So... Jetzt macht uns Frankreich auch noch nass!

Re: So... Jetzt macht uns Frankreich auch noch nass!

Beitragvon Ahvi5aiv » Mo 12. Jun 2017, 14:38

Alex1 hat geschrieben:
Ahvi5aiv hat geschrieben:
Liest sich wie ein intelligenter Bot. Thema nicht ganz getroffen, statt dessen Ausweichend gestaenkert. So, nun genug gefüttert und zurück zum Troet. Mich interessiert das Thema auch da ich derzeit in Frankreich bzw. Korsika unterwegs bin.
Wau, Korsika! Auch mal wieder hin will! :lechz:

Ich hab mir für Frankreich ein Typ-1-Ladekabel angeschafft, gibt´s diese Säulen noch oft?
Welche Karten/Apps hast Du zum Bezahlen?
Wie dicht ist das Netz?
Geht auch was mit CEE rot?

Gehört aber eigentlich alles in den Fred "Laden in Frankreich", hier sollte es z.B. um die Förderpolitik Frankreichs gehen. Spannend, was die Macrone plant. Und ausführt... :mrgreen:

hyundai-ioniq-laden/unterwegs-laden-in-frankreich-t22840.html?hilit=laden%20frankreich#p500904

oder, noch älter: treffen-touren-urlaub/laden-in-frankreich-t19049.html?hilit=laden%20frankreich#p414381

Ich habe schon einen Troet zum Thema Korsika offen. Nur habe lange dort nichts geschrieben. Ich hole es nach wenn ich zurück bin. Mit dem Smartphone ist das schreiben ohne Tastatur sehr lästig und ich habe meine mobile Tastatur vergessen mit zu nehmen.
http://www.goingelectric.de/forum/nissan-leaf-allgemeines/routenplanung-nach-korsika-juni-t21969.html



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Beitragvon Alex1 » Mo 12. Jun 2017, 16:56

Rumrunner hat geschrieben:
Für mich ist das keine Religion.
Ich bin weder dafür noch dagegen.
Du bist nicht für Umweltschutz?
Ich wohne nahe einer Stadt, ca. 15 000 Einwohner.
Dort fahre ich öfters an zwei zentrumsnahen Ladeplätzen vorbei. Meistens sind die leer, öfter steht ein einheimischer Tesla dort herum. Manchmal sind auch beide belegt, aber eigentlich immer einheimische Autos, obwohl die sonst in unserer Touristenstadt eher in der Minderheit sind.

Warum muss er Laden? Er kann eigentlich nicht mehr als 30 Kilometer Anfahrt gehabt haben, grösser ist unser Landkreis nicht!
Ich denke, er sucht einfach einen günstigen Parkplatz, denn Laden und Parken ist die ersten 60 Minuten gratis!
Und lange scheint er da nie zu stehen, denn er ist ja ein Sparfuchs ;)
Wer von uns würde dieses Angebot ausschlagen? Ist doch gut, wenn er da nie lange steht? ;)
Blöd, wenn dann der Tourist kommt mit seinem Leaf und laden muss, und der einheimische Teslafahrer ihm den Ladeplatz weggeschnappt hat!
Das Leben ist Eines der Härtesten. Heutzutage muss ein eFahrer immer noch einen Plan B in der Hinterhand haben. Die andere Seite der Säule ist doch dann immer noch frei? Ok, Schnarchladung, aber besser als nichts, und da er eh schnell wieder weg ist, kann der Tourist ja dann.
Daher denke ich zum Thema Laden:
Der Anbieter muss eine Chance haben, etwas zu verdienen!
Auch wenn die Überlandfahrt dann das doppelte kostet wie mit dem Diesel, das muss dann eben durch andere Fahrten wieder reingeholt werden, das Gesamtpaket ist dann entscheident!

Solche Projekte wie in Frankreich, von der ENBW oder die unzähligen lokalen Projekte, sind meiner Ansicht nach nicht "nachhaltig", da immer Geld von aussen zu Geschossen werden muss. Wenn das E - Auto bei der Politik nicht mehr beliebt ist, sondern man wieder auf Öffentlichen Nahverkehr, Fahrrad usw. umschwenkt, sind diese Projekte sofort wieder tot.
Was ist mit den 9 Milliarden Diesel-Subventionen, die auch jedes Jahr zugeschossen werden müssen?

Teurer als Sprit darf Strom nie werden. Verdienen auf Dauer lässt sich mit Strom m.E. nur mit Ultraschnellladern (350 kW und mehr) entlang der Schnelltrassen.

Auf der anderen Seite DestinationCharger, die die 11 kW liefern, die die aktuellen eAutos abrufen können: Weniger als 1.000 Anschaffung, Strom kostenfrei, da sich eine Abrechnung nicht lohnt, und das Ganze als Werbung für den Möbelmarkt, das Spieleparadies, das Schwimmbad, den Freizeitpark...

Die Aufstellung vieler kleiner DestiCharger ist auch sicher billiger als die unvermeidliche subventionierte Tankstelle des Einkaufszentrums. 8-)

Zu Deinem Dänemark-Link: Der zeigt doch nur, dass die Leute mit dem Geldbeutel denken. Das sagt doch noch gar nichts über die Sinnhaftigkeit aus? Genau das würde mit den Dieseln passieren, wenn die 9 Milliarden jährliche Subvention plötzlich abgeschafft würde. Und, was soll ich sagen, das fände ich auch gut :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: So... Jetzt macht uns Frankreich auch noch nass!

Beitragvon ecopowerprofi » Mo 12. Jun 2017, 19:37

Alex1 hat geschrieben:
Was ist mit den 9 Milliarden Diesel-Subventionen, die auch jedes Jahr zugeschossen werden müssen?

Ich fahre auch einen Diesel, bekomme aber dafür nix vom Finanzamt. Es sind keine Subventionen sonder die Dieselfahrer zahlen für das Auto eine höhere KFZ-Steuer aber dafür weniger auf den Treibstoff. Damit wird er nur für Vielfahrer günstiger. In absoluten Beträgen zahlt der Vielfahrer wesentlich mehr Steuern für sein Auto als Mutti für den Zweitwagen. Er bekommt de facto nur einen Mengenrabatt auf die Energiesteuer aber keine Subventionen.

Ein Diesel lohnt sich nur ab ca. 15.000 km pro Jahr (abhängig von der Fahrzeuggröße). Wer weniger fährt zahlt mit dem Diesel sogar mehr steuern als wenn er ein Benziner hätte.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: So... Jetzt macht uns Frankreich auch noch nass!

Beitragvon Alex1 » Mo 12. Jun 2017, 19:50

Nenn das Kind, wie Du es willst 8-) Es sind Euronen, die die Dieselfahrer nicht zahlen müssen :twisted:

Und das sind noch nicht die 2.500 Euronen Schaden drin, die jeder Diesel pro Jahr die Volkswirtschaft kostet.
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Re: So... Jetzt macht uns Frankreich auch noch nass!

Beitragvon Rumrunner » Mo 12. Jun 2017, 20:55

Alex1 hat geschrieben:
Du bist nicht für Umweltschutz?


Ja, bin ich.
Aber was hältst denn Du von einem Umweltschützer wie Leonardo di Caprio, der eine Vielzahl von riesigen Villen besitzt im Gesamtwert von einigen 100 Millionen Dollar? Der zum Empfang eines "Klimaschutzpreises" mal eben für einen Tag alleine im Privatjet von Frankreich in die USA fliegt?
Oder Al Gore, der über 200 mal soviel Energie verbraucht mit seiner Mega - Villa wie der Durchschnitts - Ami?
Sind solche Leute für Dich Umwelt/Klimaschützer?
Oder ist das vielleicht unglaublich verlogen und heuchlerisch?

Alex1 hat geschrieben:
Wer von uns würde dieses Angebot ausschlagen? Ist doch gut, wenn er da nie lange steht? ;)


Ja, schon klar. Würde dem Tesla Fahrer auch zunächst mal keinen Vorwurf machen. Es geht um etwas anderes: Wie soll mit diesem Prinzip Geld verdient werden? Da fehlen der Stadt zunächst einmal zwei Stellplätze, die früher Geld gebracht haben. Für mich geht das am Bedarf vorbei. Eine teure Ladesäule dagegen wäre erst mal nur teuer, das muss dann der Nutzer mit sich selber ausmachen. Im Restaurant akzeptieren wir doch auch, wenn das Bier teurer ist als im Getränkemarkt, oder?


