Mythos Destination Charging

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Priusfahrer » Mo 4. Sep 2017, 07:10

Ich war am WE in Berlin und habe im Parkhaus im Alexa geladen. Da waren 4 Lolos montiert. Strompreis war 30Cent/kWh. Kosten für die Boxen incl. Installation wahrscheinlich so um die 5000€ Netto.

Da der Parkhausbetreiber Sondervertragskunde ist und unter 15Cent/kWh bezahlt, rechnet sich das bereits bei einem Umsatz nach 33333kWh. Ist nur die Frage wie lange das dauert, ehe diese Menge geladen wurde. Wahrscheinlich keine 10 Jahre. Aber bestimmt mehr als 1-2 Jahre. Aber es rechnet sich irgendwann, wenn die Installationskosten im Rahmen bleiben.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Priusfahrer
 
Beiträge: 1047
Registriert: Mo 11. Jan 2016, 21:36

Anzeige

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon spark-ed » Mo 4. Sep 2017, 18:59

Bitte die laufenden Kosten wie ggf. monatliche NM Gebühren, allg. Reparaturen, Vandalismus, Anfahrschäden sowie die wiederkehrenden Prüfungen nicht vergessen ;)
Aber mit €0,15 Aufschlag bei den Stromkosten lässt es sich an AC Säulen bei langfristiger Betrachtung schon einigermaßen darstellen, das ist richtig.

Leider gibt es reichlich E-Autobesitzer, die sich die Anschaffung mithilfe der immer noch zahlreichen Gratissäulen schöngerechnet haben.
Einige von diesen Rechenkünstlern krähen dann natürlich lauthals über "ungerechte" Zeittarife, prangern andererseits gerne PlugIn-Hybride an "ihrer" Stammsäule an oder betiteln es als Abzocke, wenn mal 10ct mehr als an der heimischen Wallbox fällig werden. Na dann - Emobilité adé :P
SmartED - einfach, wie für mich gemacht
Benutzeravatar
spark-ed
 
Beiträge: 1162
Registriert: Sa 2. Aug 2014, 08:39
Wohnort: Sehnde

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Priusfahrer » Di 5. Sep 2017, 06:15

spark-ed hat geschrieben:
Bitte die laufenden Kosten wie ggf. monatliche NM Gebühren, allg. Reparaturen, Vandalismus, Anfahrschäden sowie die wiederkehrenden Prüfungen nicht vergessen ;)


Ja Du hast Recht. Das habe ich nicht bedacht. Da kommen im Jahr schnell nochmal 500€ dazu. Vandalismus sollte die Versicherung abdecken. Außerdem ist das Kameraüberwacht. Da sollte das eher die Ausnahme sein.

Die Boxen hingen ziemlich hoch. Da müsste schon ein Model X rückwärts mit Schmackes gegen die Wand fahren. Also Anfahrschäden halte ich mal für nahezu ausgeschlossen.

Ich rechne einfach mal:

Jede Box macht am Tag 10kWh Umsatz. Das sind 40kWh*300 Tage=12000kWh/a (Sonntags geschlossen)

Rechnet sich also bei der Menge in ca. 4 Jahren. Allerdings werden die Ladestellen in 4 Jahren vermutlich deutlich mehr Umsatz machen. Dazu sein noch anzumerken, dass auch zusätzlich die normalen Parkgebühren fällig werden. Wenn wegen der Lolos ab und zu mal ein Auto zusätzlich dort parkt an statt in einem anderem Parkhaus, wo man nicht laden kann, rechnet sich das auch.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Priusfahrer
 
Beiträge: 1047
Registriert: Mo 11. Jan 2016, 21:36

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon spark-ed » Di 5. Sep 2017, 18:20

Priusfahrer hat geschrieben:
[...]Dazu sein noch anzumerken, dass auch zusätzlich die normalen Parkgebühren fällig werden. Wenn wegen der Lolos ab und zu mal ein Auto zusätzlich dort parkt an statt in einem anderem Parkhaus, wo man nicht laden kann, rechnet sich das auch.

Wie einfach wäre es doch einizig allein über parkplatzgebundene Zusatzgebühren den Ladeplatz zu finanzieren.

Auch wenn ich mich wiederhole. Hier nochmal die Eckpunkte dieser genialen Idee:
- einfachste Ladesäulen/ Boxen/ Steckdosen werden an einen gewissen Anteil der Parkplätze installiert (möglichst 4 Parkbuchten mit 1 Ladebox versorgt)
- Diese Parkplätze sind gesondert gekennzeichnet und erfordern einen kostenpflichtigen Zusatzparkschein/ höheren Tarif (oder z.B. Anwohnerparkschein für E-Fahrzeugbesitzer als Fördermaßnahme etc.)
- Jeder darf dort parken, muss aber die Zusatzkosten lösen (oder berechtigt sein)

Vorteil 1 - die (Lade)parkplätze bleiben bis der Parkdruck zu groß wird automatisch frei
Vorteil 2 - die genötigten Verbrennerfahrer (die froh sind noch einen Stellplatz bekommen zu haben) finanzieren die Ladesäulen automatisch überproportional mit
Vorteil 3 - die Ladesäulen kommen ohne Onlineanbindung, Authentifizierung, Abrechnung und eichpflichtige Zähler aus

Wie bei jeder Parkraumbewirtschaftung muss es regelmäßige Kontrolle und Sanktionen geben.
SmartED - einfach, wie für mich gemacht
Benutzeravatar
spark-ed
 
Beiträge: 1162
Registriert: Sa 2. Aug 2014, 08:39
Wohnort: Sehnde

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon ecopowerprofi » Di 5. Sep 2017, 19:31

spark-ed hat geschrieben:
Wie einfach wäre es doch einizig allein über parkplatzgebundene Zusatzgebühren den Ladeplatz zu finanzieren.

+1 :thumb: Mein reden.

Da braucht man auch keine hohe Ladeleistung. Mit einer WB 1-phasig 16A kann man mit einer relativ geringe Anschlussleistung von ca. 100 A / 400 V ohne Lastmanagement ca. 20 Parkplätze und mit Lastmanagement ca. 50 Parkplätze ausrüsten. Zur Deckung der Betriebskosten reicht ein Aufpreis von ca. 1,20 € pro Stunde.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
3x Renault ZOE, Stromtankstelle ecoLOAD 22kW mit Typ2 öffentlich und kostenlos 24/7
Benutzeravatar
ecopowerprofi
 
Beiträge: 2074
Registriert: So 6. Dez 2015, 07:16
Wohnort: 46562 Voerde

Vorherige

Zurück zu Öffentliche Lade-Infrastruktur

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste