Teslas Supercharger vs. CCS

Teslas Supercharger vs. CCS

Beitragvon TimoS. » Do 7. Aug 2014, 18:13

Teslas Supercharger schießen wie Pilze aus dem Boden und sehen dabei noch richtig gut aus. Die hässlichen CCS Klötze werden hier und da vereinzelt aufgestellt.
Sind die Supercharger eigentlich auch DC-Lader? Wenn ja stellt sich mir wirklich die Frage, was in den CCS- Stationen so viel Platz einnimmt und die Dinger so unglaublich teuer macht?
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Re: Teslas Supercharger vs. CCS

Beitragvon P85_CH » Do 7. Aug 2014, 18:59

Hallo
Die Supercharger sind auch DC-Lader.

Das was du meinst sind nur die Befestigungen für die Kabel. Darin befindet sich keine Ladetechnik.

Bild

Diese weissen Kästen sind die eigentlichen Supercharger. Darin befinden sich angeblich 12 in Serie (sorry parallel, danke für den Hinweis) geschaltete Model S Ladegeräte, die Wechselstrom in Gleichstrom wandeln.
Bild
Diese Kisten sind meistens jedoch hinter einer Sichtschutzwand versteckt darum siehst du nie was davon.
Hier hinter den braunen Wänden:
Bild
Zuletzt geändert von P85_CH am Do 7. Aug 2014, 21:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Teslas Supercharger vs. CCS

Beitragvon TimoS. » Do 7. Aug 2014, 19:08

Ah, ok. Macht trotzdem mehr her und hat den Vorteil, dass mehrere Autos gleichzeitig angeschlossen werden können. Dann wird eben die Leistung verteilt.
Das teuerste an den DC Stationen wird das Netzteil sein. Gibt's eigentlich günstige CCS Lader mit z.b nur 10KW. Sowas kann sich dann vielleicht auch ein Supermarkt oder Restaurant leisten. Ne halbe Stunde mit 10KW würde schon deutlich mehr bringen als 3,6KW. Leider verbauen VW und BMW ja keine 3-Phasen-Lader...
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Re: Teslas Supercharger vs. CCS

Beitragvon TeeKay » Do 7. Aug 2014, 20:06

Es gibt günstige Ladegeräte - aber noch nicht als CCS und ohne CE-Kennzeichnung und Tauglichkeit für öffentliche Anwendungen: http://emotorwerks.com/tech/electronics

Das teure an CCS-Ladern ist im Wesentlichen die winzige Stückzahl und die mangelnden Erfahrungen der Hersteller kombiniert mit den untypisch hohen Leistungen über untypisch lange Zeitspannen. Alle Standardteile, die du so kaufen kannst, sind nicht für so hohe Lasten über 20, 30, 60min ausgelegt. Die Lader stehen 24/7 dem Wetter ungeschützt ausgesetzt und müssen dann von einer Sekunde auf die andere plötzlich maximale Leistung bringen. Das kriegen viele (eigentlich alle) Hersteller nichtmal trotz der hohen Kosten in. Die Verfügbarkeit der in Deutschland installierten Lader ist - aus meiner Sicht - inakzeptabel.

Allein das Kabel samt Stecker kostet 1800 Euro. Logisch, bei einer bislang weltweit verkauften Stückzahl von <200. Die Hersteller verteilen dann natürlich all ihre Entwicklungs-, Test-, Zertifizierungs-, Distributions- und Lagerhaltungskosten auf die extrem kleinen Stückzahlen. Ein Wunder, dass Hersteller wie Phoenix und Co. überhaupt in diesen Stückzahlbereichen operieren.

Tesla hat es da schon besser gemacht. Sie basteln ihre Supercharger aus ihren ohnehin im Model S genutzten Ladegeräten zusammen, die sie zehntausendfach herstellen. Das senkt die Kosten merklich, zudem haben sie mit dem Gerät umfassende Erfahrungen gesammelt. Dann kriegt das ganze eine Kühlung verpasst, die auch einen 1000kW Panzermotor in der Sahara kühlen könnte. Und um ganz sicher zu gehen, kommt noch ein gut belüftetes Holzhaus drumherum, damit die Sonne nicht direkt auf die Geräte knallt. Weiterhin werden die Supercharger immer im Rudel aufgebaut. Unter 4 ist sehr selten. Daher fällt es nicht so sehr auf, wenn mal ein Lader defekt ist. Wenn Tesla clever war, dann haben sie die Supercharger auch so konstruiert, dass sie einzelne defekte 11kW-Lader separat ausschalten können. Die Ladeleistung sinkt dann eben um 1/12, was niemand bemerkt, statt um 12/12.

ABB geht diesen Weg auch schon, hat ihre 50kW-Lader aber aus meines Wissens nach 5x10kW Boards aufgebaut. Ein Defekt senkt die Leistung also schon um 1/5.

Günstig ist ein Supercharger am Ende aber nur in Relation zur angebotenen Leistung. Laut Musk kostet ein Standort im Schnitt 250.000. Das macht pro 50kW Ladeleistung bei einem angenommenen 8er-Standort 23.000 Euro. So teuer ist ein Efacec-Lader ohne Netzanschluss. Würde man davon 8 kaufen und an einen Standort stellen, wäre es vermutlich ähnlich teuer wie der Supercharger.
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Re: Teslas Supercharger vs. CCS

Beitragvon bm3 » Do 7. Aug 2014, 20:30

P85_CH hat geschrieben:
...
Diese weissen Kästen sind die eigentlichen Supercharger. Darin befinden sich angeblich 12 in Serie geschaltete Model S Ladegeräte, die Wechselstrom in Gleichstrom wandeln.
...


Na ich hoffe doch dass die die Geräte parallel geschaltet haben. :?

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Teslas Supercharger vs. CCS

Beitragvon Robert » Do 7. Aug 2014, 20:48

Herrlich ! Ach wie freue ich mich schon auf mein Model 3. :mrgreen:
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Re: Teslas Supercharger vs. CCS

Beitragvon Jogi » Do 7. Aug 2014, 21:47

Robert hat geschrieben:
Herrlich ! Ach wie freue ich mich schon auf mein Model 3.

Da kannst Du Dich aber noch lange freuen! :mrgreen:
Und ob die Gen3 an die Supercharger darf, ist noch nicht raus...

...deshalb hab' ich vorsichtshalber mal ein X reserviert... 8-)
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Teslas Supercharger vs. CCS

Beitragvon eDEVIL » Do 7. Aug 2014, 21:53

Jogi hat geschrieben:
Und ob die Gen3 an die Supercharger darf, ist noch nicht raus...

Halte ich für ausgeschlossen, das man man Model III dort nicht laden läßt. Ob es kostenfrei sein wird, steht auf einem anderen Blatt
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Re: Teslas Supercharger vs. CCS

Beitragvon Jogi » Do 7. Aug 2014, 22:05

Ich denke auch, daß SC-Zugang für den IIIer, wenn überhaupt, nur als zubuchbare Option kommen wird.

Irgendwie käme ich mir als S- oder X- Fahrer ein kleines Bißchen abgezockt vor, wenn die SCs irgendwann ständig von den "Billig"-Teslas besetzt wären...
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Teslas Supercharger vs. CCS

Beitragvon DCKA » Do 7. Aug 2014, 22:17

Lt. Teslapreisliste kostet die Supercharger Option 2100€ beim 60er und beim 85er ist sie schon eingerechnet. So oder so ähnlich wird es beim X und beim III bestimmt auch kommen.
„Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“

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