Alex1 hat geschrieben:
Das Leben ist Eines der Härtesten. Heutzutage muss ein eFahrer immer noch einen Plan B in der Hinterhand haben. Die andere Seite der Säule ist doch dann immer noch frei? Ok, Schnarchladung, aber besser als nichts, und da er eh schnell wieder weg ist, kann der Tourist ja dann.


Darum geht es hier nicht. Ein Ladesäulen - Betreiber muss Interesse daran haben, etwas zu verdienen. Dann kann er ausbauen, bekommt Kredite, bekommt Konkurrenz, weil andere sehen er verdient etwas, muss sich verbessern usw... Gibt es einen Ladesäulenbetreiber in Europa (Tesla mal ausgenommen), der ein Netz aufgebaut hat ohne massive Subventionen und daran etwas verdient? Sicherlich nicht. Was passiert aber mit einer Technologie, an der niemand etwas verdienen kann?
Glaubst Du, die LSV wäre so gekommen, wenn es Betreiber gegeben hätte, die dagegen interveniert hätten im Interesse ihrer Kunden? Warum sollten die Betreiber etwas verbessern, an dem sie nichts verdienen?

Alex1 hat geschrieben:
Was ist mit den 9 Milliarden Diesel-Subventionen, die auch jedes Jahr zugeschossen werden müssen?


Dein Ernst?
Ich habe keinen Diesel, die Steuern wären damit noch höher als bei meinem Benziner.
Der Unterschied im Preis ist bei meiner Tankstelle meist ein oder zwei Cent. Wo siehst Du da eine "Subvention"?
Im übrigen:
Verzichte doch mal einen Monat freiwillig auf Diesel in deinem Alltag: Keine Pakete oder Post mehr in dein Haus, keine Waren mehr aus dem Supermarkt, kein Schulbus mehr für die Kinder, wenn dein Haus brennt rufe bloss nicht die Feuerwehr, denn die benutzt Dieselaggregate...

Alex1 hat geschrieben:
Teurer als Sprit darf Strom nie werden. Verdienen auf Dauer lässt sich mit Strom m.E. nur mit Ultraschnellladern (350 kW und mehr) entlang der Schnelltrassen.


Das teure ist nie der Strom, das teure ist immer die Bereitstellung zur gewünschten Zeit am gewünschten Ort.

Alex1 hat geschrieben:
Auf der anderen Seite DestinationCharger, die die 11 kW liefern, die die aktuellen eAutos abrufen können: Weniger als 1.000 Anschaffung, Strom kostenfrei, da sich eine Abrechnung nicht lohnt, und das Ganze als Werbung für den Möbelmarkt, das Spieleparadies, das Schwimmbad, den Freizeitpark....


Wo ist denn die "Werbung", wenn es jeder hat?
Wo ist die Werbung, wenn es am Ikea 5 Destination Charger hat, aber 300 Autos laden wollen?
Soll Ikea jetzt 300 Charger aufstellen, die kostenlos sind?

Oder warum verschenkt Ikea nicht die Köttbullar an die Besucher, als "Werbung"?
Oder Billy kostet jetzt nicht mehr 29 Euro, sondern 89 Euro, um die 300 Charger zu finanzieren?

Oder der Eintritt im Schwimmbad wird verdoppelt, damit die Besucher mit Fahrrad die Besucher mit E - Auto querfinanzieren?

Korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber bei IKEA war Laden doch zunächst umsont únd jetzt kostet es?
Warum wurde es geändert, was glaubst Du?

Alex1 hat geschrieben:
Die Aufstellung vieler kleiner DestiCharger ist auch sicher billiger als die unvermeidliche subventionierte Tankstelle des Einkaufszentrums. 8-)


In Innenstädten, aber auch an Autobahnraststätten, ist doch immer der Platz das Problem. Da wo wenig Platz vorhanden ist müsste schnell geladen werden, damit der Platz wieder frei wird. Langsam ladende Destination Charger machen nur Sinn, wo entweder sowieso Platz im Überfluss vorhanden ist (wird immer weniger) oder wo davon auszugehen ist, dass der Fahrer arbeitet oder schläft und viele Stunden sein Auto nicht bewegen kann.
Ein Einkaufszentrum hat nicht unbedingt Interesse daran, extrem langsame Ladeplätze bereit zu stellen.
Denn wer ist schon acht stunden bei Ikea und kauft 8 Stunden dort ein?
In Supermärkten sind 30 Minuten Aufenthalt schon lang.

