Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladestatio?

Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladestatio?

Beitragvon Bernd_1967 » Do 3. Aug 2017, 08:32

Für mich gehören möglichst die Autos nicht in die Städte. Pendler können grundsätzlich draußen bleiben.
Vorschlag, dort wo es möglich ist (beispiel Trier und viele andere):
Außerhalb der Städte P+R-Plätze errichten, mit PV überdachen und ganz viele Ladepunkte einrichten.
Die Einfahrt der Autos in Städte erschweren.
Was sollen grundsätzlich neue Ladestationen in Städten, wo doch die Autos besser draußen bleiben sollten?
Und das gilt ja auch für E-Autos. Es geht ja nicht nur um Abgase , sondern auch um die vielen Staus.

Also, die Ladestationen in der Stadt nur noch für Leute, die dort wohnen oder zum Einkaufen mit dem Auto in die Stadt fahren müssen/wollen. Die Pendler können grundsätzlich draußen mit PV-Strom ihr E-Auto laden oder nur ihren Verbrenner abstellen und sich dann per Bus bequem in die Stadt fahren lassen als im Stau zu stehen.
Schließlich nimmt ein Bus mit 70 Leuten ca. 50m Platz weg, samt Sicherheitsabstand ( so ungefähr, bitte nicht festnageln) und eine Schlange von Autos mit 70 Leuten drin fast 1000m !
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Beitragvon SaschaG » Do 3. Aug 2017, 08:48

Das nennt sich Bevormundung durch Politik. Ich möchte das nicht. Man sollte lieber den Weg gehen, P+R und den ÖPNV so attraktiv wie möglich zu gestalten. Damit lädt man die Leute auch ohne Verbote zur Nutzung des ÖPNV ein. Von Verboten halte ich gar nichts.
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon Helfried » Do 3. Aug 2017, 08:54

Bernd_1967 hat geschrieben:
Schließlich nimmt ein Bus mit 70 Leuten ca. 50m Platz weg, samt Sicherheitsabstand ( so ungefähr, bitte nicht festnageln) und eine Schlange von Autos mit 70 Leuten drin fast 1000m !


Als gelegentlich in der Stadt wohnender muss ich aus Erfahrung sagen, dass mir 30 flüsterleise Elektroautos 50 Meter vor dem Schlafzimmerfenster sehr wesentlich lieber sind als ein Autobus egal welchen Antriebs (meist sind die Busse hur halb besetzt).

Busse sind viel zu laut in der Stadt, sie sollten meines Erachtens auch nicht in jede Seitenstraße reinfahren.
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon leonidos » Do 3. Aug 2017, 09:02

Bernd_1967 hat geschrieben:
Für mich gehören möglichst die Autos nicht in die Städte. Pendler können grundsätzlich draußen bleiben.
Vorschlag, dort wo es möglich ist (beispiel Trier und viele andere):
Außerhalb der Städte P+R-Plätze errichten, mit PV überdachen und ganz viele Ladepunkte einrichten.
Die Einfahrt der Autos in Städte erschweren.
Was sollen grundsätzlich neue Ladestationen in Städten, wo doch die Autos besser draußen bleiben sollten?
Und das gilt ja auch für E-Autos. Es geht ja nicht nur um Abgase , sondern auch um die vielen Staus.

Also, die Ladestationen in der Stadt nur noch für Leute, die dort wohnen oder zum Einkaufen mit dem Auto in die Stadt fahren müssen/wollen. Die Pendler können grundsätzlich draußen mit PV-Strom ihr E-Auto laden oder nur ihren Verbrenner abstellen und sich dann per Bus bequem in die Stadt fahren lassen als im Stau zu stehen.
Schließlich nimmt ein Bus mit 70 Leuten ca. 50m Platz weg, samt Sicherheitsabstand ( so ungefähr, bitte nicht festnageln) und eine Schlange von Autos mit 70 Leuten drin fast 1000m !


Da kann ich dir nur zustimmen und die Mehrheit der Stadtbewohner tut dies auch.
Bei uns in WÜ sind gerade die Pläne unserer Stadtverwaltung, mitten in der Stadt ein neues Parkhaus zu bauen, durch eine Bürgerbefragung gekippt worden. Niemand braucht noch mehr Individualverkehr in der Innenstadt.
--
Grüße
Leo

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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon MineCooky » Do 3. Aug 2017, 09:24

Ging mir gerade so durch den Kopf:

Je weniger Autos in Städten, desto weniger Staus.
Je weniger Staus, desto mehr Autos kommen in die Stadt. Ist ja überall gutes und schnelles durchkommen.
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon Bernd_1967 » Do 3. Aug 2017, 09:46

MineCooky hat geschrieben:
Ging mir gerade so durch den Kopf:

Je weniger Autos in Städten, desto weniger Staus.
Je weniger Staus, desto mehr Autos kommen in die Stadt. Ist ja überall gutes und schnelles durchkommen.


