Die Alternative zu Schnellladesäule

Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 14. Jun 2017, 14:53

Da man mir den Thread "Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???" mit vorgeschobene Gründen geschlossen hat, muss ich leider einen neuen Aufmachen.
Hier nun die nächste Meldung zum Thema laden während des Fahrens bzw. induktives Laden.

Zitat "EUWID neue Energie":

Elektroauto aufladen bei 100 km/h: Qualcomm meldet erfolgreiche Tests

Um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen, spielt die Reichweite der Fahrzeuge eine wichtige Rolle. Und damit die Möglichkeiten der Stromspeicherung und -beladung der Fahrzeuge. In Versailles haben jetzt Tests zum dynamischen Laden von fahrenden Elektroautos stattgefunden.

Neben der technischen Leistungsfähigkeit der Speicher und Ladeinfrastrukturen spielt der Nutzerkomfort eine essentielle Rolle, wenn Autofahrer in großer Zahl davon überzeugt werden sollen, auf die neue Technologie umzusteigen. Stundenlange Ladevorgänge sind für viele Nutzer ein K.O.-Kriterium.

System lädt Elektroautos mit bis zu 20 kW Leistung auf

Unter Verwendung der Halo-Technologie des US-Unternehmens Qualcomm ist jetzt die technische Machbarkeit der dynamischen Aufladung von Elektroautos während der Fahrt nachgewiesen worden.

Qualcomm hat dazu ein kabelloses „Dynamic Electric Vehicle Charging“ (DEVC)-System entwickelt, das im Stande ist, die Elektroautos mit bis zu 20 kW Leistung bei typischen Fahrgeschwindigkeiten von 100 km/h und mehr auf der Autobahn aufzuladen. Auch wurde der Nachweis erbracht, dass zwei Fahrzeuge gleichzeitig Strom auf derselben Strecke aufladen können.
100 Meter lange Teststrecke in Versailles

Mehr als ein erster Schritt in Richtung dynamisches Laden ist das Projekt bislang freilich nicht. Die dynamischen Ladevorgänge wurden auf einer 100 Meter langen Teststrecke im Versailler Stadtviertel Satory durchgeführt. Die Teststrecke wurde vom französischen Forschungsinstitut Vedecom im Rahmen des 9-Mio.-€-Projekts Fabric errichtet und mit Qualcomm Ladetechnologie ausgestattet.

Die Strecke ist aus vier Linien von je 25 Meter Länge zusammengesetzt, die über separate Energiesysteme gespeist werden. In jedem Streckenviertel übertragen 14 Base Array Network (BAN)-Blöcke die Energie. Die Energie wird an zwei Vehicle Pads (VP) mit je 10 kW Leistung übertragen. Das Fahrzeugsystem wandelt den 85-kHz-Wechselstrom in Gleichstrom um, der vom Batteriemanagementsystem genutzt wird.

Als Testfahrzeuge steuerte der französische Automobilkonzern Renault zwei Autos vom Typ Kangoo bei. Vedecom werde nun weitere Tests durchführen, um Betrieb, Sicherheit und Effizienz des Energietransfers zu evaluieren, heißt es seitens Qualcomm weiter.

Das Projekt Fabric wird weitgehend aus Mitteln der EU-Kommission finanziert. Hinter Fabric steht ein Konsortium von 25 Organisationen und Unternehmen aus neun europäischen Ländern.

Ende Zitat

Da 25 EU-Unternehmen dahinter stehen dürfte es sich, wenn es wirtschaftlich ist, auch durchsetzen. Wobei die Wirtschaftlichkeit sich nicht in reine Euronen messen lässt. Die Bequemlichkeit und das Fehlen von Ladepausen dürfte auch ein wesentliches Argument sein für das der Autofahrer bereit ist Geld in die Hand zu nehmen.
Zuletzt geändert von ecopowerprofi am Mi 14. Jun 2017, 14:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon Tho » Mi 14. Jun 2017, 14:57

ecopowerprofi hat geschrieben:
...Wobei die Wirtschaftlichkeit sich nicht in reine Euronen messen lässt. Die Bequemlichkeit und das Fehlen von Ladepausen dürfte auch ein wesentliches Argument sein für das der Autofahrer bereit ist Geld in die Hand zu nehmen...

