur z.B. an P+R zur Reduzierung des Individualverkehrs".
Dann müssen normal ohnehin die jeweiligen Player miteinander sprechen.

Hubject sehe ich übrigens gleich von vorne weg als "Pflicht"-Teil an. Bringt ja auch keinen Ladesäulenbetreiber um. Bei TNM und bei PS hat man z.B. trotzdem noch die entsprechende Preishochheit und kann seine Kalkulation sauber auch hierüber abbilden.

@PavelCoast
Warum wird das alles immer so kompliziert gemacht mit den Ladesäulen Zugängen.
Immer muß man sich erst irgendwo anmelden oder registrieren, das nervt gewaltig.


Generell ist den Parkautomaten nutzen eine tolle Idee. Jedoch ist es leider aktuell auch noch eine teure Idee. Da ein wirtschaftlicher Betrieb einer Ladesäule zum aktuellen Stand der Dinge nicht möglich ist (einzelne DC-Ladesäule ausgenommen) wird da jeder vorerst versuchen die Kosten so gering wie möglich zu halten.

Auch finde ich den Vorschlag mit vorher App runterladen, scannen, hinhalten, etc. durchaus kompliziert. ;)
Warum nicht einfach - ich weiß, viele mögen das nicht - die SMS eintippen (oder per QR-Code scannen) abschicken fertig?
Wenn der Ladesäulenbetreiber hier kein vernünftiges System findet, gibts auch die Option das über NFC zu machen.
NFC-Chip in die Ladesäule, Handy dranhalten, Webseite macht auf, Tarif auswählen und via PayPal oder Kreditkarte zahlen.
Geht schon, ist halt nur - dank der Gebühren z.B. - noch ca. 50 ct/Ladevorgang teuer als bei SMS.
Und - da sollte man vielleicht Rücksicht nehmen - nicht jedes Handy kann aktuell bereits NFC. Aber das kommt noch und ist auch zum nachrüsten ein Kinderspiel.
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Re: Was würdet Ihr empfehlen für eine Stadt mit 200 T Einwoh

Beitragvon Berndte » So 5. Jul 2015, 17:21

Willy hat geschrieben:
...aber aus der Berechnung lass den Tesla einfach draußen. Denn das Auto hat so gar nichts mit den anderen Elektroautos gemeinsam und man sollte sich tunlichst bei der Errichtung von öffentlicher Infrastruktur nicht daran orientieren. ...
Der war gut... selbstverständlich sollte man sich an Tesla ein Beispiel nehmen!
Das sind die Einzigen, die es richtig anpacken.

Nicht dieses Klein-Klein was immer wieder passiert und manch Planer für seine Bürgermeistersäule hier gefeiert werden will aber dafür Kloppe bekommt und die Eröffnung lieber heimlich macht, damit da ja kein Flashmop auftaucht (Bad Segeberg).


Willy hat geschrieben:
...Ich bin dafür primär mit 22 kW an öffentlichen Stellplätzen zu arbeiten. Das ist für eine ZOE fast Schnellladung...
Das ist nicht fast Schnellladung, sondern schlicht und ergreifend Normalladung und man sollte diese Begrifflichkeiten nicht immer hin und her dehnen.


Willy hat geschrieben:
...Hab ich sehr gut gelesen und hab ich auch genauso aus deinem Kontext aufgenommen. "Triple-Lader an die Ausfallstraßen[...]so wächst das System gleich mit, ohne in die vollen zu gehen."...
Hier nochmal mein Originalzitat und genau in diesem Zusammenhang ist das auch meine Meinung:
Berndte hat geschrieben:
...Also Triplelader an den üblichen Ausfallstraßen mit 43/50kW für die von weiter her kommen oder auch weiter weg wollen.
Im Zentrum die Parkhäuser mit Ladestationen versorgen ... Dann beobachten und mittels der Daten auswerten, wann Stoßzeiten sind und ob sehr oft gleichzeitig alle Ladedosen belegt sind. Jetzt sehr zeitnah weitere Lademöglichkeiten ergänzen. So wächst das System mit, ohne gleich am Anfang in die Vollen gehen zu müssen....
Sep 2014: Renault Zoe
Nov 2014: Eigene 43kW Ladesäule
Okt 2015: 2x 43kW und 1x 14kW am Arbeitsplatz
Dez 2015: Kangoo Maxi und Verkauf des letzten Verbrenners -> jetzt 100% elektrisch!
Mär 2016: Reservierung Tesla Modell = mit Nummer 11 in Hamburg
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