soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Maverick78 » Fr 10. Apr 2015, 10:12

Wo siehst du eine Monopolisierung? Die Verwendung von AC und Typ-2 wäre demnach ja auch eine Monopolisierung. Was macht die Verwendung von DC jetzt also das ganze zu einem Monopol? Da kann ich nicht ganz folgen.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Cavaron » Fr 10. Apr 2015, 10:16

Ach Leute, nicht immer gleich aus Allem eine Verschwörungstheorie machen. "soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?" - wer will uns "klein halten" und von was "abhängig" machen?

Wer wäre denn da Profiteur? Offensichtlich nicht der Staat, denn der stellt keine Ladesäulen auf. Offensichtlich auch nicht Mega-Energiekonzern XY, denn es gibt keine Monopolstellung für Ladesäulen. Jedes Unternehmen darf welche aufstellen und eigene Preise festlegen. Also keine große Abzock-Verschwörung.

Und exorbitante Steuern auf DC-Ladungen... ähm... lohnt sich nicht für den Staat. In Zeiten größer werdender Akkus - wie oft wird man auf DC-Lader angewiesen sein? Einmal im Monat (Fahrt > 250km)? Um mit der Mineralölsteuer mitzuhalten, müsste man ja 100 Euro pro DC-Ladung verlangen oder AC-Ladung verbieten, damit da was rum kommt.

Den einzigen Hauch einer unfairen (aber rechtlich schwer angreifbaren) Absprache sehe ich seitens der deutschen Automobilindustrie + Politik, sich mit dem CCS-Standard etwas gegen die (verdiente, weil Pionierarbeit leistende) asiatische E-Auto-Vormachtsstellung zu stellen. Wobei die ihrerseits für Europa einfach den Standard übernehmen könnten - wäre aber eben ein Image-Schaden für die bisherigen Käufer (veralteter Standard) oder ein finanzieller Schaden, wenn man die Gebrauchten umrüstet. Den wirklichen Schaden haben am Ende die Erbauer der Infrastruktur, da Multi-Standard eben teurer ist als Uni-Standard...
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon tom » Fr 10. Apr 2015, 10:25

Wenn man das einigermassen fair und einfach besteuern will, so wird man einfach einmal im Jahr und bei Kauf/Verkauf den Kilometerstand ablesen und entsprechend den gefahrenen Kilometern Steuern zahlen. Egal ob Elektro oder Verbrenner, man könnte das allenfalls noch etwas Gewichten um Elektro zu fördern.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Beetle » Fr 10. Apr 2015, 11:16

Der Trend geht klar zu mehr Maut und weniger Kfz Steuer. Um Fairness gehts doch gar nicht.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Karlsson » Fr 10. Apr 2015, 12:41

Ich denke halt, dass DC heute einfach zu wenig verbreitet ist, um eine vernünftige Abdeckung zu bieten.
22kW AC ist dagegen weit verbreitet und bietet reelle Möglichkeiten.
Wäre mit 43kW AC theoretisch auch leicht machbar, aber ist bislang halt überwiegend Theorie.

Eigentlich sollte so ein 22kW Chamäleon Lader Standard sein, das würde die E-Mobilität weit voran bringen.

Wer meint, dass AC nichts taugen würde, muss irgendwie Scheuklappen haben. Nur weil das eigene Auto da vielleicht nur 3,7kW schafft, ist das ja noch lange keine Gesetzmäßigkeit.
Die schnellsten DC Lader heben sich mit 50kW ja nun auch nicht wesentlich von den möglichen 43kW AC ab.
Wenn der DC Standard dann mal 100 ist...aber heute sind es maximal 50 und oft nur 20.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Tho » Fr 10. Apr 2015, 12:56

Die DC Säulen müssen einfach massiv preiswerter werden, damit die überhaupt mal jemand öffentlich (in Deutschland) aufstellt.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Maverick78 » Fr 10. Apr 2015, 12:59

Sagt ja keiner das AC nichts taugen würde. Aber die AC Leistung ist halt im Niederspannungsnetz begrenzt.
11, besser 22kW AC sollten Standard sein, das ist unumstritten mMn., vorallem wenn die Batteriekapazitäten steigen. Denn nicht jeder stellt sich einen DC Lader daheim hin.
Alles was darüber hinaus geht muss zwangsläufig in Zukunft per DC geschehen, zumindest nach den aktuellen verfügbaren Möglichkeiten.
Tesla mach es ja vor mit den Superchargern, die Lader hängen am Mittelspannungsnetz um die Power liefern zu können. Wäre die Deutsche Industrie und Regierung gescheit genug die Lader gleich mit 100kW bereit zu stellen, müsste man in der Zukunft nicht erneut investieren. Ich halte den 50kW Ausbau für zu kurzfristig geplant. Mal ganz zu schweigen von den vielen 20 und 30kW DC Ladern, die sind falsch investiertes Geld.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Tho » Fr 10. Apr 2015, 13:01

Mit DC stößt du aber auch an Grenzen, die Leistung muss vor Ort auch verfügbar sein.
Du musst so oder so den Stromanschluss der Ladestelle ertüchtigen.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Maverick78 » Fr 10. Apr 2015, 13:03

Nicht wenn man gescheit plant und die zentralen DC Lader (z.b. an Autobahnen) wie die SuC gleich an das Mittelspannungsnetz hängt.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Karlsson » Fr 10. Apr 2015, 13:15

Tho hat geschrieben:
Die DC Säulen müssen einfach massiv preiswerter werden, damit die überhaupt mal jemand öffentlich (in Deutschland) aufstellt.

Preise sind das eine. Vorhanden sein das andere. Hannover-Düsseldorf mit DC ist ne ganz blöde Sache.
War gestern wieder im Mindener Land unterwegs mit 160km. DC Ladung für die Rückfahrt nicht vorhanden. Mit AC mit leichtem Umweg wäre es elektrisch aber möglich gewesen. Bloß dann unter 22kW von der Zeit her wieder nicht akzeptabel. Gerade wenn die Rückfahrt eh wieder nach 22h ist und man gern nur einfach schnell wieder nach Hause möchte.
Und das auch nicht wie der Miev, der mir gestern mit Staukolonne dahinter entgegen kam.
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