Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingeweiht

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon TeeKay » Di 27. Feb 2018, 21:22

14 Tage Anschlusszeit und ich hab schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich mein Auto in der Alboinstraße 36h abstelle. :-)
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon fpk » Di 27. Feb 2018, 23:53

E-lmo hat geschrieben:
Sollten die Be-emobil-Säulen nicht auch mit jeder anderen Ladenetz-Karte funktionieren?


Ja sollten Sie. In meinem Fall Stadtwerke Menden.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon fpk » Mi 28. Feb 2018, 00:17

Fridgeir hat geschrieben:


Ich war bei der 2. Fachveranstaltung der Senatsverwaltung zur Fortentwicklung der Ladeinfrastruktur und habe das mal versucht einigermaßen zusammenzufassen.

https://igembb.wordpress.com/2018/02/26/zusammenfassung-zur-2-fachveranstaltung-am-14-februar-2018/


Danke für das Teilen, wirklich hochinteressant. Ein paar Kommentare kann ich mir nicht verkneifen:

" Da keine Ladesäule diese Anforderungen erfüllt, müssten diese stillgelegt werden, wenn die Abgabe des Stroms nach kWh z.B. abgerechnet werden soll."

Und was ist mit den Säulen die Hamburg benutzt? Offenbar hat der dortige Lieferant Meneckes das Eichproblem auch im Griff. Der Senat tut mal wieder so, als wäre das aktuelle Schlamassel unausweichlich. Dabei hat man schlicht auf das falsche System gesetzt bzw. nicht rechtzeitigt mit dem Lieferanten reagiert.

Die Senatsverwaltung sieht sich im nationalen Vergleich beim Aufbau der Säulen in einer Spitzenposition.

Nochmal: und was ist mit Hamburg? Mindestens dort ist man um welten weiter als Berlin. Sowohl was Nutzung als auch was Angebot angeht.

seit Umstellung auf die Session Fee hat die Anzahl der Ladevorgänge von den Carsharern abgenommen

Was ja viel weniger an der Session Fee als daran liegen dürfte, dass man mit den schlechten Rahmenbedingungen hier erfolgreich MultiCity zum scheitern gebracht hat. (und auch Flinkster fast alle eAutos aus der Stadt abgezogen hat).
Den DriveNow Kunden, die einen i3 an eine Ladesäule stecken dürfte der Preis reichlich egal sein.

...beträgt die durchschnittlich geladene Strommenge etwa 11 kWh bei einer durchschnittlichen Anschlussdauer von etwa 7 Stunden. Daraus leitet die Verwaltung eine deutliche Fehlnutzung (im Sinne zu langer Standzeiten) ab. Die Priorität der Senatsverwaltung liegt daher u.a. auf der Verkürzung dieser Standzeiten.

Das lässt nichts Gutes erahnen bezüglich des künftigen Preismodells. Natürlich sind 11 kWh bei 7h Anschluss sehr wenig. Aber so alleine sagen diese Zahlen nichts aus. Wieviel % der Ladungen waren CarSharer? Was ist insgesamt die Belegungsrate der Säulen. Besteht überhaupt eine Handlungsnotwendigkeit. Vom Augenintegral ist die Belegung vieler Säulen vom Augenintegral her im einstelligen Prozentbereich. Da gibt es grössere Probleme als die durchschnittliche Belegungszeit. Aber es ist ja nichts neues, dass man sich beim Senat nicht in der Verantwortung sieht, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen.
Ist vielleicht noch etwas dazu gesagt worden, wie der Senat eine Überwachung der Ladedauer mittels Parkscheibe (wie - auch wenn es nerft - in Hamburg) bewertet?
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon E-lmo » Mi 28. Feb 2018, 07:52

Vattenfall rechnet auch in Berlin nach Kilowattstunden ab. Allerdings nur über die eigenen Karten. Über Plugsurfing wird komischerweise ein minutenbasiertes Tarifmodell ausgewiesen.
Vattenfall möchte dieses Jahr noch mit einem Ausbau der Infrastruktur überraschen! Ich spekuliere mal, dass sie sich als Partner für die Telekom-MFG-Ladepunkte beworben haben.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Fridgeir » Mi 28. Feb 2018, 08:55

fpk hat geschrieben:
Und was ist mit den Säulen die Hamburg benutzt? Offenbar hat der dortige Lieferant Meneckes das Eichproblem auch im Griff. Der Senat tut mal wieder so, als wäre das aktuelle Schlamassel unausweichlich. Dabei hat man schlicht auf das falsche System gesetzt bzw. nicht rechtzeitigt mit dem Lieferanten reagiert.


bei der ersten Veranstaltung waren auch Vertreter aus Hamburg dabei; ich fasse das mal mit meinen eigenen Worten zusammen; die kümmern sich nicht darum bzw. haben mit ihren Eichbehörden einen "Deal"; Fokus Förderung der Elektromobilität, dann wird das Thema vielleicht weiter ausgelegt. Genau weiß ich es nicht, aber ja, die Frage wurde kurz gestellt, warum das in HH kein Problem sein, die Antwort war ein vielsagendes Lächeln der HH-Vertreter.

fpk hat geschrieben:
Nochmal: und was ist mit Hamburg? Mindestens dort ist man um welten weiter als Berlin. Sowohl was Nutzung als auch was Angebot angeht.


Nun, mit der eigenen Wahrnehmung ist das so eine Sache, ich habe die Wortwahl, die von Seiten der Senatsverwaltung gewählt wurde, sogar noch abgeschwächt, sonst wäre die Entrüstung hier noch größer :?

fpk hat geschrieben:
Was ja viel weniger an der Session Fee als daran liegen dürfte, dass man mit den schlechten Rahmenbedingungen hier erfolgreich MultiCity zum scheitern gebracht hat. (und auch Flinkster fast alle eAutos aus der Stadt abgezogen hat).


Aus der Begleitforschung und den daraus erkennbaren Auswirkungen war deutlich ein Einbruch in der Statistik zu erkennen, ja, man ist sich beim Forschungsinstitut dessen auch bewusst, dass der Wegfall von Multicity die Zahlen schon beeinflusst.

fpk hat geschrieben:
Wieviel % der Ladungen waren CarSharer? Was ist insgesamt die Belegungsrate der Säulen. Besteht überhaupt eine Handlungsnotwendigkeit.


Diese Vergleiche (CarSharer/Private) gibt es und wenn Interesse besteht, kann ich gerne mal nachfragen, ob mir diese Information zur Verfügung gestellt wird. Ich habe mich bemüht, so viel wie möglich mitzuschreiben, aber bei der Menge in interessanten Informationen musste ich irgendwann filtern. Und ja, es besteht Handlungsbedarf, weil die Stationen einfach zu lange belegt werden (kein Wunder bei einer Session Fee).



E-lmo hat geschrieben:
Vattenfall rechnet auch in Berlin nach Kilowattstunden ab. Allerdings nur über die eigenen Karten. Über Plugsurfing wird komischerweise ein minutenbasiertes Tarifmodell ausgewiesen.
Vattenfall möchte dieses Jahr noch mit einem Ausbau der Infrastruktur überraschen! Ich spekuliere mal, dass sie sich als Partner für die Telekom-MFG-Ladepunkte beworben haben.


Wir haben bei dieser Fachveranstaltung zwar nur explizit über die Innogy-Säulen gesprochen, aber das Gleiche dürfte auch für die Vattenfallsäulen zutreffen = Bestandsschutz. Das PS anders abrechnet liegt einfach und allein in der Tatsache begründet, dass der Vertrag zwischen Vattenfall und PS einfach anders aussieht.
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Beitragvon Fridgeir » Mi 28. Feb 2018, 09:08

Ich habe noch eine Bitte, eigentlich egal ob es Berliner oder andere Fahrer sind.