Alex1 hat geschrieben:
Zu Deinem Dänemark-Link: Der zeigt doch nur, dass die Leute mit dem Geldbeutel denken. Das sagt doch noch gar nichts über die Sinnhaftigkeit aus? Genau das würde mit den Dieseln passieren, wenn die 9 Milliarden jährliche Subvention plötzlich abgeschafft würde. Und, was soll ich sagen, das fände ich auch gut :mrgreen:


Überleg einmal, wie extrem abhängig Du selber von Diesel bist. Der wird nicht subventioniert, der wird extrem hoch besteuert.
Wie ist denn deine Zoe vom Werk in Frankreich zu deinem Autohändler gekommen?
Mit einem LKW, mit Diesel angetrieben.
Bist Du mal geflogen oder planst eine Flugreise? Wie kommt das Flugzeug zum Gate? Mit einem 2000 PS Diesel - Schlepper.
Selbst der sog. "Öko" - Strom, den Du in deine ZOE lädst, wäre nicht vorhanden ohne Diesel:
https://www.youtube.com/watch?v=ww4uBFlnTeo

Logisch denken Leute mit dem Geldbeutel, Du nicht?
Und das ist doch gut, denn dadurch entsteht Produktivität und unser Leben wird besser und die Umwelt sauberer.

Umweltschutz kann sich nur der leisten, dessen Volkswirtschaft Geld verdient. Deswegen waren die Flüsse in der DDR so verdreckt, den deren Planwirtschaft war unproduktiv, obwohl die viel weniger hatten als wir.


Und jetzt sind wir sehr weit abgewichen, Thema sind ja die (Schnell) - Ladestationen die in Frankreich besser sein sollen als in Deutschland. ich sehe da aber keinen Unterschied, denn beide scheinen das Problem zu haben, dass sich damit (zumindest momentan) kein Geld verdienen lässt.
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Re: So... Jetzt macht uns Frankreich auch noch nass!

Beitragvon ecopowerprofi » Mo 12. Jun 2017, 21:27

Alex1 hat geschrieben:
Nenn das Kind, wie Du es willst

Du kannst es auch auf die Spitze treiben. Wer bei Lidl und Co. Fleisch anstatt beim Metzger kauft, zahlt auch weniger (MWSt)-Steuern. Sind das dann auch Subventionen. Man kann behaupten der Staat subventioniert die Dumpingpreise. Man muss die Kirche im Dorf lassen. Auf unterschiedlichen aber ähnliche Produkte gibt es häufig unterschiedliche Steuern. Bestes Beispiel ist da die Tabaksteuer.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: So... Jetzt macht uns Frankreich auch noch nass!

Beitragvon Rumrunner » Mo 12. Jun 2017, 21:39

Helfried hat geschrieben:
Wieso nur als Nische, Rumrunner?


Nische ist für mich nichts Negatives.

Soll ja auch nichts darüber aussagen, wenn jemand mit einem E - Auto als einziges Fahrzeug zu 100% gut klar kommt, auch wenn er damit Kompromisse macht. Wenn er damit klar kommt, ist es doch super.

Autokauf hat ja nicht immer etwas mit Vernunft zu tun.
Warum sind SUVs so beliebt?

Sind die nicht eigentlich furchtbar unpraktisch? Viel Verbrauch, kleiner Kofferaum und man findet schlechter einen Parkplatz.

Mir persönlich gefällt das Konzept Twizzy eigentlich gut und ich denke, der könnte sich rechnen in bestimmen Konstellationen:
Mama hat den Van für die Kids, Einkäufe, Urlaub usw.. , Papa pendelt vom Speckgürtel 30 Km einfach in die Münchener Innenstadt zur Arbeit jeden Tag. Dort könnte man ihm dann einen sehr günstigen Parkplatz anbieten, denn da wo ein SUV steht, passen wahrscheinlich 4 Twizzys hinein.

Aber irgendwie scheint der Twizzy nicht der Verkaufsschlager zu sein?
Und Autos wie der Twizzy scheinen in der Verkehrsplanung deutscher Grossstädte keine Rolle zu spielen?

Ich kennen Leute, die jedes Jahr viel an Flughäfen parken müssen, und dort Unmengen von Geld fürs parken ausgeben müssen.
Warum denen nicht einen Parkplatz zu einem Drittel anbieten, wenn die mit dem Twizzy kommen?
Warum geht das nicht?

