Lobbyfalle NDR Markt

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Beitragvon reik » Di 1. Aug 2017, 09:00

Na, da sind die Redakteure aber kräftig in die Lobbyfalle getappt.

Getestet wurde die Elektromobilität auf der Strecke Stuttgart-Hamburg (also ansich zwischen den dreckigsten Städten Deutschlands). Gefahren wurde mit einer Zoe mit langsamen Schnelllader :-)

Dazu kommt jemand zu Wort, der anscheinend quer durch Deutschland fährt und somit recht viele Ladekarten nutzt. Da sollte NewMotion, Plugsurfing und Entega doch ausreichen.

Die aktuelle Ladewüste Hannover-Hamburg wird natürlich auch nicht ausgelassen und auch zwei Herausforderungen an der Ladesäule durch technische Fragen.

Nehmt den Leuten doch einfach mal die Angst durch den Test realer Szenarios und nicht Extremfahrten.

Das war nichts, NDR Markt.

http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/ ... to346.html
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Re: Lobbyfalle NDR Markt

Beitragvon Tigger » Di 1. Aug 2017, 09:05

Oder vielleicht einfach mal akzeptieren, dass das geschilderte Szenario der allgemeinen Wahrnehmung entspricht?

Ich habe mir jetzt nicht das Video angeschaut, aber den Text kann ich nachvollziehen. Fazit: Wenn Du lange Strecken durch Deutschland zu fahren hast, dann kauf' Dir einen Tesla.
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Re: Lobbyfalle NDR Markt

Beitragvon Ladesaeule » Di 1. Aug 2017, 10:22

Ich habe mir den Bericht jetzt zwar auch nicht angeschaut - aber wirklich einfach ist es definitiv nicht, wenn man kostenpflichtig laden muss.

Wir haben die Zoe jetzt seit 5 Monaten und runden 8000km. Zu Hause und unterwegs kostenlos laden war bislang auch nie ein Problem. Bei den 2 Touren, bei denen wir bislang laden mussten, ging es aber schief - gerade gestern noch:

Der Plan war am Ziel
- 1 Stunde zu laden
- danach Termin wahrnehmen (Ladesäule zu weit vom Ort des Termins weg)
- ohne weiteres Laden zurück

Zur Auswahl immerhin 2 angebliche 22kW Säulen von 2 Anbietern

1. Säule: Kann doch nur 11kW (da reicht eine Stunde nicht)
2. Säule: Von Baumaterial verschüttet
also zurück zur 1. Säule: dort wird die Karte nicht genommen
wieder zur 2. Säule: Kabel durch das Baumaterial gelegt und den Bagger bei der Arbeit gestört - aber immerhin schon mal 15Minuten geladen.
Auf dem Rückweg dann 1/2 Stunde bei Tank & Rast problemlos und kostenlos getankt.
Dabei habe ich mich leider ein wenig verrechnet - jedenfalls wurde mir die Restreichweite dann doch zu schnell zu wenig (die Strecke war zu hügelig) und sicherheitshalber nochmal Tank&Rast angesteuert. Dort war alles von LKW's blockiert - über einen schmalen Fußweg bin ich dann hintenrum zur Säule vorgedrungen, um nochmal 15 Minuten zu laden.

Aus der Story hätte man jdenfalls auch schon einen "Lobbybericht" machen können. Das war in ziemlich komprimierter Form eigentlich gleich alles was schief gehen kann.

Im Ergebnis also fast 1,5 Stunden Zeit verschwendet und erst nach Mitternacht zu Hause :(
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Re: Lobbyfalle NDR Markt

Beitragvon Tobi83 » Di 1. Aug 2017, 10:37

Wir leben im Jahr 2017, da fährt man Stuttgart-Hamburg mit der Bahn und nimmt ggf. Car- oder Bikesharing vor Ort.
Ich käme nie auf die Idee, dafür mein e-Auto zu nehmen und auch nen Verbrenner lasse ich im Gegenzug zu ner entspannten Bahnfahrt lieber stehen
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Re: Lobbyfalle NDR Markt

Beitragvon Stadtflucht » Di 1. Aug 2017, 10:45

Ich sehe das Problem darin, dass emobilität direkt mit der klassischen verglichen wird. Sie funktioniert aber anders. Nur das sagt halt keiner.
Es wird gemeinhin vermittelt, dass einfach statt einem verbrenner Motor ein elektrischer im Auto ist. Und der Rest soll bleiben wie er ist.
Es wäre schön ein riesen schritt, wenn die klassischen Pendler umsteigen würden. Weil da passt es wohl für 80% und mehr.
Aber betrachtet werden Außendienstler und Handelsreisende. Und sind wir doch auch bitte ehrlich. Wer 300+ km pro Tag fährt und unter Zeitdruck steht, für den ist, wenn überhaupt, derzeit nur ein Tesla eine Option. Da brauch ma aber auch gar nicht streiten oder versuchen etwas schön zu reden.
Aber bitte halt nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen.
Ps: vlt liegt das Problem aber auch bei den Redakteuren, weil die aus ihrer Sicht an die Sache rangehen. Und die fahren auch oft viele km. Haben Equipment und Personal mit. Auch eher nicht der klassische Fall von Pendler.
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Re: Lobbyfalle NDR Markt

