Drehstrombuchsen in Italien

Re: Drehstrombuchsen in Italien

Beitragvon rolandp » Mo 15. Jun 2015, 15:09

Hallo Alex1,

mach Dir doch die Adapter selber...der 16A 4 polige Stecker hat 9,-€ und der 3 polig hat 6,-€ gekostet, dazu die 16A Drehstrom 5 pol Buchse ca. 8,-€ das Kabel 5x1,5mm² und 3x1,5mm² ein paar Aderendhülsen wobei je 2 Adern abgeschnitten werden...1h Arbeit fertig. Ich kann auch gerne einen zweiten Adapter bauen...bei Interesse PN

IMG_20150615_132244.jpg
Italienadapter beschriftet


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Re: Drehstrombuchsen in Italien

Beitragvon Alex1 » Mo 15. Jun 2015, 18:03

Hab ich das jetzt richtig verstanden: der CEE blau simuliert den Nullleiter?
Bauerndrehstrom hat ja doch einen Schutzleiter, aber keinen Nullleiter?
Dann müsste der Campingstecker erkennen, was Nullleiter und was Fase ist? Oder ist das durch die Geometrie der drei Stifte fehlerfrei festgelegt?

Danke für das Angebot :D ! Vielleicht macht das mein Elektriker auch. Oder ein elektrokompetenter Freund... :D
Herzliche Grüße
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Re: Drehstrombuchsen in Italien

Beitragvon rolandp » Mo 15. Jun 2015, 20:19

Alex1 hat geschrieben:
Hab ich das jetzt richtig verstanden: der CEE blau simuliert den Nullleiter?
Bauerndrehstrom hat ja doch einen Schutzleiter, aber keinen Nullleiter?
Dann müsste der Campingstecker erkennen, was Nullleiter und was Fase ist? Oder ist das durch die Geometrie der drei Stifte fehlerfrei festgelegt?

Danke für das Angebot :D ! Vielleicht macht das mein Elektriker auch. Oder ein elektrokompetenter Freund... :D



Den italienischen Drehstromstecker mit nur 4 Polen OHNE Nullleiter habe ich nur direkt in Italien bekommen...die Größe ist auch kleiner als der 5 pol CEE und etwas größer als der 3 pol blau CEE Camping.

Im Schaltbild sieht man genau, das ich den Nulleiter über den blauen Campingstecker hole (nicht simuliere...da laufen die vollen 16A bei 230V Wechselstrom drüber, halt um 120° Phasenschoben syn. zu dem dem jeweiligen Außenleiter).

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Re: Drehstrombuchsen in Italien

Beitragvon Alex1 » Mo 15. Jun 2015, 20:37

Aha, ich hatte das Schaltbild nicht richtig gelesen... :oops: Aber jetzt weiß ich Bescheid. Heißt aber natürlich, dass ich noch eine Campingdose in der Nähe brauche... Entscheidung ist noch vertagt... :D
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Re: Drehstrombuchsen in Italien

Beitragvon MichaRZ » Mo 15. Jun 2015, 21:20

rolandp hat geschrieben:
Im Schaltbild sieht man genau, das ich den Nulleiter über den blauen Campingstecker hole

Du solltest in meinen Augen noch erwähnen, dass vor dem Einstecken Phase und Null an der Campingdose ausgemessen werden sollte. Verstehe mich bitte nicht falsch.. ich finde Bastelllösungen grundsätzlich ok - und Du weißt ganz sicher auch, was Du tust.

Für alle anderen: Wenn in der Campingdose L1 und N versehentlich vertauscht wären, würde die Campingdose einwandfrei funktionieren. Der Fehler kann schnell passieren und fällt nicht auf.Allerdings würde mit dem Zweckentfremden durch "holen des Nulleiters" auf der 5-poligen CEE-Dose eine Spannung von 400V zwischen dem vermeintlichen N und den echten Außenleitern anliegen. Das dürfte für viele Ladegeräte den Tod bedeuten.
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Re: Drehstrombuchsen in Italien

Beitragvon Alex1 » Mo 15. Jun 2015, 22:01

:oops: Und wie messe ich das? Ok, ziehe zurück, ein normaler Fasenprüfer müsste reichen?
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Re: Drehstrombuchsen in Italien

Beitragvon rolandp » Mo 15. Jun 2015, 22:37

MichaRZ hat geschrieben:
rolandp hat geschrieben:
Im Schaltbild sieht man genau, das ich den Nulleiter über den blauen Campingstecker hole

Du solltest in meinen Augen noch erwähnen, dass vor dem Einstecken Phase und Null an der Campingdose ausgemessen werden sollte. Verstehe mich bitte nicht falsch.. ich finde Bastelllösungen grundsätzlich ok - und Du weißt ganz sicher auch, was Du tust.