Meine Antwort: Weil es die Vorstellung gibt, das E - Auto muss die anderen Autos ersetzen, möglichst schnell und sofort und komplett. Es muss alles können, was bisherige Autos auch können und muss "wie ein richtiges Auto" aussehen. Ein Twizzy wird gar nicht ernst genommen...

Ja, und da liegt meiner Ansicht nach der Hund begraben.
Aus der E - Mobilität wird eine Religion gemacht, anstatt vorerst zu schauen, wo man "besser" ist als ein Verbrenner.
Mann will alles und bekommt - glaube ich - am Ende gar nichts. Oder erst viel viel später.
So haben sich die E - Bikes durchgesetzt, die haben ja auch kein "Feindbild" gebraucht, die wurden einfach gekauft! Ich habe nirgendwo gelesen, E - Bikes sollen jetzt die Motorroller ablösen bis 2025 oder ähnlichen Schmarrn.

Und apropos E - Bike:
Warum drosselt man die auf 25 km/h?
Ein gesunder Radler mit Pedalantrieb packt zumindest kurzzeitig 40 km/h, warum erlaubt man nicht diese Geschwindigkeit für E - Bikes? Das könnte dann für Pendler eine echte Alternative zum Auto sein, da man deutlich schneller ist als mit dem klassischen Rad. Interessiert aber keinen, stattdessen fördert man 2,5 Tonnen schwere Teslas, die in Norwegen steuerbefreit die Busspuren blockieren.

Für mich ein Irrsinn.

Sorry fürs OT, aber das ist meine Sichtweise zur "E - Mobilität". Bin überhaupt kein Gegner oder dagegen, solange es Sinn macht! Und sonst natürlich auch nicht, halte aber nichts von staatlichen Förderungen die keine Probleme beseitigt sondern nur neue schafft. (Model X in der Osloer Innenstadt) Und damit dann vielleicht sogar sinnvolle Konzepte (siehe oben) ausbremst.
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Re: So... Jetzt macht uns Frankreich auch noch nass!

Beitragvon Rumrunner » Mo 12. Jun 2017, 21:51

Alex1 hat geschrieben:
Ahvi5aiv hat geschrieben:
Liest sich wie ein intelligenter Bot. Thema nicht ganz getroffen, statt dessen Ausweichend gestaenkert. So, nun genug gefüttert und zurück zum Troet. Mich interessiert das Thema auch da ich derzeit in Frankreich bzw. Korsika unterwegs bin.
Wau, Korsika! Auch mal wieder hin will! :lechz:

Ich hab mir für Frankreich ein Typ-1-Ladekabel angeschafft, gibt´s diese Säulen noch oft?
Welche Karten/Apps hast Du zum Bezahlen?
Wie dicht ist das Netz?
Geht auch was mit CEE rot?

Gehört aber eigentlich alles in den Fred "Laden in Frankreich", hier sollte es z.B. um die Förderpolitik Frankreichs gehen. Spannend, was die Macrone plant. Und ausführt... :mrgreen:

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oder, noch älter: treffen-touren-urlaub/laden-in-frankreich-t19049.html?hilit=laden%20frankreich#p414381


Wie kommt man eigentlich nach Korsika mit der Zoe ohne Diesel???

Bild

Sorry, nicht bös gemeint, will Dich nur mal zum Nachdenken anregen...
Eine Welt ohne Diesel wäre ganz schön fad, oder....
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Re: So... Jetzt macht uns Frankreich auch noch nass!

Beitragvon Ahvi5aiv » Mo 12. Jun 2017, 22:24

Die verbrennen Schweröl und kein Diesel. Schön viel Schwefel drin. Wenn die Vorheizen dann steht der ganze Hafen in Smog. Dann lieber Diesel.

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Re: So... Jetzt macht uns Frankreich auch noch nass!

Beitragvon Alex1 » Mo 12. Jun 2017, 23:26

Rumrunner hat geschrieben:
Alex1 hat geschrieben:
Du bist nicht für Umweltschutz?


