Einphasenlader und kein eigener Ladeplatz

Einphasenlader und kein eigener Ladeplatz

Beitragvon eve » So 23. Okt 2016, 09:44

Ist hier jemand, der über keinen eigenen Stellplatz mit Ladeanschluss (einschließlich sowas wie Laden beim AG) verfügt und sich dennoch für ein BEV mit Einphasenlader entschieden hat? Mich interessiert Eure Erfahrung dazu.

Wieviel/oft nutzt Ihr das Fahrzeug?
Wie oft und regelmäßig ladet Ihr?
Wie ist das Frequenzverhältnis Schnellladung/Schnarchladung?
Womit seid Ihr zufrieden, womit nicht?
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Re: Einphasenlader und kein eigener Ladeplatz

Beitragvon geko » So 23. Okt 2016, 09:59

Bis zur Inbetriebnahme der Ladesäulen am Arbeitsplatz nutzte ich einen BMW i3 60 Ah (1-phasiges AC-Laden!) ausschließlich an öffentlichen Säulen. Das waren dann so rund 5.000 km Fahrleistung. Ich lud meistens beim Einkaufen nebenbei bei ALDI SÜD auf oder bei öffentlichen AC-Säulen, wenn ich eh in der Nähe war. In der ganzen Zeit habe ich den Wagen nur 4-5x bewusst zu einer AC-Säule gefahren und auf 100% geladen.

Wichtig aber mein Fahrprofil: Typischerweise keine 30 km pro Tag, sondern idR Super-Kurzdistanzen. Bei Fahrten in nahegelegene Orte, stelle ich den Wagen immer an AC-Lader, egal ob 30 Min oder 2h. Ich nehme quasi die Ladung mit, die ich bekommen kann.

Mit meinem 94 Ah i3 (anderer Standort) fahre ich mehr und längere Distanzen. Circa 70% CCS-Schnellladungen, 25% AC und 5% Schuko-Schnarchladung.
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Re: Einphasenlader und kein eigener Ladeplatz

Beitragvon TeeKay » So 23. Okt 2016, 10:03

Ich fuhr 18 Monate einen Citroen C-Zero und hatte keine eigene Lademöglichkeit, allerdings in 550m Entfernung eine AC-Ladesäule. Sofern du auch so eine Säule hast, spricht nichts gegen einen Einphasenlader. In Berlin gabs dazu noch mehr als 100 nach kWh abgerechnete Säulen in der City, so dass ich die "eigene" Säule gar nicht so oft brauchte. Ich habe meine Pläne einfach immer so gestaltet, dass irgendwo in der Nähe eine Ladesäule ist (Restaurant, Cafe, Kino, Post, etc).

Dazu kamen dann nach einem Jahr einige Gratis Schnelllader in der Stadt. Die haben das ganze natürlich noch einfacher gemacht. Ich rate aber davon ab, eine kalte Batterie dauerhaft schnellzuladen. Der C-Zero reduziert zwar bei Kälte zum Batterieschutz die Ladeleistung, trotzdem war nach einem Winter die Kapazität 10% geringer.
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Re: Einphasenlader und kein eigener Ladeplatz

Beitragvon eve » So 23. Okt 2016, 12:47

Danke erstmal für die Erfahrungen. Dort, wo wir derzeit wohnen, haben wir eine Säule in der Nähe (zugleich nahe eines Supermarkts). Dort sehe ich ungefährt 2-3 mal im Monat jemanden laden. Beide Ladepunkte belegt gab's noch nie. Ab und an stellt sich ein Verbrenner hin. Ein trauriger Vorteil der geringen Verbreitung von EVs hier bei uns: Quasi immer ein freier Ladeplatz.

Nachdem noch unklar ist, wie das mit der Q90 in D wird, sind Ioniq und Ampera-e etwas ins Blickfeld geraten. Besonders den Ioniq finden wir interessant, obgleich er jetzt im Vergleich zu den neueren Fahrzeugen eine relativ kleine Batterie hat. Wenn er tatsächlich so effizient ist, bekommt man ja dennoch mit 6,6 kW ordentlich was rein an km in der Stunde. Ist aber nur sinnvoll, wenn es auch den entsprechenden (Zeit-)Tarif an der Ladesäule gibt. Zoe, Ioniq und Ampera-e sind zwar alles unterschiedliche Klassen, aber das spielt ja bei dem aktuellen Angebots an Elektrofahrzeugen eine eher geringere Rolle.
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Re: Einphasenlader und kein eigener Ladeplatz

Beitragvon TeeKay » So 23. Okt 2016, 13:42

Mit 6,6kW und den relativ großen Batterien bist du ja noch viel besser dran als ich. Ich hatte nur 3,3kW und 16kWh - musste also relativ häufig laden und dann brauchte es auch immer ewig. Also schnell mal ein bisschen Energie abholen, das gabs nicht.

Insbesondere der Ampera würde ja gar nicht so oft geladen werden müssen, so dass auch der Fußweg zur Ladesäule nicht allzu lästig werden dürfte.

Ich empfand das Laufen zur Säule aber eigentlich auch immer als willkommene Bewegung.
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Re: Einphasenlader und kein eigener Ladeplatz

Beitragvon imievberlin » So 23. Okt 2016, 13:52

Ja bei mir ist es so wie es bei TeeKay war.

Seit fast 3 Jahren lade ich zu 99% öffentlich. Das Fahrzeug wird täglich mindestens 60km gefahren und der Diesel steht seit dem nur rum.
Geladen wird im Grunde nach jeder Fahrt oder unterwegs.
Seit dem die Schnelllader nicht mehr kostenlos sind lade ich dort nur wenn ich längere Strecken absolviere bzw. meine Tagesfahrleistung über der möglichen Ladezeit liegt.
Zufrieden bin ich mit der Wendigkeit und der schmalen Karosserie des Drillings.
Gern hätte ich einen 11 oder 22kW Ladegeräte und die Möglichkeit beim Laden zu heizen.
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Re: Einphasenlader und kein eigener Ladeplatz

Beitragvon Heckes » So 23. Okt 2016, 21:48

N'Abend zusammen

Ich habe mir den Fluence genau mit diesen Voraussetzungen gekauft. Keine Lademöglichkeit zu Hause, keine beim Arbeitgeber.
Mittlerweile hat sich beides gebessert. Beim AG ein eigener blauer CEE-Anschluss und wenn niemand vor meinem Abstellraum parkt, dann kann ich auch zu Hause laden.

Wenn ich mir jetzt überlege, dass die neuen Fahrzeuge (Ioniq oder Ampera) eine um ein Vielfaches größere Reichweite haben, würde heute meine Entscheidung noch schneller fallen.

Immer her damit
findet der Jürgen
Wer nicht denken will, fliegt raus.
[Joseph Beuys]

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