Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Beitragvon marc1 » Do 2. Jun 2016, 22:14

Hallo allerseits,

da ich demnächst einen Leaf kaufen möchte (Acenta ab Baujahr 2013), habe ich drei Fragen zum Standard-Ladeziegel des Leaf:

1. Wie lang ist das Kabel vom Typ-1-Stecker zum Ziegel selbst? Da mein Leaf beim Laden vor dem Haus stehen wird, möchte ich den Ziegel nicht offen herumliegen lassen und ihn in einer abschließbaren Box, in der auch der Stromanschluss sein wird, an der Häuserwand unterbringen. Dazu müsste das Kabel aber mindestens 4 Meter lang sein.

2. Hat der Ziegel einen integrierten FI?

3. Benötigt man im Sicherungskasten einen LS-Schalter mit Auslösecharakteristik C (wie für die stationären Wallboxen)?

Gruß Marc
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Re: Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Beitragvon stekueh » Fr 3. Jun 2016, 07:56

Hallo Marc,

zu 1. ohne nachgemessen zu haben schätze ich die Kabellänge auf rund 6m. Allerdings Gesamtlänge. So wie ich das sehe brauchst Du ja 4m von der Box bis zum Typ1 Stecker, oder?
zu 2. ich denke schon, dass die ICCB einen Fehlerstrom erkennt und dann abschaltet
zu 3. benötigt man nicht. Jeder normale Automat passt. Für eine handelsübliche Steckdose halt.

Unabhängig davon würde ich Dir raten, eine 3,6 KW Lademöglichkeit zu organisieren. Wenn du mit maximaler Leistung lädst hast über 10% mehr Wirkungsgrad (im Vergleich zum Ziegel). Bei mir kommen da übers Jahr gesehen rund 500 kWh weniger Stromverbrauch zusammen. Und Du kannst den Ziegel im Auto lassen und hast immer eine Notlademöglichkeit dabei - für alle Fälle
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Re: Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Beitragvon xado1 » Fr 3. Jun 2016, 08:24

am besten einen ampera ziegel,der lädt auf schuko oder cee blau 3kw
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
Dieselfrei,d.h. frei ,weil ich wieder einen Diesel fahre
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Re: Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Beitragvon Schrauber601 » Fr 3. Jun 2016, 08:58

Wer schreibt dann, das man für Wallboxen LS-Schalter mit TypC benötigt? Es gibt ja kaum Geräte, die "sanfter" den Strom hochfahren als die "Schnarchlader" in unseren BEV...

Ob der ICCB einen integrierten FI hat ist eigentlich nicht so wichtig, da im Haushalt ja jede Steckdose über einen (meist gemeinsamen) FI abgesichert ist. Hier ist es Vorteilhaft, wenn man einen 2ten FI einbauen lässt, damit im Fehlerfall nicht das Haus dunkel wird.

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Re: Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Beitragvon Pivo » Fr 3. Jun 2016, 09:10

Den Ladeziegel als Alltagslader zu nutzen ist nicht das Wahre.
Am besten aufgehoben ist der in dem "Rucksack", der im Kofferraum seitlich festgemacht ist.
Betrachte das Ding ausschliesslich als NOT-lademöglichkeit.

Es ist deutlich besser sich einen einfache Wallbox zu besorgen (egal ob nun mit fest angebrachten Typ1-Kabel oder mit Typ2 Buchse).
Und selbst dann wenn man nichts fest installieren möchte, würde ich mir wenigstens eine kleine mobile Ladebox mit 3,7kW besorgen - am besten mit einen CEE-blau-Stecker.

Dann noch etwas:
Als ich meinen Leaf neu hatte (Ende 2013), stand natürlich auch bei mir die Planung einer heimischen Ladeeinrichtung an.
Ich hatte mich sogar schon für eine Wallbox mit fest angebrachten Typ1 Kabel entschieden. Mit 8m Kabellänge, damit ich sowohl in, als auch ausserhalb der Garage laden könnte.
Nur dazu kam es nie. Relativ bald habe ich festgestellt, dass ich öffentlich mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser, laden kann. Und sich das völlig problemlos in den Alltag integriert hat. Zumal mir für den Alltag eine 80% Ladung für die ganze Woche reicht. D.h. sofern ich keine Ausflüge am Wochenende mache, dann lade ich eben unterwegs oder stelle mich an den nächsten Chademo.
Selbst längere Touren starte ich von zu Hause aus mit dem was gerade zufällig im Akku ist...
Daher habe ich eine Heimladestation gänzlich geknickt.
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Re: Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Beitragvon marc1 » Fr 3. Jun 2016, 13:01

Hallo allerseits,

erst einmal danke für die Antworten.

Ich hatte mir schon überlegt, mir auf Dauer eine mobile Wallbox zuzulegen, z.B. den portablen Lader von Ratio Welt (Nr. 31313) mit Typ 1 auf CEE blau (lädt einstellbar mit 6, 10 oder 16A einphasig) für 500,-€ im Shop von Herrn Bettermann. Da ist auch die Kabellänge mit 10m kein Problem.
Ich wollte nur am Anfang wenn möglich etwas Geld sparen und mit dem Leaf-Ziegel beginnen. Aber wenn der Wirkungsgrad bei der 3,7 KW-Box besser ist, macht diese natürlich mehr Sinn (und ich lade auch etwas schneller).
Da wir eine PV-Anlage besitzen und mich zu 95% im Radius von höchstens 40-50 km bewege werde ich auch fast immer zu Hause laden.

Das mit dem LS-Schalter mit Auslösecharakteristik C steht auf der Seite von mobilityhouse.com, und zwar für eine Keba-Wallbox mit Typ 2-Anschluss bis 22 KW aber auch mit Typ 1-Anschluss bis 4,6 KW.

Gruß Marc
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Re: Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Beitragvon J_T_Kirk » Fr 3. Jun 2016, 13:13

Fahre seit Februar 2015 einen Leaf und der wird bei mir zuhause über Nacht (Carport) an der Arbeit (Parkaus) über den mitgelieferten Ziegel bzw. bei längeren Strecken unterwegs über Chademo geladen. Dazwischen kommt praktisch nichts vor. Eine 3,7 kW Ladung zuhause wäre zwar etwas schneller und hätte einen etwas besseren Wirkungsgrad, das halte ich aber für nicht wesentlich. Beim tagsüber Aufladen über Solaranlage machen die 3,7 kW nur Sinn, wenn Deine Anlage auch ausreichend Leistung abgibt. Unter 5 kWp kannst Du selbst im Sommer die 3,7 kW kaum von der Sonne bekommen.
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Re: Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Beitragvon Greenhorn » Fr 3. Jun 2016, 13:53

Nun noch mal zur korrekten Antwort:

Schuko - Ziegel sind 20 cm
Ziegel bis Anfang Typ1 Stecker 5,40 Meter
Gruß Bernd
Seit 26.02.15 Leaf Tekna: schon über 70.000 km Erfahrung :-)
In Planung: Ford Streetka-E-Roadster.
„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende" (Oscar Wilde)
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Re: Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Beitragvon marc1 » Fr 3. Jun 2016, 22:48

Hallo allerseits,

danke nochmal für die Antworten, das hilft mir sehr weiter.
Mal sehen, was aus dem Ganzen am Ende wird, meine Frau hat heute nachmittag wieder die ZOE ins Spiel gebracht wegen dem günstigeren Einstiegspreis (ja ich weiß, dass über Jahre gesehen die ZOE teurer kommt als ein Leaf mit Kaufakku aber ich muss auch auf meinen Finanzminister hören und mich nach dem im Moment verfügbarem Budget richten :D )

Die ZOE hat ja auch ihren Reiz...

Gruß Marc
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Re: Fragen zum Leaf-Ladeziegel

Beitragvon hoermal » Sa 4. Jun 2016, 06:55

Ich habe mir den ZOE auch angeschaut. Mir ist er etwas zu klein. Gerade auf der Rückbank kann der Leaf punkten. Wir haben zwei Kinder, da ist dieser Punkt ein wichtiges Kriterium. Dass der ZOE schneller laden kann, ist für unser Einsatzszenario zweitrangig.
Außerdem gefällt mir das Cockpit im Leaf besser, das ist aber Geschmackssache.
Wir haben einen jungen gebrauchten Leaf gekauft (inkl. Batterie), der letztendlich nicht teurer war als ein neuer Renault mit Batterieleasing.
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