Ja, bin ich.
Aber was hältst denn Du von einem Umweltschützer wie Leonardo di Caprio, der eine Vielzahl von riesigen Villen besitzt im Gesamtwert von einigen 100 Millionen Dollar? Der zum Empfang eines "Klimaschutzpreises" mal eben für einen Tag alleine im Privatjet von Frankreich in die USA fliegt?
Oder Al Gore, der über 200 mal soviel Energie verbraucht mit seiner Mega - Villa wie der Durchschnitts - Ami?
Sind solche Leute für Dich Umwelt/Klimaschützer?
Oder ist das vielleicht unglaublich verlogen und heuchlerisch?
Mehr als persönliche Angriffe hast Du nicht auf Lager?
Alex1 hat geschrieben:
Wer von uns würde dieses Angebot ausschlagen? Ist doch gut, wenn er da nie lange steht? ;)


Ja, schon klar. Würde dem Tesla Fahrer auch zunächst mal keinen Vorwurf machen. Es geht um etwas anderes: Wie soll mit diesem Prinzip Geld verdient werden? Da fehlen der Stadt zunächst einmal zwei Stellplätze, die früher Geld gebracht haben. Für mich geht das am Bedarf vorbei. Eine teure Ladesäule dagegen wäre erst mal nur teuer, das muss dann der Nutzer mit sich selber ausmachen. Im Restaurant akzeptieren wir doch auch, wenn das Bier teurer ist als im Getränkemarkt, oder?
Wieso schielst Du immer auf den kurzfristigen kleinen Gewinn? So wie Du argumentierst, darf es keine Werbung geben, nur rausgeschmissenes Geld :roll: :lol:
Alex1 hat geschrieben:
Das Leben ist Eines der Härtesten. Heutzutage muss ein eFahrer immer noch einen Plan B in der Hinterhand haben. Die andere Seite der Säule ist doch dann immer noch frei? Ok, Schnarchladung, aber besser als nichts, und da er eh schnell wieder weg ist, kann der Tourist ja dann.


Darum geht es hier nicht. Ein Ladesäulen - Betreiber muss Interesse daran haben, etwas zu verdienen. Dann kann er ausbauen, bekommt Kredite, bekommt Konkurrenz, weil andere sehen er verdient etwas, muss sich verbessern usw... Gibt es einen Ladesäulenbetreiber in Europa (Tesla mal ausgenommen), der ein Netz aufgebaut hat ohne massive Subventionen und daran etwas verdient? Sicherlich nicht. Was passiert aber mit einer Technologie, an der niemand etwas verdienen kann?
Glaubst Du, die LSV wäre so gekommen, wenn es Betreiber gegeben hätte, die dagegen interveniert hätten im Interesse ihrer Kunden? Warum sollten die Betreiber etwas verbessern, an dem sie nichts verdienen?
Immer wieder das Schielen auf den kurzfristigen Gewinn... :roll:
Alex1 hat geschrieben:
Was ist mit den 9 Milliarden Diesel-Subventionen, die auch jedes Jahr zugeschossen werden müssen?


Dein Ernst?
Ich habe keinen Diesel, die Steuern wären damit noch höher als bei meinem Benziner.
Der Unterschied im Preis ist bei meiner Tankstelle meist ein oder zwei Cent. Wo siehst Du da eine "Subvention"?
War mir schon klar, dass Dir schlechte Nachrichten nicht passen... :lol:
Im übrigen:
Verzichte doch mal einen Monat freiwillig auf Diesel in deinem Alltag: Keine Pakete oder Post mehr in dein Haus, keine Waren mehr aus dem Supermarkt, kein Schulbus mehr für die Kinder, wenn dein Haus brennt rufe bloss nicht die Feuerwehr, denn die benutzt Dieselaggregate...
Och nö, das ist doch Kindergarten :roll:
Alex1 hat geschrieben:
Teurer als Sprit darf Strom nie werden. Verdienen auf Dauer lässt sich mit Strom m.E. nur mit Ultraschnellladern (350 kW und mehr) entlang der Schnelltrassen.
Das teure ist nie der Strom, das teure ist immer die Bereitstellung zur gewünschten Zeit am gewünschten Ort.
Oh heilige Einfalt!Das genau hatte ich doch geschrieben :roll:
Alex1 hat geschrieben:
Auf der anderen Seite DestinationCharger, die die 11 kW liefern, die die aktuellen eAutos abrufen können: Weniger als 1.000 Anschaffung, Strom kostenfrei, da sich eine Abrechnung nicht lohnt, und das Ganze als Werbung für den Möbelmarkt, das Spieleparadies, das Schwimmbad, den Freizeitpark....


