Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Re: Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Beitragvon phonehoppy » Mi 5. Dez 2018, 08:53

Eathon hat geschrieben:

Im Parkhaus Skyline Plaza gibt es ebenfalls 4 Ladestationen. Sie befinden sich auf der Parkebene B4 im 2. OG und sind Mo - So 24 h zugänglich : https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/Deutschland/Frankfurt-am-Main/Parkhaus-Skyline-Plaza-Europa-Allee/26886/



Diese Ladestationen sind meistens frei, weil teuer. Zu den recht hohen Parkgebühren kommen noch die NewMotion-Nutzungsentgelte hinzu, alles in allem für mich eher eine Notlösung.
Da ich, wenn ich Frankfurt bin, immer mindestens 7-8 Stunden am Ort bleibe, kann ich in dem Parkhaus nicht parken, da die Parkzeit auf 4h begrenzt ist. Zudem sind die Ladestationen nicht als Destination Charger gedacht. Ich brauche aber innerhalb dieser 7 Stunden eine Vollladung, damit ich ohne Zwischenstopp wieder nach Bonn komme. Was das angeht, nämlich Destination Charging in öffentlichen Parkhäusern, sieht es in Frankfurt in der Tat sehr schlecht aus - wie leider auch in den meisten anderen Großstädten in Deutschland.

Leider hat sich noch nicht herumgesprochen, dass die Bordsteinladesäulen mit 2h Zeitbegrenzung heute immer weniger Leuten etwas nützen. Für eine flächendeckende Versorgung von Leuten, die zu Hause keine Lademöglichkeit haben, sind es einfach viel zu wenige und das wird sich kaum ändern, da sollte man eher auf Schnellladen nach dem “Tankstellenprinzip” setzen. Für Menschen, die in Frankfurt arbeiten, sind die 2h oder 4h bei der Skyline Plaza zu kurz. Man will ja nicht mittendrin das Auto umparken müssen. Vernünftig wäre aber, eine große Zahl an günstigen, leistungsschwachen Ladestationen oder Wallboxen (11 kW) in allen möglichen Parkhäusern an so vielen Parkplätzen wie möglich anzubringen, im Idealfall dann so, dass außer den Parkgebühren für den Strom dann nicht mehr bezahlt werden muss.
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Re: Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Beitragvon zoppotrump » Mi 5. Dez 2018, 11:30

phonehoppy hat geschrieben:
...Vernünftig wäre aber, eine große Zahl an günstigen, leistungsschwachen Ladestationen oder Wallboxen (11 kW) in allen möglichen Parkhäusern an so vielen Parkplätzen wie möglich anzubringen, im Idealfall dann so, dass außer den Parkgebühren für den Strom dann nicht mehr bezahlt werden muss.

+1
Gerne auch etwas außerhalb mit einem Bus Shuttle oder Bike Sharing in die Innenstadt.

By the way: Seit heute ist Uber zurück in Frankfurt und es gibt auch eine Green-Option.
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Re: Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Beitragvon Ich-naklar » Mi 5. Dez 2018, 11:48

Hab ich auch schon öfters gesagt.
Es müssen Parkplätze her wo man eben nicht umparken muss. Die Ladesäulen direkt vor meiner Haustüre ist auch so ein Schwachsinn. Ausser wenn Eishockey oder das Volksfest ist parkt da kein „Fremder“ - war ja auch ein reines Anwohnerparken bis die Säule da aufgestellt wurde.
Nur einem Anwohner bringt die Nix wenn man nach maximal 5 Stunden umparken muss.
Niemand kommt abends heim und will dann um Mitternacht nochmal raus weil das Auto weg muss.
Dabei gäbe es bei mir im näheren Umkreis sogar jede Menge Möglichkeiten wo man so etwas realisieren könnte - und zwar ohne einen einzigen Anwohnerparkplatz zu verlieren - es könnten sogar neue geschaffen werden.
Beispiel wäre zum Beispiel der grosse Lehrerparkplatz - da dürfen nur Lehrer parken - die sind aber bekannterweise nur während der Schulzeiten da. Und nun kommt’s - ein normaler Arbeitnehmer ist exakt zu diesen Zeiten eben nicht da - heisst man könnte den Parkplatz teilen - zu Schulzeiten für die Lehrer - ausserhalb für Anwohner mit e-Fahrzeugen.
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Re: Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Beitragvon phonehoppy » Mi 5. Dez 2018, 15:29

Ich-naklar hat geschrieben:
Hab ich auch schon öfters gesagt.
Es müssen Parkplätze her wo man eben nicht umparken muss. Die Ladesäulen direkt vor meiner Haustüre ist auch so ein Schwachsinn.


Diese 22-kW-Ladesäulen am Straßenrand, die immer noch aufgestellt werden, kommen meiner Meinung nach sowieso ein paar Jahre zu spät. Die Idee dahinter stammt aus einer Zeit, als eine mit 22 kW ladende ZOE das Maß aller Dinge war, und Smart ED, Daimler B electric und sonstige Autos ohne Schnellladefähigkeit den Inbegriff des Elektroautos darstellten. Die Zeiten haben sich aber geändert. Viele der neuen Autos können nur noch einphasig 32 A an Wechselstrom laden und verlassen sich ansonsten ganz darauf, dass man ja mit Gleichstrom schnellladen kann. Aber diese Straßenrandsäulen sind eben keine Schnelllader. Um ein Auto wirklich voll zu kriegen müsste man dort stundenlang stehen. Und es wird niemals möglich sein, genug von diesen Dingen aufzustellen, damit jeder Laternenparker sein Auto dort stehenlassen kann. Darum zweifle ich aus zwei Überlegungen heraus am Sinn dieser Ladesäulen:
  • Für Leute, die zu Hause und/oder am Arbeitsplatz laden können, sind diese Ladesäulen sowieso überflüssig. Man lädt zu Hause oder auf Langstrecken an Schnellladern entlang der Strecke, und am Zielort an Destination Chargern, also Ladepunkten, wo das Auto lädt, während es sowieso geparkt ist (Hotelgarage, Parkhaus usw.).
  • Für Laternenparker sind Schnelllader mit mäßiger Ladegeschwindigkeit (z.B. 50 kW) bei Aldi, Lidl, Kaufland, EDEKA, oder wie sie alle heißen, also an Orten, wo man sich pro Woche ein- bis mehrmals für 30-60 Minuten aufhält, das Mittel der Wahl, um ohne zusätzlichen Zeitaufwand für das Laden über die Runden zu kommen. Es muss natürlich bei zunehmender Popularität der E-Mobilität deutlich mehr davon geben, als jetzt.

Die Ladestationen im SkylinePlaza-Parkhaus sind für die Nutzung während des Einkaufs gedacht, dafür sind sie aber schon etwas schwach. Die Schnellladestation vor der Skyline Plaza geht in die richtige Richtung, genauso wie die am Bahnhof. Was bder definitiv fehlt ist eine ausreichende Zahl echter "Destination Charger" für Leute, die in der Frankfurter Innenstadt für längere Zeit bleiben und folglich dort parken müssen. Im trianon-Parkhaus gibt es z.B. welche, aber das sind nur 3 Stück für so ein großes Parkhaus und die sind entsprechend ab 9 Uhr morgens an Werktagen auch fast immer belegt. Da könnte die Mainova gerne noch nachlegen und aus 3 z.B. 9 machen, dann würde es den aktuellen Bedarf wohl decken.
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Re: Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Beitragvon TeeKay » Mi 5. Dez 2018, 15:55

Dir ist schon klar, dass zu Zeiten, als hauptsächlich 22kW AC Säulen gebaut wurden, die allermeisten Autos einphasig luden so wie heute auch? Die Zoe kam 2013, 3 Jahre nach Leaf und i-Miev, die einphasig luden. i3, e-Golf, e-Up kamen kurz nach der Zoe und luden einphasig. Es macht aber für den Aufsteller keinen nennenswerten Unterschied, ob da nun 7,4kW oder 22 anliegen. Es wird auch kein Aufsteller 3 Säulen a 15.000 Euro statt eine Säule a 16.000 Euro aufstellen, um 6x7,4kW statt 2x22kW anzubieten. Also sind 22kW das Optimum aus Aufwand und Nutzen.
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Re: Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Beitragvon phonehoppy » Mi 5. Dez 2018, 19:07

TeeKay hat geschrieben:
. Also sind 22kW das Optimum aus Aufwand und Nutzen.


Mit geht es überhaupt nicht um die Leistung, sondern um das vorgesehene Nutzungsverhalten. Um für Laternenparker eine möglichst komfortable Infrastruktur bereit zu stellen, ist ganz einfach eine viel größere Zahl an Ladesäulen notwendig, und deren Nutzungsdauer darf nicht stärker beschränkt sein, als der Parkplatz an dem sie steht. Und es darf sich dann auch keiner ärgern, wenn er nachts ankommt und alle Säulen sind belegt, obwohl die angeschlossenen Autos vielleicht längst voll geladen sind.
So wie die Straßenrandsäulen aber momentan ausgelegt sind, ist dort das Abstellen des Autos nur für die Dauer des Ladevorgangs erlaubt, und meist sogar noch zusätzlich gedeckelt. So etwas hat aber heute nur noch bei Schnellladern Sinn....
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Re: Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Beitragvon zoppotrump » Mi 5. Dez 2018, 21:29

Gibt es in FFM überhaupt irgendwo eine öffentliche Ladesäule, an der man für längere Zeit in Ruhe laden kann, um bspw. shoppen oder arbeiten zu gehen?
Solche echten Destination Charger gibt es doch AFAIK gar nicht in FFM. Parkhäuser mit hohen Gebühren zähle ich mal nicht dazu.
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Re: Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Beitragvon TeeKay » Mi 5. Dez 2018, 22:55

phonehoppy hat geschrieben:
Mit geht es überhaupt nicht um die Leistung, sondern um das vorgesehene Nutzungsverhalten. Um für Laternenparker eine möglichst komfortable Infrastruktur bereit zu stellen, ist ganz einfach eine viel größere Zahl an Ladesäulen notwendig, und deren Nutzungsdauer darf nicht stärker beschränkt sein, als der Parkplatz an dem sie steht.

Mag ja sein, nur hat das nichts mit 22kW AC zu tun. Du kriegst nicht mehr Ladepunkte, wenn du auf 3,7kW statt 22kW AC gehst. Die Infrastrukturkosten sind praktisch die gleichen.
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Re: Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Beitragvon mbrod » Do 6. Dez 2018, 22:55

zoppotrump hat geschrieben:
Gibt es in FFM überhaupt irgendwo eine öffentliche Ladesäule, an der man für längere Zeit in Ruhe laden kann, um bspw. shoppen oder arbeiten zu gehen?
Solche echten Destination Charger gibt es doch AFAIK gar nicht in FFM. Parkhäuser mit hohen Gebühren zähle ich mal nicht dazu.

Ja, diese hier:
https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/Deutschland/Frankfurt-am-Main/Umweltforum-Rhein-Main-eV-Olof-Palme-Strasse-19/16659/
Ich schätze, das sind meistens Leute, die in den umgebenden Büros arbeiten. Von einem habe ich mal mitbekommen, dass die sich zum Teil über eine whatsapp-Gruppe fürs Umparken verabreden. Die Station ist entsprechend gut ausgelastet. Regelmäßig schon vor 7 Uhr morgens geht es los.
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Re: Frankfurt... Ein elektromobiles Trauerspiel!

Beitragvon Blauhassinger » Sa 8. Dez 2018, 10:07

Moin, laden in Frankfurt ist echt ein Trauerspiel. Ich schicke meine Frau mittlerweile in die Parkhäuser. Ist zwar in der Tat ziemlich teuer, aber andere Ladepunkte sind meist besetzt (danke dem tollen Konzept von Mainova) oder defekt. Bisher hatten wir immer Glück im Parkhaus freie Ladepunkte zu bekommen.
Aber gestern haben 2 Verbrenner im Parkhaus am Dom die Ladepunkte blockiert. Das wird wohl bis zum Höhepunkt des Weihnachtsmarkt noch schlimmer werden. Meine Frage:
An wen kann man sich zwecks Beschwerde wenden?
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