Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Re: Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Beitragvon Hinundher » Mi 18. Feb 2015, 22:18

dibu hat geschrieben:

Richtung Schwarzwald gibt's was und in Ehingen/Ulm auch. Also ich bin bisher immer über die Alb gekommen. Ok, Sigmaringen würde ich mir auch wünschen als zusätzlichen Haltepunkt.


Wo gibt es in Ehingen Lademöglichkeit, im Stromtankstellen Verzeichnis von GoingElectric is nix verzeichnet :o

lg.
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Re: Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Beitragvon p.hase » Mi 18. Feb 2015, 22:33

wir brauchen: trochtelfingen = albgold (kommt). münsingen haid: albgut (tress). sigmaringen: kretschmann (solange noch dran). laichingen: nähe A8. einen chademo hätte ich 4 free an der hand - aber keiner will die patenschaft übernehmen.
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Re: Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Beitragvon umberto » Mi 18. Feb 2015, 22:35

p.hase hat geschrieben:
wie kommt man von der landeshauptstadt am seriösesten nach ulm und zwar so, daß man sich nicht schämen muss wenn man mit familie unterwegs ist oder mit bekannten redet?


Die Frage ist ein bißchen unpräzise (man könnte "mit dem iCE" antworten), aber mit AC-schnellladeneden E-Autos problemlos über die B10 (22 kW in Göppingen und Geislingen).

Der 22 kW-Lader in Ulm in Richtung Ehingen liegt ein wenig Abseits.

Gruss
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Re: Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Beitragvon joa » Mi 18. Feb 2015, 23:12

Tja, wäre schön, wenn es in TÜ (grüner OB) ÜBERHAUPT mal was allgemein-zugängliches-öffentliches in 22 kW gäbe. Anscheinend gibt es EINE EnBW-Säule in einem Parkhaus (Mühlbachäckerstraße), aber ich habe keine Lust, zusätzlich zu den Ladekosten auch noch Parkgebühren zu zahlen.

So muss ich, wenn ich von Bretten aus einen Freund in TÜ (bei dem ich nicht laden kann) besuche, immer Ladestopps in Böblingen (das exzellent ausgestattet ist) machen. Das ist natürlich nur tote Zeit.

Grüße, Joachim
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Re: Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Beitragvon p.hase » Mi 18. Feb 2015, 23:46

ja in tübingen grundsätzlich immer im parkhaus wegen abstellplatz von carsharing firma. zzgl. parkgebühren versteht sich. ach, weiss man ob die 22kw-edeka-säule immer noch (seit einem guten jahr) besetzt meldet?
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Re: Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Beitragvon e-lectrified » Do 19. Feb 2015, 00:18

i_Peter hat geschrieben:
Gibt es auch andere Städte / Gemeinden, in denen solche "fortschrittlichen" Lösungen existieren ?
Was können wir tun, um die Situation zu verbessern, damit zukünftiger eMobilisten es einfacher haben ?


Leider arbeiten alle Stadtwerke mit Insellösungen, statt einen gemeinsamen Weg zu suchen. Ich habe mal drei Beispiele, die örtlich gar nicht so weit auseinander liegen:

1. Stadtwerke Karlsruhe: 4 kostenlose Ladesäulen, davon 2 ohne RFID (weil die Säulen bei der Authentifizierung immer gesponnen haben, haben sie den Messemodus aktiviert) und 2 mit RFID. Die Karte ist natürlich sonst nirgendwo nutzbar. Note 4 (weil immerhin kostenlos)

2. ewb (Bruchsal): 5 kostenlose Ladesäulen in Bruchsal, 2 in Sulzfeld, 1 in Zaisenhausen: Authentifizierung wahlweise per RFID oder SMS (nach vorheriger Registrierung der Handynummer). Note 2,5 (weil zwar recht umständlich, aber zuverlässig, kostenlos und keine weitere RFID-Karte nötig!)

3. SWP (Pforzheim): 6 kostenlose Ladesäulen, eine in Planung in Pforzheim und Umgebung. Meistens Schuko, aber auch Typ 2 mit 11 kW. ALLES ohne Authentifizierung nutzbar und sofern nicht in einer Garage untergebracht auch rund um die Uhr nutzbar. Note 1,5 (kostenlos, einfach, gefühlt auch sehr wenig fehleranfällig - einziger Wermutstropfen, keine 32A-Lösung für Leafs, Soul EVs oder i3s).

