Laden über Nacht vs. Kosten

Re: Laden über Nacht vs. Kosten

Beitragvon Karlsson » Mi 13. Jun 2018, 20:02

@BigBubby
Fährst Du Q90 oder was?
Bei 55km one way würde es bei mir im Winter schon teilweise eng werden, auch nur ein einziges Mal zur Arbeit und zurück zu kommen. 5min laufe ich schon vom Parkplatz ins Büro. Wenn ich da 100% zuverlässig immer Strom kriegen würde, wäre das denkbar.
Ich kann beim Supermarkt 22kW laden, aber das ist auch schon wieder ordentlich Umweg und auch zu langsam, weil ich dann zu oft einkaufen muss. Bzw ich muss dann ja zwangsweise hin, auch ohne einkaufen zu müssen. Öfter im Alltag 30min an der Säule doof rumstehen müssen - ne, sorry, auf keinen Fall. Ich mache das hin und wieder zwar auch mal (bei gratis Ladung, sonst macht es ja keinen Sinn), aber oft habe ich auch einfach nicht die Zeit dafür, bzw in meiner eh schon knappen Freizeit will ich nicht noch damit Zeit verbraten.

Wie lange fährst Du schon elektrisch? Im ersten Jahr hab ich auch fleißig öffentlich geladen - weil es war überall gratis und die Begeisterung groß. Jetzt kostet es fast überall und ich nehme auch die noch vorhandenen Gratismöglichkeiten oft nicht mit, weil mir meine Zeit wertvoller ist.
Das kannst Du mal eine Weile machen, auf die Dauer nervt es einfach.
Wobei ein größerer Akku natürlich einiges einfacher machen würde. Ich schreibe von 3 Jahren mit 22kWh Akku. Und da bleibe ich dabei, dass ich das Auto ohne meine eigene Steckdose nicht hätte.
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Re: Laden über Nacht vs. Kosten

Beitragvon JuGoing » Mi 13. Jun 2018, 20:18

@BjBerry00
Nur Mal ein paar Ideen, wenn was passt für dich, kannst du ja mal überlegen
- Auf der Arbeit laden, statt zu Hause
- Gibt es in deiner Nähe eine Firma mit Parkplatz oder Hof ? Vielleicht kannst du mit denen ein Gespräch führen, dass du dein Auto da abstellen und laden kannst - geben Bezahlung.
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Re: Laden über Nacht vs. Kosten

Beitragvon Zlogan » Mi 13. Jun 2018, 20:55

@Karlsson Da bin ich aber mit meiner Zoe Q210 täglich 120km gefahren - auch im Winter. Und geladen wurde nur öffentlich während der Arbeitszeit, da Zuhause keine Lademöglichkeit vorhanden war und ist. Das geht alles. ^^
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Re: Laden über Nacht vs. Kosten

Beitragvon BigBubby » Do 14. Jun 2018, 05:03

Ja ist ein Q90. Damit habe ich 200km reichweite jetzt im Sommer, da 90% Autobahn ist und ich bei 120-140 mitschwimme. Im Winter daher auch kein solches Problem, da ich die 1,5 Reserve habe, womit ich dann statt 1,5 etwa 1 fahrt reserve haben dürfte, notfalls etwas langsamer fahren ;-). Die richtig kalten Tage hatte ich mit dem Q90 verpasst. Den gibts ja auch nicht so lange jetzt.
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Re: Laden über Nacht vs. Kosten

Beitragvon Karlsson » Do 14. Jun 2018, 10:24

Zlogan hat geschrieben:
@Karlsson Da bin ich aber mit meiner Zoe Q210 täglich 120km gefahren - auch im Winter. Und geladen wurde nur öffentlich während der Arbeitszeit, da Zuhause keine Lademöglichkeit vorhanden war und ist. Das geht alles. ^^

Natürlich geht ganz viel, Du kannst zB auch mit dem Fahrrad in den Skiurlaub fahren oder Pyramiden ohne Bagger bauen. Die Frage ist, wie viel Idealismus man dafür braucht und über welchen Zeitraum man den aufbringen kann und will.
120km hab ich im Winter ja auch gar nicht immer geschafft und müsste mich dann sogar noch 2x täglich drum kümmern.
Wie ist das dann wenn ich am WE öfter mal 300 oder 500km fahre und komme natürlich mit leerem Akku zurück und muss mich dann noch damit rumplagen, wo jetzt wieder Strom her kommt...
Bei 100kWh und 120kW Supercharger mag es ja irgendwo noch erträglich sein, aber den Q210 kenne ich nun wirklich hinreichend. Meiner stünde ohne Heimsteckdose umgehend zum Verkauf, das ist einfach nicht das Auto, das der E-Mobilität zum Durchbruch verhelfen wird.
Als Zweitwagen mit Heimladung für die nicht ganz arme Kundschaft - passt.
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Re: Laden über Nacht vs. Kosten

Beitragvon BigBubby » Do 14. Jun 2018, 19:23

Deswegen habe ich den Q90 und keinen halb so teuren Q210 gekauft. Für mein Profil machte nur der Q90 Sinn.
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Re: Laden über Nacht vs. Kosten

Beitragvon Karlsson » Fr 15. Jun 2018, 21:18

Profil ist ein gutes Stichwort.
Ist der Q90 das einzige Auto in Deinem Haushalt? Und verändert sich Dein Profil auch mal?
Mit dem Q90 wird einiges natürlich schon deutlich entspannter sein. Für mich macht der Wechsel aber ökonomisch keinen Sinn, da der Q210 mit Heimlademöglichkeit den Alltag auch gut bedient. Lediglich bei den Langstrecken würde er deutlich punkten, wo wir aber für den Urlaub auch eh das größere Auto nehmen und für den 600km WE-Trip dann halt wegen Langstreckentauglichkeit auch.
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Re: Laden über Nacht vs. Kosten

Beitragvon BigBubby » Sa 16. Jun 2018, 06:47

Wir haben noch einen kleinen Polo Bluemotion (Diesel 55kw).
Den Polo hatten wir vorher, da ich vor 4-5 Jahren jedes Wochenende München-Köln gependelt bin. Dazwischen haben wir am selben Standort gearbeitet und deshalb gab es kein zweites Auto.
Jetzt musste ein zweites her und ich hatte viel gerechnet und da war die Wahl entweder ein zweiter Polo oder mal den Luxus E-Auto testen.

Da wir mit der EWE Karte laden, versuch ich jetzt die Mehrkosten gegenüber den Verbrenner über die häufigere Nutzung des Zoe auszugleichen. Also vermeiden unnötiger Fahrten mit dem Polo.
So wird der Polo nur noch von meiner Frau für den Arbeitsweg genutzt (ist kürzer) und wenn wir unsere Eltern besuchen (das sind 500 bzw 700km Entfernung, da fehlen dem Q90 noch mal 200km...).
Ich fahre mit der Zoe nicht anders als mit dem Polo. Bewusst langsamer nur, wenn doch mal knapp mit Batterie wird, aber das hatte ich nur einmal. Ich genieße die Parkvorteile.
Mit der Zoe kann ich von mir aus Nürnberg, Regensburg, München abdecken bzgl. der Reichweite.

Ich denke als Zweitwagen ist ein R/Q90 passend (auch wenn der Preis für die Qualität der halbe sein sollte...). Macht aber nur Sinn, wenn viel gefahren wird, da die Batteriemiete unverschähmt hoch ist...
Als Erstwagen braucht man etwas mit realer Reichweite von 400-500km. Da fehlt es der Zoe noch. Ausnahme: Die typischen Reiseorte haben eine gute Zuganbindung, dann würde die Zoe alleine reichen.
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