Beitragvon SaschaG » Di 1. Aug 2017, 10:46

Das Ziel muss trotzdem sein, dass diese Strecke mit einem Elektroauto problemlos zu fahren ist. Sonst wird Elektromobilität nie im Massenmarkt ankommen.
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Re: Lobbyfalle NDR Markt

Beitragvon PowerTower » Di 1. Aug 2017, 10:50

Tja es gibt Abenteurer und es gibt Bahnfahrer. :lol: Nein quatsch, mit dem Think bin ich auch keine 500 km Strecken gefahren. Aber jetzt mit dem e-up! geht das schon recht entspannt. Und da der Beitrag im NDR nur eine Wiederholung war, wird das Auto nicht moderner und die Ladeinfrastruktur nicht besser. Mit einem Q90, einem Ioniq oder auch i3 und e-Golf mit dem jeweils größeren Akku werden Stuttgart und Hamburg auf einmal zu Nachbarstädten. 8-)

EDIT, ok es war wohl ein R90 im Einsatz. Der kommt eben in der Praxis trotz größerem Akku auch nicht schneller voran als die Fahrzeuge, die es schon 2013 am Markt gab.
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Re: Lobbyfalle NDR Markt

Beitragvon Tigger » Di 1. Aug 2017, 11:01

Tobi83 hat geschrieben:
Wir leben im Jahr 2017, da fährt man fahre ich Stuttgart-Hamburg mit der Bahn und nimmt nehme ggf. Car- oder Bikesharing vor Ort.

Habe es mal korrigiert... Nicht für man sprechen, wenn man sich selber meint. ;-)

@PowerTower: Und S-HH fahre ich nach wie vor mit dem Verbrenner, da mir meine Zeit zu schade ist um sie mit Ladezeit zu vergeuden.

Nichts desto trotz: Respekt demjenigen, der es trotzdem macht! Nur bitte nicht als Allgemeingültig für den Rest der Welt erachten.
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Re: Lobbyfalle NDR Markt

Beitragvon gekfsns » Di 1. Aug 2017, 11:04

Würden die berichten wie geradezu langweilig perfekt die E-Mobilität bereits heute schon für die meisten funktioniert, dann würde der Bericht nie ausgestrahlt werden. Only bad news are good news".
Wenn man, wie ich, sowieso einen Zweitwagen für die Familie braucht, dann geht EV meist problemlos und für die seltenen Sonderfahrten, muss halt der Verbrenner noch herhalten. Momentan fahren wir insgesamt >80% elektrisch.
Wird nicht mehr lange dauern und ich kann dann auch denn letzten Verbrenner noch ersetzen
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Re: Lobbyfalle NDR Markt

Beitragvon AbRiNgOi » Di 1. Aug 2017, 11:08

Ich sehe das Thema für mich ein wenig Umfassender.
Ich fahre im Schnitt vier mal im Jahr eine Langstrecke und täglich mehrere Kurzstrecken. Daher habe ich beschlossen, die Kurzstrecke zu optimieren, und auf der Langstrecke nicht ganz so optimiert unterwegs zu sein. In Summe steige ich besser aus, weil die 20.000km / Jahr viel billiger, einfacher, schneller erledigt werden können. Wenn ich alle Tankstellenbesuche im Jahr für 20.000km zusammen zähle, mit An und Abfahrt, komme ich Zeitlich über die Ladestopps der viermaligen Langstrecke.
Ich versuche gar niemanden zu überzeugen, dass die Elektromobilität auf der Langstrecke optimaler ist. Ich kann es entspannt finden Pausen zu machen, aber das ist persönliches Gefühl, vielleicht auch eingebildet. Das gesamt Optimum macht es aus.
Zum Thema Zweitwagen Verbrenner: der kostet beim Stehen viel zu viel, die paar Stunden weniger Überstunden machen ist in Summe billiger. Und mal ehrlich: sitzt Du die paar Stunden lieber in der Firma uns schiebst Überstunden um den Verbrenner zu bezahlen oder sitzt du lieber in irgendeiner Ortschaft und erkundest das Neue?
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