CCS Standard bei i3 und e-Up

CCS Standard bei i3 und e-Up

Beitragvon dkt » Di 22. Okt 2013, 07:11

Möglicherweise stelle ich jetzt sehr dumme Fragen:

Ich überlege eventuell in nächster Zeit, entweder den i3 oder den e-Up zu kaufen oder zu leasen. In meiner Garage habe ich Drehstrom anliegen. Kann der CCS Standard alle drei Phasen nun nutzen? Wenn ja mit welchem Investitionsaufwand für welche Leistung? Wenn nein, was ist dann, mit wie viel Phasen, mit welchem Aufwand, als Leistung möglich? Bezogen auf diese beiden Fahrzeuge.

Schon jetzt vielen Dank an alle Fachleute hier.

Grüße

Dieter
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Re: CCS Standard bei i3 und e-Up

Beitragvon Jogi » Di 22. Okt 2013, 08:31

Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: CCS Standard bei i3 und e-Up

Beitragvon stromer » Di 22. Okt 2013, 09:15

Für den Preis eines i3 + Schnellladestation gibt es auch schon einen Tesla Model S.
Zuletzt geändert von stromer am Di 22. Okt 2013, 10:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: CCS Standard bei i3 und e-Up

Beitragvon Spürmeise » Di 22. Okt 2013, 10:48

dkt hat geschrieben:
Ich überlege eventuell in nächster Zeit, entweder den i3 oder den e-Up zu kaufen oder zu leasen.

Der Gleichstrom-CCS-Lader ist privat nicht darstellbar. Mit dem serienmäßigem 230V-Lader und einem einphasigem Typ 2-Kabel (ca. 200 €, 140 € bei VW) kannst Du den i3 zu Hause mit 4,6 kW Leistung laden, und auch wenn Du das CCS-Upgrade mitbestellst, bleibt es zu Hause ebenfalls bei 4,6 kW.

Das ist jedenfalls der aktuelle Stand; vor einiger Zeit wurde noch berichtet, dass das CCS-Upgrade ein an einer 2. Phase hängendes zusätzliches Ladegerät mitbringt, womit man dann mit 7,4 kW "2/3-Drehstrom" hätte laden können. Scheint aber nicht so zu sein.
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Re: CCS Standard bei i3 und e-Up

Beitragvon dkt » Mi 23. Okt 2013, 07:17

Vielen Dank für Eure Hinweise.

Als interessierter Nichtfachmann verfolge ich alle Beiträge zum Thema "Laden". Früher hatte ich noch geglaubt, dass das Problem der jungen Elektroautos die Batterie sei. Doch jetzt beschleicht mich das Gefühl, dass es die "babylonische Sprachverwirrung" der Industrie in Sachen "Laden" ist.

Letzte Frage: Mit Typ 2 Kabel und 4,6 kW könnte ich leben. Sind die haushaltsüblich verlegten Drehstromanschlüsse, oder auch Haushaltsleitungen dafür ausgelegt? Den Elektriker werde ich das auf jeden Fall vorher prüfen lassen.

Vielen Dank nochmals und Grüße

Dieter
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Re: CCS Standard bei i3 und e-Up

Beitragvon Spürmeise » Mi 23. Okt 2013, 07:35

dkt hat geschrieben:
Letzte Frage: Mit Typ 2 Kabel und 4,6 kW könnte ich leben. Sind die haushaltsüblich verlegten Drehstromanschlüsse, oder auch Haushaltsleitungen dafür ausgelegt? Den Elektriker werde ich das auf jeden Fall vorher prüfen lassen.


Die Kupferadern in der Leitung zur Garage oder so müssten mind. 2,5 mm² haben; dann darf man die Sicherung (zumindest für die eine Phase an der der i3 hängt) auf 20A erhöhen (Leitungslänge unter 106 Meter, mit Fehlerstromschutzschalter beliebig). Sollte nur eine 1,5 mm²-Leitung verlegt sein, darf nur eine 16A-Sicherung verwendet werden, so dass mit max. 3,7 kW geladen werden kann.

Hier hätte man allerdings eine recht hohen Spannungsabfall in der Leitung (der Leitung macht das nichts aus, aber es kommt entsprechend weniger Energie beim Fahrzeug an). Soll der Spannungsabfall in der Leitung auf die üblichen 3% begrenzt bleiben, darf die Leitung nicht länger als 22 Meter sein.

Den Spannungsabfall könnte man halbieren, indem jeweils 2 Adern des Drehstromanschlusses, insofern nicht anderweitig benötigt, parallel geschaltet werden (also 2xschwarz und 2xblau - dazu muss die braune Ader mit blauem Schrumpfschlauch umgewidmet werden). Den Elektriker fragen, ob er das machen möchte. Entspricht nicht der Norm, ein technisches Risiko ist aber nicht erkennbar (bei Ausfall einer Ader kann der Leitungsschutzschalter über die verbleibende 2,5mm²-Ader immer noch sicher abschalten.
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Re: CCS Standard bei i3 und e-Up

Beitragvon Super-E » Mi 23. Okt 2013, 08:56

Hallo Dieter,

ich Versuche Deine Frage einfach zu beantworten.

dkt hat geschrieben:
In meiner Garage habe ich Drehstrom anliegen. Kann der CCS Standard alle drei Phasen nun nutzen? Wenn ja mit welchem Investitionsaufwand für welche Leistung? Wenn nein, was ist dann, mit wie viel Phasen, mit welchem Aufwand, als Leistung möglich? Bezogen auf diese beiden Fahrzeuge.