Der Autofahrer ist kaum bereit 80cent/kWh am Allego Schnelllader zu bezahlen, was soll dann der Strom bei einer elektrifizierung der Strecken kosten? :?: Utopie..
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 14. Jun 2017, 15:07

Tho hat geschrieben:
was soll dann der Strom bei einer elektrifizierung der Strecken kosten? :?: Utopie..

Als ich meine PV 1996 installiert haben, hat man die weite Verbreitung bzw. die Stromversorgung durch PV als Utopie und zu teuer bezeichnet. Nur soviel dazu. Aber wenn Du so willst, wieso investieren einige ein Vermögen in Alu-Felgen. Angeblich weil es etwas mehr Komfort und bessere Optik bietet. Stahlfelgen tuns auch. Wie ich in dem anderen Thread bereit geschrieben habe, ist das induktive laden während der Fahrt mit Sicherheit erst mal für Langstreckenfahrer. Das sind überwiegend Leute, die dienstlich unterwegs sind. Die 30 Min. an der Ladesäule müssen vom Betrieb auch bezahlt werden. Da ist u.U. es billiger für eine kWh 80 ct oder mehr zu bezahlen.
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon gekfsns » Mi 14. Jun 2017, 15:19

Schade um die Steuergelder....
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon Alex1 » Mi 14. Jun 2017, 15:26

ecopowerprofi hat geschrieben:
Als ich meine PV 1996 installiert haben, hat man die weite Verbreitung bzw. die Stromversorgung durch PV als Utopie und zu teuer bezeichnet.
Die Induktionsschleifen sind aber reine eTechnik, da verfallen keine Preise wie bei der Elektronik.
Die 30 Min. an der Ladesäule müssen vom Betrieb auch bezahlt werden. Da ist u.U. es billiger für eine kWh 80 ct oder mehr zu bezahlen.
Da ist allerdings was dran. Gleiche Rechnung gilt ja für die sonstigen "echten" Schnelllader (> 100 kW... 8-) )
Herzliche Grüße
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 14. Jun 2017, 15:27

gekfsns hat geschrieben:
Schade um die Steuergelder....

Wieso ?? Man wird damit u.U. eine Begründung haben, warum man eine Autobahn privatisieren muss.
Aber alles ungelegte Eier. Man befindet sich im Forschungsstadium. Wenn das System funktioniert, kann es aber sehr schnell gehen.
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 14. Jun 2017, 15:32

Alex1 hat geschrieben:
Die Induktionsschleifen sind aber reine eTechnik, da verfallen keine Preise wie bei der Elektronik.

PV-Module würde ich nicht unbedingt der Elektronik zu ordnen. Eher der Energietechnik. Trotzdem gab es einen Preisverfall auf ca. 20% seit 1995. Das automatisierte Verlegen durch Spezialmaschinen könnte aber erhebliche Kosten sparen.
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon gekfsns » Mi 14. Jun 2017, 15:35

Das verschwindet wieder klanglos in der Versenkung, da geht es meiner Meinung nur darum Forschungsgelder abzugreifen - die wir bezahlen. Wäre das ein rein von Qualcomm und Renault privat finanziertes Projekt wäre es mir egal.
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon Fluencemobil » Mi 14. Jun 2017, 18:56

Die Strecke ist aus vier Linien von je 25 Meter Länge zusammengesetzt, die über separate Energiesysteme gespeist werden. In jedem Streckenviertel übertragen 14 Base Array Network (BAN)-Blöcke die Energie. Die Energie wird an zwei Vehicle Pads (VP) mit je 10 kW Leistung übertragen. Das Fahrzeugsystem wandelt den 85-kHz-Wechselstrom in Gleichstrom um, der vom Batteriemanagementsystem genutzt wird.

Heißt das, alle 25 Meter ein 20kw Anschluß?

Wenn schon forschen dann richtig:
Einfach die Südlink Stromtrasse
https://www.tennet.eu/de/unser-netz/ons ... /suedlink/
nicht neben die Autobahn sondern in die Autobahn. Die zukünftigen Autos sollen ja sowieso 800V haben.
Oder hat die Trasse noch mehr? ;)
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Ich empfehle einen Batteriemietvertrag bei Renault mit einer Rechtsschutzversicherung zu kombinieren.
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon SaschaG » Mi 14. Jun 2017, 19:11

So ein Quatsch. Das werden wir nie erleben, dass sich das in der Praxis durchsetzt.
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