Wo ist denn die "Werbung", wenn es jeder hat?
Wo ist die Werbung, wenn es am Ikea 5 Destination Charger hat, aber 300 Autos laden wollen?
Soll Ikea jetzt 300 Charger aufstellen, die kostenlos sind?

Oder warum verschenkt Ikea nicht die Köttbullar an die Besucher, als "Werbung"?
Oder Billy kostet jetzt nicht mehr 29 Euro, sondern 89 Euro, um die 300 Charger zu finanzieren?

Oder der Eintritt im Schwimmbad wird verdoppelt, damit die Besucher mit Fahrrad die Besucher mit E - Auto querfinanzieren?

Korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber bei IKEA war Laden doch zunächst umsont únd jetzt kostet es?
Warum wurde es geändert, was glaubst Du?
Mach doch bitte erst mal ein Semester Betriebswirtschaft :roll:
Alex1 hat geschrieben:
Die Aufstellung vieler kleiner DestiCharger ist auch sicher billiger als die unvermeidliche subventionierte Tankstelle des Einkaufszentrums. 8-)


In Innenstädten, aber auch an Autobahnraststätten, ist doch immer der Platz das Problem. Da wo wenig Platz vorhanden ist müsste schnell geladen werden, damit der Platz wieder frei wird. Langsam ladende Destination Charger machen nur Sinn, wo entweder sowieso Platz im Überfluss vorhanden ist (wird immer weniger) oder wo davon auszugehen ist, dass der Fahrer arbeitet oder schläft und viele Stunden sein Auto nicht bewegen kann.
Ein Einkaufszentrum hat nicht unbedingt Interesse daran, extrem langsame Ladeplätze bereit zu stellen.
Denn wer ist schon acht stunden bei Ikea und kauft 8 Stunden dort ein?
In Supermärkten sind 30 Minuten Aufenthalt schon lang.
So wird das nichts. Mach Dich erst einmal mit den Basics vertraut :roll:
Alex1 hat geschrieben:
Zu Deinem Dänemark-Link: Der zeigt doch nur, dass die Leute mit dem Geldbeutel denken. Das sagt doch noch gar nichts über die Sinnhaftigkeit aus? Genau das würde mit den Dieseln passieren, wenn die 9 Milliarden jährliche Subvention plötzlich abgeschafft würde. Und, was soll ich sagen, das fände ich auch gut :mrgreen:


Überleg einmal, wie extrem abhängig Du selber von Diesel bist. Der wird nicht subventioniert, der wird extrem hoch besteuert.
Wie ist denn deine Zoe vom Werk in Frankreich zu deinem Autohändler gekommen?
Mit einem LKW, mit Diesel angetrieben.
Bist Du mal geflogen oder planst eine Flugreise? Wie kommt das Flugzeug zum Gate? Mit einem 2000 PS Diesel - Schlepper.
Selbst der sog. "Öko" - Strom, den Du in deine ZOE lädst, wäre nicht vorhanden ohne Diesel:https://www.youtube.com/watch?v=ww4uBFlnTeo
Siehe oben: Blühender Unsinn :roll:

Nur zur Info: Auf Fahrstrom liegen doppelt so hohe Abgaben wie auf Sprit, bei Diesel ist es noch schlimmer als bei Super. Nicht gewusst?
Logisch denken Leute mit dem Geldbeutel, Du nicht?
Und das ist doch gut, denn dadurch entsteht Produktivität und unser Leben wird besser und die Umwelt sauberer.

Umweltschutz kann sich nur der leisten, dessen Volkswirtschaft Geld verdient. Deswegen waren die Flüsse in der DDR so verdreckt, den deren Planwirtschaft war unproduktiv, obwohl die viel weniger hatten als wir.
OMG, Kapitalismus für Anfäger...
Und jetzt sind wir sehr weit abgewichen, Thema sind ja die (Schnell) - Ladestationen die in Frankreich besser sein sollen als in Deutschland. ich sehe da aber keinen Unterschied, denn beide scheinen das Problem zu haben, dass sich damit (zumindest momentan) kein Geld verdienen lässt.
Du wieder mit Deinem Schielen auf kurzfristige Kleingewinne... :roll:
Herzliche Grüße
Alex
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