Für alle anderen: Wenn in der Campingdose L1 und N versehentlich vertauscht wären, würde die Campingdose einwandfrei funktionieren. Der Fehler kann schnell passieren und fällt nicht auf.Allerdings würde mit dem Zweckentfremden durch "holen des Nulleiters" auf der 5-poligen CEE-Dose eine Spannung von 400V zwischen dem vermeintlichen N und den echten Außenleitern anliegen. Das dürfte für viele Ladegeräte den Tod bedeuten.


Die 3 polig "Campingdose" hat wie der Stecker eine Codierung und der N sowie der L sind genau nach IEC 60309 festgelegt

http://de.wikipedia.org/wiki/IEC_60309

Eine falsche / richtige Verkabelung der CEE blau kann ganz leicht mit einem Spannungsmesser / Multimeter gemessen werden.
L gegen PE ( Schutzleiter) Spannung. N gegen PE keine Spannung.

Eine "Bastellösung ist das nicht, sondern ein Behelf, da alle Komponenten zugelassen sind und nur anders eingesetzt werden.
Wenn man dann Fehler macht ist das das Problem des Nutzers.

Ich habe die Adapterlösung heute selbst getestet und es gibt KEIN Problem wenn der N an der richtigen Stelle ist, alle anderen Kabel für schwarz L bei der CEE blau und blau in dem 4 pol. CEE ital. Stecker habe ich entfernt, beide Stecker sind aber mit PE verbunden.

IMG_20150615_121813.jpg
CEE blau mit N und PE ohne L




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Re: Drehstrombuchsen in Italien

Beitragvon MichaRZ » Di 16. Jun 2015, 00:34

Ich habe den Eindruck, Du hast mich falsch verstanden. Deine Adapterlösung ist bestimmt sauber durchgemessen. Ich wollte darauf hinweisen, dass die in Italien vorhandene Campingdose sicherheitshalber vorher geprüft werden sollte. Sonst geht der Lader mit großer Sicherheit dabei drauf. Wer das sicher messen kann und sich des Risikos bewusst ist, kann das Teil natürlich gerne einsetzen. Ein Phasenprüfer reicht MIR als Indikator für die richtige Belegung definitiv nicht...

Dem italienischen Installateur (...oder Hobbybastler) könnte es nämlich egal gewesen sein, ob L1 und N vertauscht sind. Ist doch ok, wenn der angeschlossene Kühlschrank funktioniert.
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Re: Drehstrombuchsen in Italien

Beitragvon rolandp » Di 16. Jun 2015, 07:32

MichaRZ hat geschrieben:
Ich habe den Eindruck, Du hast mich falsch verstanden. Deine Adapterlösung ist bestimmt sauber durchgemessen. Ich wollte darauf hinweisen, dass die in Italien vorhandene Campingdose sicherheitshalber vorher geprüft werden sollte. Sonst geht der Lader mit großer Sicherheit dabei drauf. Wer das sicher messen kann und sich des Risikos bewusst ist, kann das Teil natürlich gerne einsetzen. Ein Phasenprüfer reicht MIR als Indikator für die richtige Belegung definitiv nicht...

Dem italienischen Installateur (...oder Hobbybastler) könnte es nämlich egal gewesen sein, ob L1 und N vertauscht sind. Ist doch ok, wenn der angeschlossene Kühlschrank funktioniert.



Das stimmt, ein Spannungsmesser sollte an der CEE vorher zur Sicherheit verwendet werden...ich werde mit dazu eine noch einfachere Lösung mit einen CEE 16A Stecker bauen, den ich vorher einstecken werde.
Der Stecker wird nur eine grüne/rote LED haben die max. 10mA benötigt um den FI nicht auszulösen und dabei grün oder rot anzeigt ob der N an der richten Stell ist.

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Re: Drehstrombuchsen in Italien

Beitragvon Alex1 » Di 16. Jun 2015, 09:20

E-Laien-Idee: Eine Schukodose kann doch eigentlich dasselbe? Da muss ich doch "nur" den Nullleiter sauber durchmessen? Oder muss der Nullleiter wirklich große Ströme verkraften?

Nullleiter - Nulleiter - null Eiter? :shock:
Ich dachte da an Flünzens Voreiter...
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