Mythos Destination Charging

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Tho » Mi 21. Jun 2017, 11:38

SL4E hat geschrieben:
Nur um das mal in Zahlen zu verdeutlichen: Der Versorger hätte statt 2x 22kW-Ziemlichschnellladesäule an einem Bahnhof ganze 12x 3,7kW hinstellen können oder 6x 3,7kW und 3x 11kW. Es wären also statt 2 bis zu 12!!!! Ladepunkte möglich bei gleicher Anschlussleistung.

Technisch gesehen ja, finanziell wird der Rechtfertigungsbedarf im Unternehmen groß, wenn man 6 Ladesäulen (12 Ladepunkte) gekauft hat aber nur 2 Ladevorgänge im Monat stattfinden. Deshalb steht halt überall nur eine 22er Säule.
Renault Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
PV, Speicher zu Hause + Bürger Energie Drebach eG http://www.buerger-energie-drebach.de
Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
Benutzeravatar
Tho
 
Beiträge: 6700
Registriert: Di 28. Okt 2014, 00:26
Wohnort: Drebach/Erzgebirge

Anzeige

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon SL4E » Mi 21. Jun 2017, 11:43

@Super-E +1

Die Ladestation muss zum Ort passen. Ein 22kW Lader auf einem Parkplatz am Bahnhof/Flughafen hat sicherlich auch seine Daseinsberechtigung, z.b. für Leute die nur kurz jemanden "abladen".
Derzeit stellen die Versorger aber nur 22kW Lader auf, egal wo. Das ist der falsche weg!
Beste Beispiel hab ich quasi vor der Tür:
http://www.goingelectric.de/stromtankst ... arten/858/

2x 22kW am Tiergarten. Man ist definitiv nicht unter 4h in dem Tiergarten, weniger ist kaum schaffbar.

http://www.goingelectric.de/stromtankst ... sse-1/857/

2x 22kW auf einem P+R Parkplatz mit U-Bahnanbindung. Wer das nutzt und mit dem ÖPNV in die Stadt fährt ist nicht unter 2-3h wieder zurück

u.v.m.

Sowas macht einfach keinen Sinn und solange das nicht in die Köpfe der Versorger geht, wird sich an der Situation nichts ändern.
Aber die Versorger reagieren ganz anders als erwartet und verpassen diesen Ladestationen dann unsagbare Zeittarife mit abschließender Strafgebühr. Damit legt man der Elektromobilität noch mehr Steine in den Weg, anstatt sie zu fördern.
Aber das ist Deutschland...
Zuletzt geändert von SL4E am Mi 21. Jun 2017, 11:46, insgesamt 1-mal geändert.
Ich habe das Forum verlassen
SL4E
 
Beiträge: 2239
Registriert: Do 3. Mär 2016, 13:51

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Jochen2003 » Mi 21. Jun 2017, 11:44

@SL4E - da gebe ich dir Recht aber anscheint sind auch die Versorger noch in einem Lernprozess.

Meine Frau nutzt eine Säule in Borken auch ab und an als "Destinationlader" wenn man das beim Leaf so nennen kann.
Während Ihrer Arbeit (Arbeitszeit 4,5 Std.) steckt der Leaf an der 11 KW Seite der Ladesäule und die 22 KW Seite bleibt frei.

Zum Feierabend holt sie das Auto dann ab, und er ist meist dann nicht Vollgeladen da wir ja nur eine Ladeleistung von 3,7 KW haben, somit entspricht sie der Beschilderung, "Parken während des Ladevorgangs erlaubt", natürlich wäre eine ZOE hier meist nach einer Stunde fertig aber der Leaf halt nicht.

Sollte er vorher voll sein, holt sie den Wagen zur Firma rüber.
Nissan Leaf Tekna, weiß, 02/2014
Benutzeravatar
Jochen2003
 
Beiträge: 363
Registriert: Mi 27. Jul 2016, 10:34

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon SL4E » Mi 21. Jun 2017, 11:51

Ja und was macht deine Frau wenn sie in einem Meeting hockt?
Sicher man sollte nach Möglichkeit immer sein Auto wegfahren. Aber dies ist nicht immer gegeben! Wenn ich mit dem Zug in die nächste Stadt gefahren bin, kann ich eben nicht einfach umparken. Dabei habe ich vielleicht noch in gutem Glauben gehandelt, denn ich hätte ja auch mit dem Auto in die Stadt fahren können, damit noch mehr PKW Verkehr in der Stadt sind. Und als Dank wird man dann hier an den Pranger gestellt... Verrückte Welt.
Zuletzt geändert von SL4E am Mi 21. Jun 2017, 12:03, insgesamt 1-mal geändert.
Ich habe das Forum verlassen
SL4E
 
Beiträge: 2239
Registriert: Do 3. Mär 2016, 13:51

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon sweetleaf » Mi 21. Jun 2017, 11:53

@minecooky
ganz passt das nicht, find ich. Wenn ich zum Flughafen fahre um jemanden abzuholen, ist der Flughafen nicht wirklich mein Ziel. Das Laden für die Rückfahrt kann dann genausogut auf der Autobahn an DC passieren. Das gleiche gilt, wenn ich zwei Wochen im Urlaub bin. Dann brauche ich keine Ladesäule auf dem Parkplatz. 45 min Schnelladen auf der Rückfahrt sollten dann auch noch drin sein.
Nur für kurztrips (1, 2 Tage) wäre es sinnvoll an den dafür gedachten Parkflächen Destinationlader (3,7 kw reicht völlig) aufzustellen.

Insgesamt geht der Tröt hier endlich mal in die Richtig Richtung: Viele Lader mit wenig Leistung an den richtigen Standorten. Leuchtturmprojekte an der Autobahn sind auch nicht ganz unwichtig, aber eben nicht die Rundumsorgloslösung. Genausowenig wie die vielen Zoe-Säulen überall :roll:
LEAF Bj 2015 seit 10/2015 - schwarz metallic - 24kWh - 88% SOH, langsam fallend - 70000 km, stetig steigend
sweetleaf
 
Beiträge: 110
Registriert: Di 6. Okt 2015, 23:26
Wohnort: Bodensee Nordufer

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Jochen2003 » Mi 21. Jun 2017, 12:03

@SL4E - Hmm in Ihrem Beruf sitzt man nicht in einem Meeting.

Es ist ganz klar Situationsabhängig und meiner Meinung nach, wenn ich es unter normalen Umständen nicht Gewährleisten kann wird das Auto halt nicht angeschlossen.

Klar, sie hat ein perfektes Einsatzprofil für ein Elektroauto und nur 9 KM bis zur Arbeit, soweit kann sie immer nach Hause kommen, selbst wenn der Leaf schon ziemlich leergelutscht ist. Meist wird er Zuhause geladen.

Diese Säule ist aber kein Destinationlader sondern sollte anderen auch zur Verfügung stehen.

Da es in unserem näheren Umkreis keine Schnellladesäule gibt (nächste ist 40 km entfernt) sind diese Säulen mit 11/22 KW für den einen oder anderen wichtig fürs weiterkommen, deshalb würden wir die nicht mehr nutzen wollen als nötig.
Nissan Leaf Tekna, weiß, 02/2014
Benutzeravatar
Jochen2003
 
Beiträge: 363
Registriert: Mi 27. Jul 2016, 10:34

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon harlem24 » Mi 21. Jun 2017, 12:08