Muss die Fahrt in die Stadt einfach teurer machen: höhere Parkgebühren,
dafür die Busfahrt billiger.
Vor ca. 20-30 Jahren hatte ich mal einen Bericht gesehen, dass in Zürich fast alle mit dem Bus fahren, sogar Banker, ..etc.,
weil es attraktiver ist und schneller.
Autos wurden benachteiligt: Wenn ein bus an einer Haltestelle steht, müssen Autos warten.
Weiß nicht, wie das heute dort ist, war noch nicht da.
Den Gedanken mit den Autos draußen lassen, habe ich schon 30 Jahre und seit dem hat sich nichts verbessert und es wird sich wohl auch nie was verbessern - wahrscheinlich.
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon yadiori » Do 3. Aug 2017, 10:03

Das wird in Deutschland nichts. Die Deutschen lieben einfach die eigene Karre, auch wenn sie damit ewig im Stau stehen.

Wenn ich König von Deutschland wäre ( ;) ) gäbe es in den großen Städten City-Maut mit Bezahlung pro Stunde (teurer in der Rush Hour) für Ortsfremde. Einwohner (evtl. auch Arbeitnehmer in der Stadt) müssten ein ÖPNV-Abo abschließen, um in der Stadt Auto fahren zu dürfen (oder halt auch Maut bezahlen).

Dafür gibt es vor den Toren der Stadt kostenfreie P+R-Parkplätze mit Lademöglichkeit. Preislich sollte die City-Maut so sein, dass es günstiger kommt, vor der Stadt zu parken und dann mit dem ÖPNV zu fahren.

Das sollte genügend Einnahmen bescheren um den ÖPNV top zu machen. Dichter Takt, Haltestellen im ganzen Stadtgebiet. Am liebsten mit Tram. :mrgreen:

Realistisch gesehen würde sich die Stadt aber wohl entvölkern und ich würde als König gestürzt. :cry:
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon HubertB » Do 3. Aug 2017, 10:13

Die City-Maut wird kommen.
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon AbRiNgOi » Do 3. Aug 2017, 10:17

Wien ist anders, das ist das erste was jeder Gast auf den Autobahnen rechts und links auf den Werbeplakaten der Stadt ließt. Einige Stunden später wird man wissen wie anders.

Die (grüne) Vizebürgermeisterin ist sehr umtriebig, baut eine Begegnungszone nach der anderen und wirft die Autos aus der Stadt. Parkplatz in Wien? Fehlanzeige. 2 Stunden für 4,20€ und dann wieder raus aus der Stadt. Übernacht stehen lassen? ja, aber nicht auf der Straße, nur in den Parkgaragen. Innerstädtisch 39€ pro Tag, am Stadtrand 5€ pro Tag (z.B. Gasometer an der U3)

Was kosten die Öffis? da wird jetzt mal gleich jeder Deutsche neidig. Eine Fahrt durch Wien 2,20€. Keine Zonengrenzen nix, quer durch die Stadt eine Zone, 2,20€ und gut ist. Pro Tag für ganz Wien 4,80€ im frei wählbaren 8er Block. Und eine Jahreskarte? haltet Euch an: 365€ pro Jahr, das ist genau 1€ pro Tag!

Und haben wir nun weniger Stau, gefühlt nein, noch immer viel zu viele Autos in der Stadt unterwegs. (ich fahre täglich mit dem Fahrrad quer durch... bald bin ich nach NOx süchtig, wird mir abgehen...) dann bin ich einmal mit dem Auto durch Stuttgart gefahren.... ja, Wien ist anders.

Und Ladestellen? Nicht durch die Stadt gewünscht, keine öffentlichen Parkplätze dürfen verwendet werden, keine Öffnung der Busspuren, kein freies Parken, nix. Nur einige private Flächen bieten Lademöglichkeiten an, oft in den Parkhäusern natürlich mit zusätzlichen kosten oder vor Supermärkten manchmal Tankstellen. ....

Obwohl es seit den 90er Ladestellen in Wien auf öffentlichen Parkplätzen gibt, nur die Wartung der selben ist ein wennig eingeschlafen:
Bild
ZOE Live 6/2013 * Ladegerät 60.500km * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * neuer Motor 71.250km
Vertrag für 40kWh Batterie am 05.03.2018 abgeschlossen.
Aktuell: 80.000 km
Bild
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon Helfried » Do 3. Aug 2017, 12:13

AbRiNgOi hat geschrieben:
Und haben wir nun weniger Stau, gefühlt nein, noch immer viel zu viele Autos in der Stadt unterwegs


Wien ist beim Fahren schon relativ autofahrerfreundlich, "nur" halt nicht beim Parken. Kommt freilich aufs selbe raus. :)

Mir wurde von Fachleuten gesagt, man könne derzeit den Autoverkehr kaum noch mehr einschränken, da die U-Bahnen überlastet seien (und auch sind) seit der Bevölkerungszuwachskrise und eine Intervallverdichtung kaum noch möglich sei.
Helfried
 
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