Spürmesie sagte schon, dass beide Fahrzeuge (leider) nicht dreiphasig laden können (evtl. zweiphasig - aber die Aussagen sind tatsächlich erst zuverlässig, wenn hier der Erste so ein Ding an der Wand hat). Gleichstromladung ist derzeit unbezahlbar, aber in 5 Jahren wirds das vielleicht bezahlbar geben - egal.

Du hast in deiner Garage einen Drehstromanschluss? also CEE 16A oder 32A? Im Gegensatz zu den einphasigen Haushaltssteckdosen muss bei einer "CEE 16A" das Kabel 16A dauerhaft abkönnen. Daher bist Du da gut aufgestellt. Eine einfache Wallbox sollte sich ohne Probleme an dem Kabel installieren lassen. (Auch wenn man nur eine Phase benötigt, wirst Du dann die Drehstromdose nicht gleichzeitig benutzen können - Also Holz spalten+ Laden is nicht, sonst fliegt die Sicherung) Bei einer 32A Dose ist alles sowieso kein Problem. Wenn dir die Wallbox installiert wird, wird das der Elektriker aber sowieso prüfen. Böse Überraschungen (darauf zielt Deine Frage wohl ab) halte ich aber für ausgeschlossen.

Ansonsten gehen immer noch die Lösungen von "Spürmeise"...
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Re: CCS Standard bei i3 und e-Up

Beitragvon dkt » Mi 23. Okt 2013, 09:43

Hallo Spürmeise und Super-E,

vielen Dank für Eure Ratschläge. So langsam blicke ich durch. Als ich das Haus seinerzeit gebaut habe, habe ich in die Garage nur vorsichtshalber Drehstrom legen lassen. Die Dosen sind unbenützt. Abgesichert ist die Leitung mit einer Dreifachsicherung - einzelne Sicherungen á 16 A. Die Leitunngslänge dürfte 15 Meter nicht überschreiten (Zähler Keller, Sicherungskasten Parterre über dem Zähler im Keller, dann etwa 8 Meter bis in die angebaute Garage). Vielleicht wäre es auch sinnvoll, einen neuen Querschnitt ziehen zu lassen. Denn, dann wäre auch eine eventuelle zukünftig bezahlbare DC Ladung, nicht von vornherein begrenzt. Aber, wie gesagt, dass würde vielleicht auch sogar dann helfen, wenn einmal zwei E-Fahrzeuge vorhanden sind. Also beide gemeinsam am Strom hängen.

So jetzt habe ich Euch lange genug aufgehalten. Nochmals vielen Dank und wenn es so weit ist, dann melde ich mich nochmal, mit meiner Version der Ladelogik, zum überprüfen. Alle Eure Beiträge hier lesen sich für mich sehr spannend, weil auch die E-Auto Hersteller alle Ihre eigene Logik verfolgen.

Wäre es nicht einfacher, wenn sich alle auf eine interne Ladelogik verständigen könnten, die mehrere Stufen möglich macht. Zum Beispiel, Anschluss Steckdose, Anschluss Drehstrom dreiphasig und zuletzt DC. Wenn das schon in jedem Auto drinsteckte, müßten eigentlich nur noch drei Kabel mitgeführt werden. Bzw. bei DC wäre vielleicht das dritte Kabel auch überflüssig, weil es an der "Tankstelle" vorhanden ist.

Viele Grüße

Dieter
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Re: CCS Standard bei i3 und e-Up

Beitragvon Super-E » Mi 23. Okt 2013, 10:21

Hallo Dieter,

Bei Deinen Fahrzeugoptionen musst Du erst mal nix neu ziehen lassen. An einer Drehstromdose hast Du 3 Phasen -> Du kannst also 3 i3s oder ups gleichzeitig einphasig Laden. Wenn Du zwei Zoes kaufst, dann solltest Du tatsächlich ein neues Kabel ziehen. Für zukünftige Gleichtromheimladungen würde ich jetzt kein Geld investieren. Dazu ist das viel zu spekulativ, ob sowas kommt und wie das dann aussieht. Ein 11kW/22kW/50kW System - wer weiss??? 11KW kannst Du jetzt schon...

dkt hat geschrieben:
Wäre es nicht einfacher, wenn sich alle auf eine interne Ladelogik verständigen könnten, die mehrere Stufen möglich macht. Zum Beispiel, Anschluss Steckdose, Anschluss Drehstrom dreiphasig und zuletzt DC.


Nunja, das haben sie mehr oder weniger - aber damit fang ich jetzt nicht an sonst wird der post etwas lang.... ;-)
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