Man muss sich nur im Ausland umschauen, dann sieht man wie eine Ladeinsfrastruktur aussehen muss.
in Holland oder in Norwegen stehen nicht nur überall vergleichsweise schwache Säulen rum, sondern an strategisch günstigen Punkten Schnelllader. Und in Norwegen halt nicht nur einer, sondern vielleicht auch mal 10 oder mehr.
Es kommt halt auf die Mischung an.
An alle Orte, wo man länger als eine Stunde ist, reichen 3,7-7kW, an Supermärkten mindestens 22kW, an Knotenpunkten 50kW und mehr.
Was noch erschwerend hinzu kommt, ist dass bis auf die Zoe die meisten E-Autos mit AC nicht wirklich schnellladen können und deswegen ab 22kW eigentlich schon Triplelader notwendig sind, die aber halt deutlich mehr kosten als die entsprechenden AC-Säulen...
Gruß

CHris

Wenn Ihr Euch für Fotografie interessiert, schaut doch mal im Digitalfotonetz vorbei.
Mein kleines E-Auto Blog
harlem24
 
Beiträge: 3698
Registriert: Di 22. Sep 2015, 13:41

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon Toumal » Mi 21. Jun 2017, 12:09

Die hier machen z.b. IMHO technisch sehr viel richtig:

http://www.goingelectric.de/stromtankst ... se-6/7235/

FMZ Boeheimkirchen, 5 x Typ 2 11kW (mit Lastmanagent) und 10 x Schuko - Stimmt nicht mehr ganz, jetzt sind es naemlich 6 x Typ 2 und 12 x Schuko, und noch dazu komplett gratis. Einziger Haken: Der Parkplatz darf nur zeitlich begrenzt genutzt werden, das Auto also 5 Stunden lang stehen lassen ist an sich nicht erlaubt. Aber vom technischen Aspekt her super: Lieber mehr Ladeplaetze die waehrend des Einkaufs und Kaffees genutzt werden koennen, als ein grosser Triplecharger. Als Zwischenstop auf langen Reisen ist das sicher nicht geeignet, aber zum einkaufen fahren oder wenn man im Ort was zu erledigen hat auf jeden Fall.

Da hat jemand beim Errichten des FMZ das Hirn benutzt.
Bild
Benutzeravatar
Toumal
 
Beiträge: 1741
Registriert: Di 5. Mai 2015, 12:11

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon SL4E » Mi 21. Jun 2017, 12:10

@Jochen2003
Aber da haben wir genau wieder einen Fall, den ich nicht verstehe. Warum lädt sie dann überhaupt öffentlich, wenn sie es nicht muss? Weder wegen der Reichweite noch wegen mangelnder Lademöglichkeit daheim?
Es wird also 4,5h ein Ladepunkt blockiert, nur um daheim Strom zu sparen (Stromschnorrer?). Für sowas habe ich deutlich weniger Verständnis als bei Leuten die Laden müssen und dann am Bahnhof 6 oder 8h stehen.

Ich fahre einen öffentlichen Ladepunkt nur an, wenn ich auch laden muss. Das mache ich mit dem e-Golf wie auch mit dem Tesla so. Geladen wird daheim oder auf Abreit. Ich weiß ich kenne genug Leute hier auch aus dem Forum die der Meinung sind, sich an jede Stromquelle anschließen zu müssen, egal ob notwendig oder nicht. Das ist eine Unsitte die vor allem bei Zoe Fahrern deutlich ausgeprägter ist als bei anderen.
Ich habe das Forum verlassen
SL4E
 
Beiträge: 2239
Registriert: Do 3. Mär 2016, 13:51

Re: Mythos Destination Charging

Beitragvon harlem24 » Mi 21. Jun 2017, 12:15

@Sl4E

Ich vermute mal schwer, dass das Laden an der Säule noch kostenlos ist...*grinsfies
Gruß

CHris

Wenn Ihr Euch für Fotografie interessiert, schaut doch mal im Digitalfotonetz vorbei.
Mein kleines E-Auto Blog
harlem24
 
Beiträge: 3698
Registriert: Di 22. Sep 2015, 13:41

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Öffentliche Lade-Infrastruktur

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste