Mythos Destination Charging

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Blue shadow » Mi 21. Jun 2017, 11:25

Nicht nur das...manchmal auch das parken...gestern beim adac im schatten und dann noch zentral...

Seht es als extra service...nicht notwendigkeit
ExKonsul leaf blau winterpack ca 34.000 km Spannung und Spass mit Akku und Golfball punktierter Oberfläche zur cw reduzierung....brusa booster in arbeit...in warteschleife auf upgrade 40 kwh in 24 monaten
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Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Super-E » Mi 21. Jun 2017, 11:53

Auch hier sollte man nicht schwarz/weiß malen. Es kann durchaus sinnvoll sein eine derzeit nicht so häufig frequentierte Säule zu nutzen, damit sie überhaupt genutzt wird (und man sich ja nur an die schwache Seite hängt).

Ich denke hier muss sich einfach noch viel einrütteln und da gibt es auch noch Raum für Produktentwicklungen. Was ist denn das teure an einer Säule? Wieviel kostet es prozentual mehr, wenn ich an eine Säule statt 2 eben z.B. 6 Typ2 Dosen (3 pro Seite) habe, diese geschickt aufstelle und diese ein Lastmanagement in sich integriert hat, auf dem ich an der Eingangsseite einen beliebigen Wert entsprechend der verfügbaren Infrastruktur einstellen kann. Dann habe ich doch alle glücklich gemacht. Entweder wird die verfügbare Leistung gerecht an alle verteilt, oder wenn einer nicht mehr lädt haben die anderen eben mehr. Und sollte einer den ganzen Tag dran hängen, hat er nur eine Dose+Parkplatz blockiert, aber nicht die Säule...

Anstatt dem Nutzer ein Verhalten aufzuzwingen wäre es doch sinnvoller, wenn sich die Infrastruktur flexibler gestaltet...
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Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Jochen2003 » Mi 21. Jun 2017, 12:13

Soweit richtig, noch ist die Säule Kostenlos, aber das ist nicht so wichtig da wir Zuhause eine PV Anlage haben, es kann aber sein das meine Frau nach der Arbeit ihr Fahrzeug noch weiter nutzt und dann macht es einfach Sinn den mit voller Ladung zur Verfügung zu haben, damit sich das dann auch lohnt plant sie es entsprechend und lädt den Wagen dann Abends nicht Zuhause.

Wie schon gesagt, ab und an und nicht täglich.

Leider ist es beim 24 Leaf ja noch so das man mit jedem Kilometer manchmal rechnen muss.

Und auch hier muss ich Super-E recht geben, zur Zeit sind mir bei uns 4 E-Fahrzeuge bekannt die nicht von Autohäusern betrieben werden, 2 Leaf´s, 1 BMW I3 und eine Zoe.
Insgesamt gibt es 5 Ladesäulen bei uns, 2 von der Stadtwerke mit 11/22 KW (Die angesprochene gehört dazu) die noch kostenlos sind. (Leuchtturmprojekte) eine an einer Tankstelle von der RWE (Kostenpflichtig) und zwei an zwei Autohäusern (Renault und VW), die bei Renault ist nicht nutzbar, nicht mal für Kunden, die beim VW Autohaus wird auch immer vom E-Up Vorführer zugeparkt und ist somit auch nicht nutzbar.
Würde niemand die Säulen nutzen würde es uns auch nicht helfen, da keine Notwendigkeit für den weiteren Ausbau besteht.
Die Säulen der Stadtwerke waren schon 2 Jahre nicht in Betrieb, weil man sie ja nicht bräuchte, erst mehrmaliges Anrufen hat sie wieder aktiviert.
Nissan Leaf Tekna, weiß, 02/2014
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Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon mweisEl » Mi 21. Jun 2017, 12:55

Jochen2003 hat geschrieben:
aber anscheint sind auch die Versorger noch in einem Lernprozess.


"Lernprozess" würde ich dass nicht nennen. Sobald Leute im öffentlichen Dienst ein bisschen was zu sagen haben, wird die naive Ursprungslüge zur Verlogenheit (sie glauben den Unsinn selber, werden ihre Meinung wegen Mittelbau-Chef-Position nicht mehr ändern) und beeinflussen potentielle Käufer (z.B. Verwaltungsfachangestellte der Kommunen in der Region, die sich mit Elektrik gar nicht auskennen), bei Ladesäulen auf das falsche Pferd (starr 2 x 22 kW als einziges Produkangebot statt etwa flexibel 6 Ladepunkte mit zusammen max. 43 kW per Laststeuerung) zu setzen:

http://cdn.goingelectric.de/forum/resources/image/41939

Also gäbe es überhaupt einen Mittelklassewagen mit einem 22 kW AC-Lader. Es ist nun mal ein einziges Automodell (ein Kleinwagen) mit 22 kW AC Ladeleistung auf dem Markt. Das Fahrzeugmodell mit dem nächst kleineren Lader (16,5 kW, nur noch für Tesla Model S mit dem großen 100 kWh Akku verfügbar) kostet halt schon über 110.000 €.
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Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon INRAOS » Mi 21. Jun 2017, 21:16

Ich war mit meiner Familie am Samstag im Heide-Park Soltau.

Hatte vorher hier im Forum recherchiert, am Heidepark gibt es eine 2x22 kW Ladesäule - die wird hier im Verzeichnis auch nicht besonders häufig als benutzt gekennzeichnet .

Am Heidepark angekommen habe ich mich nach der hier veröffentlichten Wegbeschreibung orientiert, und musste dann dem Parkplatzwärter erst einmal erklären, warum ich nicht zum ' Normalparkplatz' möchte sondern zum Verwaltungsparkplatz.

Ich erklärte ihm, dass ich die Ladesäule gern nutzen wolle . Seine Antwort:

Oh - da könnte es dann aber eng werden, da sind eben schon zwei Elektroautos hingefahren !

Genau so war es: Durch Stau auf der A7 waren wir erst gegen 11 Uhr angekommen und hatten wohl wirklich den Tag erwischt, an dem beide Seiten der Säule belegt sind.

Destination-Lader oder nicht??

Als wir gegen 17 Uhr gefahren sind standen die zwei egolf immer noch eingesteckt an der Säule (car-sharing Fahrzeuge).

Gut, dass meine Damen nichts dagegen hatten, noch gut 1 Std im Outlet Soltau zu verbringen. Da konnte ich dann noch genug Strom laden, um zum nächsten schnellader zu kommen - ca 90 km entfernt in Garbsen bei Hannover
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Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Karlsson » Mi 21. Jun 2017, 21:37

Der Säulenbetreiber soll seine Vorstellungen im Preismodell ausdrücken - Stichwort Zeitanteil.
Und die Benutzer sehen dann selbst, was sie draus machen. Wenn da einer 3 Tage vollgeladen stehen will während er weiter zahlt, ist das für mich OK. Solche User fördern ja schließlich die Rentabilität und damit den Ausbau.
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Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon MineCooky » Do 22. Jun 2017, 05:12

INRAOS hat geschrieben:
Destination-Lader oder nicht??


Destinationcharging in seiner klassischen Form. Ne Schukodose lies sich nicht auftreiben?
Stolzer Fahrer seines Smart EDs, ohne 22kW-Lader. Warte zum neuem Smart guckend mit dem 3Phasigen-Ladekabel.
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"Aus Gaspedal wird Spaßpedal"
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Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Super-E » Do 22. Jun 2017, 08:54

Das Problem ist - eine Säule ist keine Säule. Viele Betreiber oder Städchen denken, sie müssten ihre Säulen schön gleichmäßig überall verteilen. Ist eine belegt muss man die nächsten ansteuern. Es wäre daher meiner Meinung nach schon besser, wenn man die gleiche Anzahl Säulen an weniger Standorten, aber dafür jeweils mehr hinstellt...

So macht es ja auch TESLA mit seinen SCs. Es gibt deutlich mehr Ladepunkte CCS als SCs, aber dadurch das die SCs gruppiert sind, sind diese (für ihren Einsatzzweck) deutlich nutzbarer.
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Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon INRAOS » Do 22. Jun 2017, 20:49

MineCooky hat geschrieben:

Destinationcharging in seiner klassischen Form. Ne Schukodose lies sich nicht auftreiben?


Da auf dem Grossparkplatz? Vermutlich eher nicht.

Ich hatte auch noch ca 40 km Restreichweite im Akku. Hatte dem einen der zwei optisch identischen eGolf einen Zettel unter den Scheibenwischer geklemmt mit der Bitte mich auf dem Handy anzurufen wenn sie abfahren.

Sie waren aber dann wohl noch länger im Park als wir.

Es gab im Umkreis von 15-20 km ein paar 22 kW lademöglichkeiten - somit für mich kein Anlass erst großartig um schuko-Strom zu betteln. Da hätte ich auch bedenken wenn ich nicht in der Nähe wäre
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Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 23. Jun 2017, 07:17

mweisEl hat geschrieben:
Jochen2003 hat geschrieben:
aber anscheint sind auch die Versorger noch in einem Lernprozess.
....
Also gäbe es überhaupt einen Mittelklassewagen mit einem 22 kW AC-Lader. Es ist nun mal ein einziges Automodell (ein Kleinwagen) mit 22 kW AC Ladeleistung auf dem Markt. Das Fahrzeugmodell mit dem nächst kleineren Lader (16,5 kW, nur noch für Tesla Model S mit dem großen 100 kWh Akku verfügbar) kostet halt schon über 110.000 €.

Es gibt inzwischen mehrere Fahrzeuge mit einem 3-phasigen 11 kW Lader aber auch genug mit einem 1-phasigen 7,4 kW Lader. Für die 7,4 kW benötigt man 32A und das sind halt anschlusstechnisch 22 kW 3-phasig. Die 22 kW Säulen machen somit Sinn um sowohl mit einem 1-phasigen als auch 3-phasigen Lader die max. AC-Ladeleistung zu erhalten. Das der ZOE z.Zt. als einzigster die 22 kW auch nutzen kann ist ja kein Nachteil.

Ich bin auch der Meinung, dass man in Parkhäuser usw. besser viele 3,7 kW Ladepunkte schaffen sollten als irgendwo eine 22 kW Säule an zentraler Stelle. Da sind aber nicht die Versorger zuständig sondern die Parkhausbetreiber. Die Abrechnung des Stromes kann man über eine erhöhte Parkgebühr abrechnen. Spart Investitionskosten in ein zusätzliches Abrechnungssystem.

In NL wird das schon so praktiziert. z.B. an dem Fähranschluss in Lauweroog gibt es im Parkhaus 4 Ladepunkte, die man an der Info freischalten lassen kann. An dem Warteplatz für Abholer steht noch mal eine Ladesäule.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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