Wenn man über die Stadtgrenzen hinaus miteinander sprechen würde, könnte man vielleicht voneinander lernen und sein System verbessern, bzw. überdenken. Aber ich denke, hier wird mal wieder gedacht: "Für die paar Elektrofahrzeuge machen wir keinen großen Aufwand..." Ich finde allerdings, dass Pforzheim sich entsprechend der Größe und der Möglichkeiten redlich bemüht, Karlsruhe dagegen ist auf diesem Feld erbärmlich - hat eine fast Alleinherrschaft von EnBW zugelassen.
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Re: Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Beitragvon e-lectrified » Do 19. Feb 2015, 00:19

AbHotten hat geschrieben:
Wie wäre es, den Stadtwerken vorzuschlagen, sich dem Ladenetz anzuschließen wie schon die Nachbarstadtwerke Metzingen, Nürtlingen und Ludwigsburg?


Ladenetz? Ist der reinste Karnevalsverein! Ein Unternehmen, das nicht mal Paypal/Kreditkarte als Zahlungsmethode zulässt, sollte dringend abgeschafft werden...
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Re: Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Beitragvon tango » Do 19. Feb 2015, 01:27

Also Tübingen hat schon ein ganz besonderes Geschmäckle:
Da gibt es nicht nur die kostenpflichtige EnBW-Säule im kostenpflichtigen Parkhaus "Behördenzentrum" (für zu Fuß-gehen in die Innenstadt ziemlich weit draußen), sondern auch die kostenlose (!) 2x22 kW Säule im Parkhaus "Metropol". Leider wird man gleich mit einer Sperrbake im Parkhaus "Derzeit außer Betrieb" begrüßt. Auf dem nicht gesperrten Platz steht die Car-Sharing-ZOE. Also stellt man sich daneben, auf den Platz "für den Arzt".

Die Säule ist echt der Hammer. Wird per SMS entsperrt, dann geht eine große Klappe auf, unter der befinden sich eine Schuko-Dose und eine Typ-2. Die Typ-2 ist dermaßen bescheuert da reingebaut, dass man den serienmäßigen Stecker nicht ohne erhebliche Gewalt eingesteckt bekommt. Dann muss man noch die große Klappe wieder schließen, ebenfalls mit Gewalt. Wenn man dann den Stecker ins Auto steckt und viel Glück hat (hatte ich beim verzweifelten dritten Anlauf), dann kommt Strom. Laden beendet man ebenfalls per SMS, man bekommt sogar eine Bestätigungs-SMS mit der grob gerundeten Energiemenge (bei mir 16.000 Wh). Rechnung gibt es keine, lediglich ein Parkentgelt ist zu entrichten.

Also habe ich ein Dankeschön E-Mail an den Oberbürgermeister gesendet, mit einen Hinweis auf das Problem und der Bitte, in der schönen, großen, grünen und Universitätsstadt Tübingen noch mehr Ladepunkte einzurichten.

Es hat einige Tage gedauert, dann kam tatsächlich eine Antwort:

Sehr geehrter Herr K.,
seit einem halben Jahr reklamieren wir diese Ladestation beim Hersteller. Es ist eine Katastrophe! Sie müssen leider zu den Stadtwerken, dort funktioniert es.


Meine Antwort:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
vielen Dank für die Antwort. Sicher wird die Ladesäule irgendwann verbessert, da muss man halt auch Geduld aufbringen.
Aber stimmen Sie mit mir überein, dass zwei Ladesäulen in einer so großen und so grünen Stadt wie Tübingen deutlich zu wenig sind? Ich würde mich freuen, wenn auch in Tübingen die Ladepunkte „aus dem Boden sprießen“ würden.


OB's Antwort:
Sehr geehrter Herr K.,
bei Kosten von 40.000 Euro pro Ladestation und keinerlei Refinanzierung: Leider nein.


Darauf ich nochmal:
Sehr geehrter Herr OB,
Ladepunkte im öffentlichen Raum, mit zwei Dosen vom sogenannten Typ2 mit 22 kW (der im Moment verbreitetste Standard) kosten momentan zwischen 4.000 und 8.000 Euro zzgl. der notwendigen Stromleitung. Eine Refinanzierung findet statt, wenn man z.B. das Billing über einen Dienstleister abwickeln lässt. Gerne stelle ich dazu weitere Informationen zur Verfügung.

Bei einer Installation in einem Parkhaus, bei dem der Strom ja ohnehin vorhanden ist, muss man für die Montage und den Kabelweg je nach den örtlichen Umständen sicher noch einmal 2.000 Euro rechnen.

Kurzes Rechenbeispiel:
• Angenommene Gesamtkosten für Doppelladepunkt: 10.000 Euro
• Angenommener Deckungsbeitrag je kWh (Preis über Eigenkosten): 0,15 Euro
• Durchschnittliche Lademenge je Fahrzeug: 20 kWh
• Im Mittel eine Ladung pro Ladepunkt und Tag, also 700 Ladungen je Jahr
• Deckungsbeitrag pro Jahr 2.100 Euro, RoI unter 5 Jahre (ohne Zinsbetrachtung)

Ich finde das nicht so schlecht und absehbar möglich. Selbst ein RoI von 10 Jahren wäre für eine Gemeindeinvestition noch akzeptabel, vor allem wenn man damit auch beim Thema „Mobilität der Zukunft“ etwas Flagge zeigen kann.


Seither ist leider Funkstille. Das Thema ist in Tübingen wohl so beliebt, wie der Sozialismus. Hier haben wir wohl als Elektrofahrer die Aufgabe, nicht nur Kunden zu sein, sondern auch noch die Geschäftsmodelle ins Rathaus zu tragen.
Gruß

tango

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Re: Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Beitragvon AbHotten » Do 19. Feb 2015, 08:10

p.hase hat geschrieben:
schon von der schwäbischen alb gehört? albaufstieg? drackensteiner hang? aichelberg? elektroauto mit 40km/h, rechte spur, hupkonzert? z.b. vom flughafen stuttgart nach münchen? mit dem japaner und deutschen unmöglich, mit dem zoe, geht mit einschränkungen. mit dem benziner - hervorragend. :mrgreen:


Nicht nur gehört, ich habe sogar jemanden von der Alb geheiratet, deswegen kenne ich die Ecke inzwischen ganz gut. Stuttgart-Heidenheim, da kann man halt bei der EnBW in Göppingen zwischenladen wenn man keine EMiS Karte hat, oder man fährt über die B29 über Schwäbisch Gmünd und nimmt den Tipple-Schnelllader bei der Total mit und dann über Bartholomä und Steinheim.

Aber du hast natürlich recht, mit CHAdeMO oder CCS ist die Strecke Stuggi-Minga unmöglich... Mit der Zoe geht's.

e-lectrified hat geschrieben:
Ladenetz? Ist der reinste Karnevalsverein! Ein Unternehmen, das nicht mal Paypal/Kreditkarte als Zahlungsmethode zulässt, sollte dringend abgeschafft werden...

Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht, hatte aber auch nur ein mal direkten Kontakt zu Smartlab, ansonsten nur zu deren Roamingpartner EWE.
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Re: Schwäbische Ladeprovinz: Tübingen ist nicht überall

Beitragvon i_Peter » Do 19. Feb 2015, 08:23

Antwort des OB:
tango hat geschrieben:
Sehr geehrter Herr K.,
seit einem halben Jahr reklamieren wir diese Ladestation beim Hersteller. Es ist eine Katastrophe! Sie müssen leider zu den Stadtwerken, dort funktioniert es.


Auch solche Pannen, dass man auf einen völlig unerfahrenen Hersteller hereinfällt, der nach dem Motto "Aufstellen - abkassieren - abtauchen" verfährt, wäre nicht passiert, wenn man sich in einem Verbund (Ladenetz) mit erfahrenen Städten ausgetauscht hätte.
Die Funkstille beim OB Palmer lege ich jetzt mal so aus, das er hoffentlich bei den SWT Dampf macht, dass die ihre überteuerten Kosten- und ROI- Rechnung jetzt mal realistischer abfassen.
Und wer weiß, vielleicht gibt es ja doch noch ein Umdenken in Richtung Zukunftsfähigkeit mit Roaming (z.B. Ladenetz).
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