Ladetechnik - zu viel technisches Know-How vorausgesetzt

Re: Ladetechnik - zu viel technisches Know-How vorausgesetzt

Beitragvon ChrisZ » Fr 21. Jul 2017, 15:29

Hallo zusammen,

seid Ihr alle sicher, dass die Aussage mit 1-phasig beim AC-Schnellader des Leaf korrekt ist?
Ich fahre jetzt einen neuen 30er Acenta mit AC-Schnellademöglichkeit (EZ 03/2017). Neulich habe ich in der Firma an einer 3-phasigen 16A Typ2-Dose geladen, so ist die Keba-Box? (sieht zumindest so aus) laut unserem Geschäftsführer angeschlosssen.
Obwohl ich nur ca. 2 1/2 bis 3 Stunden dran war, habe ich mehr als 14kW/h erhalten (von <25% auf 88%). Das sind zwischen 4,6 und 5,6 kW/h (Zeit kann ich nicht genau sagen). Bei 16A einphasig (also Anschlussleistung der Box) hätten es aber maximal 3,6kW/h sein dürfen. Irgendwie kriege ich das nicht in den Schädel. Ich hatte auch gedacht, dass mir die teure Option letztendlich nichts bringen würde, wegen der Schieflasten ist 32A einphasig in Deutschland ja verboten.

Und jetzt überrascht mich mein Auto mit einer schnelleren Ladung als erwartet. Kann es sein, dass der Leaf einfach 2-phasig lädt? Irgendwo habe ich das mal gelesen, dass für die AC-Schnelladefähigkeit quasi ein zweiter 16A-Lader eingebaut wird. Der Typ1 und Typ2-Stecker gäben das ja wohl her.

Keine Ahnung, aber ich bleibe so doch weiter verwirrt und frage mich, was Nissan als AC-Schnellader verbaut.

Chris
bis 28.04.2017 BMW 525d Touring Bj 2003, 355tkm Verbrauch overall 6,5l/100km :o
danach Leaf Acenta 30kWh mit Batterie Bj 03/2017 Schnittverbrauch Autobahn 16kWh und sonst ca. 13kWh
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Beitragvon Helfried » Fr 21. Jul 2017, 15:43

ChrisZ hat geschrieben:
Das sind zwischen 4,6 und 5,6 kW/h (Zeit kann ich nicht genau sagen).


Was bedeutet Kilowatt pro Stunde, Zeit kann ich nicht genau sagen?
Meinst du Kilowatt oder Kilowattstunden?
Helfried
 
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Re: Ladetechnik - zu viel technisches Know-How vorausgesetzt

Beitragvon cpeter » Fr 21. Jul 2017, 15:55

ChrisZ hat geschrieben:
Kann es sein, dass der Leaf einfach 2-phasig lädt? Irgendwo habe ich das mal gelesen, dass für die AC-Schnelladefähigkeit quasi ein zweiter 16A-Lader eingebaut wird. Der Typ1 und Typ2-Stecker gäben das ja wohl her.

Der Leaf lädt AC mit einem Typ 1 Stecker und der Typ 1 Stecker hat nur eine Phase.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/IEC_62196#Typ_1:_SAE_J1772-2009

Zitat: "Der Steckertyp hat fünf Steckkontakte, nämlich zwei Kontakte für einphasigen Wechselstrom, eine Erdung und zwei Signalkontakte, die kompatibel mit IEC 61851-2001 / SAE J1772-2001 sind."
Seit 01/2017 Nissan Leaf Tekna 30 kWh mit 6,6 kW AC Lader
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Re: Ladetechnik - zu viel technisches Know-How vorausgesetzt

Beitragvon oscar70 » Fr 21. Jul 2017, 16:46

ChrisZ hat geschrieben:
Hallo zusammen,

seid Ihr alle sicher, dass die Aussage mit 1-phasig beim AC-Schnellader des Leaf korrekt ist?
Ich fahre jetzt einen neuen 30er Acenta mit AC-Schnellademöglichkeit (EZ 03/2017). Neulich habe ich in der Firma an einer 3-phasigen 16A Typ2-Dose geladen, so ist die Keba-Box? (sieht zumindest so aus) laut unserem Geschäftsführer angeschlosssen.
Obwohl ich nur ca. 2 1/2 bis 3 Stunden dran war, habe ich mehr als 14kW/h erhalten (von <25% auf 88%). Das sind zwischen 4,6 und 5,6 kW/h (Zeit kann ich nicht genau sagen). Bei 16A einphasig (also Anschlussleistung der Box) hätten es aber maximal 3,6kW/h sein dürfen. Irgendwie kriege ich das nicht in den Schädel. Ich hatte auch gedacht, dass mir die teure Option letztendlich nichts bringen würde, wegen der Schieflasten ist 32A einphasig in Deutschland ja verboten.

Und jetzt überrascht mich mein Auto mit einer schnelleren Ladung als erwartet. Kann es sein, dass der Leaf einfach 2-phasig lädt? Irgendwo habe ich das mal gelesen, dass für die AC-Schnelladefähigkeit quasi ein zweiter 16A-Lader eingebaut wird. Der Typ1 und Typ2-Stecker gäben das ja wohl her.

Keine Ahnung, aber ich bleibe so doch weiter verwirrt und frage mich, was Nissan als AC-Schnellader verbaut.

Chris


also, typ1 hat nur eine phase. mit schnell lader einer 16a dose läd er dann 3,3 kw/h pro stunde, an einer 32a dose läd er dann 6,6 kw/h pro stunde. was halt nicht ganz 16a oder 32a entspricht. (16a bei 230v wären ja 3,680 kw) nissan lässt hier also immer noch ca 1a als sicherheit frei. (tesla läd 3phasig mit 11kw, was also 16a entspricht.)

schnell lader sagt aus, dass der gleichrichter im fahrzeug pro stunde 6,6kw/h gleichrichten kann. gleichstrom kannst du so viel reingeben wie der accu auf nimmt (stimmt nicht ganz...), bei wechselstrom ist der gleichrichter der flaschenhals.

leider, leider kann man sich bei nissan in yokohama nicht vorstellen, dass es in europa hausanschlüsse geben soll, die alle drei phasen aufgelegt haben. in japan und den usa sind normale hausanschlüsse immer nur einphasig, daher reicht denen auch ein typ1 anschluss am auto. eine wallbox mit 3 phasen liesse sich eh nicht anschliessen.

schlaue bastler hier im forum haben dem leaf schon eine typ2 dose verpasst, und dann 3 gleichrichter eingebaut. dann läd das ding ca 10 kw/h in der stunde - an einer 16a säule! leider nicht ganz billig, und leider auch nicht ganz einfach, da man dem auto auch sagen muss, dass jetzt aus drei gleichrichtern strom ankommt (sprich: am canbus anmelden).

so wie es aussieht bekommt der nächste leaf wieder nur einphasiges laden. schade - mit 3 phasen und 32a wäre der leaf in 1,5 std, der neue mit 40kwh in 2 std voll.
Zuletzt geändert von oscar70 am Fr 21. Jul 2017, 17:01, insgesamt 1-mal geändert.
... mehr als 100.000 km ren elektrisch unterwegs. seit 05/2017 leaf 30kw als tekna mit 6,6kw ladeoption.
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Re: AW: Ladetechnik - zu viel technisches Know-How vorausges

Beitragvon Helfried » Fr 21. Jul 2017, 16:48

oscar70 hat geschrieben:
dann läd-t das ding ca 10 kw in der stunde -

Mal im Ernst, es ist peinlich. Die Leistung ist eine zeitlose Einheit. Es gibt kein Kilowatt "in der Stunde".
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Re: AW: Ladetechnik - zu viel technisches Know-How vorausges

Beitragvon oscar70 » Fr 21. Jul 2017, 16:59

Helfried hat geschrieben:
oscar70 hat geschrieben:
dann läd-t das ding ca 10 kw in der stunde -

Mal im Ernst, es ist peinlich. Die Leistung ist eine zeitlose Einheit. Es gibt kein Kilowatt "in der Stunde".


@helfried:
a) trägt das jetzt hier zum thema bei?
b) mein energieversorger presst die zeitlose leistung leider doch irgendwie in stundenwerte, um sie abzurechnen. find ich auch doof.
c) wenn's dich persönlich glücklich macht, setz ich jetzt noch ein/h dahinter. hoffe du kannst dann dem thread weiter folgen, ohne dass es dir peinlich sein muss!
d) meinst du, die leser, die mit strom nix am hut haben, verstehen das thema jetzt besser?
Zuletzt geändert von oscar70 am Fr 21. Jul 2017, 17:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: AW: Ladetechnik - zu viel technisches Know-How vorausges

Beitragvon Helfried » Fr 21. Jul 2017, 17:05

oscar70 hat geschrieben:
b) wenn's dich persönlich glücklich macht, setz ich jetzt noch ein/h dahinter.

Nein, kein "/". Die Zeit wird ja mit der Leistung multipliziert.
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Re: AW: Ladetechnik - zu viel technisches Know-How vorausges

Beitragvon oscar70 » Fr 21. Jul 2017, 17:07

Helfried hat geschrieben:
oscar70 hat geschrieben:
b) wenn's dich persönlich glücklich macht, setz ich jetzt noch ein/h dahinter.

Nein, kein "/". Die Zeit wird ja mit der Leistung multipliziert.


das '/' steht ja auch nicht als mathematisches zeichen.

@ admin: bitte in einen neuen thread überführen, dann kann uns helfried alle aufklären, wie wir hier korrekt posten. mit dem thema hat das nämlich NICHTS zu tun!
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Re: AW: Ladetechnik - zu viel technisches Know-How vorausges

Beitragvon Helfried » Fr 21. Jul 2017, 17:09

oscar70 hat geschrieben:

das '/' steht ja auch nicht als mathematisches zeichen.


Klar tut es das. Ist ja bei km/h auch nur mathematisch gemeint.

Und zum Thema passt das auch, wo es doch um die Technik geht.
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Re: Ladetechnik - zu viel technisches Know-How vorausgesetzt

Beitragvon Kelomat » Sa 22. Jul 2017, 20:59

Ich trau mich da auch mal was dazu zu schreiben...

Der Anschlusswert oder wie schnell kann ich Laden ist einfach kW.
Ergibt sich aus Spannung mal Strom (z.B. 230V x 16A = 3680W = 3,68kW)

Die geladene Energiemenge (nach der beim Energieversorger abgerechnet wird) ist dann kWh
Ergibt sich aus der Leistung x die Zeit (z.B. 3kW x 2h = 6kWh)

Wir müssen uns halt erst umgewöhnen...
An der Tanke ist es genau umgekehrt. Die Zapfsäule gibt max. 40l/min her und abgerechneet wird nach Liter :(

Ich bitte trotzdem ein wenig auf die Einheiten zu Achten denn sonst werden wir uns nie daran gewöhnen.
Zuletzt geändert von Kelomat am So 23. Jul 2017, 20:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

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