Die Alternative zu Schnellladesäule

Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon Karlsson » Do 15. Jun 2017, 17:15

R2-D2 hat geschrieben:
Preise sind inkl. Montage. Allerdings geb ich dir Recht das die Preise der Module den Hauptteil der Preissenkung ausmachen.

Die liegt ausschließlich in den Teilen. Auch auf die Montage bezogen, weil die höchstens billiger wird wenn die Teile schneller zu montieren sind. Aber es braucht keiner auf Lohndumping zu hoffen, um noch billiger an seine PV zu kommen.
Und das gleiche funktioniert einfach nicht mit Techniken, die in erster Linie von Rohstoffen abhängig sind.
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon 150kW » Fr 16. Jun 2017, 08:07

"Nach Angaben von Keeling kostet eines der etwa zwei Meter langen Bodenelemente derzeit rund 8.000 Euro. In großem Maßstab ließen sich die Herstellungskosten auf etwa ein Drittel senken. Hinzu kämen dann noch die Kosten für die Leistungskonverter sowie die Verlegung in der Fahrbahn."
https://www.golem.de/news/elektromobili ... 011-2.html

Also zwei Meter für 8000€. Zukünftig etwa nur noch 1/3, also ~2600€, das macht pro Meter 1300€. Für ein kleines 100m Stückchen, bei der man beim drüber fahren für ein paar Sekunden laden kann, also 130.000€! Nur für die Elektronik, Verlegung und restliche Elektrik kommen noch hinzu.
Also bei aller liebe, das wird schon aus Kostengründen scheitern.
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon bernd71 » Fr 16. Jun 2017, 11:02

150kW hat geschrieben:
Also zwei Meter für 8000€. Zukünftig etwa nur noch 1/3, also ~2600€, das macht pro Meter 1300€. Für ein kleines 100m Stückchen, bei der man beim drüber fahren für ein paar Sekunden laden kann, also 130.000€! Nur für die Elektronik, Verlegung und restliche Elektrik kommen noch hinzu.
Also bei aller liebe, das wird schon aus Kostengründen scheitern.


Wenn man dann noch vier bis sechs Autobahnspuren annimmt könnte man für den Preis alle 100m problemlos mehrere Schnelllader aufstellen. Wenn diese dann auch noch einen ähnlichen Preisverfall haben kann man fast über die Schnellader laufen ohne die Straße berühren zu müssen. ;)

Selbst wenn man die Ladeleistung vervielfachen könnte und somit nur kürzere Strecken auslegen müsste ist der Aufwand doch noch viel zu groß.
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon flieger_flo » Fr 16. Jun 2017, 11:22

Fluencemobil hat geschrieben:
Einfach die Südlink Stromtrasse
https://www.tennet.eu/de/unser-netz/ons ... /suedlink/
nicht neben die Autobahn sondern in die Autobahn. Die zukünftigen Autos sollen ja sowieso 800V haben.
Oder hat die Trasse noch mehr? ;)


ja, einige kV 8-)
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon Bernd_1967 » Fr 16. Jun 2017, 12:45

Ist ja billiger mit Seilzügen die Autos zu ziehen und sich per Rekuperation aufladen zu lassen :lol:
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon Alex1 » Fr 16. Jun 2017, 15:53

Noch besser: Abschleppen durch Lkw, der an der Oberleitung zapft :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Die Alternative zu Schnellladesäule

Beitragvon TeeKay » So 18. Jun 2017, 14:54

Eine Autobahn Fahrbahnoberfläche hat je nach Autobahnabschnitt eine Lebensdauer von 10-20 Jahren. Alle 10-20 Jahre müsste also entweder die Induktionstechnik teuer geborgen, gereinigt und wieder verbaut oder vom Bitumen getrennt, entsorgt und als Neuteil neu eingebaut werden. Die Induktionstechnik muss aufwendig gekühlt werden, was das ganze wieder wartungsanfällig macht. Das ganze erzeugt massive Mehrarbeit beim Abriss, Bau und wird für noch mehr Wartungsbaustellen sorgen. Statt einfach das Bitumen in den Straßenfertiger zu kippen und auszuwalzen, ist künftig Handarbeit angesagt. Und es kann auch nicht einfach abgefräst werden wie bisher.

Und das alles nur, damit Hein Blöd nicht 2x im Jahr 30min schnellladen muss. Ja, so wird es kommen.
Autor wurde von Tesla Aufsichtsratsmitglied Antonio J. Gracias bei Twitter blockiert
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