Im Rahmen der Fachveranstaltung habe ich Kontakt zum Verbraucherschutzzentrum Bundesverband e.V. knüpfen können. Es wird im März eine Diskussion/Veranstaltung geben, die sich um die Sicht der Ladeinfrastruktur aus Verbrauchersicht kümmert. Die Interessengemeinschaft Elektroautofahrer Berlin/Brandenburg ist dazu eingeladen. Man hat mich gebeten, im Vorfeld die Themengebiete aufzulisten, die aus Verbrauchersicht nicht, nicht gut, oder richtig schief laufen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir Eure Themenvorschläge hier posten würdet.

Ich glaube, das ist eine einmalige Gelegenheit an Veränderungen mitzuwirken und daher freue ich mich auf Eure Beiträge.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volker.Berlin » Mi 28. Feb 2018, 09:29

...beträgt die durchschnittlich geladene Strommenge etwa 11 kWh bei einer durchschnittlichen Anschlussdauer von etwa 7 Stunden. Daraus leitet die Verwaltung eine deutliche Fehlnutzung (im Sinne zu langer Standzeiten) ab. Die Priorität der Senatsverwaltung liegt daher u.a. auf der Verkürzung dieser Standzeiten.

Mann, mann, mann. Das ist keine "Fehlnutzung", das ist bedarfsgerechte Nutzung. Der Senat muss mal weg kommen davon, den Usern vorschreiben zu wollen, was sie brauchen. Es war von vornherein absehbar, dass die Nutzer ihr Auto über Nacht oder während der Arbeitszeit aufladen wollen, also eben durchschnittlich 7 Stunden lang an einem Ort stehen.

Dass der Senat vor dieser Wahrheit beide Augen fest verschlossen hat, ist eine Sache. Nun aber hat er es in seinen eigenen Zahlen schwarz auf weiß. Anstatt die "Fehlnutzung" zu bekämpfen, sollte er lieber das Konzept so modifizieren, dass es dem wahren Bedarf gerecht wird! Also mehr Ladepunkte, gern auch mit weniger kW, falls es hilft. Der Unterschied zwischen Destination Charging und Schnellladung scheint beim Senat noch nicht angekommen zu sein.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon OlafSt » Mi 28. Feb 2018, 09:51

Nanu ? Ist der Politik noch nicht aufgefallen, das die aller-aller-allermeisten Pkw, egal ob nun Verbrenner oder EV, von den 24 Stunden des Tages üblicherweise 22 Stunden nur herumstehen ?

Offenbar sind dort die veränderten Gegebenheiten der Elektro-Mobilität noch immer nicht angekommen.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Fridgeir » Mi 28. Feb 2018, 09:56

Volker.Berlin hat geschrieben:
Also mehr Ladepunkte, gern auch mit weniger kW, falls es hilft. Der Unterschied zwischen Destination Charging und Schnellladung scheint beim Senat noch nicht angekommen zu sein.


Nach Aussage von Allego kostet ein 3,7kW Ladepunkt in Berlin fast genauso viel wie ein 11kW Ladepunkt. Es ist also nicht einfach so, dass man die Kosten für einen 11kW Ladepunkt durch drei teilt. Hinzu kommt, dass die Laternen in Berlin vielfach in einem sehr bescheidenen Zustand sind und meist ausgetauscht werden müssen, was dann wiederum zur Erhöhung der Installationskosten führt.

Wichtig und richtig ist, das Konzept des Senats wird nicht konsequent zu Ende gedacht, leider.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Fridgeir » Mi 28. Feb 2018, 09:58

übrigens, das nachfolgende Bild zeigt die "neue" Beschilderung der be emobil Ladepunkte :o :shock:

photo5237706411700496633.jpg
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